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Walt Disney

Walter Elias Disney - so sein bürgerlicher Name - wurde am 5. Dezember 1901 in Chicago als Sohn eines kanadisch- irischen Zimmermanns und einer deutschen Mutter geboren. Da die Tätigkeit seines Vaters nur wenig Geld abwarf, mussten Walt, seine Schwester und seine drei Brüder von klein auf in der Familie mithelfen. Das hieß für die fünf Geschwister auf der Farm zu arbeiten und durch Nebenjobs, wie Zeitungen austragen, zusätzliches Geld in die Familienkasse zu bringen.

Doch der Trickfilmpionier in spe verlor dabei nie sein Ziel und seine Leidenschaft aus den Augen - das Zeichnen. Bis zu seinem 16. Lebensjahr besuchte er die Benton School in Kansas City/Missouri. Dort erhielt er auch endlich seinen ersten Kunstunterricht. Weiterhin war er auf der McKinley High School in Chicago, wo er zusätzliches Interesse an Fotografie und Film entwickelte.

Bevor Walt Disney sich auf diesen Gebieten ausleben konnte, half er 1919, nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, als freiwilliger Sanitäter bei der in Frankreich stationierten US-Armee aus. Ganz wollte er sich sein Hobby dabei nicht nehmen lassen und er pinselte Karikaturen auf seinen Krankenwagen und falsche Abzeichen auf die Uniform seiner Kollegen.

Nach seiner Rückkehr bekam der Mickey Mouse - Erfinder ein Stipendium für das Kansas City Art Institute. Nach diversen Gelegenheitsjobs - u.a. als Reklamezeichner - durfte er sich 1920 über einen festen Posten bei einer Werbefirma in Kansas City freuen. Dort befasste er sich zum ersten mal aktiv mit dem Kino. Sein Chef erkannte frühzeitig das Potential von Trickfilmwerbung und ließ Disney mit dem Künstler Ub Iwerk diverse Werbetrailer für seine Firma produzieren.

Mit Iwerk gründete Disney kurz danach eine eigene Produktionsfirma für Trickfilme, die jedoch nach einigen wenigen Filmchen pleite ging. Er war ohne Wohnung und aß täglich das gleiche - Brot und Bohnen: "Das war gar nicht so schlimm, denn ich mag Bohnen" sagte er später einmal in einem Interview...

Am 16. Oktober 1923, zog es den nun 22jährigen Walt nach Hollywood. Dort schloss er mit seinem Bruder Roy Disney einen Vertrag ab, der die Produktion von 12 Trickfilmen für Winkler Pictures vorsah. Es entstanden kurze Stummfilme, in denen Trickfilmtechnik mit Realfilm verbunden wurde. Die sogenannten Alice Comedies sorgten zwar für einigen Zuspruch seitens des Publikums, sein eigentliches Ziel - einen reinen Trickfilm zu produzieren - hatte Disney damit aber noch nicht erreicht.

Es sollte auch nicht einfach für ihn werden, dies umzusetzen, denn bei den Hollywoodstudios stieß er damit überwiegend auf Ablehnung. Wieder improvisierte er und in einer Garage wurden die ersten Disney-Kurzfilme produziert, zu denen auch Oswald the Lucky Rabbit gehörte. Dieser war ziemlich erfolgreich, doch Disney hatte Pech mit heimtückischen Vertriebspartnern: Sie betrogen ihn um die Aufführungsrechte, ein erneuter Rückschlag. Von da an achtete er penibelst auf die Sicherung der Rechte.

Auf der Zugfahrt zurück nach New York kam Disney eine neue und inzwischen memorable Idee: Ein tierischer Held - eine Maus - mit Namen Mortimer sollte sein neues Zugpferd werden. Seine Frau fand diesen Namen jedoch furchtbar und schlug stattdessen den Namen Mickey vor. Kollege Iwerk fertigte die ersten Skizzen von Mickey Mouse an und Disney war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. 1927 hatte die Maus ihr Schwarzweiß-Debüt in dem Stummfilm "Plane Crazy". Er erschien aber nie auf der großen Leinwand.

Zur selben Zeit kam der erste Tonfilm heraus und als Pionier auf seinem Gebiet konnte Disney diese neue Technik auch nicht unbeachtet lassen. Er ließ den Kurzfilm Steamboat Willie - den ersten Trickfilm mit synchronisiertem Ton - drehen. Der Film war sehr erfolgreich, auch im Ausland. 1932 brachte Disney mit Flowers and Trees den ersten farbigen Trickfilm heraus und sahnte damit gleich einen Oscar ab.

Walt Disney schien sein Ziel erreicht zu haben und wollte nun zum nächsten Schritt übergehen: Seine bisherigen Werke waren maximal 15 Minuten lang und liefen nur im Vorprogramm von Langfilmen. Disney wollte jetzt als erster einen abendfüllenden Spielfilm auf die große Leinwand bringen. Widerstand und Skepsis war er ja inzwischen gewohnt, doch mit einem Jahresgehalt von 600.000 Dollar war er diesmal finanziell in der Lage, sein Projekt weitestgehend alleine durchzuziehen.

"Schneewittchen und die sieben Zwerge" flimmerte 1947 über die große Leinwand und wurde ein Bombenerfolg. Auch die Filmakademie honorierte dies gebührend mit einem Spezialpreis: Er erhielt einen Oscar für Schneewittchen und sieben kleine für die Zwerge.

Von da an war sein Erfolg kaum aufzuhalten. 1940 folgte "Pinocchio", "Dumbo" und ein Jahr später "Bambi". Alle Filme zeichneten sich durch liebevolle Illustration, sympathische Charaktere und stimmungsvolle Musik aus. Lediglich der Film "Fantasia" stellte 1940 eine Ausnahme dar: Die klassische Musik verbunden mit Trickfilm stieß weitgehend auf Ablehnung, sowohl bei den Kritikern, als auch an den Kinokassen. Sonst waren seine Filme in beider Hinsicht fast ausnahmslos erfolgreich. Er wurde nahezu jährlich mit einer Nominierung bedacht und räumte schließlich insgesamt 32 Oscars ab - das ist Rekord.

Doch über Walt Disney gibt es nicht nur Gutes zu berichten. Während der Disney-Konzern selbst gerne das Bild des "Kinderfreunds und väterlichen Chefs" vermittelt, sah die Wahrheit laut diversen Quellen anders aus. Er war überzeugter Gegner des Kommunismus. Dies wirkte sich auf auch seine Funktion als Chef aus: Die Mitarbeiter streikten 1941 wegen schlechter Bezahlung und strenger Behandlung. Doch er ging nicht auf die Forderungen der Arbeiter ein, da er darin einen Versuch der Unterwanderung seitens der Kommunisten sah. Durch dieses sture Verhalten riskierte er den Zusammenbruch des Studios. In letzter Instanz konnte Bruder Roy dies aber abwenden und brachte Walt schließlich wieder zur Vernunft. Den Anführer des Streiks mobbte er aber aus der Firma und zerstörte dessen guten Ruf.

Dieses unfeine Verhalten schadete dem Mythos Disney aber kaum. 1955 verwirklichte Walt sein nächtes Projekt: Den großen Vergnügungspark Disneyland in Anaheim. Er wurde in den folgenden 10 Jahren von ca. 50 Millionen Menschen besucht. Einen Großteil dieses Erfolges hatte der Mouse-Erfinder wieder mal seinem schlauen Köpfchen zu verdanken: Um Disneyland frühzeitig zu promoten, fing er an, seine Kurzfilme im Fernsehen zu zeigen.

Der Vergnügungspark bot bald zu wenig Platz für die ganzen Attraktionen und man begann, über ein weiteres Disneyland nachzudenken. Aber Walt Disney war nicht mehr imstande, das Projekt umzusetzen, er starb am 15. Dezember 1966 in Burbank an den Folgen einer Lungenoperation.

Sein Bruder Roy setzte ihm 1971 ein Denkmal, in dem er in Florida die Vision eines noch größeren Parks umsetzte. Dieser hieß nun Walt Disney World und ist heute einer der erfolgreichsten und beliebtesten Themenparks der Welt.

Nach Disneys Tod hatte man sich erst einmal auf die Anlage konzentriert und die Filme etwas außen vor gelassen. Erst 1984 blühte die Filmproduktion mit Michael Eisner an der Spitze wieder auf, durch eine erfolgreiche Kombination aus der Vermarktung alter und neuer Trick- und Realfilme.

An diesen Erfolg glaubte einer von Walt Disneys Angestellten früher leider nicht - sein Pech: Disney schenkte ihm, als die Firma noch klein war, 20% der Aktien als Gehalt. Der Mann verkaufte sie für 2.500 Dollar. Ein paar Jahrzehnte später wären sie Millionen wert gewesen.

Bis heute ist der Markenname Disney einer der größten der Welt. Die Trickfilme sind modern und passen sich jeweiligen Trends an. Waren "Arielle, die Meerjungfrau", "Aladdin" und "Der König der Löwen" noch eher nach dem klassischen Disney-Muster gestrickt, - viel Gesang, viel Gefühl, Happy End -, so wurden mit "Die Schöne und das Biest" und "Der Glöckner von Notre Dame" eher düstere Klassiker angegangen. 2000 erschien "Dinosaurier" in den Kinos, der erste komplett computeranimierte Film der Disney Studios. Seine Entwicklung hatte sechs Jahre gedauert und damit zog das Trickfilm-Unternehmen den Pixar Studios ("Toy Story") nach.

Schräger Humor - weitgehend ohne Gesang - durfte zum ersten Mal in "Ein Königreich für ein Lama" sein Debüt geben. Ganz ohne Kitsch und Gesang kommt der aktuelle Disneyfilm "Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt" aus. Er ist wie eine spannende Zeichentrickversion von "Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes". Mit den Trickfilmen werden regelmäßig passende Fanartikel auf den Markt gebracht. Bezüglich dieses Merchandisings nahmen sich die Macher in "Hercules" selbst auf die Schippe. So wird die niedliche Idee hinter der Firma Disney langsam erwachsen...

alf (12/2001)

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