Libellen im Kopf, Gavin Extence

Libellen im Kopf

Roman

Gavin Extence

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Das Leben hat seine Höhen und Tiefen. Die Kunst ist es, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Alles begann, wie es manchmal eben so ist, mit einem toten Mann. Er war ein Nachbar - niemand, den Abby gut kannte, dennoch: Einen Verstorbenen zu...

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Kommentare zu "Libellen im Kopf"

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Alexandra K., 09.12.2016

    Ich find es toll das der Verlag das Design der Cover's beibehalten hat. Sie sind etwas spezielles und gefallen mir wirklich gut. Dieses mal ist das Cover in orange und blau gehalten. Und anstelle der Vöglein auf der Telefonleitung, sind es dieses mal Libellen, welche sich nicht nur auf dem Cover befinden, sondern wie beim letzten Mal, jedes Kapitel begleiten. Was den Titel angeht, da werd ich weder mit dem deutschen noch mit dem englischen Original nicht wirklich war. Was bedeutet nur "Libellen im Kopf"? Passt das wirklich zu einer Bipolaren-Störung? Also mir wären da Libyen sich nicht als erstes in den Sinn gekommen.

    Gavin Extent's Schreibstil gefällt mir auch dieses mal auf Anhieb. Er ist klar, direkt und flüssig zu
    lesen. Er hat die Fähigkeit Tabuthemen spannend aber ohne Sensationslust zu erzählen. Und die üblichen Klischees werden auch nicht bedient. Wie schon in seinem Debüt "Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" nimmt er sich eine Thematik vor, die auch heute noch für Scham bei den betroffenen sorgt. Wer eine psychische Störung hat oder sonst erkrankt ist, hat in der Gesellschaft meist kein Verständnis zu erwarten. Auch wenn man es nicht offen sagt, aber man hört es raus und spürt es auch.

    Für die Geschichte entscheidet sich der Autor dieses mal für eine Protagonistin. Jung, attraktiv, sympathisch. So la la erfolgreich in ihrem Job und liiert mit Black, und das schon sagenhafte 3 Jahre. So lange hat noch nie eine Beziehung gedauert, einfach weil ihre Störung da nicht nur sie beeinträchtigt sondern es für die anderen um sie herum auch nicht einfach ist. Die Geschichte um Abby beginnt an dem Tag als sie ihren Nachbarn tot in der Wohnung vorfindet. Dies reichte aus um einen erneuten Schub auszulösen. Gavin Extence nimmt uns ein paar Monate mit, durch das Leben einer Bipolaren Persönlichkeit. Durch Abby's Geschichte zeigt er uns was passiert wenn ein Schub das Leben übernimmt.

    Abby ist mir gleich ans Herz gewachsen und auch Black mag man sehr schnell, denn er möchte immer für Abby da sein. Auch wenn er meist nicht weiss wie. Er versucht schon fast verzweifelt alles im Griff zu behalten, während Abby Leben aus den Fugen gerät. Doch genau in solchen Momenten ist sie nicht mehr zu erreichen und muss erst tief fallen bis sie Hilfe zulässt.

    Die Bipolare Störung ist wirklich kein Zuckerschlecken. Das Leben wird meist ziemlich beeinträchtigt auch wenn man mit Medikamente einiges ausrichten kann. Aber heilen kann man diese Störung nicht. Entweder hat man sie, oder eben nicht. Man kann allenfalls lernen damit um zu gehen, genau wie die Menschen um einen rum.

    Mein Schlussfazit
    Gavin Extence hat mich nicht enttäuscht und hat mit dieser Geschichte, die auch ein wenig seine eigene ist, einfühlsam einen Einblick in die Thematik gewährt, auch wenn es nur ein ganz kleiner ist. Er musste nicht gross recherchieren denn er ist selbst betroffen und hat seine Erfahrung in diesem wichtige Buch nieder geschrieben.

    Ich kann das Buch also wieder jedem ans Herz legen. Nicht nur weil es eine wirklich einfühlsame Geschichte ist sondern weil es vielleicht ein wenig sensibilisiert für das Thema.

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    janein
  • 3 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lena, 17.12.2016

    Abby ist Mitte 20 und teilt sich zusammen mit ihrem Freund Beck eine kleine Wohnung. Als sie sich eines Abends bei ihrem Nachbarn Simon, den sie kaum kennt, eine Dose Tomaten leihen möchte, findet sie ihn tot auf.

    Der Leichenfund lässt sie ungewöhnlich kalt. Sie raucht erst einmal gemütlich eine Zigarette, bevor sie die Polizei informiert und eine Dose mit Tomaten mitnimmt.
    Ihre seltsame Reaktion ist auf eine bipolare Störung zurückzuführen, an der Abby seit ihrer Jugend leidet. Es gibt Phasen, in denen sie droht, in eine Depression abzudriften und Phasen, in denen sie so euphorisch ist, dass sie einerseits glückselig und kreativ ist, aber auch zu einer Gefahr für sich selbst werden kann.

    Nach dem Tod Simons stürzt sich Abby in ihre Arbeit als freie Journalistin, beschäftigt sich nicht nachvollziehbar wirr mit verschiedenen Themen, fährt spontan zu einem Wissenschaftler, um ihn zu seiner Primatenforschung zu befragen, kleidet sich über ihre Verhältnisse teuer ein und lässt sich in ihrem Glücksrausch die linke Brust tätowieren.

    Bei ihrer Schwester und ihrem Freund schrillen die Alarmglocken, aber sie können schon nichts mehr für Abby tun. Abby ist für sie unerreichbar weit weg, lässt sich aber nach dem Abklingen der Manie von ihrer Therapeutin Dr. Barbara helfen und in eine geschlossene Psychiatrie einweisen. Dort ist sie zunächst unfähig auch nur irgendetwas zu tun. Essen, sich waschen - alles fällt ihr schwer und erscheint ihr überflüssig. Die Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch die Krankenschwestern lässt aber keinen Selbstmord zu, so dass Abby so tut, als würde es ihr besser gehen, um möglichst bald entlassen zu werden. Bald fühlt sie sich aber tatsächlich gesünder und sieht sich plötzlich wieder mit dem Anfang der Geschichte konfrontiert: Dem Tod ihres Nachbarn Simon.

    Der Klappentext lässt den Leser im Unklaren, dass sich da Buch um das Krankheitsbild der bipolaren Störung dreht.

    "Libellen im Kopf" ist die Geschichte von Abby, die wir sowohl in einer manischen als auch depressiven Phase kennen lernen. Freunde und Familie sind überfordert Sie sehen, wie Abby droht nach einer Hochphase in ein tiefes Loch zu fallen, haben aber in dieser Situation keine Chance mehr, einen Einfluss auf Abby auszuüben. Als Außenstehender kann man nicht begreifen, wie ein Mensch in so kurzer Zeit zwischen zwei solchen Extremen schwanken kann und würde Abby als einfach nur "verrückt" abstempeln.

    Der Autor leidet selbst an einer leichten Form der bipolaren Störung, weshalb der Leser Höhepunkt und Fall von Abby so anschaulich und eindringlich miterlebt. Gavin Extence gibt am Ende des Romans einen Einblick in sein Leben, was die Handlung noch authentischer wirken lässt.

    "Libellen im Kopf" bietet damit eine Möglichkeit, sich mit Hilfe eines Romans näher mit der psychischen Erkrankung der bipolaren Störung zu befassen.

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    janein

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