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  • 5 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja P., 18.02.2017

    Als Buch bewertet

    „Welche Erwartungen habt ihr am Älterwerden? Wie stellt ihr euch euer Leben mit 40 (oder später) vor? Wie geht ihr mit diesen Gedanken und Vorstellungen um?“ Diese Frage leitet die Lovelybooks-Leserunde zu „Anfang 40 - Ende offen“ ein. Tja, ich hatte mir mein Leben in dem Alter auf jeden Fall anders vorgestellt - Kinder, Erfolg im Beruf, ein (Ferien)Haus an der Ostsee ... Statt Kindern hab ich einen Hund (der hoffentlich sehr, sehr alt wird), statt Erfolg im Beruf haben wir Erfolg mit unserem Buchblog und auf das Haus an der Ostsee hoffe ich weiter ;-). Außerdem habe ich tolle neue Freundinnen gefunden – mein Leben hat also mit 40 wirklich nochmal neu begonnen.

    Auch Vera plant einen Neuanfang. Sie ist gerade 48 geworden, steht kurz vor der Scheidung, ihre Tochter Greta ist 18 und hat das Abi in der Tasche – Vera könnte sich endlich auf ihr eigenes Leben und ihre Firma konzentrieren. Doch natürlich kommt alles anders, als erhofft. „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ sagte schon John Lennon. Sven, Veras (noch Ehe-) Mann verzögert die Scheidung immer wieder, Greta will das „Hotel Mama“ nicht verlassen und Veras jugendlicher Lover Paul klammert viel zu sehr. Dazu kommt ihre plötzlich paarshippende Mutter, die Storys aus ihrem Leben erzählt, welche nicht nur Vera erröten lassen. Und dann passiert etwas völlig Unvorhergesehenes und sie muss ihr Leben und ihre Pläne komplett neu überdenken.

    Selten hat mich in ein „Frauen-Selbstfindungsroman“ so amüsiert und unterhalten wie dieser. Am ehesten lässt sich der Stil von Franka Bloom mit dem von Ildikó von Kürthy vergleichen. Das Buch ist spritzig, kurzweilig und amüsant. Ich habe die über 400 Seiten in nur 2 Tagen verschlungen. Außerdem haben die immer wieder auftauchenden Wendungen dafür gesorgt, dass es nie langweilig wurde sondern überraschend blieb. Jedes Mal wenn ich dachte, ich wüsste endlich wie Vera tickt, änderte sie ihre Meinung. Und das „Schlimmste“ ist – trotzdem war alles nachvollziehbar. Sind wir Frauen wirklich so wechselhaft ;-)?

    Vera und ihre Freundinnen sind Frauen wie Du und ich: mit Figur- und Beziehungsproblemen, sich sprunghaft vermehrenden Fältchen und grauen Haaren und dabei immer füreinander da. Auch die Herren der Schöpfung sind aus dem Leben gegriffen, sei es Sven – der weder die Scheidung noch von seiner neuen Freundin lassen will – oder Paul, der verwöhnte Sohn, der sich auch bei Vera bald zu sehr zu Hause fühlt. Ein Highlight ist der schwule Kellner Pavel, ihn und seine Lebensweisheiten muss man einfach lieben.

    Mein Lieblingszitat (weil es nicht nur auf den Roman passt wie die Faust aufs Auge) ist: „Am Ende sucht sich das Leben seinen Weg.“ (S. 355)

    Fazit: „Anfang 40 – Ende offen“ ist ein MUSS für alle Fans von Ildikó von Kürthy und gehört verfilmt – schließlich ist Franka Bloom das Pseudonym einer bekannten Drehbuchautorin.

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    janein
  • 5 Sterne

    5 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sonja W., 08.03.2017

    Als Buch bewertet

    "Anfang 40 Ende offen" ist das erste Buch das ich von der Autorin Franka Bloom lese. Und ich muss sagen, die Geschichte hat mich begeistert, aber auch nachdenklich gemacht. Denn es liegt viel Wahrheit in ihr.

    Von ihrem Mann für eine Jüngere verlassen, die Tochter fast aus dem Haus, träumt Vera davon, ihr altes Leben als Mutter und Ehefrau zu beenden. Und auf der Höhe ihrer Karriere in neuer Qualität und Freiheit mit mehr Reife neu durchzustarten. Doch alles kommt ganz anders, denn dass Vera überraschend schwanger wird, statt in die Wechseljahre zu kommen, hat weder mit jugendlichem Leichtsinn zu tun noch mit der erhofften Reife.

    Eine wunderbare Lektüre, die aufzeigt, dass man sich selbst eigentlich nie verlieren soll, an seinen Träumen festhalten soll und dass man auch mit über 40 nicht zu alt ist, einen Neuanfang zu wagen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Unsere Protagonistin Vera und ihre Familie kann ich mir sehr gut vorstellen. Endlich hat es Vera geschafft, sich selbstständig zu machen und sie will endlich frei sein. Aber ihrem Mann Sven, der mich nicht sonderlich sympathisch war, fällt ja ständig irgendetwas Neues ein um die Scheidung zu verhindern. Wenn auch manchmal nicht ganz freiwillig. Aber Vera gibt nicht auf und dann ist da noch Greta, ihre Tochter. Man hat das Gefühl sie leidet unter der Trennung ihrer Eltern, obwohl sie ja bereits Abitur macht und ihr neues Leben vor Augen hat. Und dann kommt ja da Paul ist Spiel. Der mischt alles durcheinander und bringt Schwung in Veras Leben. Hat man mit über 40 nicht auch das Recht auf das große Glück, doch wie sieht das bei Vera aus? Während des Lesens mußte ich ein paarmal herzhaft lachen. Es war einfach genial! Man kann sich ja viele Szenen so wunderbar vorstellen.

    Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch für äußerst unterhaltsame Lesestunden. Das Cover gefällt mir auch sehr gut. Gerne vergebe ich für diese wunderbare Lektüre 5 Sterne.

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    janein
  • 4 Sterne

    6 von 9 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Claudia S., 03.03.2017

    Als Buch bewertet

    Vera freut sich darauf, an ihrem 46. Geburtstag (also gar nicht so Anfang 40) endlich geschieden zu werden. Sven, ihr Noch-Mann, hat sie mit einer Jüngeren betrogen und will mit dieser Frau neu anfangen. Greta, ihre Tochter, macht gerade Abi und wird flügge. Also der ideale Zeitpunkt, komplett neu anzufangen, zumal ihre Agentur gerade richtig gut läuft und da ein schnuckeliger Typ ist, auf den Vera steht und der sie ordentlich anbaggert. Aber dann läuft es komplett anders – angefangen damit, dass Sven gar nicht erst zum Scheidungstermin kommt und auch eindeutig nicht vorhat, sich scheiden zu lassen …

    Vera durchlebt eine ordentliche Midlife-Crisis, mit all den typischen Effekten: Hitzewallungen, Schlafstörungen, hektische Aktivitäten, Stimmungsschwankungen, Überdrehtheit und jeder Menge irrer Ideen. Das wäre noch okay, da Greta ihren eigenen Weg zu gehen weiß und Sven nichts mehr zu melden hat, aber Vera zieht immer wieder ihre Freundinnen und Pavel, den schwulen Wirt von „Müllers Büro“ in ihr Chaos mit hinein. Eine Katastrophe jagt die nächste und beim Lesen wird man ganz atemlos, weil Vera einem keine Sekunde zum Ausschnaufen gibt.

    Dennoch mag ich Vera. Sie nervt, sie stresst – aber sie ist okay. Ihre Freundinnen mag ich aber ganz besonders, auch Greta. Ein Mädchen, wie man es sich zur Tochter wünschen würde (auch wenn sie dann im Laufe des Buches sozusagen einen Vera-Fehler macht). Pavel ist mein persönliches Äquivalent zu einem Café-Besitzer früherer Zeiten und so mag ich ihn ganz besonders gern. Und Paul, tja, der ist im Grunde mein Mann! Nur dass ich nicht ganz so anstrengend wie Vera bin.

    Es gibt zwischen Vera und mir eine Parallele, die mir bei der Lektüre des Buches besonders Spaß gemacht hat: Paul ist 14 Jahre jünger als Vera. Ja, das verwirrt Frau und das muss sie erst einmal einsortieren und verarbeiten, das ist völlig normal. Dass Vera sich immer wieder im Kreis dreht, nervt gewaltig, ist aber verständlich, wie ich meine.

    Leider ist das Buch am Anfang extrem witzig und wird dann etwas ruhiger in dieser Hinsicht, aber amüsant ist es durchweg. Sogar Sven, der in Sachen Nerven Vera in nichts nachsteht, hat seine guten und witzigen Seiten.

    Insgesamt liest sich das Buch flott weg. Die Charaktere gefallen mir sehr, denn sie sind alle einzigartig und mit wenigen Strichen gut gezeichnet. An vielen Stellen kann ich Veras Launen tatsächlich nachvollziehen (auch wenn sie nerven) und deshalb denke ich, dass dieses Buch allen Mittvierzigern Mut macht, sich so jung zu fühlen, wie sie sind und nicht in eine Art Schockstarre zu verfallen. Zu schnulzig ist der Roman auch nicht und deshalb kann ich gerne vier Sterne geben.

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    janein
  • 5 Sterne

    ines t., 09.06.2017

    Als Buch bewertet

    Sehr zu empfehlen...lockerer Stil und amüsant. Hab mich ganz oft wiedererkannt und konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Für alle, die etwas leichter zum Ablenken bzw. zur Erholung suchen absolut lesenswert.

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    janein
  • 5 Sterne

    doris h., 11.06.2017

    Als Buch bewertet

    Dieses Buch war herrlich leicht zu lesen. War innerhalb einer Woche verschlungen.
    Man konnte sich die Szenen real vorstellen.

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    janein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elisabeth U., 21.02.2019

    Als Buch bewertet

    Vera ist Mitte 40 und Chefin einer Agentur.Die 18jährige Tochter steht vor dem Abitur und ihr Mann Sven hat sie nach 20 Jahren für eine jüngere verlassen. Nun will Vera nochmals frisch durchstarten und so leben, wie es ihr gefällt, ohne Kind und Kegel und ohne Verpflichtungen. Doch dann lernt sie bei der Komitee für den Abiball den 14jahre jüngeren Paul und Referendar in der Klasse ihrer Tochter Greta kennen und lieben. Sie hat erhebliche Zweifel wegen des Altersunterschiedes. Aber gleichzeitig versucht ihr Mann Sven die Scheidungstermine ständig zu boykotieren, denn mit seiner jungen Freundin läuft es nicht zu recht. Nach einem feuchtfröhlichen Abend verbringen sie sogar wieder eine Nacht zusammen und Greta will auch nicht ausziehen. Doch dann entwickeln sich die Dinge ganz anders und geraten außer Kontrolle, so dass Vera ihr Leben total anders und neu organisieren muß. Wirklich sehr flapsig und modern gechrieben, bei manchen Episoden erkennt man sich glatt wieder selbst. Die Zweifel und Ängste von Vera werden hier sehr exakt beschrieben, man kann sich direkt in diese Frau hineinversetzen. Die Treffen mit ihren Freundinnen sind immer wieder etwa besonderes und aufheiternd. Das Buch liest sich leicht und flott, die Sprache ist recht einfach und man hat keine Mühe, ein Kapitel nach dem anderen sich einfach reinzuziehen, so interessant und manchmal geradezu komisch werden einzelne Situationen beschrieben. Natürlich ist auch das Cover total hip. Das Buch erschien 2017 und damals waren überall die rosa Flamingos angesagt. Und eben ein solcher pinker Flamingo ziert den Umschlag. Er steht auf einem Bein, das in roten Highheels steckt. Ein Buch zur Unterhaltung, bei dem man perfekt abschalten kann.

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    janein
  • 4 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jennifer H., 12.03.2017

    aktualisiert am 12.03.2017

    Als eBook bewertet

    INHALT
    Vera Odermann ist Mitte 40 und eine erfolgreiche Projektmanagerin. Nachdem sie von ihrem Mann Sven nach 25 Ehejahren durch eine Jüngere ersetzt worden und die gemeinsame Tochter Greta ausgezogen ist, will Vera noch einmal etwas erleben und sich lang gehegte Träume, wie eine Reise nach Feuerland, verwirkliche n. Doch die persönliche Unabhängigkeitsfeier ist nicht von Dauer, denn der 31-jährige Referendar Paul flirtet mit Vera und ein wahres Gefühlschaos bricht sich Bahn...

    MEINUNG
    Die Autorin Franka Bloom, die bereits Drehbücher für TV-Formate wie "Tatort" oder "Ein Fall für zwei" geschrieben hat, ist eine versierte Erzählerin. In ihrem Roman "Anfang 40, Ende offen" setzt sie sich in schonungslos ehrlicher Weise mit dem Thema Älterwerden auseinander. Vera, die liebenswert chaotische Hauptfigur und Ich-Erzählerin, steht mit ihren 46 Lenzen am persönlichen Scheideweg. Nachdem sie die Tochter großgezogen hat und vom Ehemann verlassen wurde, stehen alle Zeichen auf Neuanfang. Doch will Vera diesen Cut überhaupt? Ist es nicht die Gesellschaft, die den 40- bis 50-jährigen Frauen einen Stempel bzw. bestimmte Rollen aufdrückt, von wegen Hausfrau und alles, nur keine Freiheiten und Selbstbestimmung mehr, von den Wechseljahren ganz zu schweigen? Im Laufe der Handlung zeigt sich, dass zwischen Wunsch und Wirklichkeit oft Welten liegen und der Zufall gehörig mitspielt. So erlebt Vera in der Mitte ihres Lebens noch einmal eine rasante Achterbahnfahrt der Gefühle und kann mit den damit verbundenen temporeichen Entwicklungen nicht immer Schritt halten. Denn auch im fortgeschrittenen Alter verläuft das Leben alles andere als geradlinig...

    Blooms kurzweiliger Frauenroman bietet nicht nur beste Unterhaltung, sondern auch selbstkritische Töne. Besonders wenn Protagonistin Vera in sich hineinhorcht bzw. ihr Handeln hinterfragt, gewinnt das Sujet an Tiefgang und regt zum Nachdenken an. Hierbei hat mir vor allem Blooms unverstellte wie selbstironische Sprache imponiert. So werden beispielsweise Wahrheiten übers Altern nicht verschwiegen, sondern offen und unverblümt thematisiert, was zu einigen Lachanfällen führte. Auch der Generationenkonflikt zwischen Mutter und Tochter wurde amüsant aufgearbeitet. Einzig gegen Ende des Plots übertreibt es die Autorin mit den zwischenmenschlichen Dramen bzw. Versöhnungen etwas, so dass es irreal wirkt und zu konstruiert.

    Hier Veras charmante Selbsteinschätzung am Buchende (S. 412):
    "[...] Vera Odermann, 47,4 Jahre alt, mit Krähenfüßen im Gesicht, Kniespeck am Bein, Bauchspeck am Bauch, grauem Haaransatz, auf Sehhilfe angewiesen und zum Glück endlich geschieden. Aber noch lange nicht alt."

    FAZIT
    Ein launiger Frauenroman übers Älterwerden, der dem Motto folgt: "Don't worry, be forty!" Denn alles kann, nichts muss...

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    janein
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