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Malas Katze

Eine wahre Geschichte vom Überleben | Der erschütternde Bericht einer Holocaust-Überlebenden
 
 
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Die unfassbare, wahre Geschichte einer jungen Jüdin, die die Shoah an der Seite ihrer Schutzengel-Katze überlebt - authentisch, aufrüttelnd und voller Hoffnung.
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Kommentare zu "Malas Katze"
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    13 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Kathrin L., 01.05.2022

    Verifizierter Kommentar
    Als Buch bewertet

    Genau nach diesem Buch
    voller Zweifel, aber auch Lebens-
    stärke sucht man jetzt umso mehr.

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  • 5 Sterne

    10 von 18 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elke S., 09.06.2022

    Als eBook bewertet

    Unglaublich erschreckend, was ein Kind ertragen musste

    „Und ich erinnere mich wieder und bin entschlossen, meine Geschichte aufzuschreiben– nicht nur für meine geliebte, ausgelöschte Familie und meine toten Freunde, sondern für die ganze Welt, damit die Erinnerung an all das Grauen nicht verblasst und wie Herbstlaub verweht wird.“, schreibt die Autorin in ihrem Vorwort und angesichts des Krieges in der Ukraine denke ich, dass die Erinnerung leider schon viel zu weit ins Hintertreffen geraten ist, denn sonst dürfte es eigentlich solch einen Krieg nicht geben.

    Die 1927 in Polen geborene jüdische Autorin erzählt in fünf Bücher unterteilt hier ihre erschreckende Geschichte. Sie beginnt in Buch eins mit schönen Erinnerungen an ihre Kindheit, sie erzählt davon, in welch idyllische Welt sie eigentlich geboren wurde und davon, was sich alles rasant mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten ändert. In zweiten Kapitel beschreibt sie ihre Zeit, in der sie sich in den Wäldern versteckt, Lebensmittel für die Familie , mit der sie eigentlich bereits im Ghetto abgeriegelt leben müsste, organisiert und dabei täglich ihr Leben riskiert. Im dritten Kapitel »Leb wohl, Mala Szorer«, sagte ich zu mir selbst. »Ich bin jetzt Stefania Iwkiewicz.«, berichtet sie von ihrer Zeit in Deutschland, wohin sie sich unter falscher, christlicher Identität zum Arbeitsdienst schmuggeln konnte. Ein kurzes Kapitel vier beschreibt ihre enttäuschende Rückkehr nach Polen nach Kriegsende. Ein etwas hoffnungsfroheres, wenn man das überhaupt so nennen kann, fünftes Buch, das sich ihrem anschließenden neuen Leben widmet, bildet den Abschluss.

    Die Autorin erzählt von ihren durchlebten Schrecken in einem eher nüchternen, so habe ich es zumindest empfunden, aber durchaus bildlichen Erzählstil. Trotzdem war ich beim Lesen völlig emotional gefangen, habe gelitten und musste immer wieder innehalten, wofür unzählig viele grausame Szenen, die mitten ins Herz stechen wie, „An dem Tag habe ich gelernt, dass man ohne Nahrung ziemlich lange überleben kann, aber nicht ohne Hoffnung. Als er mich sah, richtete er sich mit letzter Kraft auf, um mich zu begrüßen. Er war so schwach, dass er nur noch flüstern konnte, doch er segnete mich und wünschte mir viel Glück. Ich versuchte, ihm ein bisschen in Wasser aufgeweichtes Brot zu füttern, aber er konnte nicht mehr schlucken. Ich blieb an seinem Bett sitzen und sah, wie er langsam ins Koma sank. Er sah so friedlich aus, und ich hoffte, dass er nie wieder aufwachen würde. Er hatte genug gelitten, und den Winter würde er nicht überleben. Ich verabschiedete mich im Stillen von ihm und machte mich auf den Weg zu meinem Onkel Abram.“, gesorgt haben.

    „Nach dem Essen berichtete mein Onkel mir, dass die Deutschen diejenigen, die am Vorabend von Rosch ha-Schana nach Izbice gebracht worden waren, in Holzschuppen gesperrt und lebendig verbrannt hatten.“, ist nur ein weiteres Beispiel dafür welch unsäglichen Grausamkeiten Mala als Kind erleben musste. Dass sie nicht daran zerbrochen ist, verdient meinen allergrößten Respekt und kann vielleicht auch als Mutmacher für andere Menschen, die in Krisen stecken oder sogar selbst Krieg erleben müssen, sein. Ein gutes Vorbild bietet sie auf jeden Fall.

    Nicht nur ihre Religion, sie ist überzeugte und tiefgläubige Jüdin, sondern auch eine tierische Freundschaft sind Säulen ihrer Zuversicht. „In meiner Einsamkeit hatte ich das Gefühl, dass die Katze meine Qualen verstand, wenn sie mich mit ihren sanften Augen anschaute. Ich taufte sie Malach, das ist das hebräische Wort für Engel, und ich stellte mir vor, dass sie in Wirklichkeit ein Engel war, der über mich wachte.“ Als Katzenfreund fand ich es auch schön, immer wieder von dem Kätzchen zu lesen, das ihr nicht nur ab und an tatsächlich das Leben gerettet, sondern auch oft großen Trost gespendet hat.

    „Ich begriff einfach nicht, wie ein Volk, das so wunderbare Musik und so hohe Literatur hervorgebracht hatte, so dumm sein konnte zu glauben, dass es sich bei diesen Zeichnungen um wahrheitsgetreue Porträts von Juden handelte! Wie hatten die Deutschen in so kurzer Zeit so tief sinken können? Wie war es möglich, dass sie alle den Verstand verloren hatten und nach der Pfeife eines einzigen Mannes tanzten?“ Genau das sind immer meine Gedanken, wenn ich mit Literatur und Sachbüchern zu dieser Zeit auseinandersetze und deshalb ist jedes Dokument, dass daran erinnert, besonders solche, die wahre Geschichten erzählen, mehr als wert gelesen zu werden. Absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

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