Neringa (eBook / ePub)

oder Die andere Art der Heimkehr

Stefan Moster

Durchschnittliche Bewertung
5Sterne
1 Kommentare
Kommentare lesen (1)

5 von 5 Sternen

5 Sterne1
4 Sterne0
3 Sterne0
2 Sterne0
1 Stern0
Bewertung lesen

Schreiben Sie einen Kommentar zu "Neringa".

Kommentar verfassen
Es ist eine einzige Einstellung in einem Film, die ihn aufrüttelt: eine kurze Szene am Mont­-Saint­-Michel, der berühmten Felseninsel im normannischen Watten­meer. Der Mann, den dieses Bild an eine längst vergessen geglaubte Postkarte erinnert,...

Produkt empfehlen

2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen – siehe i.
2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen – siehe i.
Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA übertragen und unter Umständen auch dort gespeichert. Näheres erfahren Sie durch einen Klick auf das i.


Ebenfalls erhältlich

Print-Originalausgabe 20.00 €

eBook15.99 €

Sie sparen 20%

Download bestellen

sofort als Download lieferbar

Bestellnummer: 73612525

Verschenken
Auf meinen Merkzettel
Versandkostenfrei
Bestellungen mit diesem Artikel sind versandkostenfrei!

Das könnte Ihnen auch gefallen

Kommentare zu "Neringa"

Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:alle
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gesine R., 05.02.2016

    Als Buch bewertet

    Brücken zwischen Gegensätzen

    Dieser Roman erzählt zwei Geschichten, die ineinander greifen: die eine spielt in unserer Gegenwart und handelt von einem Mann um die 50, der auf sein eigenes Leben zurückblickt; die zweite ist die Lebensgeschichte seines Großvaters, die der Enkel versucht, zu rekonstruieren.
    Um diesen besagten Großvater ranken sich einige Familienlegenden: so soll er vor rund 100 Jahren mit seinem Sohn die „Große Bleiche“, eine der wichtigsten Strassen in Mainz, mit Holzpflastersteinen belegt haben, was einem Mammutunterfangen gleich kam. Außerdem soll er beim Renovieren des Kamins im Affekt versucht haben, seine Ehefrau zu erschlagen. Beide Geschichten beschäftigen seinen Enkel so sehr, dass er Nachforschungen anstellt. Dabei stellt er einige Ungereimtheiten fest, denn die wenigen überlieferten Erinnerungen wurden beim Weitererzählen fantasievoll ausgeschmückt.
    Der Erzähler erinnert sich parallel dazu an seine Psychoanalyse, bei der er versuchte, seinen eigenen Aggressionen auf den Grund zu kommen. Alte Schatten tauchen auf – und weitere Fragen, an Stelle von den erwünschten Antworten.
    In seiner Arbeit als Software- Entwickler zweifelt er immer mehr am Sinn seiner Erfindungen, die dem Profit der Firma dienen, deren Produkte nicht greifbar sind, im Gegensatz zu den Pflasterarbeiten seines Großvaters.
    Als er sich immer tiefer in die Sinnsuche zu verstricken droht, begegnet ihm die junge litauische Reinigungsfrau Neringa, der die einfachsten Tätigkeiten nichts ausmachen, die einfach im Hier und Jetzt lebt, und die für ihn voller Geheimnisse steckt. Eines Tages kündigt er ihr Arbeitsverhältnis – und eine zauberhafte Freundschaft entsteht…

    Stefan Moster, geboren 1964 in Mainz, lebt als Autor, Übersetzer (finnisch- deutsch), Lektor und Herausgeber in Helsinki und Berlin. 2012 nahm Moster erfolgreich am Wettbewerb um den Bachmannpreis teil. Bei mare erschienen seine Romane „Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels“ (2009), „Lieben sich zwei“ (2011) und „Die Frau des Botschafters“ (2013).

    Mich hat dieses poetische Buch von Anfang an sehr angesprochen und berührt – vermutlich, weil ich im selben Alter des Autors bin, und ich schon ähnliche Fragen bewegt haben. Die deutsche Geschichte der vergangenen hundert Jahre, der Fortschritt der Technologie weltweit, die gesellschaftlichen Veränderungen und die für uns als Individuen finde ich selbst sehr spannend; sie werden in diesem Buch unaufdringlich in die Rahmenhandlung eingewoben.

    Die Freundschaft zwischen dem deutschen Middle-Ager und der litauischen jungen Frau verbindet Gegensätze: kulturell, über Altersgrenzen und über den sozialen Status hinweg. Beide gehen respektvoll miteinander um, und lernen voneinander. Besonders die ruhige, gelassene Art Neringas hat mir sehr gut gefallen: ihre Sicht auf die Welt, ihre Fantasie und Kreativität lassen so manches vermeintliche Drama ganz spielerisch auflösen.

    Fazit: ein wunderschön geschriebener Liebesroman – an das Leben selbst. 5 von 5 Sternen!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein

Mehr Bücher des Autors

Ähnliche Artikel finden

0 Gebrauchte Artikel zu „Neringa“

ZustandPreisPortoZahlungVerkäuferRating