Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe: Die Muse von Wien, Caroline Bernard

Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe: Die Muse von Wien (eBook / ePub)

Roman

Caroline Bernard

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Muse, Künstlerin, Geliebte.

Klimt war ihre erste Liebe, für Gustav Mahler wird sie zur Muse – Alma Schindler wächst inmitten der Wiener Boheme auf, ist in den Salons der schillernden Metropole zu Hause, verfolgt den Aufstieg der Secession,...

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  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja P., 18.05.2018

    Als Buch bewertet

    Künstlerin oder Künstlergattin?

    Wien um 1900: Alma Schindler ist Anfang 20, sehr verwöhnt und eigensinnig. Ihr Vater, der berühmte Maler Emil Jakob Schindler, verstarb früh und ihre Mutter heiratete dessen Schüler Carl Moll.
    Alma wächst in einem Künstlerhaushalt auf, Moll gehört zur Wiener Secession. Gefeierte Berühmtheiten wie Gustav Klimt oder Max Burkhard sind regelmäßig zu Gast und tragen zu ihrer Bildung bei.

    Alma gilt als schönste Frau Wiens, spielt sehr gut Klavier, komponiert selbst und sonnt sich in der Bewunderung ihrer Verehrer. Sie hat intime Verhältnisse mit älteren Männern (Freud stellt später die Ferndiagnose Vaterkomplex), aber auch ein klares Ziel: „Ich will etwas werden im Leben, etwas Großes, und dazu gehört ein großer Mann.“ (S. 60) Ihr Traum ist es, eine Symphonie zu schreiben und Klimt zu heiraten, aber der will (und wird) nie eine Ehe eingehen.
    Alma ist sehr flatterhaft, es geht ihr eher um die Befriedigung ihrer Gelüste statt um die Männer. Sie scheint jedes Gefühl uferlos ausleben zu wollen. Erst der 19 Jahre ältere Gustav Mahler ändert das. Er vergöttert sie, schreibt Liebesbriefe, schickt Geschenke, macht Ausflüge mit ihr und sie musizieren zusammen. So hat sie sich eine Ehe – eine echte Partnerschaft – immer vorgestellt. „Gustav Mahler ist der Richtige für mich. Er wird dem Chaos meiner Gefühle ein Ende machen und meinem Leben endlich eine Richtung geben.“ (S. 135) Doch Mahler hat hohe Ansprüche: zwei Künstler in einem Haushalt, das geht nicht. Alles hat sich seiner Kunst und seinem minutiös geplanten Tagesablauf unterzuordnen. Alma stimmt dem zu und führt ab dann das Leben der „Frau Operndirektorin“. Von anderen Frauen wird sie beneidet, dabei ist die Ehe ein harter Bruch für die bis dato Verwöhnte. Statt der elterlichen Villa lebt sie jetzt in einer 5-Zimmer-Wohnung und muss sich um den Haushalt und die Finanzen kümmern. Mahler hat Schulden, sparen ist angesagt. Sie gehen kaum noch aus und auf seine Reisen kann sie ihn nur begleiten, wenn genug Geld da ist. Gustavs Wünsche sind Gesetz, ihr ganzes Leben dreht sich nur noch um ihn. „Ich bin es nicht gewohnt, mich als jemand anderes als die Frau meines Mannes zu sehen.“ (S. 378)

    „Die Muse von Wien“ hat mich sehr zwiegespalten zurückgelassen. Wien und die Künstlerszene, die Freundschaften, aber auch Animositäten, werden sehr fesselnd und atmosphärisch beschrieben. In ihrem gewohnten Umfeld brilliert Alma mit ihrem Wissen immer wieder und bezaubert auch mich. Als Mahlers Frau folgt dann das böse Erwachen. Sie ist jetzt Ehefrau und Mutter (oft auch seine, hat man das Gefühl), hat nicht mehr zu komponieren oder sich mit anderen Männern bzw. auf Gesellschaften rumzutreiben. Sie beide haben ja sich! Wenigstens darf sie seine Noten kopieren und ins Reine schreiben. Die Lage für den konvertierten Juden Mahler wird in Wien immer schwieriger, also gehen sie für mehrere Monate im Jahr nach New York an die Metropolitain Opera, die Kinder bleiben in Wien. Alma stumpft ab, das Leben besteht gefühlt nur aus Koffer ein- oder auspacken. Sie wird lust- und lieblos, was sich leider auch auf diesen Zeitabschnitt im Buch niedergeschlagen hat – er wird mir zu langatmig und farblos beschrieben. Und obwohl man Mitleid mit ihrer Situation hat, ist sie keine besonders sympathische Protagonistin - man bleibt beim Lesen seltsam distanziert.

    Für mich kommt Almas Geschichte leider nicht ganz an das erste Buch der Autorin Caroline Bernard „Rendezvous im Café de Flore“ heran. Ich vermute aber, dass das hauptsächlich mit Almas Person zusammenhängt, zu der ich einfach keinen Zugang gefunden habe.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jennifer H., 18.05.2018

    Als Buch bewertet

    Der vorliegende Historienroman von Caroline Bernard erzählt auf berührende Weise die Lebensgeschichte von Alma Schindler (1879-1964, später Alma Mahler-Werfel) - einer verkannten Künstlerin, die ihr Talent und ihre Träume für ihre große Liebe, den Komponisten Gustav Mahler, aufgegeben hat.

    Aufgewachsen inmitten der Wiener Bohème-Szene, der sog. Wiener Secession, ist es nicht verwunderlich, dass Alma schon früh künstlerisch tätig wird. So übt sie nicht nur täglich am Klavier und komponiert eigene Lieder, sondern dichtet auch über ihre wechselnden Seelenzustände. Denn Almas großes Ziel ist eine eigene Musikkarriere. Doch die Männer dominierte Gesellschaft um die Jahrhundertwende sieht in ihr nur eine junge, naive und hübsche Frau, die Künstlerempfänge und Vernissagen etc. liebt. Die wenigsten erkennen und fördern Almas Talent. Als sie dann eines Tages auf das eigenbrötlerische wie unnahbare Musikgenie der Zeit, Gustav Mahler, trifft, kennt ihre Faszination keine Grenzen und schnell entspinnt sich trotz des hohen Altersunterschieds eine Liaison zwischen beiden. Anfangs liebt Alma es mit Gustav Klavier zu spielen und zu fachsimpeln. Doch die lange Einsamkeit während Gustavs Tourneen, seine Besessenheit von der Musik und seine Forderung, für ihn auf ihre eigene Karriere zu verzichten, setzen Alma stetig zu und gipfeln gemeinsamer trotz Kinder in einer tragischen, einseitigen Ehe, bei der ausschließlich Alma gibt.

    Eindringlich, emotional packend beschreibt die Autorin diese Selbstaufopferung von Alma für Gustavs Kunst. Als Leser leidet man regelrecht mit der jungen, quirligen Alma mit, die sich im Laufe der Beziehung mit Gustav immer mehr zurückzieht und -nimmt, bis sie sich gar nicht mehr erkennt. Depressionen, Fehlgeburten und ständige Kuraufenthalte kennzeichnen diese Periode, in der Gustav fröhlich weiterspielt und den schönen Schein nach außen wahrt, währenddessen Alma innerlich stirbt. Hoffnung wird einzig durch die letzten Buchseiten erzeugt, die kurz von Almas Leben nach Gustavs Tod handeln. Kurzum, die insgesamt 496 Buchseiten transportieren viel persönliches Leid, dies aber auf eine frappierend realistische, weil bestens recherchierte Weise. Infolge lassen sich Fiktion und Wahrheit nur schwer auseinanderhalten.

    Zu guter Letzt sei noch das ausgesprochen stilvoll gestaltete und in Sepia gehaltene Cover erwähnt, das vom ersten Moment an Lust auf eine literarische Zeitreise macht.

    FAZIT
    Tragisches Frauenschicksal, das tief in die Wiener Gesellschaft wie Kultur um die Jahrhundertwende blicken lässt und das einmal angefangen, nicht mehr loslässt.

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    janein
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