Arielle Dombasle

Französische Schauspielerin und Sängerin. Ätherische Erscheinung, elegantes Auftreten und die Schönheit der alterslosen Blondine haben Arielle Dombasle eine Sonderstellung im französischen Showbusiness verschafft. Sie gehört zur High Society von Paris, ist Muse der Arthouse-Regisseure Raul Ruiz, Eric Rohmer, Alain Robbe-Grillet sowie Anne Fontaine und ebenso im populären Kino ("Die Frau vom Boss") zu bewundern, wo sie in prägnanten Nebenrollen und exquisiten Kostümen häufig als Prinzessin, Gräfin, Marquise oder Landadelige in historischen Dramen ("Vatel") und TV-Serien ("In 80 Tagen um die Welt", 1989, mit Pierce Brosnan) besetzt wird. Dombasle verfolgt parallel eine Karriere als Sängerin.

Arielle Laure Maxime Sonnery de Fromental wurde 1953 als Enkelin des französischen Botschafters in Mexiko in Norwich, Connecticut, geboren und wuchs, als ihre Mutter 1964 starb, bei der Großmutter auf, von der sie Reiselust und Experimentierfreude erbte. Sie absolvierte eine Tanzausbildung und gründete, als sie 1976 nach Paris kam, eine Theatergruppe, wo sie von Eric Rohmer, Altmeister der Nouvelle Vague, entdeckt wurde, der sie 1978 im Mittelalterepos "Perceval, le Gallois" einsetzte. Bekannt wurde sie als freizügige Geliebte in "Pauline am Strand" (1982) und als hysterische junge Frau in Robbe-Grillets "Die schöne Gefangene" (1982). Für Rohmer war sie in "Die schöne Hochzeit" (1982) und "Der Baum, der Bürgermeister und die Mediathek" (1992) zu sehen, wo sie wie in vielen ihrer Filme leichtfüßig und offenherzig über die Liebe parliert.

Dombasle arbeitete seit 1994 in fünf Filmen des Exilchilenen Raul Ruiz (u.a. "Drei Leben und ein einziger Tod", 1996; die Marcel-Proust-Adaption "Die wiedergefundene Zeit", 1998), von denen die Jean-Giono-Adaption "Die starken Seelen" (2001) ihr Gelegenheit bot, in der Hauptrolle der Madame Numance als willensstarke Gönnerin der seelenverwandten jungen Thérèse (Laetitia Casta) zu brillieren. Für Robbe-Grillet spielte sie in seiner Romanverfilmung "Die blaue Villa" (1995) eine mysteriöse Frau in Hongkong. Zu den erfolgreichen Filmen Dombasles zählen die Kulturschockkomödie "Little Indian" (1994) die Asterix-Realverfilmung "Asterix und Obelix gegen Cäsar (1999, als Frau Methusalix) und das Historiendrama "Vatel" (2000) um den Leibkoch (Gérard Depardieu) des Prinzen von Condé, dessen Gattin sie spielt. 2005 war sie in einer Hauptrolle von Anne Fontaines "Nouvelle Chance" als Heldin der Boulevardpresse, 2007 als Astrid in Diane Kurys' Francoise-Sagan-Biopic "Bonjour, Sagan" zu sehen.

Arielle Dombasle führte Regie bei den Spielfilmen "Chasse-Croisé" (1981) und "Les Pyramides Bleues" (1987) und inszenierte den Kurzfilm "Le bijou indiscret", der 2008 innerhalb des Canal+-Programms "X-plicit films" mit pornographischen Filmen von fünf Regisseurinnen (u.a. Lola Doillon, Mélanie Laurent) präsentiert wurde.

Arielle Dombasle verfolgt seit 2004 eine Karriere als Sängerin und brachte die Alben "Amor amor" (2004), "Exstase" (2006) und "C'est si bon" (2008) heraus, Cover-Versionen populärer Schlager, Chansons und Jazz-Balladen, die sie in eigenen Shows, u.a. in New York inszeniert von Jérome Savary, vorstellte. 2007 trat sie als Tänzerin nackt in der Revue des Nachtclubs "Crazy Horse" in Paris auf.

Arielle Dombasle ist seit 1983 mit Philosoph Bernard Henri-Lévy verheiratet, in dessen Film "Der Tag und die Nacht" (1997) sie neben Alain Delon zu sehen ist.

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