Ich, Daniel Blake (DVD)

Ausgezeichnet mit der Goldenen Palme 2016 bei den Filmfestspielen Cannes. 101 Min.
 
 
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Daniel Blake (Dave Johns) ist ein geradliniger Durchschnittsengländer, der immer rechtzeitig seine Steuern zahlt und das Leben so nimmt, wie es kommt. Doch eines Tages macht ihm seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung, und er ist auf staatliche...
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Daniel Blake (Dave Johns) ist ein geradliniger Durchschnittsengländer, der immer rechtzeitig seine Steuern zahlt und das Leben so nimmt, wie es kommt. Doch eines Tages macht ihm seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung, und er ist auf staatliche...

Kommentar zu "Ich, Daniel Blake"

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    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    MaRe, 07.12.2017

    "Wenn man seine Selbstachtung verliert, ist man erledigt", resümiert der Protagonist Daniel Blake (Dave Johns) an einer Stelle dieses Sozialdramas von Regisseur Ken Loach, zu dem wie zu fast allen Loach-Filmen wieder einmal Paul Laverty das Drehbuch schrieb. Auch Laverty bevorzugt sozialkritische Themen. So verfasste er zum Beispiel die Drehbücher zu "El Olivo" oder "Und dann der Regen"-"También la Lluvia" der Regisseurin Icíar Bollaín.

    "Ich, Daniel Blake" wird aus der Perspektive des 59 Jahre alten, fleißigen, ganz durchschnittlichen, ehrenwerten britischen Bürgers und Witwers Daniel Blake aus Newcastle erzählt, der sein Leben lang als Zimmermann gearbeitet hat. Ein Herzinfarkt bringt Daniels Leben aus dem Takt, laut ärztlicher Aussage ist er zunächst und bis auf Weiteres arbeitsunfähig.

    Bei einem seiner Versuche, auf dem Amt den richtigen Antrag zu stellen, lernt er die viel jüngere, zwei Kinder allein erziehende Katie (Hayley Squires) kennen, die erst kürzlich von London zugezogen ist. Daniel hilft der kleinen Familie, sich einzuleben, aus der Schicksalsgemeinschaft entsteht eine Symbiose.

    Doch der Kampf, den beide gegen die Mühlen der Bürokratie zu führen haben, ist langwierig, tückisch und zermürbend und droht, sie aus der Bahn zu werfen, ihre Träume und Hoffnungen zu ersticken.

    Wir erleben diesen Kampf hautnah mit. Wie aus Daniels anfänglichem Amüsement über die bürokratischen Hürden Irritation wird, aus seinem Sportsgeist Kampfeslust, sich Zuversicht in Verzweiflung auflöst, die von der aufsteigenden Wut abgelöst wird, wie sich Ausweglosigkeit und Resignation einzuschleichen drohen. Dave Johns spielt all diese Gemütszustände wundervoll zurückhaltend und wird dabei von Hayley Squires auf gleich hohem Niveau ergänzt. Daniel Blake will doch "nur einfach" mit seinem Problem ernst genommen, beachtet werden, Gehör finden im Bürokratiedschungel...Ist das zu viel verlangt?

    Dieser Bürokratie-Apparat aus Warteschleifen, Vertröstungen, Zuständigkeits- und Definitions-Fragen, Formalitäten und behördenintern vorgeschriebenen Abläufen scheint gut und realistisch eingefangen worden zu sein und weist erstaunlich große Parallelen zu unserem Sozialsystem auf.

    Loach verzichtet zum Glück auf Schwarz-Weiß-Malerei, Schuldzuweisungen und sozialromantische Verklärung. Vielmehr bildet er exakt ab, was für sehr viele Menschen die Wirklichkeit, das echte Leben ist. Er zeigt in gedeckten Farben neben bornierten auch hilfsbereite Behördenmitarbeiter, intakte Nachbarschaften, changiert wunderbar authentisch zwischen Momenten mit zarter Lebensfreude und denen voller Ernüchterung.

    "Ich, Daniel Blake" erzeugte in mir Gefühle lähmender Fassungslosigkeit gepaart mit aufkeimender Wut. Vor allem aber hat mich dieses Sozialdrama tief bewegt. Es mahnt und regt an, sich Gedanken zu machen über den Zustand unserer Gesellschaft, ihre Werte und Prioritäten, sei es die britische, die deutsche usw...

    Nach für "The Wind That Shakes The Barley" gewann Ken Loach mit "Ich, Daniel Blake" die Goldene Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes: Wie ich finde verdientermaßen.

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    janein

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