Ich wollte nur Geschichten erzählen, Rafik Schami

Ich wollte nur Geschichten erzählen

Mosaik der Fremde

Rafik Schami

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Am 19. März 1971 landete in Frankfurt am Main das Flugzeug, das Rafik Schami nach Deutschland brachte. Die Entscheidung, seine Heimat Syrien zu verlassen, war ein Sprung ins kalte Wasser - und in die Freiheit. In Texten, die sich wie...

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    Martina E., 21.04.2018

    „Ich wollte nur Geschichten erzählen“ ist das neueste Werk vom vielfach ausgezeichneten Autor Rafik Schami. Ein sehr persönliches Buch mit einem besonderen Anliegen.

    „Unser Leben ist keine stetige Linie. Es ähnelt eher einem Mosaikgemälde. Je näher man kommt, umso sichtbarer werden die Bruchlinien, umso charaktervoller die einzelnen Steine.“ Das Mosaik der Fremde beginnt am 19.3.1971 mit Rafik Schamis Ankunft in Frankfurt. Er erzählt, wie es ihm als Exilautor ergangen ist, von seiner Sehnsucht nach Damaskus und vielem mehr.

    Der Papierschatz im Gepäck, Kurzgeschichten, moderne Märchen, Romane, sichert Rafik Schami das Überleben in Deutschland. Seine Werke in arabischen Verlagen veröffentlichen zu können, stellt sich über lange Zeit als Illusion heraus. Rafik Schami erzählt von seinem ungewöhnlichen Weg, Hindernissen und Herausforderungen, den ersten Schritten zum Erfolg. Er gewährt sehr persönliche Einblicke in sein Leben als Exilautor, den drohenden Verlust seiner neuen Heimat, Angst, Trauer, Verlust, Einsamkeit. Die Sehnsucht nach Damaskus, Freunden und Familie prägt sein Schreiben. Ihm ist es ein Anliegen, über die Lebensbedingungen in einer Diktatur, die Ereignisse und Veränderungen in Syrien aufzuklären. Personenkult, Korruption und Gehorsam, der Verlust von Würde und Freiheit. Es geht um das Verstehen, was vor sich geht und wie hilflos sich die Menschen fühlen, die in Sicherheit sind. Der Autor erzählt mit viel Herzenswärme aus seinem Leben, vom Entschluss, in einer anderen Sprache zu schreiben, um in einem deutschen Verlag zu veröffentlichen. „Im Exil zu schreiben, führt zu einer Metamorphose der Heimat – weg von einem geographisch definierten Land, das man verloren hat, hin zu einem geistigen Haus der Sprache und der Erinnerung.“ Die Vielschichtigkeit und der Reichtum an Informationen wird durch die unterschiedlichen Kapitellängen in Mosaikformen unterstrichen. Rafi Schami hat sich ein eigenes Damaskus-Archiv aufgebaut, von dem er zerrt. Die Hoffnung seiner Mutter, ihn wieder in seiner Heimat willkommen heißen zu können, erfüllt sich nicht. Es sind nicht nur die Schicksale, die berühren. Das Buch regt zum Nachdenken an. An Kritik wird nicht gespart. Gerne hätte es zusätzliche Kapitel über Wegbegleiter/ Begegnungen geben können. Auch das Thema „Swallow Editions“ kommt zu kurz. Sehr gelungen ist das Bild des purzelnden Puzzles. Die 25 persönlichen Ratschläge sind ein besonderes Highlight. Rafik Schami spricht einem aus der Seele. Seine Gedanken und Lebenserfahrungen bereichern. Es geht um Respekt, Menschlichkeit, ums Wachrütteln. „Durch den Roman versuche ich zurückzukehren. Und nur beim Erzählen fühle ich, dass ich die Stadt nie verlassen habe und sie mich auch nicht.“ Bewundernswert, dass der Autor seinen Erfolg nutzt, um Familien in Damaskus zu helfen. „Kultur der Völker“ als Schul(doppel)stunde, eine tolle Idee, die hoffentlich die Verantwortlichen erreicht. Gehässigkeiten, Feindseligkeiten, Missgunst und Neid, wichtig, dass auch unschöne Dinge zur Sprache kommen und mit viel Ehrlichkeit auf den Punkt gebracht werden. Gelungen ist auch der arabische Spruch als Ausklang: „Geduld und Humor sind zwei Kamele, mit denen du jede Wüste überqueren kannst...“

    Das Cover hat etwas Märchenhaftes. Es entführt in eine andere Welt. Das Unnahbare ist plötzlich erreichbar. Die Mosaik-Details und Sehnsucht in Farben passen sehr gut zum Inhalt. Auch im Nachhinein rührend ist der Titel, der einen bedeutsamen Wunsch zusammenfasst. Ein sehr schönes, stilvolles Cover! „Ich wollte nur Geschichten zählen“ bringt nicht nur den Menschen Rafik Schami nahe sondern alles, was ihm am Herzen liegt.

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    janein

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