Tausend Teufel, MP3-CD

Ungekürzte Lesung mit Heikko Deutschmann ca. 632 Min.

Frank Goldammer

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Dresden, 1947: Im zweiten Jahr nach Kriegsende gehört die Stadt zur sowjetischen Besatzungszone und ist nach wie vor eine Trümmerwüste. Im klirrend kalten Winter wird das Leben beherrscht von Wohnungsnot, Hunger und Krankheiten....

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Kommentare zu "Tausend Teufel, MP3-CD"

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  • 5 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Ingrid S., 12.12.2017

    Dresden, russische Besatzungszone, eine Woche im Februar 1947. Es ist bitter kalt. Die Menschen hungern und frieren. Kommissar Max Heller ist mit dem Mord an zwei russischen Soldaten sowie dem Fund eines abgetrennten Kopfes beschäftigt. Leicht ist seine Arbeit nicht. Die Fälle sind heikel und undurchschaubar. Immer mehr Verbrechen und Elend kommt ans Licht.
    Frank Goldammer hat die Person des Kommissars Heller wunderbar charakterisiert, ebenfalls die Stimmung der Besatzungszeit in treffenden Worten eingefangen. Man wird emotional hineingenommen in die Situation zwei Jahre nach Kriegsende. Deutschland und die Menschen sind innerlich und äußerlich zerrissen und jeder schaut danach, irgendwie zu überleben. Das ganze Elend vieler Erwachsener und ganz besonders der Kinder wird sehr berührend geschildert. In dieser Atmosphäre ermittelt Heller und stößt dabei auf immer mehr Verbrechen. Neue Verdächtige und Entwicklungen machen das Buch ganz besonders im letzten Teil außerordentlich spannend.
    Mit Kommissar Heller, der Hauptperson des Buches hat Frank Goldammer eine Person geschaffen, die sehr sympathisch, ehrlich, menschlich und seinen Grundsätzen absolut treu ist. Er macht das Buch für mich unbedingt lesens- und hörenswert.
    Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Auch der Sprecher bringt die Geschichte gut rüber. Ich habe das Buch beim Autofahren gehört, das war ein richtiger Genuss für mich. Allerdings musste ich mich auch sehr konzentrieren und manche Teile zweimal hören, da ich am Anfang Probleme mit den russischen Namen hatte und außerdem ist die Sprache sehr dicht, das heißt viele Informationen in kurzen Abschnitten.
    Ein sehr empfehlenswertes Buch das einen Zeitabschnitt deutscher Geschichte vermittelt, die wir nicht vergessen sollten.

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    janein
  • 5 Sterne

    tinaliestvor, 01.01.2019

    Max Heller ermittelt wieder. Zwei Jahre ist Dresden nun unter russischer Herrschaft und das Leid und Elend nimmt kein Ende. Es fehlt an Lebensmitteln, Hunger und Krankheit plagt die Deutschen während die Russen scheinbar in Saus und Braus leben.

    Als ein russischer Soldat ermordet aufgefunden wird, soll Heller in dem Fall ermitteln. Er stolpert sogleich über einen weiteren toten Russen. Er und sein Kollege Werner sind gewarnt. Die Beziehung zu den beiden russischen Oberkommandanten ist gefährlich angespannt, als Heller hinter den Morden einen Komplott vermutet und den Mörder den eigenen Reihen zuschreibt.

    Als Heller auf eine äußerst verwahrloste Gruppe von Kindern und Jugendliche im Wald stößt und auf die Prostituierte Fanny trifft, ergeben seine Ermittlungen plötzlich alle einen Sinn.

    Frank Goldammer schildert auch in seinem zweiten Kriminalroman „Tausenteufel“ um Max Heller erstklassig und mit einer gewaltigen Vorstellungskraft das Leben der Dresdener in der russischen Besatzungszone. Die Verwahrlosung der Menschen und insbesondere der Kinder und die immer noch anhaltende Meinung, dass die Kriegsschuld natürlich nur bei den Besatzungsmächten lag, lässt einen als Hörer erschauern.

    Erzählt von Heikko Deutschmann steigt man tief hinein in die dunklen Zeiten unserer Vergangenheit und hofft, dass es niemals wieder zu so einem Krieg kommen mag. Deutschmann verleiht Max Heller die Stimme der Wahrheit und auch der Hoffnung, die in den tiefkalten Wintern im zerstörten Dresden für manch einen schon verloren scheint. DAV eröffnet dem Hörer den Zutritt zu einer dunklen Vergangenheit und schafft mit der Vertonung dieser Geschichte auch einen Blick in die Zukunft.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    claudi-1963, 03.11.2017

    "Der Krieg ist die Mutter allen Elends, er ist ein großer Wüterich gegen das Leben und die Seele." (Franziskus)
    Dresden 1947:
    Nach Ende des Kriegs herrscht in Dresden noch immer das Chaos. Die Stadt ist zerstört, Hunger, Not, Krankheiten und Kälte bestimmen momentan diese Zeit. Oberkommissar Max Heller und sein Kollege Werner Oldenbusch gehören nun der neu gegründeten Volkspolizei an. Max und Karin warten auf die Rückkehr ihres Sohnes Klaus, als er zu einem Tatort in die Neustadt gerufen wird. Ein russischer Soldat wurde tot aufgefunden, doch ehe Max und seine Kollegen ermitteln können wird dieser von der russischen Armee abtransportiert. Da sehen sie wie sich ein junges Mädchen, in der Nähe des Tatorts an einem Rucksack zu schaffen macht. Die junge Frau kann entkommen, doch zurückbleibt der einsame Rucksack der beim Öffnen etwas Grausames offenbart, ein abgetrennter Kopf. Wer ist der Tote, von dem sie nur den Kopf haben und was wollte das Mädchen mit dem Rucksack? Damit Max Heller ermitteln kann, muss er sich mit dem russischen Offizier Ovtschorov gut stellen, dieser würde es gerne sehen, wenn Max in die Partei eintreten würde. Doch Max bleibt weiterhin dabei mit Politik und Partei sollte ein Polizeibeamter nichts zu tun haben. Als zu dem Toten noch weitere Anschläge auf Lokale und es noch mehr Tote gibt, weiß Max das er die nächste grausame Seite Dresdens offenbart wird.

    Meine Meinung:
    Ich kannte den Autor schon von seinem ersten Roman "Angstmacher" der ebenfalls in der Kriegszeit in Dresden spielt und bei dem Max Heller schon ermittelt hat. Dieses Buch hat mich damals schon total fasziniert, darum wollte ich auch unbedingt das nächste lesen. Selten habe ich so einen guten Autor erlebt, der mit so einer Hingabe und Intensität schreibt, das man das Gefühl hat, er habe in dieser Zeit gelebt. Wahrscheinlich schlüpft er selbst in die Rolle als Max Heller und erlebt in seiner Fantasie diese Dinge, die er später zu Papier bringt. Wie schon bei seinem Vorband hat mich auch dieses Buch zu 100 % überzeugt. Die Mischung aus historischen Begebenheiten, bei denen man das pure Elend, den Hunger und die Not der Menschen miterlebt ist einmalig. Dazu noch ein grandioser Kriminalfall, der bis zum Ende offen lässt, wer der oder die Täter sind. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall von Max Heller, der mir wie auch seine Frau Karin inzwischen ans Herz gewachsen sind. Das ganze Elend, das in diesem Buch aufgegriffen wird, hat mich auch diesmal wieder emotional mitgerissen. Der Schauspieler Heikko Deutschmann bringt durch seine warme, angenehme Stimme dieses Buch zu einem wahren, meisterhaften Hörerlebnis. Dieses Hörbuch muss man einfach gehört haben, es bekommt von mir 5 von 5 Sterne und eine Empfehlung.

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    janein

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