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Kairos

Roman. Ausgezeichnet mit dem International Booker Prize 2024
 
 
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»Eine der größten lebenden Erzählerinnen, die (nicht nur) wir haben.« Andreas Platthaus, FAZ

Die neunzehnjährige Katharina und Hans, ein verheirateter Mann Mitte fünfzig, begegnen sich Ende der achtziger Jahre in Ostberlin, zufällig, und kommen...
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Kommentare zu "Kairos"
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  • 5 Sterne

    15 von 16 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Miss.mesmerized, 26.09.2021

    Als Buch bewertet

    Zwei Kisten sind es, die Katharina von ihrer Zeit mit Hans geblieben sind. Hans, den sie als Neunzehnjährige zufällig an einem regnerischen Nachmittag im Bus traf und der sofort ihr Herz eroberte, obwohl er 34 Jahre älter war als sie. Jetzt ist Hans tot und Katharina erinnert sich beim Durchsehen der Kisten an die Zeit, die sie miteinander hatten. Es begann 1986 als heimliche Liebe des verheirateten Autors und der jungen Frau, deren Zukunft noch ungewiss war. Er, der erfahrene Liebhaber, hat eindeutig die Oberhand und kann die Grenzen ihrer Beziehung Bestimmung, sie folgt ihm blind. Doch Katharina wird älter, erfahrener und mit ihrer Entdeckung der Welt wird sie unabhängiger, was zur Herausforderung für beide wird. Aus der unbeschwerten Liebe wird Obsession mit Gewalt und Hass.

    Jenny Erpenbeck wählt einen vielsagenden Titel für ihren aktuellen Roman. „Kairos“, die griechische mythologische Gottheit des günstigen Zeitpunkts, in der Theologie die „Gelegenheit zur Sünde“ ist bezeichnend für die Handlung. Hans trifft Katharina im richtigen Moment, er muss sie an jenem ersten Nachmittag für sich gewinnen, sonst entschwindet ihm die junge Frau wieder. Sein Vorhaben gelingt. Danach jedoch verpassen sie die Momente, Momente, die ihre Beziehung in die eine oder die andere Richtung hätten lenken können. Stattdessen halten sie fest an etwas, das destruktiv wird, sie leiden lässt und bald schon nicht mehr die verliebte Leichtigkeit des Anfangs hat.

    Die ersten Kapitel sind geprägt von der jugendlichen Liebe, der große Altersunterschied lässt Hans verjüngen, leidenschaftlich genießen sie ihr heimliches Beisammensein, was einen besonderen Reiz ausmacht. Für Hans scheint es kein Problem zu sein, dass er noch eine Ehefrau hat und mit dieser ganz selbstverständlich zusammenlebt und auch Zeit verbringt. Katharina hingegen will er exklusiv für sich. Unsterblich verliebt nimmt sie dieses Arrangement hin, doch als sie Berlin für ein Praktikum verlässt und die Trennung mehr als nur wenige Tage beträgt, beginnt ihr Lösungsprozess. Sie ist sich dessen noch nicht bewusst, glaubt immer noch Hans in derselben Weise zu lieben wie zu Beginn. Doch der Liebhaber wie auch der Leser bemerkt die feinen Risse.

    „Sie sind im Einverständnis miteinander, sie haben ihre ersten Geheimnisse vor der Welt, sie wissen, woran nur sie sich erinnern, wenn sie sich ansehen. Gerade deshalb muss er die Bedingungen klarstellen, bevor es dazu zu spät ist.“

    Die Handlung spiegelt das Große im Kleinen. Es ist Ende der 1980er Jahre. Hans und Katharina sind in Ostberlin eingesperrt, der Himmel ist nicht unendlich, aber weit genug für sie beide. Doch wie auch das Land langsam zerfällt, wird für Katharina die Beziehung zu eng. Wie das alte Regime will Hans die Oberhand behalten, den Weg diktieren, straft, wenn ihr Verhalten nicht seinen Erwartungen entspricht. Er verfolgt und bespitzelt sie und macht ihr bitterböse Vorwürfe. Doch das Ende der Diktatur ist am Horizont bereits zu sehen.

    Es ist eine toxische Beziehung in einer zerfallenden Welt. Ein historischer Moment, der sich langsam ankündigt und dann mit einem Male da und überwältigen ist, überzeugend mit pointierten Sprachbildern und einem fast nüchternen Ton eingefangen, der jedoch perfekt zum Setting passt.

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  • 5 Sterne

    5 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Angelika W., 02.09.2021

    Als Buch bewertet

    Der Roman "Kairos" erzählt die Geschichte zweier Liebenden im damals noch geteilten Deutschland bis nach der Wende. Sie, 19 Jahre alt und er Mitte 50, ein Mann mit Familie und wie so oft, hält er an seiner Familie fest und will sich nicht von dieser trennen.
    Man erlebt die Beiden in einer Zeit, wo die DDR mit dem Rücken zur der Wand steht und die Wiedervereinigung folgt.
    Der Leser, der vielleicht selber noch diese Zeit des Umbruchs miterlebt hat, wird an diese, teils schlimme und auch hoffnungsvolle Zeit erinnert.

    Als ich das erste Mal das Cover dieses Buches gesehen habe, bin ich neugierig geworden. Was mag dieser alte Karton wohl bedeuten und was spielt er für eine Rolle?
    Die Autorin findet eine Sprache, die nicht unbedingt jeder versteht, der Jahre nach dem Umbruch geboren ist und die Geschichte von Ost und West nicht miterlebt hat. Man braucht ein wenig Hintergrund Wissen, um sich ganz auf die Geschichte einlassen zu können.

    Mir hat dieses Buch gut gefallen, weil auch ich diese Zeit miterleben durfte und selber Verwandte im Osten hatte, die ähnliche Geschichten erlebt haben und heute noch davon berichten.
    Im Großen und Ganzen kann ich abschließend zu diesem Werk sagen, dass es keine leichte Kost ist und man sich die Zeit nehmen muss, um auch die Hintergründe der Geschichte zu verstehen. Es ist kein Buch für nebenher und trotzdem gebe ich der Autorin Jenny Erpenbeck und Ihrem Roman "Kairos" 5 Sterne für ein sehr gutes Werk mit Tiefgang.

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  • 5 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Karola D., 29.08.2021

    Als Buch bewertet

    Erinnerungen an eine Liebesbeziehung vor und nach dem Mauerfall in Berlin

    Aus dem Inhalt von zwei verstaubten Kartons entwickelt sich nach Sichtung der Erinnerungsstücke eine tiefschürfende , langjährige Liebesbeziehung zweier Ostberlinern zwischen 1986 und 1992: Katharina, 19 Jahre, in einer Schriftsetzerlehre und Hans, verheiratet, Anfang 50, Schriftsteller.
    Angesiedelt ist der Beziehungsroman in einem Kulturmilieu zu DDR – Zeiten bis wenige Jahre nach der Wiedervereinigung, mit den zu großen existentiellen, zu raschen Veränderungen nach dem Mauerfall im politischen, künstlerischen und kirchlichen Bereich. In einem untergegangenen Land waren viele Ostdeutsche verloren im neuen, ihnen übergestülpten System.
    Der Titel ‚KAIROS‘ geht auf einen altgriechischen Gott zurück für den günstigen Augenblick einer Entscheidung, dessen ungenutztes Verstreichen nachteilig sein könnte. Und ob die Begegnung mit Hans tatsächlich ein guter Moment war, weiß Katharina zum Schluss nicht.
    Sehr genau, sehr menschlich sind Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland herausgestellt, die Welt der Ostberliner Intellektuellen-Szene ist vielschichtig beleuchtet. Die Charakteren von Katharina und Hans werden in ihrem Auf und Ab spannend dargeboten.

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