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Steven Spielberg

Bereits im zarten Alter von acht Jahren von seinem Vater mit einer Super-8-Kamera ausgestattet, verpflichtete der kleine Steven alsbald seine Schwestern und Freunde als Darsteller und Komparsen für seine Western und SF-Streifen. Mit dem ambitionierten Spielfilmprojekt "Amblin" (1969), nach dem er später seine Produktionsfirma benannte, verschaffte er sich Zutritt zu den Universal Studios: Die Legende will es, dass er einfach ein Büro besetzte und hartnäckig genug war, einen Vertrag zu ergattern. Zunächst inszenierte er nur einzelne Folgen diverser Fernsehserien, bevor er sich mit Produktionen wie "Duell" (1971) oder "Sugarland Express" (1974) weltweit einen Namen machte. 1975 brachte ihm "Der weiße Hai" den Titel eines Hollywood-Wunderkindes ein, das mit dem "Midas-Touch" gesegnet zu sein schien. Fast alle seine Filme spielten Rekordsummen ein, und mit "E.T." und "Jurassic Park" eroberte er die Hitlisten der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Im Team mit George Lucas schuf er die populäre "Indiana Jones"-Reihe und zeichnet als Produzent für Erfolge wie "Zurück in die Zukunft", "Gremlins" oder "Casper" verantwortlich.

Lange Zeit trotz anspruchsvoller Werke wie "Die Farbe Lila" oder "Das Reich der Sonne" von der Kritik als unreif und oberflächlich verpönt - Hollywood neidete ihm seine kommerziellen Erfolge - erreichte er mit "Schindlers Liste" endlich die wohlverdiente Anerkennung und bekam den lang ersehnten Regie-Oscar. Im Zuge von "Schindlers Liste" gründete er die "Survivors of the Shoa"-Stiftung, die Aussagen von Überlebenden des Holocaust auf Video archiviert. Mit dem Life-Achievement- und dem "Irving G. Thalberg"-Award ausgezeichnet, stellte sich Spielberg zusammen mit Jeffrey Katzenberg und David Geffen einer neuen Herausforderung: Gemeinsam riefen sie den Studiokomplex Dreamworks SKG ins Leben.

Für "Schindlers Liste" gewann Spielberg sieben und für sein schockierendes Kriegsdrama "Der Soldat James Ryan" fünf Oscars, auch hier für die beste Regie. Eine so düstere wie künstliche Zukunftsvision entwarf Spielberg 2001 mit "A.I. - Künstliche Intelligenz", die er mit "Minority Report" - seiner ersten Zusammenarbeit mit Hollywood-Superstar Tom Cruise - 2002 fortführte. 2002 feierte die Welt außerdem mit einer renovierten Fassung den zwanzigsten Geburtstag von "E.T. - Der Außerirdische". Im Gangsterepos "Catch Me If You Can" durfte Tom Hanks für Spielberg Leonardo Di Caprio als jüngsten und cleversten Betrüger der amerikanischen Geschichte jagen, während er in der Dramödie "Terminal" als osteuropäischer Emigrant in der Transitzone des New Yorker Flughafen strandete. Ende 2004 kam es zur zweiten Zusammenarbeit zwischen Spielberg und Cruise: In der spektakulären Verfilmung des H.G.-Wells-Klassikers "Krieg der Welten" muss sich Cruise als einfacher Familienvater einer Invasion bösartiger Außerirdischer stellen, um seine Kinder zu retten.

Sein Spielfilm "München" (2005) thematisierte die geheimen Vergeltungsmaßnahmen der Israelis nach dem Olympia-Attentat 1972. Spielberg mischte Fakten mit fiktiven Szenen, die jedoch - so Kritiker - nicht deutlich genug gezeichnet wurden. Trotzdem wurde das Drama 2006 für einen Oscar nominiert. Zusammen mit Clint Eastwood produzierte er beide Antikriegsfilme "Flags of Our Fathers" und "Letters from Iwo Jima", die von der Schlacht um Iwojima erzählen, jeweil aus der Sicht eines der beiden Kriegsgegner. 2005 musste er DreamWorks aus finanziellen Gründen an Paramount Pictures verkaufen. Mit "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" drehte er 2008 einen vierten Teil der erfolgreichen Reihe ab. Harrison Ford übernahm wieder die Hauptroller. Die weltweiten Einspielergebnis von 311,1 Millionen US-Dollar am ersten Spielwochenende verdeutlichten den enormen Erfolg.

Steven Spielberg ist seit 1991 mit Kate Capshaw verheiratet und hat mit ihr fünf Kinder. Aus seiner ersten Ehe mit Amy Irving (1985 -1989) entstammt sein Sohn Max.

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