Schoofseggl (eBook / ePub)

Schwabenkrimi
 
 
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Heilandsack! Als publik wird, dass das Land Baden-Württemberg eine CD mit Daten von Steuersündern gekauft hat, die ihr Geld bei einer Schweizer Bank gebunkert haben, ist die Aufregung groß. Bei Ex-Anwalt Franz Walzer, der sich auf Geldwäsche spezialisiert...
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Heilandsack! Als publik wird, dass das Land Baden-Württemberg eine CD mit Daten von Steuersündern gekauft hat, die ihr Geld bei einer Schweizer Bank gebunkert haben, ist die Aufregung groß. Bei Ex-Anwalt Franz Walzer, der sich auf Geldwäsche spezialisiert...

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Kommentare zu "Schoofseggl"

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Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    Isabelle B., 29.04.2019

    Als Buch bewertet

    "Schoofseggl" von Axel Ulrich ist ein gut durchdacht und spannungsgeladener Schwabenkrimi über Datentiebstahl, Steuerhinterziehung, Erpressung und Zwangsprostitution.

    Seit bekannt wurde, dass das Land Baden-Württemberg eine CD mit Daten von Steuersüdern erworben hat, steht das Telefon des ehemaligen Rechtsanwaltes Franz Walter nicht mehr still. Ihm gelingt es, den Datendieb ausfindig zu macht, doch die Aufregung ist gross. Auch für einen Stuttgarter Boderdellbesitzter der für rüde und schmerzhafte Methoden bekannt ist, gibt es erstmals Erwartung. Doch dann meldet sich ein Klient, der Besuch von Steuerfahndern bekommen hat, obwohl dessen Name angeblich nicht auf der CD gewesen sein soll.
    Walzers verdacht ist, das ein weiterer Datendieb sein Unwesen im Schatten des ersten treibt. Als dann auch noch eine Frauenleiche im Bodensee gefunden wird, sinnt der Vater der Ukrainerin auf Rache und es geht nicht mehr nur um Schwarzgeld, Erpressung und Bestechung.

    Axel Ulrich schafft es von Anbeginn in eine äusserst fesselnd und mitreisende Thematik über Schwarzgeld, Erpressung und Zwangsprostitution zu entführen. Obwohl der Fortgang der Geschichte, gefüllt mit authentisch und realitätsnahen Handlungssträngen ist, hat mich der einfliessende Schwäbische Dialekt des öfteren zum schmunzeln bringen können, der dem Schwabenkrimi für mich das gewisse etwas verliehen hat.
    Auch die Charaktere sind glaubwürdig und authentisch ausgearbeitet, in die man sich total gut hineinversetzten konnte. Besonders gelungen fand ich ebenfalls auch die Umgebungsbeschreibungen die den Handlungsverlauf für mich lebendig und greifbar gemacht haben.

    Der Schreibstil ist locker, leicht, hat Charme und Witz der sich zügig und fliessend liest. Die Kapitel sind kurz mit genauso kurzen Überschriften die für ein zügiges Vorankommen gesorgt und Neugierig auf den weiteren Verlauf gemacht haben.

    Für mich ein überaus fesselnd und gelungener Schwabenkrimi der gut durchdacht, informativ und absolut zu empfehlen ist.

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    janein
  • 5 Sterne

    Gucci-Beerin, 17.04.2019

    Als Buch bewertet

    Heilandsack! (Heiland, Sakrament!) Als das Land Baden-Württemberg eine CD mit Daten von Steuersündern kauft, ist die Aufregung groß. Bei Ex-Anwalt Franz Walzer, der sich auf Geldwäsche spezialisiert hat, steht das Telefon nicht still. Es gelingt ihm zunächst, den Datendieb zu finden. Fürs Erste gibt's Entwarnung. Auch für einen Stuttgarter Bordellbesitzer, der für rüde, schmerzhafte Methoden und Schlimmeres berüchtigt ist, dem man aber bisher nichts nachweisen kann. Doch dann meldet sich bei Walzer ein Klient, der Besuch von Steuerfahndern erhalten hat, obwohl sein Name angeblich gar nicht auf der CD gewesen sein soll. Sein Verdacht: Ein zweiter Datendieb ist unterwegs und treibt sein Unwesen im Schatten des ersten. Als im Bodensee die Leiche einer jungen Ukrainerin gefunden wird, die aus einem Stuttgarter Bordell verschwunden ist, geht es nicht länger nur um Schwarzgeld, Bestechung und sogar Erpressung. Der Vater der Ukrainerin sinnt auf Rache. Und er ist nicht der Einzige.

    Bei diesem 284-seitigen Krimi war mir bereits nach wenigen Seiten klar, dass es sich hier um einen ungewöhnlich starken, erstklassigen Krimi mit Potential handelt. Der Schreibstil ist anfangs im wahrsten Sinne des Wortes "ulkig", für eine Bochumerin wie mich also gewöhnungsbedürftig, aber sehr sympathisch, passt perfekt zur Story sowie zum Milieu und verleiht der ganzen Geschichte einen ganz eigenwilligen Charakter. Zudem lässt der Autor die schwäbische Mentalität, das schwäbische Temperament, den schwäbischen Humor und Dialekt einfließen. Wer mal etwas anderes als diesen Einheitsbrei lesen möchte, ist mit diesem Buch bestens bedient. Ich kann es mit ruhigem Gewissen und mit Freude weiterempfehlen - nur Vorsicht - es ist keine Lyrik! Ich vergebe selten 5 Sterne, weil ich recht kritisch bin, aber in diesem Fall kann ich leider nicht anders. Der Mann verdient es einfach.

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    janein
  • 5 Sterne

    Gisela E., 06.05.2019

    Als Buch bewertet

    Bestes Kopfkino

    Der ehemalige Anwalt Franz Walser hat sich auf Geldwäsche spezialisiert. Als das Land Baden-Württemberg eine CD mit Daten von Steuersündern aufkauft, hat er erst mal alle Hände voll zu tun mit seinen Auftraggebern. Bald wird klar, dass es noch eine zweite CD gibt. Datendieb Olli wird daraufhin von Bordellbesitzer Kneller gezwungen, die Steuersünder zu erpressen. Ob es wohl eine Möglichkeit für ihn gibt, aus dieser Geschichte wieder rauszukommen?

    Der Autor Axel Ulrich verbindet die Themen Schwarzgeld, Zwangsprostitution und Erpressung zu einem kunterbunten, mal dramatischen, mal eher witzigen Strauß zusammen und serviert eine Geschichte, wie sie im Schwäbischen tatsächlich vorkommen könnte. Die Charaktere sind sehr authentisch entworfen, man kann sie sich so richtig vorstellen. Da wimmelt es von Cleverle, Käpsele und vor allem vor Schoofseggl. Man liest sich schnell fest an dieser Geschichte, der feine, hintersinnige, ja teilweise bissige Humor packt einen von der ersten Zeile an. Die schwäbischen Wörter und Wendungen sind gut in den Text gestreut und erklären sich entweder gleich von selbst oder werden vom Autor gut in der Geschichte aufgegriffen, das Buch dürfte sich auch gut für Nicht-Schwaben lesen lassen.

    Diesen fesselnden Krimi mit viel Regionalkolorit und seinen hintersinnig aufgearbeiteten Themen möchte ich sehr gerne weiter empfehlen und vergebe alle fünf möglichen Sterne.

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    janein

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