Neringa, Stefan Moster

Neringa

oder Die andere Art der Heimkehr. Roman

Stefan Moster

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Getrieben von der unbestimmten Sehnsucht nach einem Leben voller Bestimmung, begibt sich ein Mann auf die Spuren seiner Familie - und muss sich fragen, wie zuverlässig die Geschichten sind, die man sich über sich selbst erzählt, und wie zufällig die Quellen und Überlieferungen, derer man sich dafür bedient.

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    Gesine R., 05.02.2016

    Brücken zwischen Gegensätzen

    Dieser Roman erzählt zwei Geschichten, die ineinander greifen: die eine spielt in unserer Gegenwart und handelt von einem Mann um die 50, der auf sein eigenes Leben zurückblickt; die zweite ist die Lebensgeschichte seines Großvaters, die der Enkel versucht, zu rekonstruieren.
    Um diesen besagten Großvater ranken sich einige Familienlegenden: so soll er vor rund 100 Jahren mit seinem Sohn die „Große Bleiche“, eine der wichtigsten Strassen in Mainz, mit Holzpflastersteinen belegt haben, was einem Mammutunterfangen gleich kam. Außerdem soll er beim Renovieren des Kamins im Affekt versucht haben, seine Ehefrau zu erschlagen. Beide Geschichten beschäftigen seinen Enkel so sehr, dass er Nachforschungen anstellt. Dabei stellt er einige Ungereimtheiten fest, denn die wenigen überlieferten Erinnerungen wurden beim Weitererzählen fantasievoll ausgeschmückt.
    Der Erzähler erinnert sich parallel dazu an seine Psychoanalyse, bei der er versuchte, seinen eigenen Aggressionen auf den Grund zu kommen. Alte Schatten tauchen auf – und weitere Fragen, an Stelle von den erwünschten Antworten.
    In seiner Arbeit als Software- Entwickler zweifelt er immer mehr am Sinn seiner Erfindungen, die dem Profit der Firma dienen, deren Produkte nicht greifbar sind, im Gegensatz zu den Pflasterarbeiten seines Großvaters.
    Als er sich immer tiefer in die Sinnsuche zu verstricken droht, begegnet ihm die junge litauische Reinigungsfrau Neringa, der die einfachsten Tätigkeiten nichts ausmachen, die einfach im Hier und Jetzt lebt, und die für ihn voller Geheimnisse steckt. Eines Tages kündigt er ihr Arbeitsverhältnis – und eine zauberhafte Freundschaft entsteht…

    Stefan Moster, geboren 1964 in Mainz, lebt als Autor, Übersetzer (finnisch- deutsch), Lektor und Herausgeber in Helsinki und Berlin. 2012 nahm Moster erfolgreich am Wettbewerb um den Bachmannpreis teil. Bei mare erschienen seine Romane „Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels“ (2009), „Lieben sich zwei“ (2011) und „Die Frau des Botschafters“ (2013).

    Mich hat dieses poetische Buch von Anfang an sehr angesprochen und berührt – vermutlich, weil ich im selben Alter des Autors bin, und ich schon ähnliche Fragen bewegt haben. Die deutsche Geschichte der vergangenen hundert Jahre, der Fortschritt der Technologie weltweit, die gesellschaftlichen Veränderungen und die für uns als Individuen finde ich selbst sehr spannend; sie werden in diesem Buch unaufdringlich in die Rahmenhandlung eingewoben.

    Die Freundschaft zwischen dem deutschen Middle-Ager und der litauischen jungen Frau verbindet Gegensätze: kulturell, über Altersgrenzen und über den sozialen Status hinweg. Beide gehen respektvoll miteinander um, und lernen voneinander. Besonders die ruhige, gelassene Art Neringas hat mir sehr gut gefallen: ihre Sicht auf die Welt, ihre Fantasie und Kreativität lassen so manches vermeintliche Drama ganz spielerisch auflösen.

    Fazit: ein wunderschön geschriebener Liebesroman – an das Leben selbst. 5 von 5 Sternen!

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    janein

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