Tod am Semmering

Historischer Kriminalroman

Beate Maly

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Österreich 1922. Im Grandhotel Panhans am Semmering trifft sich die feine Gesellschaft zu einem wohltätigen Tanzkurs. Doch der schöne Schein trübt sich, als einer der Gäste vegiftet wird. Inmitten eines Schneesturms ist das Hotel von der Außenwelt...

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Kommentare zu "Tod am Semmering"

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  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    mabuerele, 17.11.2016

    „...Wenn er dieses Wochenende überstand, hatte er so viele gruselige Gute-Nacht-Geschichten für Rosa, dass es für ein ganzes Leben reichte...“

    Das Buch beginnt im Jahre 1917. Zwei Jungen gehen zum Spielen ins Freie. Wenige Minuten später sind sie tot.
    Dann wechselt die Geschichte ins Jahr 1922. Die pensionierte Lehrerin Ernestine Kirsch wohnt zur Untermiete beim Apotheker Anton Böck. Nebenbei unterrichtet Ernestine die Kinder der Familie Rosenstein. Da Frau Rosenstein erkrankt ist, hat sie Ernestine zwei Karten für einen Tangokurs im luxuriösen Hotel am Semmering geschenkt. Heide, Antons Tochter, und Rosa, seine Enkeltochter, überredet Anton, mitzufahren. Dabei gehört Tanzen nicht zu seinen Hobbys. Im Hotel trifft sich eine illustre Gesellschaft. Doch einer von ihnen, Herr von Rauch, ist am nächsten Morgen tot. Er war schon am ersten Tag durch sein Meckern unangenehm aufgefallen. Ein heftiger Schneesturm sorgt dafür, dass niemand das Hotel verlassen kann. Selbst für die Polizei ist es unerreichbar. Selbstbewusst nimmt daraufhin Ernestine die Ermittlungen in die Hand.
    Die Autorin hat einen fesselnden Krimi geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen.
    Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Ernestine ist neugierig. Außerdem verfügt sie über Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit, Menschen zu anleiten. Sie ist sich ihres Könnens bewusst und lässt sich vom Reichtum der anderen nicht beeindrucken. Anton ist eher zurückhaltend. Ohne Ernestines couragiertes Auftreten würde ihn der Fall nur marginal interessieren.
    Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Der eingeflochtene Wiener Dialekt gibt den Buch seinen besonderen Flair. Geschickt hat die Autorin die Gruppe der Protagonisten zusammengesetzt. Die ältere Generation zerfällt in zwei Gruppen. Eine ist die der Kriegsgewinnler, die andere die derjenigen, bei denen der Krieg unvergessene psychische Wunden hinterlassen hat. Die wenigen jungen Leute sehen kritisch auf das Tun ihrer Eltern und wollen eigene Wege gehen. Das Zusammenleben auf engsten Raum sorgt für einen hohen Spannungsbogen. Hinzu kommen immer neue Ereignisse und Erkenntnisse, die die Zahl der möglichen Täter erhöhen. Erpressungen und Eifersucht wären mögliche Motive. Sprachliche Höhepunkte waren für mich die Gespräche zwischen den Protagonisten. Hier wird der Krieg und seine Folgen aufgearbeitet. Insbesondere das Buntschießen, das heißt die Verwendung unterschiedlicher Giftgasgranaten, steht mehrmals im Mittelpunkt. Es wird deutlich, welch grausamer Tod die Folge war. Gleichzeitig treffen die Opfer hier im Hotel auf zwei Personen, die diese Waffen hergestellt und sich damit dumm und dämlich verdient haben. Die Autorin hat ein kompliziertes Beziehungsgeflecht gestrickt. Die Gräben reichen bis tief in die Familien. Trotz der ernsten Problematik kommt der Humor nicht zu kurz, wie das kurze Zitat von Anton oben zeigt. Auflockernd wirken die Tangostunden und exzellenten Mahlzeiten.
    Das Cover in Schwarz-Weiß finde sehr gut gelungen.
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Das liegt nicht nur in der im englischen Stil geschriebenen Krimihandlung oder an Ernestine, der österreichischen Miss Marple, sondern auch an den vielfältigen Hintergrundinformationen, sei es über Giftgasgranaten oder Arsennachweis. Für mich ist es nicht nur ein Krimi, sondern gleichzeitig ein Antikriegsbuch, denn es zeigt nicht nur unterschwellig, wie sinnlos junge Männer verheizt wurden. Selbst in den Überlebenden hat der Krieg unauslöschliche Spuren hinterlassen.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gertie G., 25.11.2016

    Schauplatz dieses Krimis ist das Grandhotel Panhans am Semmering in Niederösterreich. 1922 hat das Hotel seine Blütezeit längst hinter sich. Es ist nur mehr ein Abklatsch des imperialen Glanzes und trotzdem lässt Beate Maly das Flair der Belle Epoque wieder auferstehen.

    Inhalt:

    Ernestine Kirsch, eine pensionierte Lehrerin, und der Apotheker Anton Böck, sind eingeladen, im feudalen Panhans an einem Tangokurs teilzunehmen.
    Der Kreis der Teilnehmer ist überschaubar. Man kennt sich aus der „Wiener Gesellschaft“. Doch nicht alle sind einander gewogen. Ressentiments aus der Vergangenheit überschatten die opulente Speisenfolge, die täglich serviert wird.
    Als dann der Generaloberst von Rauch, ein Ungustl ersten Ranges, ermordet aufgefunden wird, ist Ernestine in ihrem Element. In guter alter Manier von Miss Marple wird ermittelt. Verdächtig sind alle. Dazu kommt, dass das Hotel und die Umgebung (man befindet sich ja auf knapp 1.000m Seehöhe) vollkommen eingeschneit sind. Keiner kann das Hotel verlassen, aber auch der Polizei ist es nicht möglich ins Hotel zu gelangen. Sogar die Stromversorgung versagt und die illustre Gesellschaft ist mit sich selbst und einem Mörder allein.
    Doch der Generaloberst wird nicht das letzte Opfer sein.

    Wird Ernestine den Mörder zur Strecke bringen?

    Meine Meinung:

    Beate Maly versteht es meisterhaft ihre Leser in das Jahr 1922 zurückzuversetzen. Die Beschreibung von Hotel und Gästen, von den Speisen (bei denen einem das Wasser im Mund zusammenläuft) und die authentische Sprache der Protagonisten machen diesen Krimi zu einem echten Genuss.
    Mit einer Prise Humor, ein wenig Sozialkritik und einem tiefen Einblick in die verwundeten Seelen von anwesenden Kriegsteilnehmern
    ermittelt die resolute, ehemalige Latein-Lehrerin in der tiefverschneiten Winterlandschaft.
    Auf Grund des engen Aktionsradius‘ ist der Fokus auf viele kleine Details gerichtet. Die Ähnlichkeit zu Agatha Christies „Mord im Orientexpress“ ist sicher kein Zufall.

    Sehr stimmig ist auch das in Schwarz und Weiß gehaltene Cover gelungen. Hier beweist der Emons-Verlag immer das richtige G’spür für die Authentizität. Das Grandhotel Panhans, das 1888 als Prachtbau des Jugendstils (Art déco) errichtet wurde, ist voll dieser Ornamente, die hier auf dem Buchcover optisch und haptisch perfekt umgesetzt wurden.

    „Tod am Semmering“ ist der erste „echte“ Krimi von Beate Maly. Die Autorin ist für ihre historischen Romane, die alle in Wien ihren Ausgangspunkt haben, bekannt.

    Fazit:

    Ein wirklich gelungener Krimi, dem ich gerne 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung gebe. Ernestine und Anton dürfen gerne wieder ermitteln.

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    janein
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