Billy, Einzlkind

Billy

Roman

Einzlkind

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  • 5 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    anyah f., 13.09.2015

    Auch Auftragskiller machen Fehler

    Mit dem Roman Billy erzählt uns Team einzlkind die Geschichte von Billy, einem Auftragskiller. Billy ist in Schottland bei seinem Onkel und seiner Tante aufgewachsen. Er selbst hat seine Hippie-Eltern kurz nach seiner Geburt verloren, sie starben an einer Überdosis. Er liebt die Musik und die Philosophen, beide Vorlieben hat er geerbt, die zur Musik von seinen Eltern und die zur Philosophie von seinem Onkel. Der Onkel ist es auch, der Billys Leben verändert, als dieser 19 Jahre alt wird, bietet er ihm doch an, in seine Firma einzusteigen. Eine Firma, die Morde ausübt, allerdings werden nur Mörder getötet – der Gerechtigkeit wegen. Inzwischen ist Billy 34 Jahre alt und hat bereits 12 Morde begangen. Bevor Billy seine Opfer tötet, lässt er sich deren Lebensgeschichte erzählen, damit weckt er in seinen Opfern Hoffnung und sie beginnen um ihr Leben zu betteln, doch er erfüllt seine Aufträge pflichtbewusst. Nun hat er dieses eine Mal versehentlich den Falschen getötet, das bringt ihn selbst in große Schwierigkeiten. In Las Vegas, bei einem Treffen seiner Firma, bei der die nächsten Aufträge besprochen werden sollen, kommt es zur finalen Entscheidung.

    Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, der Roman ist flüssig verfasst, so dass das Lesen angenehm ist. Die Geschichte ist durchaus als teilweise zynisch zu bezeichnen, einige Szenen muten bizarr an, was ich als ansprechend, abwechslungsreich und neuartig empfinde. Team einzlkind hat eine sonderbare Manier von Humor, die mich in geschmackvoller Art und Weise fasziniert hat.

    Dem Buch vergebe ich fünf von fünf möglichen Sternen, denn es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite wunderbar unterhalten und mitgenommen. Billy, ein Auftragskiller, der sich selbst vor seinen Taten mit Philosophie beruhigt und ablenkt ist eine tragische und doch liebenswerte Figur, mit der ich als Leserin gerne mitgefiebert habe und dessen Geschichte mir ein herrliches Lesevergnügen bereitet hat.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Larissa D., 14.10.2015

    Billy, der Killer und Philpsoph

    Geschichte:

    Billy wächst in einer Kleinstadt in Schottland bei seinem Onkel und seiner Tante. Seine Hippie Eltern sind kurz nach seiner Geburt an einer Überdosis gestorben. Billy liebt die Musik von den Beatles, den Ramones, den Joy Division. Von seinem Onkel hat er die Lust auf Philosophie erlangt. Billy ist ein Killer. Er stieg als junger Mann in das Familienunternehmen ein, eine Firma, die Auftragsmorde erledigt. Allerdings werden nur die Mörder beseitigt – der Gerechtigkeit wegen.

    Nun ist Billy 34 Jahre alt und bereits zwölf Morde begangen. Jedes Mal lässt er sich von den Opfern zuerst deren Lebensgeschichte erzählen. Jedes Mal erfüllt er Ihnen einen letzten Musikwunsch. Es ist nichts Persönliches dabei, kein Gerechtigkeitssinn treibt ihn an. Billy erledigt „nur“ seinen Job, sonst nichts. Bloß ein einziges Mal hat er versehentlich den Falschen getötet. Das hat Konsequenzen. Als er nach Las Vegas fährt, um einen Mitglied der Firma zu treffen und mit ihm die nächsten Aufträge zu besprechen, kommt es zur finalen Entscheidung.

    Bewertung:

    Der Schreibstil von einzlkind (wer auch immer er ist) gefällt mir außerordentlich gut. Der Roman ist angenehm zu lesen. Er ist witzig, manchmal gar sarkastisch geschrieben und hat ein gutes Maß an philosophischem Touch.

    Es ist ein wirklich gutes, spannendes, kurzweiliges und ungewöhnliches Buch.

    Dem Buch vergebe ich fünf von fünf möglichen Sternen, weil es mich von der ersten bis zur letzten Seite wunderbar unterhalten, mitgenommen und nachdenklich gemacht hat.

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    janein
  • 5 Sterne

    0 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Kerstin B., 22.10.2015

    "...es ist einfach mein Leben, mein Denken, mein Sein....." (S.108).

    'Billy', von Autor "einzlkind", erschienen im Insel Verlag Berlin, 205 Seiten, ist ein Neuzeit-Roadmovie.
    Es ist kein Krimi oder Thriller und doch hat es eine Spannung die mich an dieses Buch fesselte.
    Eine genial-schräge Story, eine Überdosis aus Wissen, Informationen und Schlagfertigkeit, die einen aber nicht niederringt sondern süchtig macht, nach Billy, dem Schreibstil des Autors und dieser Familie um Billy.

    Sind Sie wissbegierig?
    Mögen Sie gute Musik?
    Lauschen Sie gerne einer Geschichte die vor Ironie und Sarkasmus ebenso begleitet wird wie von Witz und Schlagfertigkeit?
    Mögen Sie gerne philosophieren oder anderen dabei zuhören, ohne das Langeweile dabei aufkommt?
    DANN LESEN SIE DIESES BUCH!

    Wollten Sie schon immer mehr wissen? Bitteschön, die ideale Lektüre - Billy hat ein Repertoire aus Erinnerungen an Lager und erzählt auch aus dem Jetzt. Alles auf eine wunderschöne, schnörkellose Art, die aber auch gerne mal sehr tiefsinnig wird. Billy liebt Adjektive in allen Formen und er benutzt sie, viel, oft, gerne.

    Ich konnte nicht davon ablassen, diesen Geschichten in der Geschichte um und mit Billy. Der Kaffee schon lange kalt, der Rücken schmerzend aber ich bekam die Augen nicht von den Seiten und die Geschichte nicht mehr aus dem Kopf.

    Kurz zur Story:
    Billy ist ein Killer, er mordet für Geld und für die Familie - so heißt diese Firma. Unbekannt und alles andere als öffentlich, aber wer will findet sie und so kommen immer neue Aufträge an Land. Es wird ausgesiebt, nicht jeder Auftrag hat Sinn für die Familie. Gier, Neid, Eifersucht, alles kein Grund zum töten. Nur die Fälle die berühren und wütend machen werden ausgeführt.
    "Wir nehmen nur vorsätzliche Mörder.......Das hat nichts mit Ehre oder Moral zu tun. Wir sind nicht die Guten. Käme uns nie in den Sinn. Es ist einfach nur logisch." (S.139).
    Nun ist Billy auf dem Weg nach Vegas, seinen Freund und Mitarbeiter Whip zu treffen, die perfekte Gelegenheit Revue passieren zu lassen und die LeserInnen aufzuklären wie alles so kam.....

    Billy ist kein Übermensch, kein Held, schließlich ist er ein Mörder. Das weiß er, das sagt er den LeserInnen und dass macht ihn eben so sympathisch. "Ich mag keine Mörder. Ich weiss, dass ich selbst einer bin. Tja."(S. 163).

    Auf diesem Trip Richtung Las Vegas erlebt er so verrückte Dinge und beschreibt diese auf eine unnachahmliche Art. Auch wenn der Ernst der Geschichte, die dahinter steckte schon klar war, musste ich so oft lachen.
    Wenn Sie mehr wissen möchten über die wahren Indianergeschichten, Chuck Norris Schwester, den Elvis der sich mit w schreibt, Archie und die Sahnekapseln, Nietzsche, verhängnisvolles Glücksrad drehen, sind Sie mit diesem Buch bestens bedient.

    Wie sagte Onkel Seamus, Billys Ziehvater und stolzer Ehemann von Tante Livi?
    " ......das Leben ist wie einen Kirmes....."
    Aufregend, bunt, ansprechend, spannend, unterhaltsam, lustig und abgedreht - genau wie dieses Buch!

    Meine absolute Leseempfehlung für alle, die mal etwas nicht Alltägliches wollen.
    Begeistert vergebe ich 5 von 5 Sternen plus einen extra für die Szene mit dem alten Ehepaar im Casino.
    c)K.B. 09/2015

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sylvia M., 23.09.2015

    Billy erzählt über sein Leben. Darüber, wie er bei seinem Onkel Seamus und seiner Tante Livi aufgewachsen ist, nachdem seine Eltern an einem goldenen Schuss gestorben sind. Seine Mutter war Onkel Seamus jüngere Schwester und er fühlte sich als Versager, weil er sie nicht hatte beschützen können. So wuchs Billy gemeinsam mit Seamus Kindern Frankie und Polly auf und er erfuhr erst, dass sie nicht seine leiblichen Geschwister waren, als er sieben war. Seamus, der selbst in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist, entdeckte als Junge seine Leidenschaft für Philosophie und er gab auch an seine Kinder die Lehre der großen Philosophen weiter. Auch Billy wurde von diesem Virus angesteckt und er teilte schließlich die Leidenschaft seines Onkels.
    Im Alter von 19 wird Billy zum ersten Mal in das Geheimnis des „Familienunternehmens“ eingeweiht. Onkel Seamus hat es vor Jahren gegründet und er hat niemals mit Menschen gearbeitet, die nicht zur Familie gehören. Frankie, der schon drei Jahre länger eingeweiht und aktiv ist, soll Billy anlernen und so wird dieser zum Auftragsmörder. Billy sieht dies pragmatisch, die Philosophie hilft ihm dabei, doch in einem Fall unterläuft ihm offensichtlich ein Fehler und so ist plötzlich er derjenige, der zur Rechenschaft gezogen werden soll..
    Ein sehr ungewöhnliches Buch, vor allem alles andere als ein Krimi. Ich würde es eher als eine Art Lebensbeichte bezeichnen. In einem leichten Plauderton, stellenweise richtig lustig und man hat keinen Moment den Eindruck, dass hier einer leichtfertig abknallt. Was die Person des Auftragsmörders nicht unbedingt sympathisch macht, aber nachvollziehbar.
    Das Ende kommt ein wenig abrupt und es ist nicht ganz klar, wen es letztendlich trifft, aber um es mit „Hermann the German“ zu sagen „Celawie“

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    janein
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