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Massimo Girotti

Er war einer der führenden Darsteller des italienischen Neorealismus. Massimo Girotti trat in Luchino Viscontis "Ossessione" (1942), der Verfilmung von James M. Cains Roman "The Postman Always Rings Twice", explosiv in die Filmlandschaft, denn einen Landstreicher, der Ehefrauen verführt und mordet, durfte es unter Mussolini nicht geben. Girotti, eine kraftvolle Erscheinung mit kantigem Kinn und der Lässigkeit amerikanischer Schauspieler (ein Vergleich mit anderen "Postman"-Versionen, wird nicht zu Ungunsten von Girotti ausgehen), wurde 1918 geboren und ist über das Radio und das Theater zum Film gekommen. Nach 1945 blieb er dem Neorealismus treu und ist unter anderem als Bauer in einer Landkommune ("Tragische Jagd") und als Richter, der gegen die Mafia in Sizilien vorgehen soll ("Im Namen des Gesetzes"), zu sehen. 1950 spielte er in Michelangelos Debütfilm "Chronik einer Liebe" einen jener entfremdeten Männer, die zu Antonionis Personenarsenal gehören, und 1954 war er in Luchino Viscontis "Senso" der Patriot Ussoni. Damit hat er jedoch den Höhepunkt seiner Karriere überschritten, musste in zahlreichen Historienfilmen ("Romulus und Remus", "Das Gold der Cäsaren") auftreten und hatte erst wieder 1968 in Pier Paolo Pasolinis "Teorema" eine bedeutende Rolle als der Unternehmer, der seine Fabrik aufgibt und nackt in die Wüste rennt. Girotti war der alternde Liebhaber in Bernardo Bertoluccis "Der letzte Tango in Paris" und in Viscontis letztem Film "Die Unschuld" ein römischer Graf. Danach wurden seine Filmauftritte immer seltener.

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