Kalte Havel

Kriminalroman
 
 
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Am Ufer der Havel wird ein junger Mann erschossen, sein bester Freund verschwindet spurlos. Es ist der Sohn einer Potsdamer Staatsanwältin, die viele Feinde hat. Für Hauptkommissar Toni Sanftleben beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Entschlossen ermittelt...
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Am Ufer der Havel wird ein junger Mann erschossen, sein bester Freund verschwindet spurlos. Es ist der Sohn einer Potsdamer Staatsanwältin, die viele Feinde hat. Für Hauptkommissar Toni Sanftleben beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Entschlossen ermittelt...

Kommentare zu "Kalte Havel"

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Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    mabuerele, 06.11.2016

    „...Als Hendrik Spohr mit dem schweren Geländewagen seines Vaters durch die Nacht rauschte, tauchte im Licht der Scheinwerferkegel der Wald bei Neu Fahrland auf. Für einen Moment überlegte der Zwanzigjährige, den Sicherheitsgurt zu lösen, das Gaspedal durchzutreten und gegen einen Baum zu rasen...“

    Mit obigen Zeilen beginnt ein fesselnder und abwechslungsreicher Krimi. Hendrik entscheidet sich gegen Selbstmord und für den ursprünglichen Plan. Er holt seinen Freund Alexander ab. Wenige Stunden später ist Hendrik tot und Alexander verschwunden. Alexander ist der Sohn der Staatsanwältin Caren Winter. Sie sorgt dafür, dass Toni Sanftleben ins Kommissariat zurückkehrt und den Fall übernimmt. Toni hatte sich wegen seiner kranken Frau eine Auszeit genommen.
    Die Geschichte lässt sich zügig lesen. Das liegt an den kurzen Kapiteln und dem angenehmen Schriftstil.
    Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Bei den beiden jungen Männern geschieht das vor allem durch Rückblenden in die Vergangenheit. Schon obiges Zitat zeigt, dass Hendrik kein einfacher Charakter ist. Zu seinen Eltern hat er ein distanziertes Verhältnis. Er gehört zu einer Gruppe von Globalisierungsgegnern, deren Rückzugsgebiet die Beelitzer Heilanstalten waren. Als ein Investor dort einen Baumwipfelpfad plant, fühlen sich die Jugendlichen in ihren Rechten verletzt. Dabei wird eine Entwicklung in Gang gesetzt, die letztendlich zu Hendriks Tod führt.
    Alexander ist eher ein Mitläufer. Er hat die Trennung seiner Eltern und insbesondere das Verhalten des Vaters nie richtig verarbeitet.
    Die Handlungsorte werden vom Autor ausgezeichnet beschrieben. Dazu gehört auch, dass es Einblicke in die Histoie einiger Gebäude gibt.
    Die Rückkehr von Toni ins Kommissariat wird von vielen seiner Mitarbeiter begrüßt. Zu seinem Vorgesetzten allerdings hat er ein gespannten Verhältnis. Schnell gibt es mehrere Verdächtige. Während Toni nach allen Seiten ermittelt, lässt Schmidt, sein Vorgesetzter, nur eine Richtung gelten. Nicht nur geheimnisvolle Orte, auch ungewöhnliche und gestörte Familienverhältnisse dominieren die Handlung. Hinzu kommt, dass Toni private Probleme hat. Jetzt, wo Sofie, seine Frau, nach langer Krankheit langsam ins Leben zurückkehrt, möchte sie eigene Wege gehen. Vieles in ihrer Vergangenheit liegt noch im Dunkeln. Sofies Auffinden durch Toni nach jahrelangen Recherchen war der Mittelpunkt des Vorgängerbandes.
    Als besonderes Stilmittel wirken die Kapitel, die aus Sicht des Täters geschrieben sind. Hier zeigen sich psychische Probleme, die sich über Jahre angestaut haben. Erstaunlicherweise könnten die mehr oder weniger auf jeden der Verdächtigen zutreffen.
    Das Cover im Abend- oder Morgenrot weckt Interesse.
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeichnet sich durch einen hohen Spannungsbogen und eine vielschichtige Handlung aus.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Uwe T., 18.01.2017

    Hauptkommissar Toni Sanftlebens zweiter Fall ist erneut eine sehr persönliche Angelegenheit. Er führt uns zu den Beelitzer Heilstätten, einem vom Verfall bedrohten Denkmal, um das sich viele Geschichten und Legenden ranken. Ein spannender Berlin-Krimi, dessen Titelbedeutung auch für das Privatleben des Ermittlers stehen könnte.

    Inhalt:

    Toni Sanftleben ist eigentlich noch vom Dienst befreit, doch als der Sohn einer Potsdamer Staatsanwältin vermisst und dessen Freund erschossen aufgefunden wird, kehrt er zurück aufs Revier. Ihm bleibt nur wenig Zeit, um den Jugendlichen zu finden. Eine zentrale Rolle im Leben des Opfers scheinen die Beelitzer Heilstätten zu spielen, ein verfallendes Baudenkmal, in dem sich nachts diverse Gruppen herumtreiben. Der erste Ermittlungsansatz ist also gefunden...


    Setting und Stil:

    An Toni Sanftlebens Seite geht es kreuz und quer durch Berlin. Die Beelitzer Heilstätten als spannender und geschichtsbehafteter Hintergrund gefällt mir sehr gut. Sanftlebens Hausboot darf natürlich auch nicht fehlen, auch wenn die Heimkehr dorthin meist eher bedrückende Kapitel bedeutet.
    Die benutzte Sprache passt zu den Personen, wobei ich mir etwas mehr Unterschiede gewünscht hätte und für die Jugendlichen eine modernere Ausdrucksweise passender gewesen wäre.

    Charaktere:

    Eigentlich hätte Toni Sanftlebens Zukunft so schön sein können, doch dann hätten wir als Leser wahrscheinlich keinen Krimi, sondern eine Liebesgeschichte vor uns. Damit dies nicht passiert, lässt sich Tim Pieper einiges einfallen, um Tonis Leben durcheinander zu bringen. Auch beruflich ist es in gewisser Weise ein Neuanfang, nachdem er sich eine längere Auszeit gegönnt hat. Genug Material, um den Leser angespannt an den Seiten kleben zu lassen.
    Die persönliche Beziehung zum Entführten, bzw. zu seiner Mutter, den geheimen Unternehmungen der Jugendlichen, die Kollegen und sein typisch ungeliebter Vorgesetzter runden die Handlung ab.
    Hinzu kommt ein Täter, für dessen Identität es einige Kandidaten gibt, die das Miträtseln schön schwierig gestalten.

    Geschichte:

    Auch dem zweite Fall des Hauptkommissars ist sehr spannend geworden und zeigt dem Leser eine unbekannte Seite Berlins und Potsdams. Der Fall fesselt und überrascht, der private Anteil der Handlung ist berührend. Eine runde Sache, die mit ihren vielen Ansatzpunkten und Wendungen genau das Richtige für Krimiliebhaber ist.

    Fazit:

    Wie auch schon die bisherigen Bücher Tim Piepers, konnte auch dieses mich wieder fesseln. Ein Krimi voller Lokalkolorit, der einen ganz besonderen Ort präsentiert, über den es im Nachwort einiges zu erfahren gibt. Eine Leseempfehlung für Krimifans, die von mir noch ein Extrasternchen erhält, weil mein Heimatort als Fluchtpunkt eine kleine Rolle spielt.
    Hoffentlich geht es weiter mit Toni, dessen Weg noch lange nicht zu Ende zu sein scheint.

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    janein

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