Richard Jenkins

Amerikanischer Schauspieler. Charakterdarsteller in tragenden Nebenrollen von rund 80 Filmen, zeichnen sich die von Richard Jenkins verkörperten Figuren, ob Chefredakteure, Anwälte, Priester, Generäle, Polizisten, Agenten oder Väter durch gelassene Autorität, warmherzige Würde und humorvoll lebensweise Klugheit aus. Jenkins wurde populär als Patriarch der Bestatterfamilie, der nach seinem Tod hin und wieder als Geist erscheint, in der HBO-Serie "Six Feet Under - Gestorben wird immer" (19 Folgen 2001-2005, mit Michael C. Hall, "Dexter"). Für die Rolle des verwitweten College-Professors, der sich in Thomas McCarthys Drama "The Visitor" (2007) mit zwei illegalen Immigranten anfreundet, wurde er mehrfach ausgezeichnet. 2009 ist Jenkins in Lasse Hallströms Nicholas-Sparks-Adaption "Dear John" Vater von Channing Tatum ("G.I. Joe") und als Herausgeber einer heruntergekommen Zeitung der Chef von Johnny Depp in der Verfilmung von Hunter S. Thompsons Karibik-Roman "The Rum Diary".

Richard Jenkins war Filmvater von Scarlett Johansson im Noir-Krimi "The Man Who Wasn't There" (2001) der Brüder Coen, von Jennifer Aniston in der Komödie "Wo die Liebe hinfällt" (2005), von Charlize Theron im Drama "Kaltes Land" (2005) und von Lena Headey im Horrrothriller "The Broken" (2008), möglicher Vater von Ben Stiller in der Komödie "Flirting With Disaster" (1996), und als Ehemann von Mary Steenburgen Vater von Will Ferrell und John C. Reilly in "Die Stiefbrüder" (2008).

Richard Jenkins wurde 1947 in DeKalb, Illinois, als Sohn eines Zahnarztes und einer Hausfrau geboren, wuchs in Illinois auf und arbeitete zeitweise als Trucker für den Vater von Will Ferrell. Er studierte Schauspiel an der Wesleyan University in Illinois, zog nach Rhode Island und arbeitete dort fünfzehn Jahre als Manager, Schauspieler und Regisseur für das Trinity Repertory Theatre. 1974 gab er sein TV-Debüt, in den 80er-Jahren begann seine Filmkarriere mit Rollen in Woody Allens "Hannah und ihre Schwestern" (1986) und als Chefredakteur der Lokalzeitung in George Millers Verfilmung von John Updikes "Die Hexen von Eastwick" (1988).

Jenkins spielte unter der Regie von Clint Eastwood im Thriller "Absolute Power", 1997), Mike Nichols im Horrorfilm "Wolf" (1994, als Police Detective) und Sidney Pollack im Melodram "Begegnung des Schicksals" (1999, mit Harrison Ford). Für die Brüder Farrelly war er Psychiater in der Komödie "Verrückt nach Mary" (1998, mit Cameron Diaz und Ben Stiller) und Agent in der Komödie "Ich, wir beide & sie" (2000, mit Jim Carrey). Für die Brüder Joel und Ethan Coen war er Anwalt von Catherine Zeta-Jones in der Scheidungskomödie "Ein (un)möglicher Härtefall" (2004), und in Frances McDormand verliebter Besitzer des Fitness-Studios "Hardbodies" in der Spionage-Groteske "Burn After Reading" (2008).

Richard Jenkins wurde für "The Visitor" 2008 für den Oscar nominiert und mit dem Preis als Bester Darsteller auf dem Filmfestival Moskau, mit dem Preis des Method Festival, mit dem Satellite Award, dem Preis des National Board of Review und dem Ehrenpreis des Filmfestivals Flandern ausgezeichnet.

Richard Jenkins ist seit 1969 mit Sharon R. Friedrick verheiratet, mit der er einen Sohn und eine Tochter hat.

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