Was geschah mit Femke Star

Kerstin Ruhkieck

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Jedes Mädchen hat ein schmutziges Geheimnis. Jedes. Auch du.
Doch was würdest du tun, wenn dein Geheimnis eigentlich meins wäre, und nur ich, nicht du, die Wahrheit kenne?

Einst waren Femke und Anouk beste Freundinnen, bis ein Verrat die...

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Kommentare zu "Was geschah mit Femke Star"

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  • 5 Sterne

    Nicky Mohini, 08.01.2019

    Als Buch bewertet

    Triggerwarnung: Das Buch kann bei Menschen mit psychischen Krankheiten zu einer Verschlechterung der Symptome führen! Bitte nehmt diese Warnung ernst, lasst Euch davon aber nicht abschrecken.

    "Was geschah mit Femke Star" ist ein aufwühlendes und spannendes Buch, das mich absolut nicht mehr loslässt.

    Geheimnisse. Jeder von uns hat sie. Und einige davon sind schmutzige Geheimnisse, das kann man nicht leugnen. Einige Geheimnisse betreffen nicht nur uns, sondern auch andere Menschen. Und wer kennt die Wahrheit? Meistens sind das nicht nur wir selbst, sondern auch andere.

    Beste Freundinnen für immer - das haben Anouk und Femke sich geschworen. Zu diesem Zeitpunkt hat keine der Beiden daran gedacht, dass ein Verrat die beiden voneinander trennen und die Freundschaft daran zerbrechen würde. Beide haben nun ihr eigenes Leben gelebt, sich entwickelt und weiterentwickelt. Und dann geschieht das schier Unmögliche: Femke benötigt die Hilfe ihrer einst besten Freundin, doch es kommt anders als gedacht: Ein furchtbarer Unfall verändert das Leben von Anouk für immer. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, was mit Femke geschehen ist und was ihr passiert ist. Sie erhält immer wieder Erinnerungsfetzen, die keinen Sinn ergeben und auf Rückfragen reagiert einfach niemand. Doch Anouk bleibt nicht mehr viel Zeit um die Wahrheit zu erfahren, denn sie wird eines Verbrechens beschuldigt, welches sie nicht begangen hat.

    Das Cover zeigt links und rechts die Gesichtshälften zweier Mädchen, Femke und Anouk, die leicht im dunklen liegen. Beide wirken ruhig, aber achtsam. Sie sehen ein wenig neben der Spur aus. Das Mädchen rechts scheint auf das Mädchen links zu schauen. In der Mitte sieht man den Rücken eines Mädchens, der sehr mager und zerschunden wirkt. Sie schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, ein Akt der Verzweiflung. Insgesamt wirkt es sehr verstörend und düster, weshalb es sehr gut zur Geschichte passt.

    Anouk ist ein eher ruhiger und zurückhaltender Charakter, der nicht gerne auffällt. Rückhalt findet sie bei ihren Freundinnen, die sie unterstützen und wertschätzen. Der Streit mit Femke hat ihr damals sehr zugesetzt, doch mittlerweile scheint sie darüber hinweg zu sein, denn als Femke ihre Hilfe benötigt, ist sie total verwirrt. Dies ändert sich auch nicht nach dem tragischen Unfall, denn Anouk will alles über Femke erfahren, was sich alles andere als leicht herausstellt. Bei ihrer Suche scheint Anouk sich Femke wieder anzunähern, wenn auch nur minimal.

    Femke war immer sehr beliebt, fidel und aufgeschlossen. Sie hat eine furchtlose Ausstrahlung, die andere allein bei ihrem Anblick in die Knie zwingt. Nach dem Zerwürfnis mit Anouk hat sie niemanden an sich herangelassen und war eher distanziert. Sie kann anderen gegenüber sehr kalt und herablassen wirken, doch hinter ihrer Fassade steckt ein zerbrechliches, sanftes Mädchen.

    "Was geschah mit Femke Star" ist ein verstörender, beängstigender Jugendthriller, den man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Der Schreibstil ist sehr fesselnd, die Geschichte selbst unglaublich einnehmend. Die Autorin Kerstin Ruhkieck spricht ein extrem wichtiges Thema an, welches in der heutigen Zeit leider noch viel zu wenig Beachtung bekommt oder gar totgeschwiegen wird. Umso wichtiger finde ich es, dass man darüber spricht, liest und sich damit beschäftigt, denn es kann einfach jeden treffen - einen selbst, Freunde, Verwandte, Bekannte. Daher möchte ich Euch meine absolute Leseempfehlung aussprechen, denn "Was geschah mit Femke Star" ist ein Buch, welches man gelesen haben sollte.

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    janein
  • 3 Sterne

    Anja L. von "books and phobia", 12.03.2019

    Als eBook bewertet

    Für dieses Buch Worte zu finden ist gar nicht mal so leicht, denn was ich erlas schockierte mich und brachte mich nachhaltig zum Nachdenken. Doch steckt hinter dem aufrührenden Thema auch eine packende Geschichte? Aus meiner Sicht, ja und nein.



    Was ist nur mit der Jugend los, war wohl der erste Gedanke, nachdem ich so einigermaßen gut in die Story gefunden hatte. Beleidigungen sind an der Tagesordnung und gehen nicht selten in Mobbing über und die Gewalt untereinander nimmt auch immer stärker zu. Wie weit all dies ausufern kann, zeigte mir „Was geschah mit Femke Star?“ auf schockierende Weise. Ich hatte damit gerechnet, das dieses Buch heftig wird, dass es am Ende aber die Kategorie „krass“ weit hinter sich ließ, damit hätte ich wohl nicht gerechnet.



    Gleich zu Anfang möchte ich allerdings meinen Kritikpunkt am Buch äußern. Denn wo die Handlungen im Buch zum weiteren Nachdenken anregten, schaffte es die Story nur mich zu verwirren. Der Anfang war da noch recht übersichtlich, doch je mehr ich eintauchte, desto mehr verlor ich den Bezug zu den Figuren und stützte mich schließlich nur noch an die angesprochenen Themen. Ich blickte auch irgendwann nicht mehr durch, wer jetzt hinter wem stand und wieso er das tat, was er tat. Dies war sehr schade, denn wenn ich schon ein Buch wie dieses lese, möchte ich auch die Zusammenhänge verstehen. Doch das tat ich nicht.



    Dies fand ich sehr schade, denn es gab durchaus interessante Charaktere und das sogar auf beiden Seiten. Schon hier begann das Buch mit seinen Lektionen, da es aufgliederte, wer Opfer und wer Täter war und wie schnell sich diese Rollen tauschen ließen. Ja, das Buch sparte nicht an Wahrheiten und belegte diese mit sehr ehrlichen Fakten. Dabei störte mich der teilweise sehr derbe Tonfall überhaupt nicht. Im Gegenteil, er war es, der mich erst so richtig wachrüttelte. Viele Aussagen geistern mir noch jetzt durch den Kopf, da ihr Inhalt auf so tiefgründige Weise erklärte, warum sich Personen z.B. herausnehmen jemanden zu vergewaltigen.



    Eines der wohl größten Themen im Buch ist die Sexualität von Jugendlichen. In Zeiten von Internet & Co., erleben sie Erotik, nicht mehr als etwas Verborgenes, sondern öffentlich zugängliches. Klar das man da mitreden möchte. Auch hier überraschte mich das Buch mit verschiedenen Szenarien. Besonders blieb mir ein junger Mann hängen der lieber sein erstes Mal mit einer zum Sex gezwungenen Frau haben wollte, als mit dem Mädchen, mit welchem er zusammen war. Auch hier schrie das Buch förmlich: „Was läuft bei uns schief?“.



    Hätte das Buch etwas weniger auf den Mystery-Faktor gesetzt, hätte ich wohl einen neue Favoriten in meinen Händen. Doch auch wenn dies nicht der Fall ist, werde ich dieses Buch wohl noch lange im Gedächtnis behalten. Ich habe viel dazu gelernt, besonders über das vorschnelle verurteilen und hoffe das auch andere Leser des Buches, diese Erfahrung machen können.
    Mein Fazit

    Auch wenn mich die Story mehr verwirrte als ansprach, waren es die Aussagen des Buches, welche mich auf Dauer geprägt haben. Dazu kamen authentische Charaktere, die ganz klar heutige Jugendliche und junge Erwachsene darstellten. Wer eine ehrliche Geschichte sucht, ist hier goldrichtig, sollte sich allerdings nicht an Schimpfwörtern oder Gewaltdarstellungen stören.

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    janein

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