Herzschlag der Gewalt, Matthias Soeder

Herzschlag der Gewalt

Thriller

Matthias Soeder

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  • 5 Sterne

    The Librarian, 03.06.2018

    Dafür werdet ihr büßen. Er hasste sich, er hasste die Terroristen. Eine tödliche Wut ergriff von ihm Besitz, er zitterte am ganzen Leib. – Zitat aus dem Buch S. 298

    Meine Meinung zum Cover:
    Durch die Farbgestaltung ist das Cover ein „Signalfeuer“. Es sticht für mich aus der Masse hervor. Rechts oben sieht man drei Terroristen, im unteren Bereich befindet sich ein Flugzeug mit der Andeutung einer Karte. Die kräftige Schrift des Titels zieht den Blick genauso auf sich.

    Meine Zusammenfassung des Inhaltes:
    Alexander Hartmanns Leben war nicht einfach. Von Gewalt geprägt, wächst er in einem schwierigen Umfeld auf. Doch er schafft es, daraus auszubrechen und sich ein Leben aufzubauen. Seine Sucht nach Adrenalin und Nervenkitzel sorgt allerdings für allerlei Probleme. Doch dann wird er von unerwarteter Seite angesprochen und wird zu einem Geheimagenten ausgebildet. Sein Beruf als Pilot ist dabei besonders hilfreich. Er wird auf der ganzen Welt zu gefährlichen Einsätzen gerufen. Privat läuft es gut für ihn und er beschließt, sein Geheimagentenleben zu beenden. Doch der Chef des BND hat andere Pläne und zwingt ihn zu einem letzten lebensgefährlichen Auftrag. Jener Auftrag verlangt alles von ihm ab und bringt nicht nur sein Leben in Gefahr, sondern auch von der Person, die er liebt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem niemand ahnt, wer wirklich dahintersteckt und wie durchtrieben der Plan ist.

    Meine Meinung zum Inhalt:
    Dieses Buch ist so ganz anders, wie die Thriller, die ich bisher gelesen habe. Die Geschichte beginnt im Kindesalter der beiden Hauptprotagonisten. Es gibt zwei Haupthandlungsstränge, die sich ständig abwechseln. Ich erlebte ihre Entwicklung und sah wie sie zu der Person wurden, die sie „heute“ sind. Dabei bekam ich ein Verständnis für die Beweggründe und ihrem Verhalten.

    Erschreckend genau hat der Autor dabei die Geschehnisse im Bürgerkriegsland Somalia dargestellt. Er zeigte genau auf, wie brutal das Leben dort ist und was die Menschen tun müssen, um zu überleben. An dieser Stelle möchte ich unbedingt betonen, dass Leser dieses Buches mindestens 18 Jahre alt sein sollten. Die Gewaltdarstellungen sind brutal und direkt, sie zeigen wie es wirklich zu geht. Dadurch wird einem die Situation schonungslos aufgezeigt. Man muss also mit expliziten Gewaltdarstellungen zurecht kommen können. Durch diese Darstellungen erlebte ich wie Chibala die Hauptfigur auf der „dunklen Seite“ zu einem abgrundtiefen und bösen Mann ohne Gewissen wurde.

    Parallel erlebte ich, wie Alexander Hartmann sein Leben verbringt und zu einem Geheimagenten wird. Ich sah, wie er wieder Positives in sein Leben bringt und es ihm auf grausame Weise genommen wird. Nach einiger Zeit, mit einem Leben auf den Graden des Todes entdeckt er erneut, wofür es sich zu leben lohnte. Seine Entwicklung hat mich besonders beeindruckt. Er zeigte immer wieder neue Stärken seiner selbst und schaffte es trotzdem mich mit seinen Handlungen zu überraschen.

    Der Schreibstil des Autors ist sehr direkt. Er kommt ohne lange Beschreibungen aus und bringt die Dinge sofort auf den Punkt. Sein direkter Schreibstil sorgte dennoch für viel Nervenkitzel. Mir fehlten die Beschreibungen nicht, da ich mir seine Geschichte trotzdem gut vorstellen konnte. Ich sah die Bilder vor meinem inneren Auge. Manchmal waren sie erschreckend intensiv.

    Zu keinem Zeitpunkt langweilte ich mich, ich wollte mehr herausfinden und sehen, wie die Geschichte verläuft. Schlussendlich habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen, weil es mich nicht mehr losgelassen hat. Die letzten 150 Seiten waren besonders spannend und ich las sie beinahe in einem Rutsch. Ich fieberte die ganze Zeit mit und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Durch die beiden Handlungsstränge und die Sichtwechsel zu wenigen anderen beteiligten Personen bekam ich einen intensiven Eindruck der detailliert ausgearbeiteten Geschichte. Die letzten paar Kapitel hatten es besonders in sich und sorgten für beinahe unerträgliche Spannung. Meine Erleichterung am Ende war groß, auch wenn es anders ausging als erwartet.

    Mein Fazit:
    Mit dieser Geschichte hat der Autor einen spannenden Thriller mit erschreckend genauen Szenen geschrieben, die aus dem wahren Leben stammen könnten. Die Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Seiten spannend, obwohl sie anders beginnt als erwartet. Zwei Haupthandlungsstränge sorgen für einen intensiven Rundumblick. Allerdings sollte man mit expliziten Gewaltdarstellungen klar kommen, deshalb empfehle ich das Buch ab 18 Jahren. So manche Szene ist nichts für schwache Nerven. Die letzten 150 Seiten waren noch spannender als alles zuvor und ließen mich extrem mitfiebern. Ich brauchte für die 432 Seiten zwei Tage und habe mit diesem Buch mein Jahreshighlight 2018 im Genre Thriller gefunden.

    Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

    Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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    janein
  • 5 Sterne

    Zsadista, 20.01.2018

    Kenia. In Armut und Krieg wächst der Junge Chiballa auf. Als sein Dorf überfallen und seine Eltern ermordet werden endet für ihn sein bisheriges Leben. Er wird aufgegriffen und als Kindersoldat ausgebildet. So fällt er in die gleiche Schiene, wie die Mörder seiner Eltern.

    Deutschland. Alexander Hartmann hat keine einfache Kindheit. Die Mutter ist früh gestorben und der Vater ein Säufer und Schläger. Als Jugendlicher rutscht er ab und fällt in die Drogen- und Rockerszene. Doch er kann sich noch einmal raffen und schafft es zur Bundeswehr. Dort wird er vom Bundesnachrichtendienst als Agent angeworben.

    Bei beiden Männern läuft in ihrem Leben gewaltig etwas schief. Und doch haben beide miteinander zu tun und treffen aufeinander.

    Der Tanz der Gewalt hat begonnen.

    „Herzschlag der Gewalt“ ist ein Thriller aus der Feder des Autors Matthias Soeder.

    Das Cover hat mich direkt angesprochen. Die Grafik ist fantastisch, es passt einfach alles zusammen und ist genau mein Ding. Die Inhaltsangabe hat mir dann den Rest gegeben und ich musste das Buch unbedingt lesen.

    Ich muss gleich zu Anfang erwähnen, dass das Buch wirklich nichts auslässt. Fast würde ich behaupten, dem Buch müsste eine „FSK 18“ aufgedruckt werden, denn für zarte Gemüter ist die Story nun wirklich nicht gedacht.

    Die Geschichte von Chiballa ist von Gewalt geprägt. Und dies bringt der Autor ganz deutlich rüber. Als Kind hatte Chiballa kaum Gelegenheit zu lernen was Liebe, Freundschaft und Familie bedeutet. Auch sonst wurde ihm keine Ausbildung zuteil. Dies wirkt sich auf sein weiteres Leben aus. Im Grunde ist er ein kleines, dummes, bockiges Kind geblieben. Aber im Laufe seines Lebens hat er gelernt, dass man durch Brutalität Macht und Geld erlangen kann. Diese Brutalität lebt er auf der einen Seite komplett aus. Auf der anderen Seite ist er halt auch noch das Kind, das nicht sehr weit denken kann.

    Die Figur von Chiballa ist sehr brutal in ihrer Art beschrieben. Ich finde allerdings, dass sie sehr realistisch dargestellt wurde. Gerade diese Kapitel sind auch mehr als heftig geschrieben.

    Die Figur um Alexander finde ich auch sehr realistisch gehalten. Den Werdegang fand ich sehr interessant. Alexander hat zwar auch seine Haken und eine gewisse Brutalität wohnt in ihn, trotzdem bricht er nicht so aus sich heraus, wie Chiballa. Man merkt da schon, dass er in einem anderen Land auf die Welt kam.

    Der Schreibstil selbst ist spannend und rasant. Man möchte immer noch ein Kapitel weiter lesen.

    Ich muss wirklich sagen, dass ich selten so ein durchweg gelungenes Werk gelesen habe. Es passt für mich hier wirklich alles, das Cover, der Inhalt, der Schreibstil.

    Das Einzige, was mir nicht ganz gefallen hat, war am Schluss das Pünktchen „heile Welt“ auf den letzten Seiten des Buches. Es passte für mich nicht ganz, dass es am Ende so abgelaufen ist. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, sonst müsste ich spoilern.

    Ich kann nur sagen, besser kann man so ein Buch nicht schreiben. Ich kann es wirklich nur weiter empfehlen. Nur muss man sich halt darüber im Klaren sein, dass hier mehr realistische Gewalt vorhanden ist, wie in manch blutigem „normalen“ Thriller. Oft werden da einfach nur kranke Ideen aufgeschrieben, die aus reiner Fantasy entstanden sind. Hier handelt es sich aber leider um die Realität und Brutalität des echten Lebens. Man muss beim Lesen also starke Nerven mitbringen.

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    janein
  • 5 Sterne

    ech, 17.01.2018

    Packender Agenten-Thriller mit expliziten Gewaltszenen, die wenig bis nichts auslassen

    Der Frachtpilot Alexander Hartmann führt über viele Jahre ein gefährliches Doppelleben, da er neben seiner Pilotentätigkeit auch noch brisante Aufträge für den BND durchführt. Als er der Liebe wegen aussteigen will, wird er von seinem Vorgesetzten zu einem letzten gefährlichen Einsatz erpresst, der Verhinderung eines Terroranschlages in Nairobi. Doch hinter diesem Anschlag steckt mehr, als zunächst vermutet wird und für Alexander steht urplötzlich mehr auf dem Spiel als nur das eigene Überleben.

    Mit seinem Erstlingswerk legt Matthias Soeder, der im wahren Leben ebenfalls als Frachtpilot unterwegs ist und somit weiß, worüber er hier schreibt, gleich einen ungemein packenden Agententhriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.
    Die gut aufgebaute Geschichte strotzt nur so vor Spannung und überraschenden Wendungen, enthält aber auch eine große Anzahl an expliziten Gewaltszenen (Der Titel des Buches ist hier wirklich Programm.), die wenig bis nichts auslassen und somit sicherlich nicht jedermanns Sache sind. Hier gehören sie aber absolut zur Geschichte dazu und kommen nur in wenigen Ausnahmefällen etwas zu überzogen rüber.

    Zu Beginn lässt sich der Autor Zeit, den Werdegang und den Hintergrund seiner Hauptfigur Alexander Hartmann ausführlich zu beschreiben und stellt dabei die Lebensgeschichte des Afrikaners Chibala, der im weiteren Verlauf zum großen Gegenspieler von Alexander wird, gegenüber. Bei beiden Figuren verzichtet der Autor weitestgehend auf die klassischen Gut-und-Böse-Klischees und schafft so zwei ungemein lebendige und vielschichtige Charaktere, die die Geschichte über die gesamte Länge des Buches tragen.

    Der größte Teil des Buches spielt auf dem afrikanischem Kontinent, einem frischem Schauplatz, der noch nicht so oft in Krimis und Thrillern vorkommt. In den Beschreibungen zu Land und Leuten beweist der Autor seine Kenntnisse bzw. seine gute Recherchearbeit zu den Schauplätzen und der Geschichte den Kontinents. Dies trägt auch einen gehörigen Anteil zum überzeugenden Gesamtergebnis bei.

    Wer ein Faible für spannende Agenten-Thriller hat und sich von den Gewaltbeschreibungen nicht abschrecken lässt, wird hier bestens unterhalten.
    Auf weitere Bücher des Autoren kann man schon sehr gespannt sein.

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    janein
  • 5 Sterne

    Luise D., 20.01.2018

    Alexander Hartmann reist als Frachtpilot in viele verschiedene Länder – eine perfekte Tarnung für einen Mitarbeiter des deutschen Geheimdienstes. Dass dieses Berufsleben lebensgefährlich sein kann, muss Alexander sehr schmerzhaft erfahren, deshalb will er seine Agententätigkeit beenden. Doch dem BND-Chef gelingt es, ihn zu einem letzten Einsatz zu zwingen. Es geht nach Afrika, wo somalische Terroristen in Kenia einen verheerenden Anschlag planen. Alexander muss die Attentäter stoppen, sonst wird es einen furchtbaren Massenmord geben. Doch die Terroristen verfügen über scheinbar unendlich viel Geld und effektive Waffen. Und nicht nur Alexander begibt sich in Gefahr, seine Freundin Valentina lebt ebenfalls gefährlich…
    Der Autor Matthias Soeder hat mit seinem ersten Thriller „Herzschlag der Gewalt“ ein spannendes und realitätsnahes Buch geschrieben. Ihm gelingt es, dem Leser das komplexe Geschehen verständlich und kurzweilig zu übermitteln, die 430 Seiten weisen kaum Längen auf. Der Schreibstil ist nüchtern, klar und flüssig. Der Geschichte merkt man jederzeit den Fachmann auf dem Gebiet der Fliegerei an – Matthias Soeder ist Frachtpilot, bereist als solcher die Welt und ist auch real schon in brenzlige Situationen geraten. Die Beschreibungen der Verbrechen in diesem Buch sind hart, es gibt viele blutige und gewalttätige Szenen, wer so etwas nicht mag, sollte diesen Thriller besser nicht lesen. Mir hat an diesem Erstlingswerk vor Allem gefallen, dass man als Leser immer den Eindruck hat, das hätte sich wirklich so abspielen können, gerade auch das Ende ist erschreckend aktuell.
    Das Cover passt mit dem großen Flugzeug und den bewaffneten Männern sehr gut zum Inhalt dieses Thrillers. Den Titel finde ich zwar passend, aber er spricht mich nicht wirklich an, hier hat wirklich der Klappentext mein Interesse geweckt – und das habe ich nicht bereut: Das Buch ist auf alle Fälle lesenswert!

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    janein
  • 5 Sterne

    SiWel, 30.12.2017

    Wow, dieser Thriller hat es in sich. Nach einer schlaflosen Nacht weiß ich immer noch nicht so recht wie ich das was ich hier erlebt habe in Worte packen soll.

    Der Titel Herzschlag der Gewalt sowie das Cover und der Klappentext weisen bereits darauf hin das es hier ordentlich zur Sache geht. Terroristen, Drogenhandel, Schmuggelei, Piratismus - hier wird eigentlich nichts ausgelassen. Alles angetrieben von der menschlichen Macht sowie deren Giergelüste.

    Erzählt wird hier in einem Tagebuchstil in zwei Erzählsträngen. Anfangs mit großen Zeitsprüngen, die mich zuerst ein wenig irritiert haben. Im weiteren Verlauf habe ich dann gemerkt das es nur dazu dient die beiden Protagonisten besser kennenzulernen.
    Ehrlich gesagt habe ich die Kapitel dann regelrecht verschlungen.
    Der Autor Matthias Soeder hat eine wunderbare Art zu schreiben.
    Klar, einige Szenen sind sehr brutal, lassen einen während des Lesens den Atem anhalten und man merkt wie einem so langsam die Gänsehaut hochkrabbelt, aber zum gelegentlichen Durchatmen und Luftholen gibt es dann immer mal wieder ganz normale Szenen - sowas wie Liebe oder einen Kühlschrank wo der Joghurt vor sich hinschimmelt.

    Der Schreibstil ist faszinierend. Das ist alles so toll dargestellt, angefangen von den Charakteren bis hin zu den verschiedenen Ortschaften und Geschehnissen - Wahnsinn - Da ist mir für meine eigene Fantasie kein Freiraum mehr geblieben. Brauchte ich hier aber auch nicht.
    Wirklich erstaunlich für ein Erstlingswerk.

    Mein Fazit: Wer mal wieder einen richtig guten Thriller lesen will, der sollte die Protagonisten Alexander und Chibala unbedingt kennenlernen. Übrigens, wer eher zart beseitet ist dem rate ich davon ab.

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    janein
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