Wie ich plötzlich reich wurde und dachte, alles wird cool, Stephanie Polák

Wie ich plötzlich reich wurde und dachte, alles wird cool

Stephanie Polák

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Macht Geld cool? Und glücklich?
Der 14-jährige Theo kriegt die Krise: Seit Tante Britta ihren Job verloren hat, wohnt er mit ihr und seiner Mutter auf engstem Raum zusammen und jetzt haben sich die beiden auch noch in den Kopf gesetzt, Theos...

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Kommentare zu "Wie ich plötzlich reich wurde und dachte, alles wird cool"

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    Elke S., 25.11.2017

    Reich = Glücklich?
    „Eine große gelbe und danach noch eine verschnörkelte weiße mit dem Namen Schminktisch!“ ist Theos Antwort auf Tante Brittas Frage „Was für eine Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?“. Kann es noch schlimmer kommen? Sie und seine Mutter haben ohne ihn zu fragen beschlossen aus der Hälfte seines Zimmers ein Kosmetikstudio zu machen. Abgetrennt mit einem gelben Vorhang eine Palme dazu, wollen sie ihm das auch noch als Karibikflair verkaufen! Der Tag ist ganz im Eimer, als er auch noch entdecken muss, dass seine heimliche, große Liebe Kim mit Danny knutscht. Klar, der Obercoole wohnt in einer Villa und kann ihr so einiges bieten. Wenn er doch auch nur so reich wäre, dann wäre alles gut. Kaum gewünscht, ist die Chance auch schon zum Greifen nah. Tante Britta wird bei der TV- Show „Spiel dich reich“ genommen, wird sie die 500.000 Euro gewinnen können?

    Als Leser darf man Theo begleiten, sich mit Luca treffen und mit zur Schule gehen. Man wird Zeuge wie er für Kim schwärmt und sie zu umgarnen versucht. Ganz klar ist man mit ihm, seiner Mom und auch Tante Britta aufgeregt vor der großen Fernsehshow, darf mit zu den Aufzeichnungen und …. da will ich jetzt mal nicht zu viel verraten. Liebe, Freundschaft und was wirklich zählt im Leben, das alles ist hier spaßig verpackt und will ganz unbedingt gelesen werden.

    Der Vater hat sich vom Acker gemacht, die Mutter muss schuften, damit sie finanziell über die Runden kommen und große Sprünge sind nicht drin. Ein bisschen kann ich schon nachvollziehen, dass sowohl Theo als auch seine Mama von einem besseren Leben mit mehr Geld träumen, sich die Luxuswelt so toll vorstellen. Gut gefällt mir, dass hier ganz deutlich wird, dass eine tolle Villa, ein Gärtner und der viele Luxus gute Freunde auf keinen Fall ersetzen kann und oft weniger viel mehr sein kann. Diese Botschaft gefällt mir sehr gut, denn genau so denke ich auch.

    Der Schreibstil der Autorin liest sich locker, leicht und ist so spritzig, dass er die jugendlichen Leser auf jeden Fall ansprechen muss. Die Geschichte bietet eine Fülle an Situationskomik, die einen viel schmunzeln lässt. Da versucht Mom schon mal den gelben Trennvorhang für Theo blau zu färben und dann wird ein Poppelgrün draus, die Kamera schwenkt ausgerechnet dann auf ihn, wenn Theo ein Schnipsel am Hirn klebt, oder Kandidat Ha-Jü bietet ein Bild für Götter bei der Fernsehshow. Gut gefallen haben mir auch Theos witzige Kommentare wie „Und wie soll das dann ablaufen? Wie soll ich hier meine Hausaufgaben machen, wenn du einen Meter neben mir alten Frauen die Hornhaut vom Fuß hobelst?“, dich mich oft zum Grinsen gebracht haben. Gelungen sind ebenfalls die zahlreichen originellen Vergleiche. Da wird schon einmal die Gesichtsfarbe so knallrot, „Da wäre jede Gewächshaustomate neidisch drauf.“ Aber die Geschichte ist nicht nur witzig, es gibt auch unheimlich viele berührende Momente. So wird ganz klar deutlich, wie sehr er seine Mama schätzt, auch wenn man das natürlich in seinem Alter nicht zugeben kann.

    Ich konnte mich super gut in Theo hinein versetzen, konnte seinen Wunsch reich zu sein, seine Hoffnungen, dass dann alles besser sein muss, nachvollziehen. Er ist ein authentischer Teenie, den man mögen muss. Meine persönliche Lieblingsfigur aber war Luca, Theos bester Freund. „Luca liebt es seit Neuestem, den Italiener raushängen zu lassen. Er denkt wohl, das kommt bei Mädchen besonders gut an.“, mir hat er auf jeden Fall ganz „Fantastico“ gefallen, vor allem weil er Theo auch immer wieder ein bisschen erdet. Kim fand ich von Anfang an wenig sympathisch, aber wo die Liebe hinfällt, mein Favorit für ihn war da schon eher Anti, Lucas Schwester. Super witzig fand ich Hans-Jürgen, einen weiteren Kandidaten bei „Spiel dich reich“. Über ihn und seine Mutter habe ich Tränen gelacht beim Lesen. Aber auch alle Nebendarsteller sind gelungen dargestellt, bei Theos Mama angefangen, die sich manchmal ein „Aber Schnuckelchen“ nicht verkneifen kann und um ihre Sorgen als Alleinerziehende nicht zu beneiden ist, über Tante Britta, die sich natürlich für „Gunnar Hauch“ ganz besonders aufbrezelt, bis hin zu Frau Bertani, die echte italienische Mamma.

    Alles in allem habe ich dieses tolle Jugendbuch wirklich verschlungen. Eine geniale Geschichte, schöne Botschaften, liebenswerte Mitspieler und ein spritziger Schreibstil machen das Lesen zum Vergnügen, begeisterte fünf Sterne.

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    janein

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