Ullstein eBooks: Betrunkene Bäume (eBook / ePub)

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»Ein wunderschöner, ein perfekter Text.«
Klaus Kastberger, Jurymitglied des Bachmann-Preises


»Kraftlos ließ er sich auf die Matratze fallen und legte den Kopf auf das Kissen. Durch die weit geöffneten Fenster drang die warme, duftende Sommerluft...
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»Ein wunderschöner, ein perfekter Text.«
Klaus Kastberger, Jurymitglied des Bachmann-Preises


»Kraftlos ließ er sich auf die Matratze fallen und legte den Kopf auf das Kissen. Durch die weit geöffneten Fenster drang die warme, duftende Sommerluft...

Kommentare zu "Ullstein eBooks: Betrunkene Bäume"

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  • 3 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    StMoonlight, 16.02.2017

    Es war einmal ...

    Der inzwischen 80jährige Erich ist Wissenschaftler mit Leib und Seele. Das heißt eigentlich war er es. Früher, in seiner Jugend, da hat er die Wälder Sibiriens erforscht. Doch heute, im Alter, hat Erich Probleme seinen Alltag zu bewältigen. Je weniger er selbst machen kann, desto schwerer fällt ihm seine Unselbstständigkeit. Immer wieder ein Ärgernis ist auch seine Tochter, die ihn ständig bevormundet. Ein wenig Trost erfährt der Mann von den Bäumen in seiner Wohnung, sie erinnern ihn an früher. Auch an seine Frau, die er kläglich vermisst.

    Neben ihn, in eine heruntergekommene Wohnung, zieht die junge – noch nicht ganz volljährige – Katharina ein. Aus Trotz, weil ihr Vater eine Arbeitsstelle in Russland angenommen und die Familie dafür verlassen hat, ist sie von Zuhause abgehauen. Sie hat weder fließend Wasser, noch etwas zu Essen. Doch dann trifft sie auf Erich und beide finden über ihre Gemeinsamkeit – Sibirien – zueinander.
    Zwei völlig verschiedene Charaktere finden hier zueinander. Beide auf ihre Art hilflos. Erich ist hier zweifellos der Hauptcharakter, denn besonders seine inneren Kämpfe sind sehr gut ausgearbeitet und nachvollziehbar. Über Katharina erfährt der Leser leider nur das Nötigste. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht.

    Der bildliche und leicht ausschmückende Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ich konnte mir förmlich die Details ausmalen. Es war als stünde ich direkt neben Erich.
    Allerdings fehlt ein einigen Stellen der Tiefgang und ich fühlte mich etwas alleine gelassen. Die Nebenfiguren sind einfach nicht gut genug ausgearbeitet und die eine oder andere Frage bleibt daher offen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 4 Sterne

    0 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jennifer H., 07.02.2017

    INHALT
    Professor Erich Warendorf ist weit über 80 und etwas verwirrt.
    Es fällt ihm mehr und mehr schwer, den Alltag allein zu bewältigen. Einzig für seine geliebten Bäume, die er heimlich im Schlafzimmer seiner Wohnung züchtet, hat er noch Kraft und Interesse.

    Als eines Tages die 16-jährige Ausreißerin Katharina in der Wohnung nebenan einzieht, freundet man sich schnell an. Der einstige Experte für Permafrost und Physische Geografie findet in Katharina nicht nur eine Haushaltshilfe, sondern auch eine Gesprächspartnerin.
    Und beide verbindet eine Sehnsucht nach Sibirien...

    MEINUNG
    Ada Dorians Erstling "Betrunkene Bäume" ist eine leise, aber durchaus komplexe Geschichte, die sich dem Leser erst nach und nach erschließt. Am Beginn der Lektüre hatte ich mit den einzelnen Charakteren und Handlungssträngen so meine Schwierigkeiten, die sich im Laufe der Handlung aber legten.

    Dorians gemächliche, fast schon dahinplätschernde Erzählweise passt zum eng verwobenem Plot.

    Erich als auch Katharina vermissen jeweils eine geliebte Person in Sibirien. Während Erich jahrelang seiner Frau Dascha nachweint, sorgt sich Trennungskind Katharina um ihren Vater Rolf. Damit ist Sibirien der Anker bzw. das Pflaster zwischen den beiden ungleichen Freunden. Katharina hofft durch Erich mehr über ihren Vater zu erfahren und Erich will noch einmal seine Dascha sehen.

    Doch inhaltlich hat dieser Roman mit dem ulkigen Titel "Betrunkene Bäume" - eine Anspielung auf durch den Klimawandel geschädigte Wälder - noch mehr zu bieten. So geht es u. a. um diese Folge der Erderwärmung, was ich sehr lehrreich und aufschlussreich fand. Darüber hinaus beschäftigt sich der Roman mit so großen Themen wie Heimat, Entwurzelung, Verrat und Schuld. So erfährt man beispielsweise durch geschickte Rückblenden in Erichs Vergangenheit von einer besonderen wie tragischen Freundschaft mit einem sibirischen Eigenbrötler. Ebenso wird man emotional von Katharinas zerütteten Familienverhältnissen gepackt.

    Das Besondere an Dorians Werk sind die häufigen Perspektivwechsel und seelisch gebrandmarkten Charaktere. Nur Stück für Stück dringt man in dieser engmaschigen Geschichte vor.
    Das Ende, bei dem alle Stränge dann harmonisch zusammenfinden, ist gelungen und war mein persönliches Highlight.

    FAZIT
    Ein faszinierender Roman über das Festhalten und Loslassen im Leben, der berührt und zugleich nachdenklich stimmt.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein

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