Schuster-Reihe: Schuster und nichts als die Wahrheit (eBook / ePub)

Susanne Lieder

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Eine junge Frau liegt schwer verletzt am Werdersee. Ganz in der Nähe ihr Exfreund, stockbetrunken, in der Hand eine leere Flasche. Er hat einen Filmriss und kein Alibi. Ein Motiv hatte er ebenfalls. Die Sache scheint klar zu sein.
Doch...

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  • 5 Sterne

    katikatharinenhof, 05.08.2018

    uf den ersten Blick sieht alles so klar aus - ein Betrunkener liegt am See, in der Hand eine leere Flache. ein paar Meter von ihm entfernt seine Ex niedergeschlagen. Also liegt doch hier klar auf der Hand, was passiert ist , oder doch nicht ?
    Je tiefer Kommissar Schuster in der Familiengeschichte des Opfer gräbt, desto mehr Lügen, Verrat und doch ein Körnchen Wahrheit fördert er ans Tageslicht...

    Dier zweite Teil der Kommissar-Schuster-Reihe braucht sich definitiv nicht hinter dem ersten zu verstecken und Susanne Lieder zeigt auf, dass es auch in einem guten Krimi keine reißerischen, blutrünstigen Szenen braucht, um den Leser zu fesseln und mit Spannung den Fall verfolgen lässt, bis letztendlich die Aufklärung deutlich vor einem liegt. Dabei vergisst sich nicht, den Leser auf geschickt auf falsche Fährten zu locken und so das eigene Grübeln und Kopfzerbrechen anzuleiern, um den Fall packend und mitreißend zu gestalten. Kommissar Schuster hat mittlerweile einen festen Platz in meinem Leserherzchen und mit seiner liebevollen, sensiblen Art an die Fälle heranzugehen ist er eine gelungenen Abwechslung in der Welt der bereits bekannten Ermittler. Dazu kommt noch seine Tollpatschigkeit, die ihn so liebenswert macht , da er sich h selbst manchmal im Wege steht t und man will ihm einfach nur zur Seite stehen und bei den Ermittlungen helfen :-)
    Der Blick hinter die Kulisse, nämlich sein eigenes Privatleben, hat mir sehr gut gefallen und lässt ihn so noch sympathischer werden.
    Die Charaktere sind toll skizziert, bereichern mit ihrem Tun und Handeln die Szenen und geben dem Buch so eine individuelle Note, um sich als abwechslungsreicher Krimi mit interessanter Thematik zu präsentieren. Denn eins steht fest - irgendwann kommt immer alles ans Licht, dank Kommissar Schuster :-)

    Herzlichen Dank an die Autorin Susanne Lieder für die kostenfrei Bereitstellung dieses Lese-Exemplares. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.

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    janein
  • 5 Sterne

    Streiflicht, 19.09.2018

    Immer wieder Schuster
    Auf diese Fortsetzung mit dem Kommissar Heiner Schuster habe ich mich sehr gefreut. Vor nicht so langer Zeit habe ich das erste Buch mit ihm gelesen und es hat mir sehr gefallen. Er ist ein interessanter Mensch und hat sich nun sehr verändert. Seine Macken und Zwänge sind fast verschwunden und er ist schon fast überirdisch glücklich. Nach der langen Leidenszeit sei ihm das durchaus gegönnt! Interessant ist, dass der Grundton im Roman ein ganz anderer ist als im ersten Band. Damals war Schuster sehr introvertiert, traurig und zurückhaltend, voller Ängste und Zwänge. Nun ist er fröhlich, überschwänglich und glücklich. Das beeinflusst die Stimmung im Buch natürlich sehr.

    Der Fall ist spannend und ungewöhnlich, da es nicht um ein Mordopfer geht, sondern um eine Frau, die niedergeschlagen wurde und nun im Koma liegt. Erster Verdächtiger ist ihr Exfreund, mit dem sie auch einen Sohn hat. Er aber kann sich an nichts erinnern und niemand, der ihn kennt, hält ihn für einen Mörder oder Gewalttäter... Die Ermittler stehen vor einem Rätsel und fragen sich, wer stattdessen ein Motiv gehabt hätte.

    Ich habe gelesen, dass es bereits einen weiteren Band mit Schuster gibt, darauf freue ich mich schon jetzt.

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    janein
  • 4 Sterne

    Heinz-Dieter B., 13.09.2018

    Buchmeinung zu Susanne Lieder – Schuster und nichts als die Wahrheit

    „Schuster und nichts als die Wahrheit“ ist ein Kriminalroman von Susanne Lieder, der 2018 bei Edel elements als eBook erschienen ist. Die Originalausgabe erschien 2014 im Sieben-Verlag. Dies ist der zweite Band um den Bremer Kommissar Heiner Schuster.

    Zum Autor:
    Susanne Lieder, Jahrgang 1963, lebt mit ihrer Familie, zu der auch fünf Katzen gehören, in Niedersachsen. 2012 erschien ihr erstes Buch. Sie schreibt gern über Frauen in der Lebensmitte, die ihr Leben umkrempeln und noch mal neu durchstarten. Schauplatz ihrer Ostseeromane ist die Küste in Mecklenburg-Vorpommern. Als Rieke Schermer hat sie zwei Hiddensee-Romane veröffentlicht.

    Klappentext:
    Eine junge Frau liegt schwer verletzt am Werdersee. Ganz in der Nähe ihr Exfreund, stockbetrunken, in der Hand eine leere Flasche. Er hat einen Filmriss und kein Alibi. Ein Motiv hatte er ebenfalls. Die Sache scheint klar zu sein.
    Doch Hauptkommissar Schuster hat Zweifel. Und je mehr er über die Frau erfährt, desto näher kommt er einer Familie, in der es nicht halb so harmonisch zugeht, wie es den Anschein haben soll …

    Meine Meinung:
    Dieses Buch hat seinen eigenen Stil. Einerseits wirkt die Darstellung sehr nüchtern und objektiv, andererseits gibt es bei den Beteiligten Emotionen zuhauf. Heiner Schuster hat kleinere psychische Probleme. Ist aber sympathisch und arbeitet sehr professionell. Er vertraut auch schon mal auf sein Bauchgefühl und liegt damit meist richtig. Er agiert ruhig und hartnäckig und wird dabei gut von seinen Kollegen unterstützt. Das Team harmonisiert, auch wenn einzelne Schwächen schon mal für eine Scherz herhalten müssen. Heiner Schuster wird aber ein anderer, wenn seine Frau und die anstehende Geburt der Zwillinge thematisiert werden. Dann wird er nervös und sieht schnell Gespenster, ja er verliert manchmal sogar die Kontrolle. Generell wechseln Episoden mit Ermittlungshintergrund sich mit denen ab, die einen privaten Schwerpunkt haben. Manchmal war es an der Grenze. Die Ermittlungen werden konsequent durchgeführt und der erste Verdächtige wird entlastet. Die heile Welt, die den Ermittlern zumeist zuerst verkauft wird, hält Nachfragen nicht stand. Eine Mischung von Hartnäckigkeit und Bauchgefühl führt dann auch zum Täter. Mir hat die Beschreibung dieses Prozesses gut gefallen und ich fand sie auch spannend. Als wohltuend empfand ich auch das Fehlen blutiger Details, unnötiger Gewaltdarstellung und sinnloser Verfolgungsjagden. Die Polizeiarbeit wird realistisch dargestellt. Man merkt aber auch, dass dem Kommissar eine Auszeit gut tun würde. Nach glaubhafter Auflösung des Falls und unproblematischer Geburt der Zwillinge verkündet Heiner Schuster, das er in Elternzeit gehen wird. Dies ist ein würdiger Abschluss des Romans.

    Fazit:
    Dieses Buch überzeugt durch die sympathischen Figuren und seine ruhige und unspektakuläre Art. Die Figuren könnten tiefer gezeichnet sein und manchmal nimmt die private Seite Schusters schon viel Raum ein. Insgesamt hat mich das Buch aber überzeugt und ich vergebe vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten). Wer eine ruhigen und unspektakulären Krimi mag, ist hier richtig.

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    janein
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