Mein schlimmster schönster Sommer

Roman

Stefanie Gregg

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Erst wenn man alles loslässt, kann das Leben neu beginnen
Als Isabel aus dem Krankenhaus entlassen wird, weiß sie, dass nichts mehr ist, wie es war. Zum ersten Mal ist sie spontan: Sie kauft einen VW-Bus und fährt einfach los. Eigentlich will sie...

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    10 von 12 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elke S., 22.02.2017

    Einsteigen und mit auf die Reise gehen

    „Stefanie Gregg zeigt uns, wo die Hoffnung liegt: Immer direkt vor uns. Aberwitzig und bittersüß.“ Diesem Werbeversprechen wird von der Autorin mit ihrem wunderbaren, berührenden, traurigen, aber dennoch humorvollen Roman mehr als gerecht.

    Isabel Drivers ist eine erfolgreiche Unternehmensberaterin, die, wie ihr großzügiger Lebensgefährte Georg, völlig für die Arbeit lebt. Ihr ganz persönlicher schlimmster, schönster Sommer beginnt mit der Diagnose eines männerfaustgroßen Tumors im Bauch. Bis weitere Untersuchungsergebnisse vorliegen, rät ihr Arzt ihr bei der Entlassung aus dem Krankenhaus zwei Wochen Urlaub zu machen. Schicksal, oder Zufall? Ganz egal auf dem Heimweg entdeckt sie in einem gelben Campingbus, genau einem solchen, von dem sie mit 18 geträumt hat durch Sardinien zu reisen, ein Zu- verkaufen-Schild und beschließt zum ersten Mal im Leben spontan und verrückt zu sein. Aus Kaufen wird mieten und den Besitzer Rasso, den coolen Hippie-Typ mit den blonden Rastalocken, gibt es sogar noch obendrauf. Gemeinsam brechen die beiden zu einem Roadtrip auf und schon bald lernt Isabel in „einem Drogenbus mit Guru und 50.000€ aus einem Bankraub“ an Bord, was im Leben wirklich zählt.

    Die Autorin hat mich mit ihrem Roman von der ersten Seite ab gefangen genommen. Der Schreibstil liest sich locker, leicht und ich bin fast durch die Seiten geflogen. Sie spielt mit unterschiedlichen Perspektiven, was mir gut gefallen hat. Den Großteil darf Isabel aus der Ich-Perspektive berichten, was sie einem beim Lesen ganz nahe sein lässt. In einzelnen zwischengeschobenen kurzen Kapiteln darf man auch in die Köpfe einzelner Nebendarsteller blicken, was ich sehr interessant und gut gemacht fand. Es gibt unheimlich viele humorvolle, Szenen, teilweise habe ich Tränen gelacht, so aberwitzig, wenn auch vielleicht teilweise etwas überzeichnet, sind die Gestalten, auf die die beiden bei ihrer Reise treffen. Wenn ich nur an den Guru denke, der sie eine Weile begleitet hat, und dessen wohl vernünftigster Satz war „Wahrscheinlich braucht ihr kein irdisches Essen, aber ich habe Hunger“ muss ich jetzt noch grinsen. Aber Stefanie Gregg hat alles andere als nur einen witzigen Unterhaltungsroman geschaffen. Nicht nur einmal war ich tief betroffen, ich habe gelitten, ich habe mich gefreut, ich habe viel nachgedacht, ich war richtig traurig. Für mich war das Lesen eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle, so hat mich diese traumhafte Geschichte mit auf die Reise genommen.

    Isabel war mir von Anfang an super sympathisch und ich konnte mich nicht nur sehr gut in sie hineinversetzen. Nein viel mehr, ich hatte das Gefühl, in ihr zu stecken und mich gemeinsam mit ihr auf diese verrückte Reise zu begeben. Ich habe ihre Schmerzen im Bauch fast mit einem Magenziehen gespürt. Ich habe mir, wie sie bewusst gemacht, was durch mein ebenso wie ihr durchstrukturiertes Leben die letzten Jahre an mir vorbei gegangen ist. Ich habe mich mit ihr an den verrückten Dingen, die sie erlebt hat, gefreut, ich habe mir viele ähnliche Fragen gestellt und ich habe von Anfang bis Ende um ihr Leben gebangt. Rasso ist ein Typ, den man einfach mögen muss. Er ist natürlich. Den starken Mann spielen, liegt ihm völlig fern, was ihn für mich zum eigentlich starken Mann macht. Er träumt davon, von seiner Musik leben zu können. Vielleicht ist er das andere Extrem. Aber für seine Träume zu leben, offen zu sein für die Dinge, die das Leben für einen bereit hält, ist mit Sicherheit ein gutes Rezept für Freude und Zufriedenheit im Leben und ist es nicht das, was wirklich zählt?

    Die Nebendarsteller sind toll gezeichnet. Lebensgefährte Georg war mir anfangs alles andere als sympathisch, konnte er mit Krankheit eigentlich nichts anfangen, mit der Treue nimmt er es auch nicht so genau. Allerdings erfährt man im Verlauf des Romans auch, warum dies so ist und er verändert sich sehr zum Positiven. Piet, der Biologe, der den Hunger in Afrika bekämpfen will, war mir von Anfang an sympathisch. Verrückte Reisebekanntschaften gibt es mehr als genug, beim Guru angefangen, über Jesus auf Zeit, bis hin zur hängebusigen FKK-Verfechterin. Aber auch liebenswerte Bekanntschaften, wie z.B. Lenchen mit ihrer Familie oder Piets Mama mit dem guten Zwetschgenkuchen, fehlen nicht.

    Eigentlich ist mir das Cover meist nicht wichtig, aber hier möchte ich es doch lobend erwähnen, vor allem auch, weil das Layout auch innen wirklich ansprechend ist. Geschwungene Kapitelnummern, Schirmchen von Pusteblumen, die sich immer wieder auf den Seiten verstecken und eine herrlich angenehm große Schriftgröße machen das Lesen auch optisch zum großen Vergnügen.

    Alles in allem ein wunderbares Gesamtpaket, das sich nicht nur zum Lachen, Träumen und Weinen eignet, sondern auch wieder ein bisschen in Erinnerung ruft, das Leben mehr zu genießen, bevor es zu spät ist. Vollste Leseempfehlung und begeisterte 5 Sterne für diesen tollen Roman.

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    janein
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