Sirius

Roman

Jonathan Crown

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4.5Sterne
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Ein Foxterrier schreibt Geschichte: als Emigrant, Hollywoodstar, Zirkusattraktion und des Führers Schoßhund
Es ist ein außergewöhnlicher Zeitzeuge, der das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte hautnah erlebt: der Foxterrier Sirius,...

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    kindder80er, 06.05.2015

    Der letzte Überlebende vom dritten Reich

    Ich habe ja einen Hang zu verrückten, schrägen Stories, weshalb der Klappentext von "Sirius" einfach meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen MUSSTE!

    Auch wenn man aufgrund der ernsten Kulisse keine Schenkelklopferkomödie erwarten darf, musste ich doch einige Male schmunzeln. Da wäre zum einen der Satz, den ich als Titel ausgewählt habe: "Der letzte Überlebende vom dritten Reich". Damit wird nicht das Ende des Buches vorweggenommen, sondern erklärt, dass nur Sirius vom dritten Wurf des Züchters, der nunmal "Reich" hieß, überlebt hat. Wie es dazu kam, ist überhaupt nicht zum Schmunzeln, aber wenn einem dann so ein Kurzsatz zwischen die Augen geworfen wird, muss man einfach bitter auflachen. Überhaupt hat das Buch schon einiges zu bieten, was historisch belegt ist. Es gab diesen Dackel Kurwenal tatsächlich. Es gab auch einen Hund, dessen "Gedichte" abgedruckt wurden ("Arli", Hund einer Tochter Thomas Manns). Hier im Buch wurde daraus Jakob (aus dem "zweiten Reich"), aber irgendwie musste Sirius ja eine Art Stammbaum bekommen.

    Auch wenn es im Klappentext heißt, es würde aus der Perspektive des Hundes erzählen, wird im Buch vom Hund Sirius in der dritten Person gesprochen. Ist mir sogar ein bisschen lieber, als wenn er selbst zum Leser sprechen würde. Trotzdem kann man behaupten, dass der Roman aus seiner Sicht erzählt, da seine Bedürfnisse, Eigenheiten und Beobachtungen oft im Mittelpunkt stehen. Überhaupt ist die Sprache relativ nüchtern und kurzfassend, aber dennoch bildhaft. Man kann sich den kleinen drahtigen Terrier richtig gut bei seinen Kunststückchen vorstellen. So wird ihm beigebracht, beim Hochhalten von "Mein Kampf" die rechte Vorderpfote zu heben und es wird darüber nachgedacht, das Kunststück geringfügig zu erweitern, so dass er sich auf das ganze Machwerk "erleichtern" möge. Im Hause Liliencron gehen zum Teil auch illustre Gäste ein und aus: Hans Fallada und Käthe Kollwitz gehören dazu und die Liliencrons sind nicht gewillt, sich vertreiben zu lassen.

    Irgendwann ist es dann leider doch soweit und die Liliencrons müssen fliehen. Nach schrecklichen Ereignissen, die kurzfristig auch die Familie trennen, bekommen sie prominente Hilfe aus Hollywood. Die dann zum Teil überbordenden Aufzählungen von Promis in Hollywood und deren Parties sind oft mühsam zu lesen, beschreiben aber auch die (nicht nur) zu dieser Zeit herrschende Oberflächlichkeit und damit auch Kurzlebigkeit. Schon allein die Handlung, dass Sirius einen anderen Hundestar binnen kürzester Zeit vom Thron gestoßen hat (und vor allem WIE) ist eine schöne Allegorie auch zum heutigen Zeitgeist.

    Ich muss dem Autor aber auch eine sehr gute Recherche zusprechen. Wer mit wem damals in Kontakt stand und wie die Verhältnisse waren, stimmt größtenteils tatsächlich - man erfährt so eine Menge über Clark Gable, Billy Wilder, Humphrey Bogart und Peter Lorre.

    Nach der schillernden Zeit in Hollywood gerät Sirius zum Zirkus und über Umwege zurück nach Berlin und in den Dunstkreis Hitlers... Und das alles in nur knapp 300 Seiten eines relativ kleinen Buches... Wow!

    Eine Geschichte, die mir unter die Haut gegangen ist!

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Inge Weis, 11.10.2014

    Wenn Hunde unsere Herzen öffnen ...Ein Foxterrier schreibt Geschichte. Ein zweifelhaftes Schicksal ist dem Foxterrier Sirius zugedacht, als er hineingeboren wird ins dunkle Jahr 1938 in die Stadt Berlin. Er wird ausgerechnet als Schoßhund des Führers auserkoren. Und das ist so gar nicht nach seinem Geschmack. Doch ich fange mal am Anfang an und erzähle der Reihe nach. Ursprünglich war Sirius nämlich der Familienhund der Familie Liliencron. Als der renommierte Planktonforscher Carl Liliencron seinen Titel und seine Anstellung verliert, flieht die Familie nach den Novemberprogromen nach Hollywood. Während Carl Liliencron sich als Chauffeur durchschlägt und mit seinem Schicksal hadert, nimmt Sirius sein Leben selbst in die Hand und beginnt seine Karriere als begehrter Filmhund. Alsbald wird er zum gefeierten Star und lernt Größen wie Marlene Dietrich, John Wayne, Rita Hayworth und Bully Wilder kennen. Als Attraktion bei der großen Show der Welt, mit der der Zirkus Barnum durchs Land zieht, geht er eines Tages in der Zeitmachine des Zauberers Manzini verloren - und findet sich mitten im Krieg im Führerhauptquartier wieder.....Aber ein kluger Foxterrier wie er weiß sich zu helfen. Geschickt setzt er seine neuen Verbindungen ein und wird zum Informanten für den Widerstand. Jonathan Crown inszeniert eine abenteuerliche Zeitreise, lässt seinen Helden Aberwitziges erleben und überrascht mit verblüffenden Wendungen.
    Eine wunderschöne Hundegeschichte einfühlsam geschrieben die den Leser amüsiert und in seiner Seele berührt, die Geschichte ein Seelenwärmer der besonderen Art nicht nur für Hundeliebhaber! Ein grandioses Lesevergnügen. Das Buch fällt durch sein schön gestaltetes Cover auf: ein Hund mit unternehmungslustigem Blick. Das passt zum Thema.
    Absolute Kaufempfehlung von mir.

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    janein
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