Maskerade im Mondlicht

Ruth Axtell

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London, 1813: Die Wirren der Französischen Revolution haben die junge Céline nach England ins Exil getrieben. Nach einer kurzen, unglücklichen Ehe bleiben ihr eine Menge Geld - und äußerst wertvolle Kontakte zur High Society. Doch wem gilt ihre...

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    LEXI, 25.03.2018

    In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt

    Die Französische Revolution veranlasste Madame de Beaumont, mit ihrer bezaubernden Tochter Céline nach England zu fliehen, wo sie im Alter von achtzehn Jahren eine arrangierte Ehe mit dem mehr als dreißig Jahre älteren Earl of Waxham einging. Nach dem Tod ihres Ehemannes lebt die angesehene und nun auch sehr vermögende junge Witwe in London und umgibt sich mit einflussreichen Menschen. Als die Countess als französische Spionin unter Verdacht gerät, schleust das britische Innenministerium einen Agenten in ihren Haushalt ein. Rees Phillips vertritt als Harrison Mac Kinnon Célines erkrankten Butler und macht sich auf die Suche nach belastenden Informationen. Dem attraktiven jungen Mann ist bewusst, dass ihre beiden Nationen Krieg gegeneinander führen – Lady Wexham und er sind im Grunde Feinde, fühlen sich aber dennoch zueinander hingezogen. Schon bald steht für Rees nicht mehr der Dienst für das Vaterland, sondern die Sicherheit und das Wohl von Céline an erster Stelle – und er entscheidet sich schließlich dafür, die Frau seines Herzens zu beschützen, und nicht sein Land.

    Ruth Axtell hat mit diesem prachtvollen Regency-Roman alle Aspekte bedient, die mir in Büchern dieses Genres wichtig sind. Der Schreibstil ist gewählt und einnehmend, die historischen und politischen Hintergründe ausgezeichnet recherchiert und mit einer zarten Liebesgeschichte zu einem eindrucksvollen Roman verwoben. Auch dem Glauben wird in diesem Buch aus einem christlichen Verlag Rechnung getragen, und durch die Spionagetätigkeit entsteht ein gewisser Spannungsfaktor.

    Die handelnden Figuren dieses Buches wirken zwar angesichts des über vier Buchseiten umfassenden Personenverzeichnisses zunächst überwältigend, Ruth Axtell konzentriert sich jedoch in ihren Ausführungen hauptsächlich auf ihre beiden Protagonisten und einige wenige Nebenfiguren. Historisch belegte Figuren werden zwar am Rande erwähnt, spielen jedoch für die Handlung keine tragende Rolle.

    Mit Céline Wexham betritt eine sehr feminine, elegante und vornehme junge Lady den Schauplatz des Geschehens, die ihre Schönheit und Intelligenz geschickt einzusetzen weiß. Ihre Fürsorge und Freundlichkeit machen sie darüber hinaus zu einer beliebten Dienstherrin. Die Rolle des männlichen Gegenspielers besetzt Rees Phillips, der als Angestellter des Außenministeriums durch diesen Spionageauftrag die Karriereleiter im diplomatischen Dienst erklimmen möchte. Der attraktive Mann mit der unnahbaren Ausstrahlung besitzt einen tiefen Glauben, er mag keine Unwahrheiten und empfindet das Leben der verwitweten jungen Countess als ausschweifend und nutzlos. Wichtige Nebendarsteller sind Célines langjährige Vertraute und Angestellte Valentine Simonette und Gaspard Guignoret. Sowohl ihre Zofe, als auch ihr Koch stammen aus Frankreich und sind ihrer Dienstgeberin aufrichtig zugetan. Auf Célines Anwesen lebt auch Agatha, die unverheiratete Schwester des verstorbenen Earls. Ihre strenge, missbilligende Persönlichkeit und ihr Standesdünkel erzeugten in mir eine Antipathie für diese Figur.

    Das Coverfoto dieses Buches zeigt eine elegante junge Lady, die in einem Empire-Kleid mit hoher Taillenlinie und einem langen, fließenden Rock die Stufen eines prachtvollen Herrenhauses herabsteigt. Bei der farblichen Gestaltung dominieren warme Rot- und Goldtöne, das liebreizende Äußere der abgebildeten Lady Céline Wexham entspricht exakt der Beschreibung im Buch. Das bereits erwähnte Personenregister listet sowohl die fiktiven, als auch die historischen Figuren dieses Buches auf, die Epoche „Regency“ wird in einer Anmerkung der Autorin erläutert.

    Ich durfte mit „Maskerade im Mondlicht“ bereits den zweiten Roman der Autorin Ruth Axtell kennenlernen, der mir großes Lesevergnügen bereitet und mich ausgezeichnet unterhalten hat. Fans historischer Liebesromane, die Wert auf inhaltliche Tiefe, historisches Hintergrundwissen und nicht zuletzt christliche Werte legen, werden dieses Buch lieben.

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    janein
  • 5 Sterne

    Tigerbaer, 21.03.2018

    Im Rahmen einer Leserunde durfte ich „Maskerade im Mondlicht“ von Ruth Axtell lesen. Das Buch war mein erstes von der Autorin.

    Der historische Liebesroman entführt nach London ins Jahr 1813. Die Wirren der französischen Revolution und die Schreckensherrschaft der Jakobiner haben viele französische Emigranten ins britische Exil getrieben. Der glorreiche Stern von Napoleon Bonaparte scheint zu sinken und die Briten verstärken ihre Kriegsbemühungen.
    Cèline de Beaumont, die junge Countess of Wexham hat eine kurze, unglückliche Ehe hinter sich und genießt ihr Leben als wohlhabende Witwe und angesehenes Mitglied der High Society.

    Die britische Regierung hat Cèline im Verdacht für die Franzosen zu spionieren und schleust deshalb Rees Philipps als Butler in den Haushalt der Countess ein. Hier soll er als Spion herausfinden, auf welcher Seite die Lady steht.

    Während Rees unter der ständigen Anspannung steht, dass seine Tarnung auffliegen könnte, versucht er seiner Aufgabe als Butler gerecht zu werden und gleichzeitig ein passendes distanziertes Verhältnis zu seiner Arbeitgeberin zu wahren. Das fällt ihm angesichts von Cèlines sympathischer und großherziger Art alles andere als leicht und auch die junge Adlige fühlt sich auf unerwartete Weise von ihrem neuen Butler angezogen. Doch nicht zuletzt die Standesunterschiede lassen eine gemeinsame Zukunft unmöglich erscheinen.

    Mit dem Einstieg ins Buch hatte ich – ehrlich gesagt – ein wenig zu kämpfen. Die Autorin nimmt sich Zeit, um ihre Protagonisten vorzustellen und so gestaltet sich der Anfang etwas behäbig, wobei sich dieser Eindruck mit dem Fortschreiten der Handlung mehr und mehr verflüchtigt und so konnte ich am Ende das Resümee ziehen, dass mir der Regency-Roman richtig gut gefallen hat.

    Dem historischen Setting und den geschichtlichen Gegebenheiten räumt die Autorin einen großen Rahmen ein und versteht es alles authentisch zu beschreiben. Die einzelnen Protagonisten kommen vor dem detaillierten Hintergrund nicht zu kurz und alle Zutaten vermengen sich zu einer unterhaltsamen Mischung.

    Die beiden Hauptprotagonisten sind facettenreich gestaltet und die romantische Entwicklung zwischen den Beiden schreitet langsam voran und ist damit für mich sehr realistisch. Rees wird als Charaktere gezeichnet, der stark im Glauben verwurzelt ist. Diese Eigenschaft rückt vor allem im letzten Drittel des Buches in den Vordergrund, dominiert die Handlung aber nicht und fügt sich glaubhaft in das Gesamtgeschehen ein.

    Mit „Maskerade im Mondlicht“ ist der Autorin Ruth Axtell ein bemerkenswerter historischer Liebesroman gelungen, der neben romantischen Verwicklungen und authentischem historischem Ambiente mit Tiefgang punkten kann.

    Von mir gibt es dafür 5 Bewertungssterne!

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    janein
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