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Eminem

Er ist der erfolgreichste Rapper der Gegenwart. Vielleicht sogar der größte Popstar unserer Zeit. Manche meinen sogar, dass er der einflussreichste amerikanische Künstler seit Elvis Presley ist.

Darüber zumindest ließe sich trefflich streiten, fest steht allerdings, dass an Eminem zur Zeit keiner vorbei kommt. Und das ist auch gut so.

Marshall Mathers III. (Die Initialen "M and M" ergeben ausgesprochen "Eminem"), geboren am 17. Oktober 1972 in St. Joseph in der Nähe von Kansas City, hat den Rap in eine neue Dimension geführt. Unter der Aufsicht von seinem Freund und Mentor Dr. Dre nahm er 1998 die "Slim Shady LP" auf, die mit "My Name Is" und "Guilty Conscience" nicht nur zwei Hits abwarf, sondern innerhalb eines Jahres Dreifach-Platin in den USA einfuhr.

Doch der Erfolg rief auch die Kritiker auf den Plan. Die mehr als expliziten Texte mit ihren comichaft überzeichneten, surrealen Gewaltphantasien lösten immer wieder heftige Diskussionen aus.

Große Klappe

Im Jahr 2000 legte Eminem mit der "Marshall Mathers LP" noch ein Schäufelchen drauf, heizte mit Songs wie "Kill You" oder "Kim", in dem er sich darüber ausließ, wie er seine Ehefrau Kim Mathers umbringen würde, die Debatten um seine Person weiter auf.

Dem kommerziellen Erfolg tat das nicht den geringesten Abbruch. Im Gegenteil. Zumindest den Vorwurf der latenten Schwulenfeindlichkeit entkräftete Eminem zwischenzeitlich: Bei den Grammy Awards trat er - sehr zur Verwunderung seiner Kritiker - zusammen mit Elton John auf.

No Show Without Me

Im Jahr darauf veröffentlichte Marshall Mathers zusammen mit seinen Kumpels von D12 das Album "Devil's Night" und verhalf ganz nebenbei der bis zu diesem Zeitpunkt relativ erfolglosen Singer/Songwriterin Dido zum Durchbruch. In seiner Single "Stan" hatte er Samples von Dido's Song "Thank You" verwendet, außerdem spielte die Sängerin im Video mit.

2002 schließlich meldete sich Eminem mit der überragenden Single "Without Me" zurück, die neue Maßstäbe setzte. Zum einen zog er im dazugehörigen Clip Moby, Linp Bizkit und Osama Bin Laden durch den Kakao, zum anderen erwies er sich als wortgewaltigster Rapper weit und breit. Nur logisch also, dass das Album "The Eminem Show" sowohl beim Publikum als auch in den Medien gefeiert wurde.

Selbstporträt?

Genauso wie "8 Mile", der am 2. Januar in die deutschen Kinos kommt. In diesem Film spielt Eminem mehr oder weniger sich selbst. Also einen abgerissenen Typen, der mit seiner Mutter (grandios: Kim Basinger) in einer Wohnwagensiedlung lebt und sich in einem Mikrokosmos behaupten muss, der fast nur von Schwarzen besiedelt ist.

Regisseur Curtis Hanson (u.a. "L.A. Confidential") gibt Eminem dabei sehr viel Spielraum und ihm damit die Möglichkeit, seine überragenden Rhyme-Skills eindrucksvoll unter Beweiß zu stellen. Damit dürfte schon jetzt klar sein, dass auch 2003 im Zeichen von Eminem stehen wird.