Stell dir vor, dass ich dich liebe, Jennifer Niven

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Roman

Jennifer Niven

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Der eine Mensch, der dein Leben verändert

Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu...

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    Simone J., 30.06.2017

    ~ Vorweg ~
    Mit „All die Verdammt perfekten Tage“ hat Jennifer Niven eines meiner Lieblingsbücher geschaffen, daher habe ich mich schon sehr auf ihren nächsten Jugendroman gefreut und ich wurde nicht enttäuscht :)

    ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~
    Das Cover ist von der Art her gestaltet wie „All die verdammt perfekten Tage“, wodurch man Nivens Bücher im deutschen schon optisch erkennt. Dies könnte zwar dazu führen, dass man evtl. ein größeres Augenmerk auf die Einheitlichkeit setzt, als auf ein wirklich passendes Cover, aber das ist hier zum Glück nicht passiert. Libby will schließlich ein ganz normales Mädchen sein und es geht um die Liebe zwischen zweier Teenager, da darf das Cover auch schon einmal pink und plakativ sein ;) Ganz so rosarot wie das Bild ist die Geschichte aber dennoch nicht, da beide Protagonisten große Päckchen mit sich herumschleppen…

    Die Aufteilung des Romans finde ich sehr schön. Zum einen wird immer wieder zwischen Libbys und Jacks Sicht gewechselt (also der Ich-Perspektive), zum anderen beginnt das Buch mit einem Entschuldigungsschreiben seitens Jack und danach geht es mit „Achtzehn Stunden zuvor“ weiter. Dies passiert ab und an im Roman, allerdings immer zur passenden Zeit.

    ~ Meine Meinung zum Buch ~
    Allein schon, dass ich dieses Buch in nur 3 Zügen durchgelesen habe, spricht dafür, dass ich es liebe! Jennifer Niven hat es wieder geschafft, mich für die Charaktere zu begeistern und ihr Stil geht sehr einfach von der Hand.

    Jack ist ein cooler Typ und ein klein wenig ein Arschloch. Dies ist zwar seinem Selbstschutz geschuldet, da er nicht möchte, dass jemand von seiner seltsamen Krankheit erfährt, aber dennoch legt er deshalb ab und an ein mieses Verhalten an den Tag. Ich fand es toll, dass Niven auf diese Art und Weise gezeigt hat, warum man sich vielleicht mal mies verhält. Eigene Probleme können dazu führen, dass man schlimme Dinge macht, obwohl man diese selbst nicht befürwortet. Allerdings gehört Mut und Courage dazu, sich stets vorbildlich zu verhalten.
    So hat Jack einen kleinen Bruder, der stets als Jacks Gewissen fungiert. Als Jack Mist baut, ist sein Bruder schwer enttäuscht und Jack trifft dies sehr, wodurch er sein Handeln überdenkt und sich bessern möchte. Dies ist auch einer der Punkte, warum ich Jack dennoch sehr mag, denn er ist kein schlechter Kerl, er ist nur eben nicht perfekt und muss selbst noch wachsen und lernen für Personen und Überzeugungen einzustehen!

    Libby wiederum ist nicht einfach nur übergewichtig. Sie war Amerikas fettester Teenager und musste sogar aus ihrem Haus herausgeschnitten werden. Dass ihr dies peinlich ist, liegt auf der Hand und nach mehreren Jahren zu Hause und vielen, vielen Kilos Gewichtsverlust, möchte sie nicht, dass jemand aus ihrer neuen/alten Schule dies erfährt oder sich daran erinnert. Libby hat aber keine einfache Esssucht und ist ein schwaches Mädchen, ganz und gar nicht. Ihre Mutter ist gestorben und mehrere Faktoren führten zum erhöhten Gewicht, zudem hat sie einen starken Charakter, will aber auch um Gottes Willen nicht als „Fürsprecherin der Dicken“ gesehen werden. Und dennoch hilft sie einer Übergewichtigen Klassenkameradin und rennt wie von einer Tarantel gestochen hinter einem fiesen Mitschüler her, als sich dieser an das Mädchen klammert und somit das „Schwabbelrodeo“ an der Schule einführt.
    Libby soll uns unsere Äußerlichen „Makel“ zeigen, Dinge, die wir an uns eben nicht mögen, ganz egal wie es andere sehen. Ich fand es einen interessanten Zug, dass Libby nicht einfach nur dick oder mollig ist, denn darüber gibt es ein paar Bücher, aber ich habe bisher jedoch keines gelesen, in dem ein Mädchen wirklich mit solch einem starken Übergewicht kämpfen muss. Ich mochte Libbys starken Charakter, den sie wohl auch dringend braucht. Dennoch weis sie selbst lange nicht, was sie für sich selbst konkret möchte und dies in Kombinat mit dem dauerhaft dennoch taffen Charakter, entsprach nicht ganz meinem Geschmack, weshalb ich Jack trotzdem lieber mag als Libby ;)

    Auch die Nebencharaktere empfand ich als wichtig, so hat Jack eben nicht die nettesten Kumpels, aber welche, die er in der Menge wegen ihres markanten Äußeren eben immer wiederfindet. Und Libbys frühere Freundin kommt auch vor und nähert sich Libby nach Jahren der Stille an und muss mit ihrem Fehler klarkommen. So ist auch deren charakterliche Entwicklung interessant anzusehen.

    Generell ist zu sagen, dass Niven die Gesichtsblindheit gut beschreibt und wie Jack damit umgeht und sich fühlt und auch wie Libby mit ihren Erfahrungen und ihrem Gewicht umgeht und beide sich durch ihr Teenagerleben mogeln und dabei noch ihre große Liebe erfahren :)

    ~ Fazit des Buches ~
    Jennifer Niven hat es wieder geschafft, mich für Charaktere und ihr Leben zu begeistern, hat eindeutig gute Recherche betrieben und schreibt so federleicht wie eh und je, so dass ich einfach über die Seiten geflogen bin und mich wieder über eine Jugendromanze freuen konnte, mal mit ganz anderen Problemen!

    ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~
    Wer gern Jugendromane liest, in denen es natürlich um die Liebe geht, kann dieses Buch ohne zu zögern lesen. Und vor allem jeder, der auch größere Probleme mag oder sich für Mobbing oder Gesichtsblindheit interessiert, bekommt hier einen guten charakterlichen Einblick. Alle Niven-Fans müssen dieses Buch eh lesen! =D

    Simone
    von „Die Librellis“
    (ehemals Nickypaulas Bücherwelt)

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    janein
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