DUMPLIN', Julie Murphy

DUMPLIN'

Go big or go home

Julie Murphy

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  • 5 Sterne

    8 von 13 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    buchundtee, 08.04.2018

    Dumplin - Julie Murphy

    "Es kommt mir so vor, als säße ich fest und würde darauf warten, dass mein eigenes Leben anfängt."
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    Autorin: Julie Murphy

    Verlag: Fischer FJB

    Seiten: 400

    Preis: 18,99 €

    ISBN 978-3-8414-2242-2


    Dieses Buch wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

    An der Stelle nochmal ein riesen Dankeschön an Lovelybooks für das Buch und die schöne Leserunde!

    Dies beeinträchtigt aber in keinster Weise meine Meinung!


    I N H A L T

    Willowdean – „16, Dolly-Parton-Verehrerin und die Dicke vom Dienst“ – wird von ihrer Mutter immer nur Dumplin' genannt. Bisher hat sie sich in ihrem Körper eigentlich immer wohl gefühlt. Sie ist eben dick – na und? Mit ihrer besten Freundin Ellen an ihrer Seite ist das sowieso total egal.
    Doch dann lernt sie den sportlichen und unfassbar attraktiven Bo kennen. Kein Wunder, dass sie sich hoffnungslos in ihn verknallt – dass er sie allerdings aus heiterem Himmel küsst, verunsichert sie völlig. Plötzlich macht es ihr doch etwas aus, nicht schlank zu sein.
    Um ihre Selbstzweifel in den Griff zu bekommen, beschließt Will, sich der furchteinflößendsten Herausforderung in ganz Clover City zu stellen: Sie will am „Miss Teen Blue Bonnet“-Schönheitswettbewerb teilnehmen und allen – vor allem sich selbst – beweisen, dass die Kleidergröße für das ganz große Glück überhaupt keine Rolle spielt.


    M E I N E M E I N U N G

    Wow!
    Ich weiß wirklich nicht was ich sagen soll. Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen.
    Das Buch zählt auf alle Fälle zu meinen Jahreshighlights 2018!

    'DUMPLIN' konnte mich restlos begeistern! Egal ob es jetzt der Schreibstil, die Handlung oder die Charaktere sind, alles hatte Hand und Fuß.

    Julie Murphy hat sich wirklich Gedanken,während des Schreibens gemacht.
    Der Satz "Du bist perfekt, so wie du bist" wird auf eine wundervolle Art und Weise in der Geschichte verpackt. Auch wenn jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat, man muss lernen sie zu akzeptieren und irgendwann kommt man an sein Ziel!!
    --
    Die Autorin hat so viele tolle Botschaften in den verschiedensten Zitaten versteckt, was ich unheimlich toll finde.

    "Das Wort dick ist den meisten Leuten unangenehm.
    Aber wenn man mich sieht, bemerkt man zuerst meinen Körper. Und mein Körper ist nun mal dick.
    So wie mir bei anderen Mädchen auffällt, dass sie große Brüste haben oder glänzende Haare oder knubbelige Knie.
    Das darf man alles sagen. Aber bei dem Wort dick, das mich am besten beschreibt, werden die meisten Leute blass und verziehen das Gesicht.
    Aber so bin ich nun mal. Ich bin dick." (Seite 17)

    Was mir auch gefallen hat ist die Thematisierung von gesellschaftlichen Themen, bei denen man das Gefühlt hat, dass sie so weit wie möglich unter den Tisch gekehrt werden. Beispielsweise Übergewicht oder Diäten. Auch Konflikte in Freundschaften werden angesprochen. Oft werden solche Probleme nicht genug angesprochen, aber in diesem Buch hat alles seinen Platz!

    ---

    Willowdean, von ihrer Mutter genannt 'Dumplin' - Knödel, ist eine wunderbare Protagonistin. Sie hat einen sehr starken Charakter und steht zu ihrem Gewicht! Trotz manchen Selbstzweifeln, die jeder Mensch hat, zeigt sie es allen und steht als taffe Teenagerin im Leben!

    Und auch Bo war mir total sympathisch. Ganz im Gegenteil zu Wills Mutter! Allein, dass sie ihre eigene Tochter als "Knödel" bezeichnet, hat mich schon verärgert!

    Die Liebesgeschichte durfte natürlich auch nicht fehlen. Sie stand zwar nicht im Vordergrund, hat sich aber perfekt in die Geschichte mit eingefügt.

    ---

    Das Buch ist ein Sammelsurium aus gefühlvollen, ernsten und humorvollen Szenen. Mir hat das Lesen wahnsinnig viel Freude bereitet und ich kann es jedem, wirklich jedem ans Herz legen!


    F A Z I T

    Das Buch ist ein absolut verdienter Bestseller. Die Geschichte wurde sehr authentisch und warmherzig erzählt. Vor allem haben mich das Ende und die wahnsinnig tollen Charaktere überzeugen können!

    EIN BUCH, DAS AUF GANZER LINIE ÜBERZEUGEN KONNTE!

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Samira O., 20.04.2018

    "Ich nehme an diesem Wettbewerb teil, weil es keinen Grund gibt, es nicht zu tun. Ich mache es, weil ich diese Trennlinie zwischen mir und dem Rest der Welt überschreiten will."


    Willowdean - von ihrer Mutter nur Dumplin' genannt - ist 16, Dolly-Parton-Verehrerin und "die Dicke vom Dienst". Das macht ihr auch eigentlich gar nichts aus - bis sie sich in Bo verliebt, ihren sexy Arbeitskollegen, und der sich scheinbar auch zurückverliebt. Will kann das kaum glauben, und plötzlich macht es ihr doch etwas aus, nicht schlank zu sein. Und dan fasst sie einen Plan: Sie wird am Schönheitswettbewerb von Clover City mitmachen - denn nirgends steht geschrieben, dass Dicke das nicht dürfen.

    "Dumplin'" hat mich auf ganzer Linie überrascht. Erwartet hatte ich einen 08/15-Jugendroman mit platter Message und überzeichneter Protagonistin. Bekommen habe ich Will, die alles andere als perfekt ist, und eine Geschichte, die mich begeistern konnte.

    Zunächst einmal zu Will. Sie ist ein Mädchen, das man als Leserin nicht einfach mal so mögen kann. Sie ist manchmal unfair, gemein, berechnend. So wie wir alle. Sie ist keine überirdische Heldin in dickem Körper, sondern einfach nur ein Mensch, ein Teenager, geplagt von Selbstzweifeln und widersprüchlichen Gedanken. Beispielsweise weiß sie genau, wie verletzend Kommentare und Wertungen anderer über den eigenen Körper sind, gleichzeitig kann sie sich aber auch Millie gegenüber nicht den Gedanken verkneifen, dass sie froh ist, nicht ganz so dick zu sein. Für solche Ausrutscher rügt sich Will allerdings meistens selbst, was sie sehr erwachsen und reflektiert erscheinen lässt. Außerdem bewahrt sie ebendiese Millie vor Hass und Häme durch fiese Mobber. Und schließlich sind es doch Taten, die Menschen ausmachen.

    Wills neue und alte Freundinnen bringen ordentlich Leben in die Geschichte. Gerade Millie entpuppt sich als selbstsicheres, mutiges Mädchen - Eigenschafte, die Will oft abgehen. Das Spotlight liegt also nicht allein auf der Protagonistin, sondern gibt auch anderen Charakteren Raum zur Entfaltung. Und "Dumplin'" ist durch die bunt gemischte Gruppe, die sich entgegen aller Erwartungen für den Schönheitswettbewerb anmeldet, ein Plädoyer für alle Ausgeschlossenen und Gemobbten - nicht nur für Dicke!

    Und auch die Message dieses Buches lässt sich nicht herunterbrechen auf nur eine Aussage. Im Gegenteil: Ich finde, die Autorin spricht vielfältigste Themen, Komplexe und Probleme an. Es geht um Trauer, Liebe, Slebstzweifel, Selbstbehauptung, Eigen- und Fremdwahrnehmung, Wertschätzung, etc. Ja, Will nimmt an diesem Schönheitswettbewerb teil, dessen einzige Regeln sind, dass die Teilnehmerin zwischen 15 und 18 Jahren alt sein muss und die Eltern ihre Zustimmung geben. Nirgends steht geschrieben, dass dicke Mädchen, Mädchen mit Pferdezähnen oder mit ungleich langen Beinen nicht teilnehmen dürfen - dennoch tun sie das (meistens) nicht, da die Auswahl in Sachen Schönheit schon lange vor einem solchen Wettbewerb getroffen wird. Der Wettbewerb steht allerdings in keinster Weise im Fokus, und Will gewinnt ihn auch nicht. Julie Murphy bricht dadurch mit jeder Vorhersehbarkeit, die man dem Buch anhand des Klappentextes andichten könnte. Denn auch die Liebesgeschichte zwischen Will und Bo (in die sich auch noch Mitch einschleicht) ist nicht erdrückend oder kitschig dargestellt, sondern einfach eine ganz normale Teenie-Romanze. Wobei auch hier eine wichtige Message transportiert wird: Du musst nicht erst schlank werden oder schön sein, um geliebt zu werden. Du bist es in jeder Form und Verfassung wert.

    "Dumplin'" zeigt ganz klar: Jugendromane können auch anders. Man kann die Hirne junger LeserInnen gerne etwas mehr beanspruchen als mit überzeichneten Heldinnen und actiongeladenen Plots. Julie Murphy hat es meiner Ansicht nach geschafft, wichtige und sensible Themen aufzuarbeiten, gleichzeitig aber nicht den Schönheitswettbewerb oder die Liebesgeschichte zu sehr in den Fokus zu rücken. Es ist eher Wills Entwicklung, die wir hier begleiten, und die dann auf einer schönen, positiven Note endet. Ich hatte viel Freude beim Lesen und habe für mich selbst eine wichtige Erkenntnis mitgenommen: Sei, wie du bist, und lass dich nicht durch die Blicke anderer einschränken. Und mit den Gedanken an "Dumplin'" habe ich dann auch ganz ungeniert geheult, als mich der Sänger bei einem Konzert zu Tränen gerührt hat.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Claudia S., 08.04.2018

    Von dem, was man glaubt und dem, was wirklich ist

    Willowdean Dickson ist 16 und so übergewichtig, dass sie nur schwer passende Kleidung findet. Auch die Uniformen für den Job sind manchmal ein kleines Problem. Aber Willowdean interessiert das nicht – bis ausgerechnet der allseits begehrte und bewunderte Bo sie überraschend küsst. Die Ereignisse überschlagen sich, als Willowdean deshalb beschließt, dem Higlight des Jahres in ihrem Kaff Clover City die Krone aufzusetzen: sie will am Schönheitswettbewerb, den ihre Mutter als Teenager gewonnen hat, teilnehmen. Dabei nimmt sie sogar in Kauf, dass alles rings um sie herum in Scherben zerbricht …

    Julie Murphy ist mit „Dumplin‘“ ein unbeschreiblich gutes Buch gelungen. Sie schafft es, alle Teenagerprobleme darin sinnvoll und kompakt unterzubringen und noch dazu die Ich-Erzählerin, die man automatisch als Hauptfigur sehen will, auf die hinteren Ränge zu verweisen. Nach und nach verliert Willowdean beim Lesen alle Sympathie und alles Verständnis und eine Nebenfigur nach der anderen sammelt diese dafür für sich. So dreht sich die Story unbemerkt, man erkennt die wahren Stärken und Schwächen, findet Verständnis für das Handeln so einiger zunächst weniger sympathischer Figuren und möchte Willowdean gern ganz kräftig schütteln, um sie aufzuwecken und in die Realität zu holen. Ihre Blindheit und Ignoranz rauben den Atem – und öffnen gleichzeitig die Augen. Das habe ich so noch in keinem Buch gefunden und finde es super! Allerdings vermute ich stark, dass die wenigsten Erwachsenen (es ist ja ein Jugendbuch) offen für diese Wendung sind. Man ist zu sehr gewohnt, dem Ich-Erzähler komplett alles abzukaufen. Bei „Dumplin‘“ führt das in eine Sackgasse, denn Willowdean ist absolut verblendet, egoistisch, ja – fast schon egomanisch. Noch dazu verliert sie dadurch ihre Objektivität und ist in ihrer Subjektivität gefangen. Sie sieht nur, was sie sehen will, und interessiert sich herzlich wenig für die Gedanken, Gefühle und Motivationen anderer. Was sie sich vorstellt, ist quasi in Stein gemeiselt, es gibt kein Links und kein Rechts, nur ihre eigene Wahrheit.

    Ich finde es super, wie die Autorin den Leser führt - es erzählt zwar Willowdean, aber sie ist damit nicht automatisch die Sympathieträgerin und auch nicht automatisch die Hauptperson. Für mich sind alle anderen wichtiger, als Dumplin' selbst. Denn sie sieht diese Menschen, kapiert sie zunächst nicht, lernt aber – wenn auch arg langsam - dazu und sieht diese Menschen dann mit völlig anderen Augen. Das ist großartig gemacht!

    Clover City, der Wettbewerb, der Schulalltag, die Freizeit, die einzelnen Figuren – alles ist wunderbar aufgebaut und gezeichnet. Die Teenager sind recht typisch. Willowdean (alias „Dumplin‘“) hebt sich nicht nur durch ihre Figur, sondern auch ihren extremen Charakter ab. Die Schönen und Makellosen sind ebenso wie die Figuren mit Makeln einfach nur Teenager: mit guten und mit schlechten Seiten. Vorurteile entstehen und werden aufgehoben, Freundschaften entstehen, zerbrechen, bilden sich neu, verändern sich – alles Dinge, die im „echten Teenagerleben“ geschehen. Dazu eine große Portion American Way of Life – was nicht wundern darf, da die Autorin eben Texanerin ist. Wie toll oder unsinnig manche typisch amerikanischen Dinge sind, darf jeder für sich selbst beurteilen. Aber nachdenklich lässt Julie Murphy jeden Leser werden! Vor allem zeigt sie, dass man ein Buch nicht nach seiner Hauptfigur oder dem Ich-Erzähler bewerten soll und darf. Für mich ein rundum gelungenes Buch, das nicht nur Teenager lesen sollten! Fünf blitzeblanke Sterne von mir!

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    janein
  • 4 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    miah, 11.04.2018

    Inhalt:
    Willowdean ist 16 Jahre alt und eigentlich ein ganz normaler Teenager. Bisher hat sie sich immer wohl gefühlt in ihrem Körper, egal, was die anderen sagen. Sie ist eben dick. Doch dann verliebt sie sich in den gutaussehenden, sportlichen Bo. Als er sie küsst, kommen dann aber Selbstzweifel auf. Um es sich selbst und allen anderen zu beweisen, meldet sie sich beim Schönheitswettbewerb an.

    Meine Meinung:
    Am Anfang mochte ich Will sehr. Sie strahlte Selbstbewusstsein aus. Die dummen Sprüche der anderen über ihr Körpergewicht waren ihr egal. Ganz besonders ihre beste Freundin Ellen gab ihr Halt. Die beiden sind unzertrennlich. Doch ihre Freundschaft ist nicht mehr so stark, wie sie einst war. Ellen freundet sich mit anderen Mädchen an, die ihr ähnlich sind, sodass Will Angst bekommt, ihre Freundin zu verlieren. Will zieht sich zurück und verheimlicht sogar ihre Gefühle für den gutaussehenden Bo vor Ellen.

    Aber Willowdean will es allen zeigen und meldet sich beim Schönheitswettbewerb an. Denn warum sollte sie nicht teilnehmen? In den Regeln steht nirgendwo, dass man dünn sein muss. Sie will allen zeigen, dass sie sich wohlfühlt, so wie sie ist. Und sie will sich selbst beweisen, dass ihr Gewicht sie niemals daran hindern sollte, etwas zu tun, was sie möchte. Dabei denkt sie besonders an ihre kürzlich verstorbene Tante Lucy, die selbst sehr dick war und sich deswegen kaum aus dem Haus getraut hat.

    Aus Solidarität melden sich noch andere Klassenkameradinnen von Will an. Sie alle sind schon oft gemobbt worden, hauptsächlich aufgrund ihres Aussehens. Will fühlt sie für diese Mädchen verantwortlich. Doch sie ist beleidigt, als sich auch ihre beste Freundin Ellen anmeldet. Ellen ist rein äußerlich das genaue Gegenteil von Will. Es kommt zum Streit, woraufhin sich die beiden voneinander entfernen.

    Ab diesem Punkt wurde Will nach und nach immer unsympathischer. Sie hat es immer verabscheut, dass andere ihr gegenüber Vorteile haben, nur weil sie dick ist. Doch auch sie selbst fängt an, so über andere zu denken. Am Anfang war es noch süß, dass sie ihre Mitschülerin Millie, die noch dicker ist als sie selbst, vor den Anfeindungen eines anderen Klassenkameraden beschützen will. Doch Will beginnt, von sich auf andere zu schließen, und unterstellt Millie, so zu sein wie sie. Während die anderen Mädchen den Wettbewerb ernst nehmen und sich Gedanken machen, wie sie sich präsentieren wollen, scheint er für Will nur noch lästig zu sein. Sie findet keine Ideen, welches Talent sie präsentieren könnte, und geht davon aus, dass auch die anderen kein Talent haben.

    Auch das Verhältnis zwischen Will und ihrer Mutter ist schwierig, was vor allem an Wills Verhalten liegt. Ihre Mutter hat den Schönheitswettbewerb einst gewonnen und ist seitdem jedes Jahr bei der Organisation dabei. Das hat Will nie verstanden. Sie versucht es nicht einmal. Ihre Mutter geht so oft einen Schritt auf sie zu, aber Will blockt einfach alles ab. Das fand ich sehr schade. Es machte Will unsympathisch.

    Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, da er so mitreißend und humorvoll war. Die Sprache ist authentisch, genau wie die Handlung selbst. Auch wenn ich zwischenzeitlich sehr genervt war von der Hauptprotagonistin, war ihr Verhalten realistisch. Ich muss die Hauptfigur nicht mögen, um das ganze Buch zu mögen. Denn am Ende hat Will mich doch wieder überzeugt. Vor allem die Botschaft dieser Geschichte ist wichtig und wertvoll. Man darf sich in seinem Körper wohlfühlen, egal, was die anderen denken und sagen. Niemand ist perfekt und das muss auch niemand sein.

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    janein
  • 4 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Wuschel, 10.04.2018

    Beschreibung:
    Willowdean Dickson: 16 Jahre, leidenschaftlicher Dolly Parton Fan, Bedienung im örtlichen Burger Laden und Dicke vom Dienst.

    Will ist ein aufgewecktes junges Mädchen, ihre Mutter nennt sie seit jeher „Dumplin“ – auf Deutsch: Knödel. Obwohl sie einige Kilo zu viel auf die Waage bringt, lässt sie sich von nichts unterkriegen. Schon gar nicht mit ihrer besten Freundin El an der Seite. Doch plötzlich scheint der Augenschmaus Bo Interesse für sie zu zeigen. Das wirft Will völlig aus der Bahn. Ihr Selbstvertrauen gerät ins Wanken. Um sich und ihrer verstorbenen Tante Lucy etwas zu beweisen, beschließt sie am örtlichen Schönheitswettbewerb teil zu nehmen. Go big or go home!

    Meinung:
    Wo soll ich hier nur anfangen?!

    Also ins Buch selbst habe ich sehr gut gefunden. Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Die Charaktere waren zu Anfang sehr sympathisch. Zu Anfang! Leider entwickelt sich Will im Laufe der Geschichte immer mehr zu einer Nervensäge. Doch(!) das sollte man schließlich auch von einer 16 jährigen Hormonbombe auch erwarten. Im Laufe der Geschichte versinkt sie immer mehr in Selbstzweifel. Bekommt den Hintern nicht hoch. Aus der Sicht einer „Erwachsenen“ möchte man sie echt gern mal schütteln, anschreien und in die richtige Richtung schubsen.

    Das klingt jetzt alles total negativ, aber ich würde es einfach mal als realistisch bezeichnen. Ich glaube, dass kaum einer behaupten kann, dass er in dem Alter wirklich zu 100% zurechnungsfähig war. Darum gefiel mir die Geschichte auch gleich recht gut.

    Der Kontrast, der durch die verschiedenen Teilnehmer geschaffen wurde gefiel mir an sich recht gut – auch wenn er auch gelegentlich ein bisschen künstlich wirkte. Ich meine…. Wo sind zufällig vier so grundverschiedene Charaktere (vor allem mit den „optischen Mängeln“) zu finden, die dann auch noch im selben Alter sind?!

    Dennoch… ein unglaublich wertvolles Buch, das verdeutlicht, dass man an sich selbst glauben sollte. Egal was man vielleicht von seiner Außenwelt suggeriert bekommt. Vielleicht ist man nicht gerade die Schönste, aber trotzdem hat man bestimmte Stärken. Vielleicht überzeugt man aber auch durch seinen Charme, der eine innere Schönheit verleiht.

    Auch das Ende gefällt mir wirklich gut. Es ist alles geklärt und findet einen runden Abschluss, auch wenn man der Spielraum hat für weitere Interpretationen oder Gedanken.

    Fazit:
    Ein wunderbares Buch über die Schönheit – auch im nicht bildlichen Sinne – Freundschaft, Gefühle und die Probleme von, mit sowie über Teenies.

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    janein
  • 4 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    andymichihelli, 26.04.2018

    Toller Einstieg! Man fühlt sich sehr schnell zuhause und ist wirklich gleich von Anfang mitten im Geschehen.
    Den Schreibstil der Autroin fand ich ... anders. Sie ist oft sehr vom Thema abgeschweift und das Geschehen in aufeinanderfolgenden Sätzen mit anderen Worten wiederholt. Das fand ich oft sehr unpassend und manchmal wurde es mir dann auch zu langatmig. Aber ich konnte zum Glück immer wieder gleich den Faden aufnehmen. Ich zweifelte, ob ich 3 oder 4 Sterne geben sollte, entschied mich dann aber für 4! Es ist trotz allen Makeln ein gelungenes Werk und ich weiß, wie glücklich man als Autorin auch nur mit einem Stern mehr sein kann. Die Makel und Unterschiede machen es doch aus. "Was wäre das sonst für eine langweilige Welt."-Julie Murphy

    Zu den Charakteren noch kurz etwas:
    Will gefällt mir als Hauptperson ganz gut, auch wenn sie manchmal zu sehr von selbstkritisch zu selbstbewusst wächselt. Auch Bo ist mir gleich ans Herz gewachsen. Ihn würde ich echt liebend gerne kennenlernen. Mitch war aber auch ganz ein Lieber.

    Lesenswert für alle, jung und alt, groß und klein, dünn und dick. Besonders letzteren wird es am meisten gefallen! Sie beschreibt ein Leben aus der Haut mit ein bisschen mehr Masse auf den Knochen mit so viel Humor, dass zum Lachen auch noch was dabei ist.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Christine S., 26.03.2018

    Inhalt:

    Die #1 der „New York Times“-Bestsellerliste: Dick UND schön? Unsicher UND mutig? Dumplin‘ ist all das und noch viel mehr.

    Willowdean – „16, Dolly-Parton-Verehrerin und die Dicke vom Dienst“ – wird von ihrer Mutter immer nur Dumplin' genannt. Bisher hat sie sich in ihrem Körper eigentlich immer wohl gefühlt. Sie ist eben dick – na und? Mit ihrer besten Freundin Ellen an ihrer Seite ist das sowieso total egal.

    Doch dann lernt sie den sportlichen und unfassbar attraktiven Bo kennen. Kein Wunder, dass sie sich hoffnungslos in ihn verknallt – dass er sie allerdings aus heiterem Himmel küsst, verunsichert sie völlig. Plötzlich macht es ihr doch etwas aus, nicht schlank zu sein.

    Um ihre Selbstzweifel in den Griff zu bekommen, beschließt Will, sich der furchteinflößendsten Herausforderung in ganz Clover City zu stellen: Sie will am „Miss Teen Blue Bonnet“-Schönheitswettbewerb teilnehmen und allen – vor allem sich selbst – beweisen, dass die Kleidergröße für das ganz große Glück überhaupt keine Rolle spielt.

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil ist wunderbar eingängig und angenehm, locker und leicht, schnell und flüssig zu lesen. Dazu sehr humorvoll, so dass ich mehr als einmal ein Lachen im Gesicht hatte. Herrlich unterhaltsam. Ich konnte mit dem Lesen nicht aufhören,das Buch nicht aus der Hand legen und habe es trotz seiner 400 Seiten an einem Tag verschlungen. Ich glaube, das sagt alles.

    Die Handlung, deren Entwicklung und die Thematik haben mir sehr gut gefallen. Das Buch vermittelt wichtige Botschaften. Vorurteile und Mobbing, Schönheit und Perfektion werden thematisiert, ebenso der Umgang mit Verlust, Trauer und Tod und es wird gezeigt, dass jeder perfekt ist, so wie er ist. Auch wenn es nicht immer einfach zu erkennen und zu akzeptieren ist. Nebenbei werden typische Teenagerprobleme angesprochen. Das Thema wird aber sehr humorvoll behandelt, so dass es nicht zu trocken und ernst rüberkommt, dennoch kommt die Kernaussage beim Leser an und regt definitiv zum Nachdenken an.
    Die Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen. Diese war einfach süß und emotional. Auch wenn sie nicht im Vordergrund der Geschichte stand, hat sie sich wunderbar in das Gesamtbild eingefügt.
    Das Ende ist rund, alles passt und fügt sich perfekt zusammen. Eine Geschichte, die mich mit einem Lächeln im Gesicht zurückgelassen hat, die einfach glücklich macht und das Herz aufgehen lässt.

    Eine wundervolle Mischung humorvoller und ernster, gefühlvoller und packender Szenen, die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte und immer wissen wollte, wie es weiter geht.

    Sehr schön fand ich auch, wie das Verhältnis zu Tante Lucy eingebracht wurde. Wills Verhältnis zu ihrer toten Tante war einfach toll und es war schön zu sehen, wie Will die Erinnerungen aufrecht erhalten wollte, sich Rat und Mut bei Lucys Freunden geholt hat.

    Die Charaktere sind sehr lebendig und plastisch gezeichnet. Will muss man einfach lieben, es geht gar nicht anders. Sie ist so eine tolle und starke Protagonistin, obwohl sie ab und zu an sich selbst zweifelt. Aber sie geht ihren Weg, lässt sich nicht unterkriegen, ist mutig und taff und zeigt es allen.
    Auf ihrem Weg begleiten sie tolle Freunde - alte und neue - , die alles besonders sind und die einem nach und nach mit ihren Macken ans Herz wachsen, denn genau das macht sie so authentisch und liebenswert. Es ist nicht leicht, sie müssen die ein oder andere Hürde meistern, aber gemeinsam schaffen sie alles und nehmen sich so, wie sie sind. Und Will muss auch erkennen, dass die auch beste Freundschaft ihre Höhen und Tiefen hat.

    Eine lesenswerter, unterhaltsamer, witzige und spritziger Jugendroman,der auf ganzer Linie überzeugen konnte und mir eine fesselnde Lesezeit beschert hat.

    Fazit:

    Ein wundervoller Jugendroman, der trotz seines Unterhaltungswertes, dem Witz, Charme und Esprit nichts von seiner Ernsthaftigkeit einbüßt. Ein Buch, das dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zaubert und mit einem guten Gefühl zurücklässt. Absolute Leseempfehlung!

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lese-katze92, 04.04.2018

    Will, eigentlich Willowdean, lebt zusammen mit ihrer Mutter in einer kleinen Stadt in Texas. Dort gibt es eigentlich nicht viel, was Aufregung in das Leben der Bewohner bringen könnte. Die örtliche Footballmannschaft spielt eher mäßig und auch sonst hat Clover City nicht viel zu bieten, gäbe es da nicht die alljährliche Misswahl zur Miss Teen Blue Bonnet. Auch Wills Mutter hat die Wahl in ihrer Jugend mal gewonnen, seitdem kümmert sie sich jedes Jahr um alles, was mit der Wahl zu tun hat. Will hingegen, macht sich nichts aus diesem Rummel, rund um die Misswahl. Allgemein ist sie nicht so, wie man sich zukünftige eine Miss Teen Blue Bonnet normalerweise vorstellen würde. Sie ist sechszehn, hat Übergewicht und teilt, gemeinsam mit ihrer besten Freundin Ellen, eine große Leidenschaft für großes Idol Dolly Parton. Zudem hat sie neben der Schule, einen äußerst langweiligen Job in einem der Imbisse der Kleinstadt. Dort lernt sie den überaus attraktiven Bo kennen, der ihr sofort den Kopf verdreht. Als er sie eines Tages aus heiterem Himmel küsst, ist Will, welche von ihrer Mutter immer nur Dumplin' genannt wird, im siebten Himmel, aber auch plötzlich zutiefst verunsichert, was ihr Körpergewicht betrifft. Meint jemand wie Bo es wirklich ernst mit ihr? Warum sollte er sich ausgerechnet in sie verlieben, wo sie doch so dick ist? Als wären ihre Zweifel nicht schon genug, beschließt sie, über sich hinaus zu wachsen, indem sie sich bei der diesjährigen Wahl zur Miss Teen Blue Bonnet anmeldet. Wird es Will gelingen zuzulassen, dass nicht nur sie selbst, sondern auch andere, sie so lieben können, wie sie ist? Wird Will allen und vor allem sich selbst beweisen können, dass das große Glück keine Kleidergrößen kennt?

    Ich durfte dieses tolle Buch im Rahmen einer Leserunde, des Fischer Leseclubs lesen und bin noch immer ganz begeistert von dem Buch. Zwar hat mich der Verlauf der Geschichte einige Male ziemlich überrascht, aber genau diese Tatsache, hat dieses Buch für mich noch besser werden lassen. Die Geschichte nahm einige Male ziemlich unerwartete Wendungen, welche mich immer wieder erneut an sie fesselten. Auch gelang es Julie Murphy dem Leser mit "Dumplin'" zu zeigen, dass Willensstärke und Selbstliebe, nichts mit Kleidergrößen zu tun haben. Sie hat mich mit ihrem Buch zu mehr Selbstakzeptanz inspirieren können und mir gezeigt, dass es keine Rolle spielt, welche Größe in meiner Kleidung steht, solange ich mich selbst so akzeptieren und lieben kann, wie ich bin. Auch hat sie sich mit Will eine großartige Buchheldin ausgedacht, welche mir mit ihren direkten Gedanken oft ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern konnte. Aber auch die Nebenfiguren wurden sehr warmherzig und realistisch beschrieben, was den Leser noch tiefer in Dumplin's Welt eintauchen lässt. Julie Murphy zeigt mit ihrem Werk, dass jeder etwas in seinem Leben erreichen kann, wenn man es denn auch will, sie verdeutlicht dem Leser, dass es sich lohnt, im Leben auch mal ein Wagnis einzugehen und so über sich selbst hinauszuwachsen.
    Mir gefiel sehr der leichte und flüssige Schreibstil, auch die Länge der einzelnen Kapitel war gut gewählt, was den Lesefluss und das Verfolgen der Handlung, äußerst angenehm gestaltete. Zudem war es mir aufgrund der schönen Geschichte rund um Will und ihr Leben, nicht mehr möglich, dieses Buch länger als nötig, aus der Hand zu legen. Das schöne aber schlichte Cover überlässt dem Leser genug Fantasie, sich den Verlauf der Geschichte zu erträumen, zudem ist es durch seine gezielte Farbwahl ein echtes Schmuckstück in jedem Bücherregal. "Dumplin'" ist nicht nur ein reines Jugendbuch, es eignet sich durch seinen erfrischenden Schreibstil, auch sehr gut, beispielsweise als Geschenk, für erwachsene Leser.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sandra8811, 27.04.2018

    Wie kam ich zu dem Buch?
    Ich habe dieses Buch zufällig entdeckt und ertauscht auf einer Tauschseite.

    Cover:
    Das Cover ist absolut auffällig durch das intensive Rot auf dem schwarzen Hintergrund. Es ist erfrischend, dass die Dame auf dem Cover Rundungen hat und keine Model-Maße hat ;-) Dadurch merkt man, dass das Buch einfach etwas Besonderes ist.

    Inhalt:
    Willowdean ist 16 Jahre alt und nicht gerade ein Leichtgewicht. Als ihre Tante Lucy stirbt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg, da sie ihr näher war als ihre Mutter. Als die Sommerferien beginnen erlebt Will ihr großes Abenteuer: sie hat mit ihrer besten Freundin Ellen den Streit ihres Lebens und lernt den süßen Bo in der Arbeit kennen. Sie bräuchte ihre Tante mehr denn je, bei einer Zimmerdurchforstung stößt sie auf etwas, das ihr ganzes Leben verändern wird.

    Meine Meinung:
    Die Teenager Zeit ist eine der schwersten Zeiten des Lebens. Man beginnt viel neues und Teenager können grausam sein. Mobbing steht hier vor allem dann auf der Tagesordnung, wenn man etwas Besonderes ist. Die Autorin schafft es nicht nur, dieses Thema darzustellen, sondern auch zu zeigen, dass man das beste daraus machen kann. Das Ende war nicht ganz unerwartet aber trotzdem spannend und sehr passend.

    Willowdean ist eine starke, selbstbewusste junge Frau die auch mal an sich selbst zweifelt. Sie macht über sich selbst Dicken-Witze, welche das Buch witzig und erfrischend machen. Sie schafft es, eine Gruppe Mädchen dafür zu begeistern, bei einem Schönheitswettbewerb mitzumachen, obwohl keine von ihnen Model-Maße hat bzw. jede von ihnen einen „Makel“ hatte. Stellenweise wurden Schwächen bzw. schwache Momente von Will dargestellt, welche sie noch sympathischer und authentischer machten. Ihre Mutter wirkt vor allem am Anfang des Buches sehr gefühlskalt, unsympathisch und wenig führsorglich gegenüber ihrer Tochter. Sie hat nur den Schönheitswettbewerb und sich selbst im Blick und übersieht dabei ihre Tochter und deren Bedürfnisse.

    Callie (sie würde ich am ehesten als Antagonistin beschreiben) war mir von Anfang an ein Dorn im Auge. Dadurch, dass Wills Gefühle Callie gegenüber so genau beschrieben waren, habe ich genauso gefühlt. Sie war mir vermutlich genauso unsympathisch wie sie Will unsympathisch war ;-)

    Schreibstil:
    Ich bin super gut in das Buch reingekommen, da es einfach geschrieben ist und ich habe mich sofort in die detailreichen Beschreibungen verliebt. Die Protagonistin bestreitet ihr Abenteuer in der Ich-Perspektive, dadurch konnte mich gut in das Buch hineinversetzen und fragte mich, ob ich in dieser Situation genauso gehandelt hätte. Es werden viele Details beschrieben, die ich in Büchern so noch nie wahrgenommen habe, wie z.B. Größenunterschiede von Personen.

    Persönliche Gesamtbewertung:
    Dieses Buch war wirklich etwas Besonderes. Man hatte nicht den perfekten Protagonisten, der kurzzeitig Probleme hat, nein hier steckt man in einer jungen Erwachsenen, die schon das ganze Leben Kämpfen muss und zwar gegen Mobbing und für die Anerkennung ihrer Mutter. Das Thema Mobbing ist sehr ernst zu nehmen. Die Autorin schafft es dies etwas witzig, aber dennoch mit vollem Ernst spürbar und deutlich rüber zu bringen. Neben der starken Protagonistin werden auch immer wieder ihre schwachen Momente aufgezeigt, welche absolut authentisch sind. Will hat sich zu meiner Heldin entwickelt und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Es zeigt, dass man auch als Mensch, der nicht die Maße 90-60-90 hat, zufrieden mit sich selbst sein kann. Ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird, welche am besten bald erscheint :-)

    Übrigens mein neues Lieblingswort seit diesem Buch: Logorrhoe (Wortdurchfall)!

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Meggie, 01.05.2018

    Willowdean, von ihrer Mutter liebevoll Dumplin', Knödel, genannt, ist 16 Jahre alt, ein riesiger Dolly-Parton-Fan und dick. Bis jetzt hat ihr dies nichts ausgemacht, fühlte sie sich wohl und zusammen mit ihrer besten Freundin Ellen hatte sie alles, was sie brauchte. Bis Bo sie küsst. Bo, sportlich, gut aussehend und nett...
    Plötzlich ist für Willowdean alles anders. Sie fühlt sich unwohl in ihrem Körper, alle scheinen sich über sie lustig zu machen und auch sonst läuft irgendwie alles schief.
    Willowdean fasst einen Entschluss: Um es allen zu zeigen, meldet sie sich bei dem jährlich stattfindenden Schönheitswettbewerb an.

    Ich finde es immer gut, wenn man sich mit den Protagonisten identifizieren kann und mit ihnen auch sehr viel gemein hat. So weiß man immer genau, was der Charakter durchmachen muss, weil man so etwas schon selbst erlebt hat.

    Willowdean ist ein sehr fröhliches Mädchen. Sie ist clever, hübsch, freundlich und hilfsbereit. Sie zeigt keinen Neid, schon gar nicht gegenüber ihrer besten Freundin Ellen. Und sie hat Träume. Träume, die jedes 16jährige Mädchen hat.
    Bei Willowdean ist es Bo. Mit ihm arbeitet sie zusammen in einem Fast-Food-Laden und schwärmt heimlich für ihn. Doch sie denkt, Bo ist für sie unerreichbar. Er sieht sehr gut aus, ist sportlich und Willowdean so gar nicht sein Typ. Denkt sie zumindest.
    Bis Bo sie küsst. Und damit alles verändert. Diese "Kleinigkeit" bringt Willowdean so sehr aus dem Konzept, dass sich auf einen Schlag ihr ganzes Leben ändert.

    Sie verkracht sich mit ihrer besten Freundin Ellen und meldet sich beim Schönheitswettbewerb an. Eine mutige Entscheidung, denkt sie. Doch womit sie nicht gerechnet hat, ist den Zuspruch, den sie erhält. Von Mitschülern, die ebenfalls Schönheitsmängel vorweisen.
    Und plötzlich ist Willowdean der Star in ihrem Umfeld. Hier fühlt sie sich ein bisschen wie Dolly Parton. Und trotzdem sehr unwohl.

    Die Autorin erzählt in flüssiger und witziger Weise Willowdeans Geschichte, so dass man richtig Lust bekommt, ins Buch zu krabbeln und ebenfalls an Willowdeans Seite für "das Gute" zu kämpfen.

    Willowdean kämpft und gibt sich tapfer und stark. Doch braucht sie selbst jemanden, der ihr zuredet und ihr hilft, alles durchzustehen.
    Leider bekommt sie weder von ihrer Mutter, einer damaligen Gewinnerin des Schönheitswettbewerbs noch von ihrer besten Freundin Rückhalt. Dies hat mich sehr traurig gemacht, sollte doch gerade die Mutter stolz darauf sein und sie unterstützen. Ich hatte den Einruck, dass Willowdeans Mutter ihren alten Zeiten hinterhertrauert und gehofft hatte, dies durch Willowdean nochmals erleben zu können. Aber Willowdean hat sich zu einer sehr eigenständigen Person entwickelt und nicht zu einem Abbild der Mutter.

    Es gibt so viele schöne Szenen in dem Buch, aber auch die Schattenseiten werden nicht außen vor gelassen. Mehr als einmal kamen mir die Tränen.

    Die Autorin, selbst übergewichtig, wusste zu genau, wo die wunden Punkte sitzen. Doch schon allein mit ihrer Widmung "Für all die Mädchen mit den dicken Hintern" macht sie Mut und gibt ein bisschen Kraft.

    "Dumplin'" ist für Schokoladen-Fans, für Dolly-Parton-Vernarrte, für Schönheitsköniginnen mit Mängeln und vor allem für die, die meinen, sie seien hässlich. Oh nein, dass seid ihr nicht! Ihr seid perfekt!

    Fazit:
    Ein Sieg auf ganzer Linie.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    LadyIceTea, 22.04.2018

    Ein Buch, dass einfach Spaß macht!

    Willowdean Dickson wird von ihrer Mutter schon seit Jahren Dumplin‘ genannt. Knödel. Diesem Namen macht sie alle Ehre, denn sie ist dick. Doch Will stört das eigentlich gar nicht. Sie mag sich so wie sie ist. Zumindest bis der hübsche Bo plötzlich mit ihr zusammen sein will und sie das Gefühl bekommt, ebenfalls am großen Schönheitswettbewerb teilzunehmen.

    Ich habe dieses Buch völlig unvorbereitet gelesen. Ich wusste nicht, dass es ein Jugendbuch sein soll und in welches Genre das Buch gehört, weiß ich nach dem Lesen auch nicht. Aber was ich weiß ist, dass diese Geschichte einfach nur super viel Spaß beim Lesen macht und kein typisches Jugendbuch ist.
    Der Schreibstil ist genial. Ich kann nicht genau herausheben was ihn so gut macht aber er passt perfekt zum Inhalt und den Figuren, er ist flüssig und lässt sich super locker lesen. Ich als Leser konnte mir alles sehr bildlich vorstellen, ohne dass zu viele Details beschrieben wurden. Dazu kamen die Selbstironie und der Humor dieser Geschichte bestens zum Vorschein.
    Auch die Figuren sind wirklich sehr gut gelungen. Die Hauptfigur Willowdean ist eine Mischung aus allem und soll auch genauso sein. Sie ist selbstbewusst und gleichzeitig sehr verunsichert, sie liebt ihre Mutter und ist gleichzeitig maßlos enttäuscht von ihr, sie ist schlagfertig und doch oft sprachlos, sie ist sehr ehrlich und trotzdem bleibt vieles ungesagt. Mir hat es richtig gut gefallen, dass Will so viele Facetten zeigt und sich während der Geschichte immer mehr entwickelt. Sie wächst an den Ereignissen und das kann der Leser spüren.
    Ebenso ihre Freundinnen. Alle haben ihren etwas verschrobenen eigenen Charakter und jede von ihnen erhält eine kleine aber passende Hintergrundgeschichte und darf sich ebenfalls entwickeln. Dazu kamen einige Nebenfiguren, von denen keine mir als überflüssig oder unnötig erschienen ist.
    Die Handlung hat mich am meisten überrascht, da ich nicht wusste, was mich erwarten wird. Ich hatte erwartet, dass es sich viel mehr um den Schönheitswettbewerb dreht und sich darauf alles zentriert aber der Schönheitswettbewerb ist mehr das tragende Thema, welcher einen Boden für alle anderen Gebiete schafft. Mir hat das gut gefallen. Ich fand es auch super, in der Handlung viel von Wills Leben und auch einiges aus dem Leben ihrer Freundinnen und Kollegen zu hören. Dabei zeigt Will, genauso wie die Geschichte an sich, oft Witz und trotzdem einiges an Wahrheit. Dieses Buch ist kein typisches „Du bist gut so wie du bist“, wo die Figuren nur positiv beschrieben werden. Diese Aussage ist zwar auch in diesem Buch der Kern aber sie wird mit der unschönen Wahrheit gepaart, die die Gesellschaft erschaffen hat und die es Menschen die zu dick sind, humpeln oder schiefe Zähne haben, nicht leicht im Leben macht. Auch das hat mir gut gefallen.
    Ich hatte wirklich sehr viel Spaß beim Lesen dieser Geschichte und kann sie wirklich nur wärmstens empfehlen!

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    bücherwurm, 10.04.2018

    „Langsam breitet sich ein zufriedenes Lächeln über meinem Gesicht aus. ‚Nein‘, sage ich. ‚Dieser kleine süße Moppel ist eine Schönheitskönigin.‘ “

    Willowdean ist 16 und übergewichtig. Normalerweise ist sie schlagfertig und lässt sich von Kommentaren anderer nicht runterziehen. Als sie sich jedoch in ihren Kollegen Bo verliebt und sich entschließt, beim jährlichen Schönheitswettbewerb ihrer Stadt anzutreten, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen. Jetzt muss Willowdean erkennen, wer ihre Freunde sind und dass sie es selbst in der Hand hat, ihr Leben zu leben.

    Willowdean ist toll. Ja, sie ist ein Teenager und sprunghaft in ihren Ansichten, sie glaubt, dass sich die Welt nur um sie dreht, sie stößt ständig Leute vor den Kopf, weil sie eine andere Meinung hat, aber sie ist auch stark und geht ihren Weg. Das Leben mit ihrer alleinerziehenden Mutter, die als Vorsitzende des Schönheitswettbewerbs fungiert, ist nicht einfach. Als Will sich in Bo verliebt und er scheinbar ihre Gefühle erwidert, wird es richtig schwer für Will, denn sie kann nicht glauben, dass ein so gutaussehender Typ wie Bo es wirklich ernst mit ihr meint. Und was sollen all die anderen Kids an ihrer Schule sagen, wenn sie mit Bo zusammen ist? Will muss erst erkennen, dass sie nur glücklich werden kann, wenn sie selbst sich und ihr Leben akzeptiert. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ellen leidet unter Wills Verhalten.

    Insgesamt zeigt der Roman aber auf, wie wichtig es ist, sich selbst zu akzeptieren. Auch mal Dinge zu tun, die andere einem nicht zutrauen. Als Will und ein paar andere Mädchen, die nicht gerade zu den Schönheiten an ihrer Schule zählen, sich für den Contest anmelden, habe ich mich total gefreut. Die Mädchen sind aber auch alle auf ihre eigene Art toll, wie sie sich nicht entmutigen lassen. Will muss viel lernen, bis sie an diesem Punkt ankommt, aber es gelingt der Autorin, sie einige Entwicklungen durchmachen zu lassen, bis sie sich am Schluss mit sich selbst anfreundet.

    Die Geschichte ist toll, weil sie aufzeigt, dass es egal ist, ob man dick oder dünn ist, ob man einen Makel hat, auf dem andere rumhacken. Wenn man zu sich selbst steht und sich nicht beirren lässt, kann man seinen Platz im Leben behaupten und glücklich sein.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ein Jugendbuch, das aber auch sehr viel Aufschlussreiches für jeden anderen Leser – egal welchen Alters – bereithält. Daumen hoch für Willowdean und ihre Chaosfreundinnen!

    „Ich glaube, manchmal besteht die Vollkommenheit, die wir an anderen sehen, in Wahrheit aus vielen kleinen Unvollkommenheiten, weil an manchen Tagen das verdammte Kleid einfach nicht zugehen will.“

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Rebecca D., 24.04.2018

    Das Thema des Buches und die Aufmachung haben mich neugierig gemacht. Übergewicht, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, sowie die erste Liebe sind ein immer aktuelles Thema. Für mich war aber gerade das Jugendbuch-Thema Gewicht neu.

    Der Schreibstil gefiel mir richtig gut, sehr angenehm flüssig und leicht zu lesen. Ich konnte das Buch fast nicht mehr zur Seite legen. Jede freie Minute wurde genutzt, da ich es sehr ansprechend und witzig verfasst fand.

    Auch die Protagonistin Will, mit einigen Ecken und Kanten, ist mir ans Herz gewachsen. Will ist einfach extrem unsicher und dies spiegelt sich in vielen ihrer Handlungen wider.
    Viele Aspekte werden dazu beigetragen haben, wie das Verhalten ihrer Mutter, der Verlust ihrer Tante, ihre Unerfahrenheit mit Jungs und natürlich auch das Übergewicht, das hier eine große Rolle einnimmt. Ich denke aber dass dies schon auch so gewollt ist. Das erkennt man ja schon an Aufmachung, Titel und Inhaltsangabe des Buches.
    Das Drumherum finde ich aber auch äußerst witzig aber auch zum größten Teil authentisch, zumindest was Wills Gefühlswelt angeht.
    Das Setting ist jedoch schon sehr amerikanisch, mit dem Thema Schönheitswettbewerb und einem gewissen Südstaaten-Flair.

    Als erwachsener Leser kann man so manche Reaktion von Will irgendwie nicht unbedingt verstehen, jedoch sollte man sich dann doch bewusst machen, dass es Jugendliche Protagonisten sind und Verständnis für die Situation, das Alter und deren Probleme aufbringen.
    Vieles sind typische Jugend-Themen, wie Freundschaft, Mutter-Tochter, die erste Liebe, aber auch ernstere Themen werden angeschnitten. So steht das Selbstwertgefühl und die Selbstfindung sehr im Vordergrund.

    Das Ende des Buches hat mir sehr gefallen und habe ich als realistisch empfunden. Eine gewisser Spielraum für Interpretationen des Lesers ist gegeben.

    Eine Fortsetzung erscheint auf Englisch voraussichtlich im Mai 2018. Hier soll sich die Handlung überwiegend um Millie und Callie, zwei Nebencharaktere aus "Dumplin", drehen.
    Ich fand den Schreibstil sehr angenehm und flüssig, so dass ich wahrscheinlich auch eine Fortsetzung verschlingen würde.
    Ein Film bin ist wohl auch schon gedreht sein. Mal sehen wann und ob er in die deutschen Kinos kommt, das habe ich bisher noch nicht herausgefunden.

    Wer Lust auf ein wenig Südstaaten-Flair, die erste Liebe, einen Schönheitswettbewerb und viele typische Jugendthemen hat, der kann hier eigentlich nichts falsch machen.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Charleens Traumbibliothek, 24.03.2018

    Meine Meinung:
    Zuerst fiel mir dieses ganz besondere Cover ins Auge. Ich finde, es ist sehr außergewöhnlich und eigentlich passt es auch überhaupt nicht in mein Beuteschema. So besonders, wie das Cover ist, ist auch der Inhalt des Buches und somit passt es perfekt.

    An den Schreibstil von Julie Murphy musste ich mich auf den ersten Seiten erst einmal gewöhnen. Er ist einfach und flüssig, so dass er gut zu lesen ist. Manchmal - und besonders zu Beginn - empfand ich ihn ein wenig als distanziert und trocken. Das Empfinden verschwand jedoch mit jeder Seite mehr, die ich gelesen hatte. Immer wieder haben sich automatisch Bilder in meinem Kopf gebildet, so dass das Lesen sehr viel Spaß gemacht hat.

    Unsere Protagonistin ist die 16-järhige Willowdean, die von ihrer Mutter jedoch nur Dumplin - übersetzt Knödel - genannt wird. Sie ist nicht die typische Protagonistin, die man kennt, sondern eine ganz außergewöhnliche junge Frau, die ein paar Kilos zu viel auf den Rippen trägt. Dies macht ihr aufgrund ihres starken Selbstbewusstseins überhaupt nichts aus, bis sie ihren ersten Kuss bekommt und ihr Zweifel kommen. Ich mochte Willowdean von der ersten Seite an, sie war mir sympathisch und im Laufe der Geschichte macht sie eine starke Entwicklung durch. Sie kann auf jeden Fall charakterlich für viele Menschen ein Vorbild sein.

    Der Klappentext gibt den Inhalt sehr gut wieder, weshalb ich dazu gar nichts weiter zu schreiben habe. Das Buch vermittelt eine ganz tolle Message und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Vorurteile und Mobbing werden hier thematisiert und man fragt sich, warum dies in unserer Gesellschaft leider viel zu häufig vorkommt. Es gibt viele emotionale, aber auch interessante Szenen, die mich das Buch nicht aus der Hand haben legen lassen. Ich wollte immer wissen, wie es weiter geht und möchte euch das Buch auf jeden Fall empfehlen. Es soll von ganz vielen Menschen gelesen werden und unsere Gesellschaft verändern.


    Fazit:
    Julie Murphy hat mit "DUMPLIN'" ein kleines Meisterwerk geschaffen, welches meiner Meinung nach von vielen Menschen gelesen werden sollte. Die Charaktere sind einzigartig und es werden viele gesellschaftliche Themen angesprochen, die zum Nachdenken anregen. Bitte lest es doch selbst!

    5/5 Punkte
    (Perfekt!)

    Vielen Dank an den Verlag Fischer FJB zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sonja, 03.04.2018

    Inhalt: Willlowdean ist 16 und glühende Dolly Parton-Verehrerin. Außerdem ist sie nicht gerade die schlankeste. Das macht ihr allerdings überhaupt nichts aus. Ganz im Gegenteil. Mit flotten Sprüchen und jeder Menge positiver Energie meistert sie einfach alles. Und mit ihrer besten Freundin Ellen an ihrer Seite sowieso. Dann jedoch verliebt sie sich in den attraktiven Bo und plötzlich bekommt sie Selbstzweifel. Um diesen entgegenzuwirken, beschließt das Mädchen sich der größten Herausforderung zu stellen, die ihr Heimatort zu bieten hat, dem „Miss Teen Blue Bonnet“-Schönheitswettbewerb.

    Meinung: „Dumlin’“ ist ein toller Roman, der sich mit Selbstzweifeln, Selbstbewusstsein und dem Mut anders zu sein auseinandersetzt. Außerdem geht es um Freundschaft und die erste Liebe. Im Mittelpunkt steht Willowdean, die durch ihre Warmherzigkeit und ihren tollen Charakter einfach nur glänzt. Will hat mir von Anfang an super gefallen und ich hätte gerne jemanden wie sie in meinem Leben. Denn sie ist mutig und geht ihren Weg. Aber natürlich hat sie auch Selbstzweifel. Und sie trauert um ihre geliebte Tante Lucy, die ihr viel Positives mitgegeben hat. Ganz im Gegensatz zu ihrer Mutter, die sich mit der Figur ihrer Tochter nie richtig anfreunden konnte.
    Weitere wichtige Charaktere in diesem Buch sind Wills beste Freundin Ellen und Schwarm Bo. Beide haben mir in ihrer Art gut gefallen. Ebenso wie die Außenseiter Millie, Amanda und Hannah, die, nach Wills Vorbild, ebenfalls an dem Schönheitswettbewerb teilnehmen wollen.
    Die Geschichte ist sehr spannend und von Lebensweisheiten durchzogen. So regt sie immer wieder zum Nachdenken an. Allerdings gibt es auch Passagen, die zum Lachen oder zum Weinen sind. Alles hat die Autorin wundervoll mit eingewoben. Auf diese Weise kann man das Buch kaum aus er Hand legen.
    Alles an Willow und ihrer Umgebung wirkt echt und ungekünstelt. Und gerade das macht für mich ein gutes Buch aus.
    Einzig von dem Ende war ich etwas enttäuscht. Hier hätte ich mir noch ein paar Seiten und Erklärungen mehr gewünscht.
    Trotzdem ist „Dumplin’“ ein tolles und lesenswertes Buch. Ein Buch, das Mut macht und das es einfach Spaß macht zu lesen.

    Fazit: Tolles und Mut machendes Buch mit starker Protagonistin und jeder Menge Lebensweisheiten.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lupina15, 16.04.2018

    Dumplin steht, wie schon im Untertitel angekündigt, ganz unter dem Motto "Go big or go home"! Es ist sicher nicht vermessen zu sagen, dass dies ein wunderbares Plädoyer für alle Frauen ist, die sich nicht immer wohl in ihrer Haut fühlen.

    Protagonistin Willowdean lebt in einer Welt der Gegensätze. Zum einen ist ihre Mutter die Organisatorin des Mis-Teen-Blue-Bonnet-Schönheitswettbewerbs der Stadt und ihre größte Errungenschaft im Leben ist ihr Sieg in eben diesem Wettbewerb. Zum anderen ist ihre Tante mit 36 an einem Herzinfarkt gestorben, weil sie stark übergewichtig war. Will ist nicht wie ihre Mom, die ejdes Jahr in das Kleid hineinpassen will, dass sie damals beim siegreichen Wettbewerb trug. Will hat ein bisschen mehr auf den Hüften, aber das stört sie nicht. Sie lebt nach dem Motto: "Hast du einen Körper? Dann zieh ihm einen Badeanzug an".

    Will ist auch Hals über Kopf in ihren Arbeitskollegen Bo verliebt- Bo ist geheimnissvoll und redet nicht viel, aber er hat immer rote Lollies dabei. Der Leser begleitet Will auf ihrem Weg, sich selbst zu akzeptieren und für andere stark zu sein. Denn auch Bo mag Willowdean und es könnte alles perfekt sein, wenn Will sich nur nicht so viele Gedanken über ihren Körper machen würde. Wenn man selbst nicht immer zufrieden mit sich ist, kann man Wills Gedanken zu 100% nachvollziehen. Sie spricht und denkt das, was uns auch im Kopf herumspuckt. Andererseits tut sie Dinge, für die man sie nur bewundern kann. Sie nimmt sich ein Herz und meldet sich beim Schönheitswettbewerb an, womit das Buch Fahrt aufnimmt. Denn auf dem Weg zum Wettbewerb schließt sie nicht nur wunderbare Freundschaften, kommt immer mehr aus ihrer eigenen Haut heraus, sondern findet auch zu sich selbst.

    Das Buch lässt sich schnell lesen und ist gespickt mit Witz und Humor. Man verliebt sich sofort in Will und Bo (vor allem in Bo) und fiebert mit Will mit. Die Autorin hat eine ganz wudnervolle Geschichte auf die Beine gestellt, die allen Frauen Mut macht. Die Protagonistin ist nicht perfekt, aber sie zeigt uns, dass in jedem eine Schönheitskönigin schlummert. Ganz klare Leseempfehlung!

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    MissGoWest, 22.04.2018

    Wohlfühl-Coming-of-Age-Geschichte

    Selten habe ich so viele Lieblingszitate in einem Buch gefunden, wie es bei "Dumplin’ – Go Big Or Go Home" der Fall war. Schon auf Seite 35 setzt Willowdean „Dumplin’ “ Dickson mit der Erinnerung an die Worte ihrer verstorbenen Tante Lucy den Ton des Jugendbuches: „Ich habe viele Jahre meines Lebens vergeudet. Ich habe zu viel darüber nachgedacht, was andere Leute sagen oder denken.“

    Ebenso wie ihre Tante Lucy hat Willowdean einige Pfunde zuviel auf den Rippen. Manchmal kommt sie gut damit zurecht, manchmal macht sie das Extragewicht unsicher. Genau das finde ich sehr realistisch – niemand ist immer selbstsicher und komplett von sich überzeugt. Das gilt übrigens für fast alle Charaktere, und hier liegt die Stärke des Buches. Jeder Leser wird eine Identifikationsfigur finden, jeder kennt zumindest eines der Themen, die Julie Murphy anspricht – Figurprobleme, Mobbing, Unehrlichkeit, sexuelle Identität, der Prozess des Heranwachsens, Missverständnisse und die Entwicklung von Freundschaften und Beziehungen aller Art.

    Willowdean hat einige Ecken und Kanten, und ihr Benehmen ist oft widersprüchlich. Das lässt sie manchmal unsympathisch wirken – man möchte sie regelrecht an den Schultern packen und ein wenig schütteln. Im Zentrum der Geschichte steht ihr Entschluss, an einem Schönheitswettbewerb teilzunehmen. Damit motiviert sie drei weitere Mädchen, sich ebenfalls dafür anzumelden, obwohl sie nicht den gängigen Schönheitsidealen entsprechen. Für mich ist dabei Millie die heimliche Heldin des Buches, da sie trotz massiven Übergewichts ihren Traum lebt.

    Ich habe mich in der Geschichte wohl gefühlt und fand das Ende passend. Für mich nehme ich diese kleine Weisheit als Fazit des Buches mit: „[… M]anchmal besteht die Vollkommenheit, die wir an anderen sehen, in Wahrheit aus vielen kleinen Unvollkommenheiten […].“ (S. 392)

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  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Webervogel, 20.04.2018

    Coming of Age mal anders

    Schon das Cover hat mich davon überzeugt, dass ich dieses Buch lesen muss: Eine kräftigere Frau im roten Abendkleid hat vor schwarzem Hintergrund ihren großen Auftritt. Sie hebt Hände und Kopf nach oben, genießt offensichtlich ihren Applaus. Über ihr steht der Untertitel des Buches: „Go big or go home“. Was für ein Auftritt!
    Die auf dem Cover illustrierte Haltung erwartete ich dann von der Hauptfigur, der 16-jährigen Willowdean Dickson. Sie ist die titelgebende „Dumplin‘“, ihre Mutter hat ihr den Spitznamen „Knödel“ in frühester Jugend verpasst. Als eine frühere Schönheitskönigin, die sich damit rühmt, immer noch in ihr Wettbewerbskostüm von vor fast 20 Jahren zu passen, steht Rosie Dickson dem Übergewicht ihrer Tochter äußerst kritisch gegenüber. Verschärft wird der Konflikt dadurch, dass Rosies Schwester Lucy, mit der Mutter und Tochter zusammenwohnten, vor Kurzem mit 36 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben ist, der auf ihre Gewichtsprobleme zurückzuführen war.
    Doch Will lässt sich von ihrer Mutter keine Komplexe einreden und ist mit sich im Reinen - eigentlich. Ihre beste Freundin El sieht zwar aus wie ein Model und hat schon ewig einen festen Freund, während Will ihren Fast Food Imbiss-Kollegen Bo nur in Gedanken anschwärmt, aber sie ist durchaus selbstbewusst und zufrieden, wenn man davon absieht, dass sie ihre verstorbene Tante sehr vermisst. Dann aber überstürzen sich die Ereignisse …

    „Dumplin‘“ ist eine Coming of Age-Geschichte der anderen Art. Will fragt sich, wer sie ist, wie sie gesehen wird und was sie vom Leben will, zusätzlich ist aber ein großes Thema, ob und wie sehr sie sich von anderen über ihr Gewicht definieren lässt – und wie sehr sie sich selbst darüber definiert. Die Botschaft des Buches ist ganz klar: „Du bist gut so, wie Du bist!“ Anfangs macht es den Eindruck, als wäre sich die Protagonistin dessen vollkommen bewusst, doch dann scheint ihr Leben in seinen Grundfesten erschüttert und sie muss zu einem neuen Selbstverständnis finden. Ihre Probleme waren für mich nicht immer nachvollziehbar und zum Teil auch ziemlich hausgemacht, aber das waren meine Probleme mit 16 vermutlich auch ... Zum Teil macht es den Charme des Buches aus, dass Will nicht immer die strahlende Heldin ist, die man auf dem Cover sieht. Sie hat durchaus Kanten, Charakterschwächen und Tiefs. Letztere bewirken, dass der Roman längst nicht immer so unterhaltsam ist, wie ich es aufgrund des Covers und der ersten Kapitel erwartet hatte. Einige andere Figuren kamen mir etwas zu kurz, Julie Murphy hatte sie zwar komplex angelegt, aber dann in meinen Augen nicht ganz ausgestaltet – zum Teil hätte ich gerne noch mehr über Wills Umfeld erfahren. Etwas ratlos lässt mich auch das Übergewicht der Hauptfigur zurück: Murphy beschreibt es nicht näher, was ich gut finde, so kann sich jeder sein eigenes Bild von Will machen. Dass sie liebenswert ist, egal wie viel sie wiegt – gar keine Frage. Ihre verstorbene Tante wog allerdings 225 kg und hat das Haus kaum mehr verlassen, was im Buch irgendwie als unumstößliche Tatsache akzeptiert wird. Auf der einen Seite ist das verständlich: Die Tante ist gestorben, es lässt sich eh nichts mehr ändern … auf der anderen Seite hat es mich jedoch gestört, dass ihr Gewicht so schicksalsergeben akzeptiert wurde. Dass Will ein glückliches Leben ohne Idealmaße führt – wunderbar. Aber dass es wichtig ist, darauf zu achten, dass man einigermaßen gesund bleibt – an irgendeiner Stelle hätte das ruhig mal Erwähnung finden können.
    Amüsiert hat mich dagegen die starke amerikanische Färbung – „Dumplin‘“ spielt in Texas! Von Dating-Kultur über Kirchenbesuch bis hin zum Schönheitswettbewerb war das immer wieder spürbar.
    Insgesamt ist „Dumplin‘“ gute, aber auch nachdenklich machende Unterhaltung, insbesondere zu den Themen Selbstbewusstsein, Freundschaft und generell zwischenmenschliche Beziehungen. Ein lesenswertes Jugendbuch mit kleinen Schwächen.

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  • 5 Sterne

    3 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Michaela F., 09.04.2018

    Will ist ein Teenager der ein paar Kilo zu viel auf den Hüften hat. Doch Will lässt sich trotz der üblichen Hänselei nicht unter kriegen. Selbst die teilweise spitzen Bemerkungen ihrer Mutter können ihrem Selbstbewusstsein scheinbar nichts anhaben. Doch keiner Versteht sie so, wie Lucy es getan hat. Lucy war ihre Tante und ist vor kurzen gestorben.
    Als Will einen Jungen kennen lernt und dabei ist sich zu verlieben sieht das alles ganz anders aus. Will fühlt sich abstoßend und möchte gerade an ihren Problemzonen nicht berührt werden. War das Selbstbewusstsein doch nur Show? Doch dann möchte sie es allen zeigen und meldet sich beim örtlichen Schönheitswettbewerb an. So richtig wohl fühlt sie sich it dem Gedanken aber auch nicht immer. Ob sie es schafft sich so zu akzeptieren wie sie ist?

    Dumplin ist ein Jugendbuch, dass nicht nur Jugendliche anspricht. Es gibt in jedem alter Menschen, die unsicher in ihrer Haut sind und etwas Zuspruch gebrauchen können. Es handelt von so viel mehr als der üblichen Liebesgeschichte. Das Buch spricht von Freundschaft, Verlust und die Fähigkeit sich selbst zu akzeptieren.

    Julie Murphy hat mit ihrer Schreib- und Erzähl weise bei mir mitten ins schwarze getroffen. Ein ganz besonderer Schatz in meinem Bücherregal und ein Buch, welches sich lohnt verschenkt zu werden.

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  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Eva F., 04.04.2018

    Für all die Mädels mit den dicken Hintern.

    Willowdean, genannt Will, ist dick und fühlt sich damit eigentlich gar nicht so unwohl. Ihre beste Freundin Ellen an der Seite – und alles ist gut, das ist zumindest für sie der Fall. Doch dann lernt sie Bo kennen, der so sportlich und attraktiv ist, dass sie sich absolut in ihn verknallt. Und dann küsst er sie, etwas womit sie so überhaupt nicht gerechnet hat. Und was auf einmal absolut Zweifel in ihr weckt, an ihrem Körpergefühl. So kommt es, dass sie sich spontan für einen Schönheitswettbewerb anmeldet, bei dem ihre Mutter vor einigen Jahren selbst gewonnen hat und bei dem diese auch weiterhin im Organisationsteam ist. Aber hilft ihr das wirklich weiter ihre Selbstzweifel zu besiegen? Und kommt es darauf überhaupt an?

    Allein die Widmung des Buches - „Für all die Mädels mit den dicken Hintern.“ – hat mich sehr zum Schmunzeln gebracht, ein sehr lustiger Einstieg ins Buch, wie ich finde. Vom Schreibstil her ging es dann durchaus auch angenehm weiter, das Buch lässt sich gut und zügig lesen, wie ich finde. Hier gibt’s keine großartigen Fremdwörter oder gar Fachbegriffe, die Sätze sind nicht großartig verschachtelt. Gut verständlich und wirklich gut zu lesen.

    Die Geschichte ist mal was ganz anderes, was an und für sich eine wirklich interessante Idee ist. Der Ansatz hat mir wirklich gut gefallen, gerade in Zeiten von „Germany’s Next Topmodel“ ist es wichtig, wenn jemand auch mal nicht dem Maßstab 90-60-90 entspricht und trotzdem mutig ist, Selbstbewusstsein und ein gutes Körpergefühl hat. Aus dem Buch wird man jedoch nicht so wirklich schlau was den Körper von Willowdean angeht, sie ist „dick“, ich glaube „fett“ wird es auch mal beschrieben. Ihre Tante Lucy ist mit 36 Jahren und über 230 kg gestorben, so schlimm scheint es um Will aber wohl nicht zu stehen – gewichtsmäßig.

    Dennoch muss ich sagen, dass mir hier mal eine etwas präzisere Angabe gefehlt hat – einfach um mal ein bißchen mehr ein Bild von ihr zu bekommen. Andere Protagonisten des Buches sind da ja auch immer wieder beschrieben, eben ihre beste Freundin Ellen oder auch ihre eigene Mutter.

    Generell hat mir das Buch gut gefallen, teilweise ist es ein Mut-Mach-Buch, hier hätte ich mir aber irgendwie noch ein bißchen mehr gewünscht. Hier war Will dann doch wieder nicht so stark, wie sie es einerseits vorgibt oder sein möchte. Sehr krass finde ich hier immer wieder die Rolle der Mutter, die die Tochter zum Abnehmen anspornt, was ich durchaus verständlich finde, die es aber sehr unglücklich angeht. Gerade der Tod der von Will doch sehr geliebten Tante Lucy, die ja die ältere Schwester der Mutter ist, zeigt Will ja doch auch in gewisser Weise auf, dass die Lebensweise der Tante nicht so gut/gesund war. Hier hätte ich mir gewünscht, dass sie vielleicht selbst ein bißchen was ändert, wenn sie denn so extrem dick ist. (Außerdem ist mein Gefühl hier, dass das mit dem Alter im Buch ein bißchen durcheinander kam: Lucy ist die ältere Schwester von Will’s Mutter. Lucy ist mit 36 Jahren gestorben, Will ist gerade 16. So ergibt sich für mich, dass Will eine doch noch recht junge Mutter hat, die deshalb vielleicht manchmal so mit ihrer Tochter umgeht, wie sie es im Buch tut?)

    Unterhaltsam war das Buch alle mal, es gab mal emotionale wie lustige Szenen, das hat mir recht gut gefallen. Alles in allem war es aber einfach recht amerikanisch, man merkt einfach wie die Dinge dann anders laufen als im europäischen Raum. Zum Schluß hin hat mich das Buch dann auch enttäuscht, hier hat man es so offen gelassen, dass man es auch fortsetzen kann. Da hätte man einfach ein anderes Ende auch wählen können.

    Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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