Von den Sternen, Fröschen und Monaden - wie man der Seele näher trat

Eine Methodengeschichte psychologischer Forschung und Diagnostik im deutschsprachigen Raum des 18. und 19. Jahrhunderts
 
 
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Kommentar zu "Von den Sternen, Fröschen und Monaden - wie man der Seele näher trat"

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    Ralf-Dietmar H., 08.09.2017

    Von Sternen, Fröschen und Monaden – wie man der Seele näher trat

    So überschrieb Dr. Martin Müller seine Methodengeschichte psychologischer Forschung und Diagnostik. Nur scheinbar beschränkt er sich auf den deutschsprachigen Raum und das 18. und 19. Jahrhundert, denn schon die Durchsicht der Gliederung und des üppigen Literaturverzeichnisses macht deutlich, dass diese Beschränkung nicht einlösbar ist. Müller nutzt diese Periode und diesen Sprachraum quasi als Fokus für eine Betrachtung auch des Davor und Danach der Psychologie-Geschichte und verweist – trotz aller notwendiger wissenschaftlicher Reduktion – auch auf das disziplinäre Daneben. Dem Leser wird plastisch vorgeführt, wie originäre psychologische Forschung und Diagnostik z.B. von antiken Vorstellungen philosophischer Provenienz beeinflusst wurden, wie sich naturwissenschaftliche Erkenntnisse – etwa in der Psychophysik - in Forschung und Theorie Bahn brachen.
    Diese interdisziplinäre Herangehensweise verwundert beim Autor nicht, hat er doch während seines Psychologie-Studiums, seiner Forschungen und in seiner Zeit als Mitarbeiter an der Alma Mater Berolinensis den Kontakt zu anderen Disziplinen aktiv gesucht und gefunden.
    Der eigentlichen Darstellung der Methodengeschichte psychologischer Forschung und Diagnostik stellt der Autor eine dichte Beschreibung wissenschaftsphilosopischer und -theoretischer Art voran. Dabei stehen im Zentrum die Möglichkeiten der historischen Darstellung der Wissenschafts- und Methodenentwickung allgemein und auf die Psychologie bezogen.
    Die nachfolgenden 15 Kapitel versuchen die Frage zu beantworten, welche Methoden von den damaligen Protagonisten (viele von ihnen wirkten in Berlin bzw. an der Berliner Universität) benutzt wurden, um im 18. und 19. Jahrhundert relevante psychologische Fragestellungen zu beantworten und Probleme zu lösen. Müller verfolgt dabei vier große Forschungslinien der Psychologie. Zunächst wird die rationale Psychologie untersucht. Hier begegnen wir auch der Leibnitzschen Monade, der als einfache, unteilbare, nichterzeugbare und nichtzerstörbare Substanz auch die Eigenschaften des Lebendigen und des Seelischen zukommt. Es folgen die verschiedenen Ansätze der empirischen Psychologie und der physiologisch-psychologischen Entwicklungen. So erforschten Haller und Helmholtz - z.B. an lebenden Fröschen - grundlegende physiologische Hirnprozess bzw. die Reizleitung der Nerven. Die vierte Linie widmet sich der experimentellen Psychologie in diesem Zeitraum. Hier spielen die im Titel des Buches erwähnten Sterne eine Rolle. Ihre Helligkeit setzte der Astronom Steinheil in Beziehung zu Empfindungsgrößen des menschlichen Auges.
    Diese vier Linien, so zeigt Müller, können sich kreuzen, verlaufen gelegentlich parallel und lassen sich auch nicht eindeutig chronologisch trennen.
    Ein Schlusskapitel fasst die zwei Jahrhunderte der Methodenentwicklung in der Psychologie zusammen und expliziert den Standort, den der Autor zu diesen Entwicklungen einnimmt.
    In seiner interdisziplinären und tiefgehenden Zusammenschau dieses Zeitraums der Psychologiegeschichte und seiner Methodenentwicklung besitzt dieses Buch ein Alleinstellungsmerkmal und hat für Lehre und Forschung einen hohen Stellenwert.


    Autor: Dr. phil. Ralf-Dietmar Hegel, Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Erziehungswissenschaften

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    janein

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