Ich bringe dir die Nacht

Thriller

Catherine Ryan Howard

Durchschnittliche Bewertung
4Sterne
13 Kommentare
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Ein hochspannender, atmosphärischer Serienkiller-Thriller: "Ich bringe dir die Nacht" von Catherine Ryan Howard spielt in der irischen Hauptstadt Dublin.

Zehn Jahre sitzt der berüchtigte Kanal-Killer...

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    buchleserin, 22.01.2019

    Seit zehn Jahren sitzt Will Hurley, der Kanalmörder von Dublin, hinter Gittern. Er soll mehrere junge Studentinnen ermordet haben. Es geschehen neue Morde und alles deutet auf den Kanalkiller hin. Ist es ein Nachahmer oder haben sie damals den Falschen verhaftet? Will behauptet inzwischen, er wäre unschuldig, man hätte ihn so lange verhört, dass er irgendwann gestanden hat. Die Polizei möchte gerne ein paar Infos von Will, doch der will nur mit seiner Ex-Freundin Alison reden.
    Catherine Ryan Howard ist hier ein wirklich spannender Thriller gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht zu lesen. Einige Kapitel handeln von Alisons und Wills Vergangenheit vor 10 Jahren. Über den Kapiteln ist aber z.B. vermerkt: Alison, heute bzw. Alison, damals, damit der Leser der Geschichte besser folgen kann und es nicht zu Verwirrungen kommt.
    Die Handlung dieses Thrillers beginnt bereits spannend und man ist gleich drin im Geschehen. Und die ganze Zeit schwirrten mir Fragen im Kopf herum. Was ist damals wirklich geschehen? Wer ist der Kanalkiller? Ist Will wirklich der Täter oder war es die ganze Zeit jemand anderes? Alison konnte es damals eigentlich nicht glauben und war entsetzt und ihr war es peinlich, dass sie einen Mörder nicht erkannt hat, einen Menschen, den sie über alles geliebt hat. Hals über Kopf hat sie damals die Stadt verlassen. Mittlerweile kommen ihr doch Zweifel und auch für Malone, einer der Ermittler, die für die neuen Fälle zuständig sind, ist die ganze Sache von damals nicht stimmig und er stellt Nachforschungen an.
    Hier geht es mehr ums Miträtseln und die Suche nach dem Täter. Wer hier einen blutigen Psychothriller erwartet, wird evtl. enttäuscht. Ein Teil der Handlung erzählt von Alisons und Wills Vergangenheit, die Zeit auf dem College und Alisons Freundschaft zu ihrer besten Freundin Liz. Ich finde diesen Thriller fesselnd geschrieben und ich war neugierig auf die Auflösung.
    Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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    janein
  • 5 Sterne

    Sabine von www.bines-buecherwelt.blogspot.com, 22.01.2019

    Bevor ich dieses großartige Buch bewerte, frage ich mich: Wer hat sich diesen Titel und dieses Cover ausgedacht? Der Titel hört sich zwar gut und auch irgendwie mysteriös an, aber was hat er mit dem Buch zu tun? Der Originaltitel "The Liar's Girl" (in Deutsch: Das Mädchen des Lügners) ist in meinen Augen viel passender. Meiner Meinung nach hätte man einfach den Originaltitel mit deutschem Untertitel nehmen sollen. Und das Cover finde ich auch nicht so besonders, auch wenn es wohl eine Neonschrift von einem Schild darstellen soll, die sich auf dem Wasser eines Kanals spiegelt. Cover und Titel werden diesem tollen Buch wie ich finde nicht gerecht.

    Das Buch beginnt aus der Sicht eines neuen Opfers des Kanalkillers bzw. des mutmaßlichen Nachahmers (das weiß man ja zu dieser Zeit noch nicht). Danach lernt man Will kennen, der seit seiner Verhaftung vor zehn Jahren in einer psychiatrischen Anstalt sitzt. Als er zufällig im Radio mitbekommt, dass ein totes Mädchen im Kanal von Dublin gefunden wurde, will er seine große Liebe von damals wiedersehen um mit ihr über die Vorfälle zu sprechen. Seit seiner Verhaftung hat er kein Wort mehr mit Alison gewechselt.

    Alison ist nun vor die Wahl gestellt, ob sie wirklich noch einmal die Dämonen der mühsam verdrängten Vergangenheit wecken soll um Will einen Gefallen zu tun und ihm zu helfen oder ob sie ihr Leben in den Niederlanden weiterführt und alles ignoriert. Denn dort hin ist sie direkt nach Wills Festnahme geflüchtet und ist nie wieder nach Irland zurückgekehrt.

    Der Aufbau der Geschichte ist eigentlich nichts Neues. Es gibt Kapitel aus Sicht des Opfers, aus Sicht des Täters und aus Sicht von Will, sowie Rückblenden aus der Vergangenheit von Alison, Will und Luzie (Alisons beste Freundin seit der Grundschule). Die meisten Kapitel werden aber in der ersten Person von Alison selbst erzählt. Sehr interessant fand ich die Rückblenden in die Studienzeit der Hauptprotagonisten, denn da man weiß, was alle Beteiligten erwartet, die euphorisch ihr Studium und ihre Zukunft planen, schwingt immer ein bisschen Wehmut beim Lesen mit.

    Das Buch war für mich fast perfekt, aber manche Handlungsstränge wurden ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen. Allerdings enthalten diese sehr viele Hintergrundinformationen über die Charaktere und sie formen vor allem das Bild, das man von Ihnen hat. Durch den Aufbau und den sehr gut durchdachten Ablauf der Handlungsstränge wird das Buch bis zum Ende immer spannender und sorgt selbst dann noch für eine Überraschung, als man schon gar nicht mehr damit gerechnet hat. Und auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen.

    Fazit

    Die Geschichte ist wirklich sehr gut, da sehe ich gerne über die oft etwas längeren Handlungsstränge und den meiner Meinung nach unpassenden Titel hinweg. Zwar hatte ich während des Lesens viele wilde Theorien im Kopf, wer nun der Mörder ist bzw. die Mörder sind, aber man erfährt wirklich erst kurz vor Schluss was passiert ist. Dies war endlich mal wieder eines der Bücher, die man liest und gar nicht mehr weglegen möchte. Ich fand es sehr spannend und sehr gut geschrieben, daher kann ich diesen tollen Thriller jedem Fan dieses Genres wirklich nur ans Herz legen.

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    janein
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