Susanne Wolff

Susanne Wolff ist eine gefeierte Theater-Schauspielerin. Regelmäßig steht sie auch für Fernseh-Produktionen vor der Kamera. Ihre Spezialität sind hier wie dort starke Frauenfiguren.

Susanne Wolff wurde am 1. Mai 1973 in Bielefeld geboren und wuchs dort als Nesthäkchen mit zwei Brüdern auf. Nach dem Abitur wollte die Tochter eines Fräsmaschinen-Vertreters zunächst Buchhändlerin werden, begann dann aber ein Studium der Literatur, Geschichte und Philosophie, das sie jedoch schnell abbrach. Anschließend arbeitete sie als Regieassistentin am Bielefelder Theater, entschied sich aber schließlich für die Schauspielerei und absolvierte von 1994 bis 1998 ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Bereits während der Ausbildung trat sie am Staatsschauspiel der niedersächsischen Landeshauptstadt auf. 1998 bekam sie unmittelbar nach dem Studium ein Engagement am Thalia Theater in Hamburg, zu dessen Ensemble sie bis 2009 gehörte. Danach folgte sie dem Intendanten Ulrich Khuon an das Deutsche Theater Berlin. Relativ spät startete die Frau mit den auffallend grünen Augen ihre Film- und Fernsehkarriere. 2008 beeindruckte sie Zuschauer und Kritik in Emily Atefs Drama "Das Fremde in mir" als Mutter mit postnatalen Depressionen. 2010 stand sie für Dominik Grafs TV-Drama "Komm mir nicht nach" aus der "Dreileben"-Trilogie vor der Kamera. Immer wieder drehte der Theaterstar mit Regisseur Jan Georg Schütte. 2004 glänzte sie in seinem preisgekrönten Improvisationsdrama "Swinger Club", 2008 in seiner kammerspielartigen Tragikomödie "Die Glücklichen" und gehörte zum hochkarätigen Ensemble von Schüttes Mini-Serie "Koffie to go", die wie die beiden anderen Filme auf das Improvisationstalent der Schauspieler setzte. 2012 war die Bühnenschauspielerin in Schüttes schwarzer Komödie "Leg' ihn um! - Ein Familienfest" als Tochter eines todkranken Zynikers zu sehen, der demjenigen seiner Kinder das Erbe verspricht, das ihn umbringt. Fernsehzuschauer konnten Susanne Wolff Anfang 2013 neben Tobias Moretti in Nicole Weegmanns beklemmendem Drama "Mobbing" bewundern.

Susanne Wolff erhielt für ihre herausragenden Leistungen als Theater- und Filmschauspielerin bereits mehrere Auszeichnungen. Dem Boy-Gobert-Preis der Körber Stiftung (1999) folgten 2003 der 3sat-Preis für ihre Darstellung der Nora am Thalia Theater Hamburg und 2006 der Rolf-Mares-Preis für "Penthesilea". 2008 erhielt Susanne Wolff beim Filmfest München den Förderpreis deutscher Film für ihre Rollen in "Das Fremde in mir" sowie "Die Glücklichen" und den Preis als "Beste Darstellerin" beim Sao Paolo International Filmfestival für "Das Fremde in mir". Die Schauspielerin lebt in Berlin.

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