Olga, Bernhard Schlink

Olga

Roman

Bernhard Schlink

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Die Geschichte der Liebe zwischen einer Frau, die gegen die Vorurteile ihrer Zeit kämpft, und einem Mann, der sich mit afrikanischen und...

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Kommentare zu "Olga"

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  • 5 Sterne

    5 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Michaela E., 14.01.2018

    Olga hatte ein langes und facettenreiches Leben. Als Kind verlor sie viel zu früh ihre Eltern und mit ihnen auch ihre Heimat. Ihre Oma holt sie zu sich nach Deutschland, aber sie interessiert sich nicht für sie. Sie braucht nur Olgas helfende Hände auf dem Feld.

    Olga ist äußerst wissbegierig und will unbedingt lernen. Da sie ihre Großmutter nicht überzeugen kann, sie auf eine höhere Schule zu schicken, lernt sie selbständig und schafft die Aufnahme am staatlichen Lehrerinnenseminar.

    Sie ist eine Außenseiterin und das sind auch Herbert und Viktoria, die Kinder des reichsten Mannes im Dorf.

    Sie freunden sich an und werden langsam erwachsen. Viktoria besucht ein Internat für höhere Töchter und kehrt verändert wieder und Olga und Herbert entdecken eine wachsende Liebe. Doch Herbert liebt auch die Freiheit und das Abenteuer. Er bereist die unwirtlichsten Ecken der Erde um sich schlussendlich zwischen Schnee und Eis zu verlieren.



    "Er wollte in der Wüste nichts machen, er wollte sich in ihr verlieren. Aber die Weite ist nichts. Er wollte sich im Nichts verlieren." (S. 134)



    Olga will lange nicht wahrhaben, dass Herbert nicht wiederkommt. Sie war die langen Trennungen ja gewohnt. Sie schreibt ihm postlagernd Briefe. Auch dann noch, als die Hoffnung längst verloren ist.

    Sie erlebt die beiden Weltkriege, eine Flucht, einen Verlust und findet sich schließlich -alt und gehörlos, aber wach im Kopf - als Wahloma bei einer neuen Familie. Ihr neuer Enkel ist es, der uns die Geschichte erzählt und er findet auch die Brief, die Olga an ihren Herbert geschrieben hat. Sie sind wunderschön - voller Liebe, voller Vergebung, aber auch voller Sehnsucht.

    Olgas Leben war ihrer Zeit voraus. Sie war freigeistig und selbstbestimmt zu einer Zeit, in der Frauen nicht viel Spielraum blieb. Olga ging ihren Weg recht zielstrebig und wurde mit einem reichen Leben belohnt. Der Autor lässt sie immer wieder schmunzelnden Auges zurückblicken. Aber sie hat auch einiges zu tragen.



    Ich mag Olga sehr. Sie ist mir richtig ans Herz gewachsen. Ich mag ihre Zielstrebigkeit, ihre Großzügigkeit und ihr großes Herz.

    Bernhard Schlink hat hier ein großartiges Frauenschicksal zum Leben erweckt. Ich habe dieses facettenreiche Buch unendlich gerne gelesen und werde es sicher noch öfter zur Hand nehmen. Es ist wunderschön, emotional, interessant und manchmal sogar spannend.

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    janein
  • 5 Sterne

    5 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    MrsAmy, 21.12.2017

    Olga – ein Mädchen, das lieber schauen will, als herumzurennen und zu toben. Früh verliert sie ihre Eltern und wird von der preußischen Großmutter ohne Liebe großgezogen. Trost findet sie in der Schule. Bildung, das erkennt sie schnell, ist ihr wichtigstes Gut. So kämpft sie verbissen um ihr Recht zu lernen, kein einfaches Unterfangen im Deutschland der frühen Jahre des 20. Jahrhunderts. Sie bleibt Außenseiterin und lernt bald Herbert kennen und lieben. Er ist der Sohn des Gutshofbesitzers und gehört wie sie ebenfalls nicht dazu. Doch im Gegensatz zu Olga ist Herbert rastlos – egal wie alt er wird. Immerzu muss er rennen und träumt von der endlosen Weite. Ein Paar, wie es gegensätzlicher nicht sein kann und dessen Liebe nur im Verborgenen, zwischen Herberts Expeditionen und Kriegseinsätzen stattfindet. Kann so das Glück aussehen?

    „Olga“ ist der neue große Roman Bernhard Schlinks. Er verwebt darin meisterhaft Erdachtes mit der Realität, denn Herbert hat es wirklich gegeben – sein historisches Vorbild ist Herbert Schröder Stranz, der seinerzeit die Nordostpassage in der Arktis erkunden wollte und sein tollkühnes Unterfangen letztlich mit dem Leben bezahlen musste. Und so wird Olga zum Warten verdammt. Ihr Leben zieht weiter, während Herberts stillsteht. Doch immer wieder kehrt sie in Gedanken zu ihm zurück. Ist ihm verbunden und bleibt ihm treu.

    Der Roman ist in insgesamt drei Teile gegliedert. Der erste Teil ist wie ein Film, er zeigt uns Olgas Leben bis ins hohe Alter. Der Stil ist schmucklos und doch tief berührend, fast so, wie Olga selbst. Der zweite Teil wird aus der Ich-Perspektive einer männlichen Figur erzählt, dessen junges und mittleres Leben stark von der älteren Olga geprägt wird. Als er sich selbst auf die Spur der Liebe von Olga und Herbert begibt, ist auch er schon in einem höheren Alter. Er beginnt die Suche nach Briefen und Postkarten, die Olga immer wieder postlagernd nach Tromsø geschickt hat, auf das sie Herbert erreichen, auf welche Art und Weise auch immer. Der dritte Teil ist gefüllt mit eben jenen Briefen, sie geben noch einmal einen anderen Blick, einen nahezu intimen Blick auf die Beziehung der beiden frei.

    Doch „Olga“ ist nicht nur eine außergewöhnliche Liebes- und Lebensgeschichte. Es ist auch eine Geschichte darüber, dass uns (überzogene) Träume das Leben stehlen und Bildung ein extrem wichtiges Gut ist, um das es sich zu kämpfen lohnt. Eine gute Botschaft in unserer Zeit, in der Letzteres oftmals als Belastung und nur noch selten als Privileg empfunden wird.

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    janein
  • 3 Sterne

    5 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    buchleserin, 08.01.2018

    Olga wuchs als braves, neugieriges und intelligentes kleines Mädchen auf. und in Armut auf. Später lebte sie bei ihrer Großmutter. In der Schule war sie stets unterfordert und eine Außenseiterin, hat sich jedoch mit den Geschwistern Herbert und Viktoria angefreundet. Herbert wird ihre große Liebe.
    Das Cover ist wieder typisch für den Diogenes Verlag. Der Schreibstil des Autors gefällt mir ganz gut, das Buch ließ sich zügig und flüssig lesen. Die Handlung fängt sachte, aber ganz interessant an. „Olga“ ist die Geschichte einer starken und bemerkenswerten Frau. Erzählt wird über ihr Leben, ihre Zeit als Lehrerin und von ihrer großen Liebe Herbert, einem Abenteurer, den es hinauszog in die weite Welt. Olga schreibt ihm Briefe und dadurch erfährt man noch so einiges über ihre Gedanken und das Geschehen.
    Anfangs fand ich den Roman ganz interessant, den Mittelteil fand ich jedoch etwas langatmig und etwas langweilig. Durch die Briefe ist der Roman dann doch wieder interessanter geworden, so hat noch mehr über Olga erfahren, über ihre Gedanken und Gefühle und ihre Liebe zu Herbert. Eine sehr berührende Geschichte.

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    janein
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