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Bryan Singer

Dass ihm einmal in schwarzes Leder gekleidete Superhelden in Hollywood den Weg ebnen würden, daran hatte Bryan Singer wohl kaum gedacht. Seinen Berufswunsch nicht vor, sondern hinter der Kamera zu stehen, entwickelte der New Yorker schon als Teenager: "Als ich 13 war, habe ich Acht-Millimeter-Filme gemacht. Also bin ich eigentlich seit 27 Jahren Regisseur", scherzt Singer.

In der Traumfabrik hat er den Ruf, vorwiegend Filme zu drehen, die lang und sprachgewaltig sind und sich mit der dunklen Seite der menschlichen Natur beschäftigen.

Angefangen hat alles 1965 in New York. Bryan kam im Big Apple zur Welt, wuchs aber in New Jersey auf. In seiner Kindheit wurde er sich bald seiner jüdischen Identität bewusst, als er mit Freunden aus Unwissenheit und der Faszination für den Zweiten Weltkrieg einen "Nazi Club" gründetete - der von Singers Mutter sofort unterbunden wurde. Diese Erfahrung sollte ihm später bei der Filmadaption von Stephen Kings "Der Musterschüler" zugute kommen.

Bei seiner Ausbildung ging Singer den klassischen Weg und schrieb sich nach der Highschool an der USC School of Cinema-Television ein. Dort traf er auf zwei Studienkollegen, denen er später seinen Durchbruch als Regisseur mitverdankten und die ihm bei so einigen Projekten beistehen sollten: Komponist John Ottman und Produzent Kenneth Kokin.

Nach dem Universitätsabschluss nahm er sich schließlich seines ersten größeren Projekts an. Mit 16.000 Dollar Budget drehte er "Lion's Den" mit Highschool-Freund Ethan Hawke in der Hauptrolle. Der Kurzfilm über eine Gruppe Kumpels, die sich ein paar Jahre nach ihrer Abschlussfeier wiedersehen und merken, dass sie nicht mehr die Freunde sind, die sie mal waren, gab Singer die Möglichkeit, sein nächstes Vorhaben zu verwirklichen: "Public Access". Gemeinsam mit Christopher McQuarrie und John Ottman, der auch die Musik komponierte, schrieb er das Skript. Die Arbeit machte sich bezahlt. 1993 erhielt Singer beim Sundance Festival den Grand Jury Prize.

Um sich nicht unnötig mit Produzenten herumschlagen zu müssen, gründete Singer schließlich seine eigene Produktionsfirma Bad Hat Harry Productions. Der Firmenname ist von Singers Lieblingsfilm "Der weiße Hai" inspiriert.

Als Produzent und Regisseur gelang dem damals 30-Jährigen 1995 der große Coup mit

"Die üblichen Verdächtigen". Wieder in Zusammenarbeit mit Ottman, Kokin und McQuarrie entstand der von Kritikern hochgelobte Thriller. Mit nur vier Millionen Dollar Budget gedreht, brachte der Film Nebendarsteller Kevin Spacey einen Oscar ein, und auch McQuarries Drehbuch wurde mit den Goldjungen ausgezeichnet. Der BAFTA-Award für den besten Film folgte. Obwohl "Die üblichen Verdächtigen" am Boxoffice eher versagte, wurde der Thriller Jahre später zu einem der angesehensten Filme im Krimigenre.

Auf den Aufstieg folgte der Fall: Nur drei Jahre später musste Bryan Singer eine Schlappe einstecken. Seine Adaption von Stephen Kings "Der Musterschüler", in dem ein Junge einen Nazioffizier mit dessen Vergangenheit konfrontiert, wurde nicht nur - nach anfänglichen Hype - zur kommerziellen Enttäuschung, sondern verwickelte den Regisseur auch in einen handfesten Skandal. Einige junge Schauspieler und ihre Eltern klagten das Filmteam, weil sie ihrem Ermessen nach Nacktszenen drehen mussten, die nicht vereinbart waren. Die Anklage wurde aber später fallen gelassen.

Es wurde etwas ruhiger um Singer, bis er schließlich 2000 mit dem großen Sommerblockbuster "X-Men" zurück kam. Das Comic-Actionspektakel wurde zu einer der damals erfolgreichsten Comic-Buch-Adaptionen und bescherte dem New Yorker endgültig seinen internationalen Durchbruch. Singer begeisterte Fans und Kritiker gleichermaßen. So war es nicht weiter verwunderlich, dass alle auf eine Fortsetzung brannten.

Singer hatte sich mit viel Liebe und großem Zeitaufwand des Genres angenommen und hatte kein Interesse daran, nur aus Erfolgsgründen so schnell wie möglich ein Sequel hinterherzuwerfen. So ließ er sich drei Jahre Zeit. "X-Men 2" gab ihm recht. Das Kinopublikum war einmal mehr begeistert, und Bryan schaffte es sogar, mit interessanten Charakterentwicklungen und noch aufregenderen Actionsequenzen ein bisschen besser als bei "X-Men" zu sein.

Die "X-Men"-Reihe behandelt vor allem das Außenseiterdasein der Mutanten. Das Thema war ein erfolgsträchtig und sprach ein weitläufiges Publikum an. Singer, der perfekte Mann für den Regiestuhl. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft und seiner Homosexualität waren sich die Produzenten einig, dass er weiß, wie es ist, einer Minderheit anzugehören. Singer sieht das gelassener: "Tatsächlich bin ich Teil mehrerer Minderheiten. Ich war ein furchtbar ungeschicktes Kind und ein schlechter Student. Und all das steckt in den Filmen. Ich habe all meine persönlichen Probleme in dieser gigantischen Comic-Reihe verarbeitet", scherzt der Regisseur.

Als leidenschaftlicher Filmemacher schlich sich Singer dennoch auch hin und wieder vor die Kamera und hatte 2002 neben Patrick "Professor X" Stewart einen kleinen Gastauftritt in "Star Trek: Nemesis" und ist in "X-Men 2" als Sicherheitsmann in Magnetos-Gefängnis zu sehen.

Von den Fans der Mutanten geliebt, sollte er sie aber doch noch enttäuschen. Als die Verhandlungen zu einem dritten Teil der Comic-Saga anstanden, kam es zu Problemen, da Bryan Singer der Regiestuhl für "Superman Returns" angeboten wurde. Fox fackelte nicht lange und verabschiedete sich von Singer. Die Produzenten überließen Brett Ratner "X-Men 3", dafür übernahm Singer "Superman Returns", für den eigentlich Ratner vorgesehen war.

Mit Kevin Spacey als Lex Luhtor und einem völlig unbekannten Jungschauspieler, Brandon Routh, als Superman ließ sich Singer auf das Abenteuer "Mann aus Stahl" ein. Ab 10. August fliegt der stählerne Blitz auch durch die deutschen Kinos.

Und Singer selbst? Er will vorerst eine Pause einlegen. Eine "Superman"-Fortsetzung schließt er aber nicht aus. Von Low-Budget-Movies zum Blockbuster-Erfolgsregisseur - wahrlich ein traumhafter Aufstieg für den Jungen aus New Jersey.

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