Vom Leben am Rand der roten Scheibe, Kriemhild Frieda Marie Mader

Vom Leben am Rand der roten Scheibe (eBook / ePub)

inkl. Bonustrack 'Sehnsucht' von Purple Schulz

Kriemhild Frieda Marie Mader

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...Sie lebte unfrei und eingeschlossen im Sperrgebiet,
einem Käfig innerhalb des Gefängnisses, der "DDR".
Auf der einen Seite Stacheldraht,
auf der anderen der Schlagbaum ...

Vom Leben am Rand der roten Scheibe ist ein frischer...

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    Leonie M., 17.11.2015

    Dieses Buch zu lesen und zu rezensieren kostete mich etwas Überwindung. Denn der Leser im Allgemeinen, neigt doch eher dazu, die rare Lesezeit, die ihm zur Verfügung steht, mit gemütlichen, lustigen, romantischen oder spannenden Augenblicken zu versehen. Dennoch reizte mich dieses Buch – Roman - Zeitzeugenroman - Teilautobiographie - Sachbuch – wie auch immer, denn ich selber bin auch in diesem Randgebiet, um das es hier geht, groß geworden – nur auf der westlichen Seite des Zauns zur DDR, an dem wir als Kinder mit dem Rad langfahren und herüber winken durften.

    Kriemhild Frieda Marie Mader, Autorin des Zeitzeugenromans „Vom Leben am Rand der roten Scheibe“, erschienen bei editionfredebold, weiß, wovon sie schreibt. Sie selber wuchs in eben dieser Sperrzone der ehemaligen DDR auf, also direkt neben dem Grenzzaun und unterhalb der Wachtürme, hinter einer Schranke zur übrigen DDR. Der Ort, an dem das Buch in erster Linie spielt. Es handelt von einem weitestgehend unbekannten Gebiet Ostdeutschlands, das es – zum Glück- seit 1989 nicht mehr gibt.

    Die Protagonistin Ute und ihre Familie leben in dieser Sperrzone der DDR. Auf der einen Seite Stacheldrahtzaun zur Bundesrepublik, auf der anderen Seite ein Schlag¬baum, der die Bewohner des Grenzdorfs Schlags¬dorf noch ein Mal zu dem „Gefängnis DDR“ ab¬sondert. Innerhalb der großen Erzählung wird in kleinen Geschichten und Anekdoten vermittelt, was es heißt, unter größter Bewachung zu leben. Freunde und Familie dürfen nicht auf Besuch kommen – selbst zu Geburtstagen nicht, es sei denn, man hat Monate im Voraus einen Passierschein beantragt und auch genehmigt bekommen. Der Weg in die Schule, der jedes Mal durch Kontrollen führt, ist ein Spießrutenlauf. Hat man den Passierschein nicht dabei, darf man nirgendwohin. Den Sonnenuntergang fotografieren? Niemals – denn der findet im Westen statt. Auch Geschichten, die zu DDR-Zeiten tatsächlich passierten und in der Presse veröffentlicht wurden, hat die Autorin geschickt in das Buch eingebunden. Zum Beispiel die von zwei kleinen Jungs, die „aus Versehen“ in den Westen gelangten und sich freuten, dass es dort Eis zu kaufen gab. Fast wäre es an dem fehlenden Westgeld gescheitert. Doch der Eisverkäufer hat ein Herz für die Ost-Jungs und zeigt sich spendabel. Auch die Herausforderungen der Nachwendezeit vernachlässigt die Autorin nicht und begleitet die Protagonistin und Familie auf ihren Wegen in ein neues, freies Leben, das doch so verwirrend und mangels Wegweiser sehr schwierig ist.

    Der Leser taucht in die Welt der Grenzbewohner ein, und erlebt die ständige Angst vor dem DDR-Regime mit. Zu viele Nachbarn, Freunde, Familienangehörige verschwanden plötzlich oder ganze Familien und auch Dörfer wurden umgesiedelt – je nach Belieben der Regierung.

    Kriemhild Frieda Marie Mader erzählt das teils Erlebte so, als säße man ihr gegenüber. Dem Leser muss klar sein, dass es sich nicht um einfache Belletristik handelt, denn dann wird er enttäuscht. Geht er jedoch davon aus, dass es sich um einen Zeitzeugenroman handelt, also ein historisches Dokument in Romanform, so kann er viel Unglaubliches lesen und lernen und immer wieder erstaunt über das Tun und Handeln eines ehemaligen deutschen Staats sein. Er wird eben auch darum Unrechtsstaat genannt.

    Vom Leben am Rand der roten Scheibe ist ein historisches Dokument, das Geschichte zu lesen leicht macht. Denn es werden keine trockenen historischen Fakten aneinandergereiht sondern zu einer schönen Geschichte verpackt. An den trockenen Ton der Autorin muss man sich gewöhnen – er lässt das schwere Thema nicht leichter werden. Aber gerade dadurch fühlt man sich unmittelbar in eine andere Welt und Zeit versetzt, die es so zum Glück nicht mehr gibt.

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    janein

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