Cornelia Funke

Cornelia Funke ist Deutschlands erfolgreichste Jugendbuchautorin. Mit den „Wilden Hühnern“ wurde sie bekannt. Ihr Mega-Bestseller „Tintenherz“ wurde in Hollywood verfilmt. Ebenso bekannt ist ihrer Märchen-Serie „Reckless“ Das goldene Garn“ widmet sie sich russischen Sagen und Märchen. Alle Bücher von Cornelia Funke finden Sie hier bei Weltbild.

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Cornelia Funke - Autorenporträt und Interview

Cornelia Funke wurde 1958 in Dorsten/Westfalen geboren, zog nach dem Abitur nach Hamburg und absolvierte eine Ausbildung als Diplompädagogin. Drei Jahre lang arbeitete sie als Erzieherin auf einem Bauspielplatz und studierte parallel dazu Buchillustration an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Nach Abschluss des Studiums war Cornelia Funke zunächst ausschließlich als Illustratorin für Kinderbücher tätig - eine Arbeit, die sie dazu anregte, selbst Geschichten für junge Leserinnen und Leser zu schreiben. So wurde sie mit 28 Jahren freischaffende Autorin und Illustratorin. Ihre freie Zeit verbringt Cornelia Funke am liebsten mit ihrer Familie. Außerdem ist sie ein großer Filmfan, reist gern und liest, so viel sie kann. Seit Mai 2005 wohnt Cornelia Funke mit ihrer Familie in Los Angeles; zuvor lebte sie am Stadtrand von Hamburg. 2008 erhielt sie den "Roswitha-Preis" der Stadt Bad Gandersheim und den Medienpreis "Bambi", 2009 den Jacob-Grimm-Preis.

Die bekannte Bestseller-Autorin hat sich exklusiv den Fragen unserer Weltbild-Fans gestellt. Hier finden Sie das komplette Interview:

Steffy Kucher: Kennen Sie so etwas wie Schreibblockaden, Tage an denen es irgendwie überhaupt nicht voran geht mit dem Schreiben und (falls ja) was ist Ihr Mittel dagegen?

Cornelia Funke: Liebe Steffy, ich glaube, Schreibblockaden gibt es nicht. Eine Geschichte ist für mich wie ein Labyrinth, durch das man sich den richtigen Weg sucht. Wenn es nicht weiter geht, sagt sie einem nur, dass man den falschen Weg genommen hat. In meiner Erfahrung hat man an solchen Tagen oft die besten Ideen, wenn man den richtigen sucht. :-)

Rebecca Steinhauer Geb. Lietz: Wenn sie Reckless verfilmen würden, würden sie lieber richtige Schauspieler sehen oder würden sie zu einem Animationsfilm tendieren?

Cornelia Funke: Liebe Rebecca, Reckless kann ich mir nur als Life Action Film vorstellen, also mit richtigen Schauspielern. Aber ich habe ziemlich genaue Bilder im Kopf, wie es hinter dem Spiegel aussieht, und da das im Film so leicht die falschen werden, habe ich hier in LA eine App in Auftrag gegeben, die die Spiegelwelt durch Illustration und 'echte' Filmbilder zeigen wird und meinen Lesern hoffentlich anregt, auch ihre ganz eigenen zu finden.

Angi Stumpf: Wenn es eine Zeitmaschine gäbe, in welche Zeit würden Sie gerne mal reisen wollen? Eher in die Zukunft oder in die Vergangenheit, vielleicht sogar, um einen längst verstorbenen Schriftsteller zu treffen, den Sie gerne etwas fragen möchten?

Cornelia Funke: Liebe Angi, hmmm, als fanatischer Dr Who Fan habe ich über die Frage natürlich schon öfter mal nachgedacht. Am liebsten hätte ich natürlich eine Tardis wie der Doktor und würde in Zukunft und Vergangenheit herumreisen. Aber wenn ich mich entscheiden müsste - hmmm. Ich würde entweder nach Moskau so um 1850 herum reisen (für die Recherche zu Reckless 3) oder versuchen, Shakespeare zu treffen. :-)

Barbara Engelen: Frau Funke, was für Emotionen hat die Verfilmung von "Tintenherz" in Ihnen ausgelöst? Haben Sie Ihre Figuren "wiederentdeckt"?

Cornelia Funke: Liebe Barbara, das Verfilmen an sich gehört zu meinen wunderbarsten Erinnerungen. Es gab so viel Leidenschaft für das Buch, so viele magische Drehorte und Begegnungen mit den Schauspielern, die meine Figuren verkörperten. Mir saß Gwin auf der Schulter und ich habe in einem Studio in London Staubfinger im Regen stehen sehen. Wir haben um sechs Uhr morgens die Kamera in einem verfallenen italienischen Dorf aufgebaut, das genauso wie die Dörfer aussah, die ich mir vorgestellt hatte, und Paul Bettany war eine so perfekte Verkörperung von Staubfinger, dass es sich nur dafür gelohnt hat, eine Verfilmung zu versuchen. ABER ich habe auch gelernt, dass Begeisterung, ein Hollywoodbudget und wunderbare Schauspieler, Setdekorateure und Kameramänner keine Garantie für einen wunderbaren Film sind. Es ist unendlich schwer, mit mehr als 350 Köchen eine gute Suppe zu kochen. Es gibt Anmerkungen und Wünsche vom Studio, die Sorge des Regisseurs, es Kindern und Erwachsenen recht zu machen- und das Problem, dass Tintenherz eigentlich 16 Stunden lang sein müsste, was für den Drehbuchautor die fast unlösbare Aufgabe mit sich bringt, eine erfolgreiche Geschichte für die Leinwand neu zu erfinden. Also....ich finde in dem Film einiges, was mich sehr glücklich macht, aber auch vieles, was mich bei Reckless dazu gebracht hat, erst mal eine App zur Spiegelwelt in Auftrag zu geben und Filmangebote bislang abzulehnen.

Petra Barbian: Weiß man als Autorin bereits vor dem Schreiben, welche Charaktereigenschaften und Entwicklungen die Figuren durchmachen? Zu welchem Zeitpunkt ist man sich der kompletten Geschichte bewusst?

Cornelia Funke: Liebe Petra, das ist mit jeder Geschichte anders. Aber die komplette Geschichte weiß ich nie, bis ich den letzten Satz schreibe - und manchmal weiß ich das auch dann noch nicht, sondern erst in der vierten oder fünften Fassung. Es ist wie mit einem Gemälde, bei dem man erst eine grobe Skizze hat und dann immer mehr Detail ausmalt, aber manchmal auch übermalt. Eine Geschichte bewahrt gern ihre Geheimnisse und lockt einen in die Irre, aber das macht gerade das Abenteuer aus. :-)

Stefanie Tischler: Mich würde interessieren, wo sie die ganzen Ideen für Ihre Bücher hernehmen und ob Ihnen diese einfach zufliegen oder vielleicht im Schlaf/Traum einfallen oder ähnliches?

Cornelia Funke: Liebe Stefanie, nein, im Traum fällt mir gar nichts ein. Meine Träume sind meist ziemlich langweilig, vermutlich weil ich alle Ideen am Tag aufbrauche. :-) Manchmal fällt mir etwas ein, bevor ich einschlafe und ich muss schnell noch mal das Licht anmachen und es auf irgendeinen Zettel kritzeln, bevor es weg ist. Ideen kommen zu den ungünstigsten Zeiten und an den ungünstigsten Orten, deshalb hat man besser immer einen Stift und Papier griffbereit

Sarah Schückel: Liebe Frau Funke, als Autorin stecken Sie ja sozusagen "ganz tief" in der von Ihnen geschaffenen Welt drin. Ich vermute mal, das ist noch fesselnder, als eines Ihrer Bücher ;-) Mich würde interessieren, ob es Ihnen schon einmal passiert ist, dass Sie von einer oder mehreren Ihrer Figuren geträumt haben?! Vielleicht hat Ihnen ja auch die jeweilige Figur die weitere Handlung verraten? Oder können Sie am Abend dann ganz leicht den Kopf frei bekommen und denken nicht weiter über Ihre Figuren nach? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Liebe Grüße aus Dresden.

Cornelia Funke: Liebe Sarah, ich habe dazu gerade schon etwas für eine andere Frage gesagt, aber deine Frage geht noch etwas weiter. Also...nein, träumen tue ich eigentlich nie von Figuren, aber sie sind für mich so lebendig, dass ich sie im Schreibhaus oft hinter mir spüre (oder, wie Jacob, ungeduldig hin und her stiefeln höre, wenn ich zu spät ans Schreiben komme :-)) Sie verraten mir oft, wie es weitergeht. Man muss ihnen nur genug Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Und was die Abende betrifft - da kann es mich eher wachhalten, dass ich mitten in einem Kapitel stecke und darüber nachdenke, wie es weitergeht, aber das ist mehr ein Nachdenken über den Weg als über eine Figur.

Antje Schwestka: Hallole, ich wollte schon immer mal fragen wie, wo und vor allem wann sie am liebsten schreiben :-)? Liebe Grüße und danke!

Cornelia Funke: Liebe Antje, ich schreibe am liebsten in meinem Schreibhaus in Los Angeles, aber ich habe inzwischen gelernt, überall und zu jeder Zeit schreiben zu können, mit der Hand, auf dem Computer... ich liebe es, an Flughäfen zu schreiben und hoch in der Luft (einer meiner absoluten Lieblingsschreiborte) Ich glaube, die zwei Reckless-Bücher sind an mehr als 40 unterschiedlichen Orten entstanden, von Moskau bis LA.

Ute Leuschel: Kommt es oft vor, dass sie die Geschichten nochmal umschreiben, bevor sie zu Ende geschrieben sind?

Cornelia Funke: Liebe Ute, ja, ich schreibe meine Geschichten ständig um, während sie entstehen. Ich ändere aber auch noch sehr viel, wenn sie zu Ende geschrieben sind. Ich schreibe mindestens 5, aber meist wesentlich mehr Fassungen und oft ändert sich fast jeder Satz.

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