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Im Wald

Nele Neuhaus


Mitten in der Nacht
geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen.
...
Im Wald, Nele Neuhaus

Buch 22.00

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  • 5 Sterne

    50 von 73 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 16.10.2016

    Als Buch bewertet

    Eines Nachts brennt auf einem Campingplatz ein Wohnwagen. Erst vermuten die Ermittler, Oliver von Bodenstein und Pia Sander, dass ein Feuerteufel dahintersteckt, doch dann wird im Wohnwagen eine Leiche entdeckt. Bald wird auch noch eine alte Frau im Hospiz ermordet, die Bodenstein von früher kannte. Bei den Ermittlungen stoßen Bodenstein und Sander dann auch auf Artur. Er war Bodensteins bester Freund, der im Sommer 1972 spurlos verschwand. Dieser Vermisstenfall wurde nie aufgeklärt. Besteht vielleicht ein Zusammenhang zwischen den Morden und dem Vermisstenfall?

    Meine Meinung:

    Dies ist bereits der achte Fall mit dem Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Sander. Ich habe die Vorgänger bisher noch nicht gelesen. Man merkt zwar, dass die beiden eine Vorgeschichte haben. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass mir viel Vorwissen fehlt.

    Die beiden Ermittler finde ich sympathisch. Oliver von Bodenstein ist der ruhigere von Beiden. Er handelt sehr überlegt, kann sich in die Menschen einfühlen und findet immer die richtigen Worte bzw. kann sich auch zurückhalten. Pia Sander dagegen ist impulsiver und handelt mehr nach dem Bauchgefühl. Sie ergänzen sich also sehr gut. Zusammen sind sie wirklich ein tolles Team.

    Die Geschichte ist wirklich spannend. Man rätselt selbst unablässig mit. Dabei wird man immer wieder auf falsche Fährten geführt. Wer der Täter ist, wird erst ganz am Ende klar. Dies ist dann wirklich überraschend. Außerdem gefiel mir, wie die verwirrenden Spuren am Ende alle zusammenpassen. Im Endeffekt war hier doch einiges anders als gedacht.

    Der Vermisstenfall setzte sich nach und nach durch Erinnerungen von Oliver und den Dorfbewohnern zusammen. Hier wurde auch das dörfliche Miteinander bzw. die Abhängigkeit zueinander, Hierarchien und Verwandtschaftsverhältnisse toll beschrieben. Vordergründig handelt es sich um harmonische Familien, die miteinander gut auskommen. Doch hinter der Fassade sieht es manchmal anders aus. Auch muss Bodenstein erkennen, dass er manche Menschen, obwohl er mit ihnen aufgewachsen ist, nicht wirklich kennt.

    In der Geschichte kommen sehr viele verschiedene Personen vor. Trotzdem habe ich größtenteils den Durchblick behalten. Als kleine Hilfestellung ist aber auch ein Personenregister am Anfang der Geschichte zu finden. Das fand ich wirklich klasse.

    Der Schreibstil ist flüssig und mitreissend. Auch werden die Charaktere und Schauplätze so anschaulich beschrieben, so dass ich sofort ein Bild vor Augen hatte.

    Fazit:

    Die Geschichte ist spannend und fesselnd von Anfang bis Ende. Ich habe sie in einem Rutsch durchgelesen, da ich unbedingt wissen wollte, wer der Täter ist. Außerdem gibt es sympathische Ermittler, viele falsche Fährten und eine überraschende Auflösung. Empfehlenswert!

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    janein
  • 5 Sterne

    81 von 133 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 02.10.2016

    Als Buch bewertet

    Ich habe mit Freude festgestellt, dass es einen neuen Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Sander gibt. Die Leseprobe zu diesem Buch habe ich mit Spannung gelesen. Wie alle vorherigen Bände dieser Reihe, verspricht auch dieses Buch ein kurzweiliges Vergnügen zu werden. Der Schreibstil von Nele Neuhaus begeistert mich immer wieder. Eine tolle Autorin und tolle Krimis.

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    janein
  • 5 Sterne

    47 von 77 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 15.10.2016

    Als Buch bewertet

    Wo Rauch ist, ist auch Feuer

    ... dürfte einer der Standard-Sprüche sein zum Thema, ob sich denn hinter Gerüchten auch ein wahrer Kern verbergen könne. In Nele Neuhaus nunmehr achtem Roman (Vorkenntnisse sind nicht nötig) um ihre Kriminalpolizisten Oliver von Bodenstein und Pia Sander, vormals Kirchhoff, beginnt es mit dem Feuer. Gleich zu Beginn brennt ein Wohnwagen ab im Taunus, in den Überresten wird eine Leiche gefunden.

    Aber schon bald lesen wir besonders vom sprichwörtlichen Rauch - es geht nicht nur darum, was sich hinter so einem dörflichen Geflecht verbirgt mit seinen alten Freundschaften, Abhängigkeiten, Gerüchten, sondern vor allem auch darum, inwieweit diese Verflechtungen Ursache dafür sein können, dass Menschen zu Schaden kommen. Bodenstein stammt aus dem Dorf, aus dem auch die Eigentümerin des Wohnwagens kommt, er ist dort aufgewachsen und seine Eltern leben noch dort. Wie sich bald herausstellt: Es war nicht die letzte Leiche – und auch nicht die erste. Und Bodensteins Bezug zu den Fällen geht weit darüber hinaus, „nur“ im Ort aufgewachsen zu sein…

    Dabei hat der Ermittler doch gerade eben genug eigene Probleme: seine aktuelle Beziehung ist am Schwächeln, er fühlt sich aufgerieben zwischen längst vergangenem beruflichen Enthusiasmus und der Ernüchterung durch die Realität, seine Exfrau überlässt ihm die gemeinsame jüngste Tochter im Vorschul-Alter, ohne sich an Absprachen zu halten. So wird nicht nur sein deshalb geplantes Sabbatical zum Problem für seine Kollegin Pia Sander, sie muss auch damit klarkommen, inwieweit Oliver Bodenstein nicht nur ihr Noch-Chef ist, sondern auch noch in der Lage, persönlich objektiv zu bleiben.

    Was hat der alte Pfarrer gesehen? Was geschah wirklich in der Vergangenheit von Rosie? Und was geschah mit Artur, dem verschwundenen Kindheitsfreund von Oliver von Bodenstein?

    Die Stärke dieses Krimis liegt in der glaubwürdigen Schilderung des dörflichen Milieus, mitsamt dem Misstrauen gegenüber Zugezogenen, dem lebenslangen, teils generationsübergreifenden Beziehungsgeflecht zwischen Familie, Freundschaft, Liebe, Abhängigkeit und Neid. Das jedoch hatte die Autorin bereits mit „Schneewittchen muss sterben“ geliefert - auch dort schon handwerklich gut, jedoch bot sich dem Leser die Zuflucht, sagen zu können, dass das bei ihm im Ort ganz anders sei. Weit gefehlt, wie hier klar wird: Im aktuellen Roman erweitert Neuhaus das ganze noch um Rückblenden in die Kindheit, darum, wie es sich anfühlt, durch die Konfrontation mit den Ängsten und Freuden der frühesten Jugend wieder in das damalige Ich zurück katapultiert zu werden, wieder Teil jenes Geflechts zu sein, ob freiwillig oder nicht. Nicht nur hier ist der Roman düster, spielt mit Elementen des Psychothrillers (Stichwort: Klaustrophobie) – die gesamte Handlung ist unterlegt mit einer gewissen Melancholie. Was sonst gefiel? Man kann jeden Band der Reihe ohne die anderen lesen; ungeachtet dessen entwickeln sich die Charaktere wohltuend fort, sind Menschen mit Ecken und Kanten. In diesem Band hat man sich (endlich) entschlossen, ein Personenregister und eine Karte mitzuliefern – Frau Neuhaus neigt zu einer gewissen Personalfülle. Das wäre dann auch das einzige Manko – es sind doch wieder reichlich viele Personen… aber da ich das Buch praktisch über Nacht auslesen MUSSTE, dafür nur einen knappen halben Stern Abzug, die spannende Handlung macht es wett…4,5 Sterne aufgerundet.

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    janein
  • 5 Sterne

    49 von 81 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 15.10.2016

    aktualisiert am 15.10.2016

    Als eBook bewertet

    Wieder ein super spannender, authentischer Krimi von Nele Neuhaus. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

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    janein
  • 5 Sterne

    29 von 47 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 28.10.2016

    Als eBook bewertet

    Am Anfang dauert es ein wenig, bis man sich die ganzen Namen gemerkt hat. Danach möchte man es gar nicht mehr zur Seite legen. Spannend-bis zum Schluss.

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    janein
  • 5 Sterne

    20 von 32 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 30.10.2016

    Als Buch bewertet

    "Im Wald" ist ein weiterer Taunuskrimi, der mir sehr zusagen konnte. Eine untergründige Spannung zieht sich komplett durch den Krimi, denn Bodenstein ist emotional sehr eingebunden, was mir sehr gefallen hat. Tief vergrabene Gefühle werden regelrecht ausgegraben. Was mich faszinieren konnte, ist die Tatsache, das jahrelange geschwiegen wurde und ein grausames Geheimnis verborgen blieb. Ob nun ein Fluch über dem Dorf liegt lasse ich mal dahingestellt, denn Tatsache ist, das scheinbar gemordet wird, um Mitwisser aus dem Weg zu räumen. Wer Nele Neuhaus kennt, weiß, das viele Nebenschauplätze ergründet werden müssen, um letztendlich ein spannendes Gesamtpaket zu ergeben. Für mich ist als Leserin ist es aufregend, da ich viele Personen kennen lerne, eigene Strategien entwickel, Sympathiepunkte an Protagonisten vergebe und letztendlich komplett falsch liege, was den aktuellen Fall betrifft. Das ist Krimi. Leser_innen auf falsche Fährten führen und am Ende einen riesigen Knall zu hinterlassen.


    Ich mag es, wenn Ermittler menschlich wirken und nicht nur oberflächlich bleiben. Da es nun schon der 8. Band der Tausnusreihe ist, sind mir Eigenarten und Gewohnheiten von Pia Sander und Oliver von Bodenstein sehr gut bekannt und bringen mich daher immer wieder zum Schmunzeln. Es ist, als wenn man alte Freunde trifft. Innerhalb der 8. Bände ist beruflich und privat sehr viel geschehen und in "Im Wald" wird ein Kindheitstrauma von Oliver von Bodenstein sichtbar. Manchmal bemerkt man auch erst nach 40 Jahren, das es Ereignisse gibt, die sich nie geklärt haben. Wirklich verwunderlich finde ich, das alle im Dorf etwas vermuten, aber schweigen. Dies bleibt fast bis zum Ende des Krimis erhalten und regt in mir das Gefühl an, diesen oder jenen mal so richtig durchzuschütteln, um ihn / sie zum Reden zu bringen. Jeder weiß etwas oder hat hier und da eine Vermutung, aber beißt sich lieber auf die Lippen, als den Fall voranzutreiben. Immer mehr Menschen müssen ihr Leben lassen. Vielleicht bist du der Nächste und trotzdem schweigst du weiterhin? Dies ist aber, was "Im Wald" die Spannung schenkt, denn zu frühe Verdachtsmomente hätten mir die Freude am Lesen genommen. Letztendlich bekam ich einen Krimi, der voller Emotionen steckte und auch Tabuthemen wie Ausländerfeindlichkeit, Ausgrenzung und Mobbing beinhaltet. Es lässt mich nachdenklich zurück und hier und da bewegte es mich auch zutiefst, denn das Schicksal von Artur wird irgendwann genauer beleuchtet und ist und bleibt der rote Faden, der sich durch "Im Wald" ziehen konnte.


    Ich möchte eine Leseempfehlung aussprechen für einen weiteren gelungenen Taunuskrimi aus der Feder von Nele Neuhaus. Ich hatte mich sehr auf den Krimi gefreut und wurde auch keinesfalls enttäuscht. Es ist nicht direkt Hochspannung zu spüren, aber es geht emotional doch sehr in diese Richtung. Gerade für Oliver von Bodenstein wünscht man sich Aufklärung der Fälle und den Frieden damit auch innerlich abschließen zu können und sich selbst vielleicht auch freizusprechen von Schuld. Ein absolut gelungener Krimi, der viele Nebenschauplätze und Personen beinhaltet, die letztendlich doch alle irgendwie und irgendwo miteinander verknüpft werden. Wieder einmal sehr gelungen!

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    janein
  • 5 Sterne

    42 von 73 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 14.10.2016

    Als eBook bewertet

    Ein super geschriebener Krimi mit viel Tiefe. Sehr weiter zu empfehlen. Einzig der Preis ist etwas abschreckend.

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    janein
  • 4 Sterne

    16 von 25 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 24.10.2016

    Als Buch bewertet

    Im Wald bei Ruppertshain sucht sich der Junkie Elias ein Versteck auf einem Campingplatz. Dort wähnt er sich sicher, doch wenig später erschüttert eine Explosion mit folgenschwerem Ausgang die dunkle Nacht. Es wird ein Toter gefunden, Oliver von Bodenstein und Pia Sander von der K11 untersuchen den Fall. Ihre Ermittlungen führen sie in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand und das nicht aufgeklärt wurde.

    Der Krimi ist fesselnd und mitnehmend geschrieben, die Autorin versteht ihr Fach wirklich bestens. Was mich gestört hat, sind die vielen involvierten Personen des Dorfes, die durch die Zeitspanne von 40 Jahren auch noch verschiedenste verwandschaftliche Beziehungen eingegangen sind. Hier noch klar durchblicken zu können, erfordert höchste Aufmerksamkeit und Konzentration. Es gibt auch ein Personenregister, das man zu Rate ziehen kann. Dennoch hat mich diese Menge an möglichen Tätern und Motiven durchaus angestrengt.

    Dabei ist die Handlung äußerst interessant, weil die die aktuellen Fälle in Bodensteins Vergangenheit führen. Mit seinen Kindheitsfreunden verbindet ihn ein grausames Ereignis, über das im Dorf nie groß und offen geredet wurde. Wie hängt das Verschwinden des kleinen Arturs mit den neuen Fällen zusammen. Auch die Polizei rätselt lange daran herum, zu verworren sind die Personenkonstellationen und zu verschlossen die Bewohner. Es gibt einige Geheimnisse, die die Dörfler mit sich herum tragen und erst allmählich lichtet sich das Dunkel.

    Natürlich sind wieder die alten bekannten Kollegen mit dabei. Pia und ihr Exmann, der Gerichtspathologe Henning Kirchhoff, Nicola Engel und Cem Altunay sind wieder mit von der Partie und ihre Charaktere gut erkennbar gezeichnet. Doch auch der neuer Kollege Tariq Omari bringt Abwechslung in die Truppe. Er ist ein hochintelligenter Syrer mit einem photografischen Gedächtnis und hat die Dialoge erfrischend bereichert.

    Nele Neuhaus hat ein Händchen dafür, ihre Leser auf die falsche Fährte zu führen. Dank einiger Spurensuche im dunklen Wald und unerwarteten Handlungen und Ereignissen bleibt die Spannung relativ konstant auf einem hohen Level. Auch bleiben das Motiv und der Täter bis zum Ende offen und so kann man gar nicht anders als das Buch durchlesen. Die bildhafte Sprache und die vielseitigen Stimmungsbilder und Personenbefragungen innerhalb der Figuren führen den Leser unterhaltsam durch den Krimi. Doch wie gesagt, man muss schon ein aufmerksamer Leser sein, um das Ganze zu durchschauen.



    "Im Wald" sorgt mit seiner komplexen Handlung und einer gut durchdachten Story für fesselnde Lesestunden. Auch das Ermittlerteam hat mich gut unterhalten, besonders der Neue, Tariq Omari, hat sich gut eingeführt.

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    janein
  • 3 Sterne

    22 von 37 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 23.10.2016

    Als Buch bewertet

    Im Wald beim beschaulichen Taunusdorf Ruppertshain kommt es Mitten in der Nacht zu einer Explosion und einem Großbrand. Offenbar kam dabei ein Mann ums Leben, der in einem Campingwagen eingeschlossen war. Die einzige Zeugin ist leider nicht sehr brauchbar, voller Restalkohol ist sie sich nicht sicher, ob sie noch jemanden am Tatort gesehen hat. Ein zweiter Mord, die Mutter des ersten Opfers, erschüttert tags drauf das Dorf erneut – wer kann Interesse daran gehabt haben, eine sterbenskranke Frau, der nur noch wenige Tage blieben, vorzeitig ins Jenseits zu befördern? Die Angst geht um in Ruppertshain, denn schnell zeigt sich, dass viel mehr dahintersteckt und weite Teile der Bevölkerung sich nicht ohne Grund zurückziehen. Pia Sander und Oliver von Bodenstein machen sich an die Arbeit, aber Bodenstein merkt schnell, dass er viel tiefer in die Taten verwickelt ist, als er zunächst glauben konnte und dass die Menschen, die er seit seiner Kindheit kennt, möglicherweise nicht die sind, für die er sie gehalten hat.

    Band acht der Serie um das Ermittlerduo im Taunus. Ich hatte bereits mehrere der Vorgänger gelesen und war somit mit den Protagonisten und ihren Vorgeschichten vertraut, was den Einstieg eigentlich erleichtern sollte. Hier jedoch war ich recht schnell verloren. Auch wenn dem Buch ein Personenregister vorangestellt wurde, habe ich einige Zeit gebraucht, halbwegs das sehr zahlreiche Personal auseinanderzuhalten. Zudem war mir oftmals nicht klar, wer ist in Olivers Alter, wer nur wenige Jahre älter, aber noch dieselbe Generation, wer gehört zu der Elterngeneration, bisweilen haben diese sich scheinbar auch überschnitten. Ob die Verwirrung durch die Masse an Figuren beabsichtigt war oder durch das Durcheinander unterschiedlichster Fälle entstanden ist, lässt sich für mich auch nach Ende des Buchs kaum sagen. Über weite Strecken fand ich es jedoch eher frustrierend als hilfreich.

    Der Fall ist – vom Ende her betrachtet – nicht ganz überzeugend für mich. Ich kann zwar nachvollziehen, dass ein Dorf gewisse Geheimnisse unter den Teppich kehrt, aber dass ein einiger Mensch alle im Griff haben soll und mit ihren Taten erpressen konnte, ist mir jetzt doch ein wenig zu weit hergeholt. Auch dass traumatisierte Kinder einfach den Mund halten und keiner je etwas erzählt, sondern alle ganz unauffällig und normal ihr Leben leben – das erscheint mir unglaubwürdig.

    Zwar werden am Ende die Fäden gelöst und alles ist aufgeklärt, aber richtig zufrieden war ich mit dem Krimi nicht. Ich empfand ihn zudem gerade am Anfang als sehr schleppend, zig Nebenhandlungen haben immer wieder zu Verzögerung geführt, was jedoch in diesem Fall nicht zu mehr Spannung, sondern zu Ablenkung und Langeweile geführt hat. Das Highlight waren somit fast nur noch die örtlichen Beschreibungen, da ich mich in der Gegend auskenne. Das ist zu wenig für einen Krimi.

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    janein
  • 5 Sterne

    24 von 43 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 26.10.2016

    Als Buch bewertet

    Im Taunus wird wieder gemordet und das Ermittlerduo Pia Sander und Oliver von Bodenstein vom K11 in Hofheim sind wieder auf der Suche nach der Wahrheit und dem Mörder. In der Nähe von Ruppertshain geht ein Wohnwagen in Flammen auf. Im Wohnwagen wird eine Leiche gefunden. Schnellt stellt sich heraus, dass es sich um Clemens Herold handelt und dass es Mord war. Kurze Zeit später wird auch die Mutter von Clemens, Rosie Herold, im Hospiz Abendrot ermordet. Und bald gibt es ein drittes Opfer, den alten Pfarrer im Ruhestand von Ruppertshain, Adalbert Maurer. War es derselbe Mörder und wollte er mit den Taten verhindern, dass eine Wahrheit aus langer Vergangenheit ans Licht kommt? Oliver von Bodenstein, der kurz vor einem Sabbatical steht, muss seinen vorerst letzten Fall lösen, der ihn mit seinem eigenen Kindheitstrauma aus dem Jahr 1972 konfrontiert, damals ist sein bester Freund Artur spurlos verschwunden.

    Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Ein erfrischendes (Hell)-Blau mit einem Fuchs der über einen Baumstamm im Wald klettert. Beim Lesen des Buches wird dann auch klar warum gerade ein Fuchs und auch der Titel des Buches ist passend gewählt. Was mir bei der Gestaltung des Buches auch gut gefallen hat ist, dass auf den ersten Seiten 2 Karten über die örtlichen Gegebenheiten und ein Personenregister beinhaltet ist. An manchen Stellen im Buch habe ich gerne darauf zurückgegriffen.

    Nachdem ich die Vorgängerbücher bereits gelesen hatte, habe ich mich sehr gefreut, dass wieder ein neuer Kriminalroman von Nele Neuhaus um das Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia (nunmehr) Sander erscheint. Man hat ja immer ein bisschen Angst, dass bei solchen Fortsetzungsromamen irgendwann mal ein schwächeres Buch erscheint, aber Nele Neuhaus hat mich Gott sei Dank nicht enttäuscht und auch mit diesem Buch wieder einen sehr guten Krimi gezaubert. Die Spannung war wie gewohnt von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden, so dass man das Buch wie immer kaum aus der Hand legen mochte. Der einzigste kleine Kritikpunkt ist, wie auch schon andere Rezensenten geschrieben haben, dass es sehr viele Personen gibt, die im Buch eine Rolle spielen. Aber dafür ist ja am Anfang das Personenregister enthalten, auf welches man zugreifen kann. Was mir auch immer an der Neuhaus-Reihe gefällt ist, dass neben der eigentlichen Hauptstory auch die private Seite von Pia und Oliver nicht zu kurz kommt. Und bei diesem Buch hängt ja auch die Hauptstory mit der Vergangenheit von Oliver zusammen. Frau Neuhaus schafft es durch ihre Schreibweise, dass man mit den einzelnen Personen mitfühlt, Sympathie, aber auch Abneigungen entwickelt. Nicht zuletzt dadurch, dass inzwischen viele der Krimis verfilmt wurden, hat man Oliver, Pia und die anderen wiederkehrenden Personen auch bildlich vor Augen.

    Fazit: Wieder ein rundum spannender und empfehlenswerter Kriminalroman. Ich freue mich jetzt schon auf einen neuen Fall, bin vor allem gespannt ob dann auch Oliver von Bodenstein mit ermitteln wird, der ja vor einem Sabbatical steht und sich über seine Zukunft danach noch nicht im Klaren ist.

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    janein
  • 3 Sterne

    23 von 40 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 20.10.2016

    Als Buch bewertet

    Sehr viel Lokalkolorit, das kennt man aus den Taunuskrimis dieser Autorin. Man kennt auch die Hauptprotagonisten, deren Familienverhältnisse und persönliche Probleme. Ich hatte sogar Bilder vor meinem geistigen Auge, denn einige Neuhaus-Krimis wurden ja bereits verfilmt und liefen im Fernsehen. Man beginnt also zu lesen und trifft auf alte Bekannte und neue Sorgen.

    Spannende Geschichte an sich, wenn auch nicht neu. Vor langer Zeit geschah etwas Schreckliches, ein Kind verschwand spurlos. Das Dorf scheint einiges darüber zu wissen, doch das Dorf schweigt. Nun passieren Morde, die irgendwie im Zusammenhang mit dem Geschehen von damals stehen könnten. Die Ermittler stehen vor Problemen, die Aufklärungsarbeit gestaltet sich schwierig. Ein besonderes Problem ist, dass Oliver, der Chef der Mordkommission, selbst aus diesem Dorf stammt. Und dass das verschwundene Kind von damals mit ihm befreundet war. Er will den ungeklärten Fall unbedingt lösen, seine Emotionen stehen ihm manchmal im Weg.
    Die Autorin geht sehr ausführlich auf die Gefühle der Protagonisten ein, die auch noch mit anderen persönlichen Problemen zu kämpfen haben. Es gibt viele Dörfler, Oliver kennt sie alle, und jeder hat seine eigene Geschichte. Mir fiel es mitunter schwer, den Überblick zu behalten, wie das alles mit den verschiedenen Familien zusammen hängt. Manchen Spuren, die das Team erst spät verfolgt, wäre ich als Ermittler viel früher nachgegangen. Manches erschien mir auch fragwürdig, darauf kann ich hier leider nicht näher eingehen, es würde zu viel verraten. Auf jeden Fall bleibt die Geschichte bis zum Schluss spannend (und mitunter traurig). Insgesamt ein lesenswerter, auch nachdenklich stimmender Krimi, der mich gut unterhalten hat.

    Aber das Lektorat muss ich doch kritisieren, auch wenn die Autorin es am Schluss gelobt hat. Abgesehen von ein paar Druckfehlern im Text, wie kann es denn sein, dass nach Montag, dem 13. Oktober 2014 (S. 316) dann Dienstag, der 15. Oktober 2014 (S. 415) folgt? Hätte man nur den ersten Tag (Donnerstag, 9. Oktober) und den letzten Tag (Donnerstag, 17. Oktober) betrachtet, hätte doch sofort auffallen müssen, dass hier was nicht stimmen kann. Vielleicht bin ich da kleinlich, tut mir leid, aber so etwas sollte bei einem gut lektoriertem Buch nicht vorkommen.

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    janein
  • 5 Sterne

    20 von 36 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 16.11.2016

    Als Buch bewertet

    In Ruppertsheim ist die Hölle los. Auf einem leeren Campingplatz explodiert ein Wohnmobil. In den Überresten findet die Polizei eine völlig verbrannte Leiche. Auf der Suche nach der Identität geschieht ein weiterer Mord. Dieses Mal soll es wie ein natürlicher Tod aussehen. Als sich dann auch noch der Pfarrer von Ruppertsheim umbringt, ist das Chaos perfekt. Schnell wird klar, alle Todesfälle gehören zusammen. Alle Personen hatten miteinander zutun. Wer wollte ihren Tod?
    Für Oliver von Bodenstein ist dieser Fall anders als alle bisherigen Fälle. Er ist in Ruppertsheim groß geworden. Er kennt alle Leute und er kennt auch die Mordopfer. Gemeinsam mit Pia Sander und dem Team versuchen sie einen Grund für die Morde und den Täter zu finden.
    Nele Neuhaus hat hier ein für mich beispielhaftes Bild einer Kleinstadt skizziert und charakterisiert. Die Alteingesessenen kennen sich. Viele sind irgendwie miteinander verwandt und mögen sich trotzdem nicht. Geheimnisse bleiben nicht lange geheim, irgendeiner bekommt immer etwas heraus und dann erfahren es die anderen auch über kurz oder lang. Nur Neuhinzugezogene, die haben selten eine Chance. Ihnen gelingt es selten sich in so einem Ort zu etablieren. Nur in diesem Fall haben einige Alteingesessene ein gemeinsames Geheimnis und es ist ihnen gelungen, dieses über viele Jahre zu verbergen.
    Die Autorin hat diese Atmosphäre äußerst treffend eingefangen. Sicher es war auf Grund der wirklich vielen Personen, die so ein Ort nun einmal hat, mitunter schwer die Beziehungen zwischen ihnen zu verstehen. Aber dank des vorangestellten Personenregisters war es dann doch möglich.
    Die Handlung ist fesselnd, dramatisch und packend und das vom Anfang bis zum Ende des Buches. Der flüssige Schreibstil und die ansprechenden Dialoge – beides erleichtert das Lesen ungemein. Die Autorin schreibt in einem guten Tempo, so dass man das Buch gar nicht aus den Händen legen mag.
    Mir hat dieser Krimi wieder wirklich gut gefallen. Ich bin richtig tief in den Ort Ruppertshain eingetaucht. Lange konnte ich mich nicht auf einen Täter festlegen, hat Nele Neuhaus doch immer wieder neue Aspekte eingebracht, die mich zweifeln ließen und diese dann erneut kurze Zeit wieder verdächtig werden ließen. Dann dachte ich, das ist die richtige Spur. Sogar Bodenstein und Sander waren kurze Zeit mit mir einer Meinung.
    Von mir gibt es für diesen Krimi wieder verdiente fünf Lesesterne und eine ausdrückliche Leseempfehlung.

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    janein
  • 5 Sterne

    20 von 36 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 17.10.2016

    Als Buch bewertet

    "Im Wald" von Nele Neuhaus
    Ein echter "Nele Neuhaus"-Krimi. Spannend, mit überraschenden Wendungen. Die Kommissare Bodenstein und Sander haben etliche Hürden, nicht nur ermittlungstechnischer Art, zu überwinden. Gegen eine Mauer von Schweigen ist schwer anzukommen. Und der Fall hat auch mit Bodensteins Kindheit zu tun. Es ist schwer, das Buch ab und zu beiseite zu legen, denn es lässt einen nicht los.

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    janein
  • 5 Sterne

    27 von 51 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 23.10.2016

    Als Buch bewertet

    Ein superspannender achter Fall für das Ermittlerteam aus dem Taunus

    Im Wald bei Ruppertshain gerät ein Wohnwagen in Brand und sorgt dafür, dass ein Unbekannter einen grausamen Feuertod stirbt. Doch wer ist der Fremde, der seinen Aufenthalt in einer Feriensiedlung geheim halten wollte und dafür mit dem Leben bezahlt? Eine Frage, die sich die zuständigen Kommissare Oliver von Bodenstein und Pia Sander stellen und dabei auf eine todkranke Rentnerin stoßen, die sich in einem Hospiz pflegen lässt. Diese allerdings wird von fremder Hand erstickt, bevor sie sie befragen können und von da an ist den beiden erfahrenen Ermittlern klar, dass hinter den verübten Verbrechen eine Mordserie steckt. Immer wieder stoßen Oliver und Pia während ihrer Ermittlungen auf ein altes Geheimnis aus der Vergangenheit und auf einen verschwundenen Jungen, der eine ganz besondere Bedeutung für die plötzlich sehr verschwiegene Dorfbevölkerung hat.

    Ein Wohnwagen, der in Flammen aufgeht und ein Mörder, der sich gezwungen sieht, zu richten. Ein spannender achter Fall für das erfolgreiche Team aus dem Taunus, das wieder einmal in Sachen Mördersuche unterwegs ist. Doch bevor Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff herausfinden, wer der Flammenteufel ist und welches Motiv er für seine grausam verübte Mordserie hat, müssen sie sich erst einmal mit einem Dickicht aus Lügen und alten Geheimnissen auseinandersetzen, das gleich eine ganze Dorfgemeinschaft betrifft. Und zu allem Unglück ist Oliver von Bodenstein auch noch dort aufgewachsen und muss nun im Kreise ehemaliger Schulkameraden ermitteln. Ein Fall, der sehr persönlich für ihn wird und ihm ordentlich an die Nieren geht.

    Voll gepackt mit ungewöhnlich vielen Figuren, mit einer ganzen Handvoll Opfern und einem Geflecht aus Ereignissen, die nur schwer zu durchschauen sind, präsentiert sich der neue Taunuskrimi und versteht es, spannend zu unterhalten. Dabei ist es fast unmöglich beizeiten zu erahnen, wer der Mörder ist, so geschickt hat Nele Neuhaus ihre Spuren gelegt und ausreichend Zweifel und Vermutungen gestreut. Deshalb sollte die Handlung aufmerksam verfolgt werden, um in dem ganzen Wirrwarr an potenziellen Verdächtigen, familiären Verstrickungen und parallel geführten Ermittlungen nicht den Faden zu verlieren und die Figuren richtig einordnen zu können. Diese übrigens sind wie gewohnt lebensecht und vielseitig geraten, wobei ein Teil von ihnen nur schwer zu durchschauen ist.

    Fazit:
    „Im Wald“ ist ein spannender Krimi mit einer komplexen Handlung, einer gut durchdachten Story und einem Ermittlerteam, bei dem es Spaß macht, ihnen über die Schulter zu schauen. Doch leider ist „Im Wald“ auch der vorerst letzte Fall mit Oliver von Bodenstein, der ein Jahr lang ein Sabbatical Anspruch nimmt. Hoffen wir mal, dass er danach wiederkommt.

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    janein
  • 4 Sterne

    27 von 51 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 23.10.2016

    Als Buch bewertet

    Auf einem abgelegenen Campingplatz im Wald brennt ein Wohnwagen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander gehen zunächst von Brandstiftung aus, denn in letzter Zeit gab es einige Brände. Doch dann müssen sie wegen Mordes ermitteln, denn es gab einen Toten bei dem Wohnwagenbrand. Dann wird eine totkranke Frau im Hospiz ermordet. Oliver kannte die Frau schon, als er noch Kind war. Entsprechend betroffen ist er. Damals ist sein bester Freund Arthur mit seinem zahmen Fuchs spurlos verschwunden. Alle gingen von Mord aus, aber Arthur wurde nie gefunden. Dafür gab es einen Verdächtigen, der einen Suizid versuchte und seitdem behindert ist. Dafür, dass er schuldig war, gab es keinen Beweis.
    So führen die neuen Ermittlungen Oliver von Bodenstein geradewegs in seine Vergangenheit und bald wird klar, dass die Fälle zusammenhängen. Doch die Bewohner des Dorfes wollen nicht an alten Geschichten rühren. Dann wird auch noch der Dorfpfarrer getötet.
    Dies ist mein erstes Buch von Nele Neuhaus. Ich kenne die Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Sander nur aus den Filmen und damit war das Bild der beiden vorgegeben.
    Der Schreibstil ist wirklich angenehm flüssig zu lesen. Es ist allerdings nicht ganz einfach, die vielen Personen auseinander zu halten. Es gibt zwar eine Liste im Buch, aber ich möchte nicht ständig durch Nachschlagen in meinem Lesefluss gebremst werden. Von Anfang an ist die Spannung aufgebaut und bleibt bis zum Schluss erhalten.
    Die Ermittlungsarbeit verläuft recht zäh und ist auch nicht einfach, da viel Persönliches in die Sache mit hineinspielt. Von Bodenstein kennt alle Beteiligten und seine Emotionen machen es ihm nicht leicht.
    Die Bewohner von Ruppertshain sind sehr vielschichtig dargestellt. Jeder hat so seine Probleme. Als ihnen klar wird, dass der Mörder aus ihren eigenen Reihen stammen muss, macht sich Misstrauen breit. Es ist immer wieder faszinierend , wie eingeschworene Gemeinschaften ihre Geheimnisse zu wahren versuchen.
    Mir blieb auch bis zum Ende verborgen, wer der Täter ist, denn immer wieder hat ich jemand anderen im Verdacht.
    Ein spannender Krimi mit Taunus-Atmosphäre.

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    janein
  • 5 Sterne

    7 von 12 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 13.11.2016

    Als Buch bewertet

    Schon der Prolog bringt Lust und Freude auf diesen Kriminalroman.

    Zum Inhalt:
    Auf einem Waldcampingplatz geht in einer Oktobernacht ein Wohnwagen in Flammen auf. Wie sich herausstellt, verbrannte ein Mann in dem Wohnwagen. War der Mann schon vorher tot oder verbrannte er im Wohnwagen?

    Oliver von Bodenstein und Pia Sander ermitteln hier in ihrem 8. gemeinsamen Fall. Für Oliver von Bodenstein ist dieser Fall der Persönlichste. Ein Mörder treibt in seinem Heimatort Ruppertshain sein Unwesen. Es sieht so aus, als wenn der vor über vierzig Jahre verschwundene 11-jährige Artur irgendwie auch zu den Ermittlungen gehört. Artur war damals der beste Freund von Oliver von Bodenstein. Das Verschwinden könnte nie geklärt werden. Damals wie heute sprechen die Menschen in Ruppertshain nur sehr wenig über das Verschwinden, als ob jeder was weiß und keiner was sagen mag.

    Meine Meinung:

    Zum einen ist es ein sehr guter Kriminalroman, sehr stimmig, die Spannung wird über die gesamte Geschichte gehalten. Sehr gut und hilfreich finde ich die ersten Seiten des Buches,dort ist eine Landkarte der Gegend, eine Übersicht des Ortes Ruppertshain sowie ein Personenregister. Hier habe ich oft geschaut und hatte somit das Gefühl, die Menschen "zu kennen" und konnte mir über die örtlichen Gegebenheiten einen Überblick verschaffen und mir das auch bildlich alles sehr gut vorstellen.

    Zum anderen lese ich sehr gerne Krimireihen mit sympathischen Charakteren der Ermittler. Und Pia Sander und Oliver von Bodenstein sind mir sehr sympathisch, "man kennt sie" schon seit vielen Fällen, weiß um ihr Privatleben und begleitet sie dort weiter.

    Mich hat Nele Neuhaus mit ihrem neuen Kriminalroman wieder zu 100 % überzeugt und das Buch hat mir viele spannende Lesestunden bereitet, die ich sehr genossen habe!

    Das einzige was ich an dieser Stelle sehr schade finde, dass ich ganz viel Geduld aufbringen muss, bis ich einen neuen Krimi in dieser Reihe lesen kann ;-).

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    janein
  • 5 Sterne

    13 von 24 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 21.10.2016

    Als Buch bewertet

    Das ist ja wieder ein absolut toller Taunus-Krimi geworden. Gleich nach den ersten Seiten kam ich mir vor, als wenn ich zu einem Treffen mit alten Bekannten gekommen bin. Pia und Oliver sind ja auch fast schon so etwas.
    Als „Dorfkind“ kann ich die Beschreibungen von Nele Neuhaus zu Geheimissen im Dorf, der Verschwiegenheit der Leute, dem Argwohn gegenüber Zugezogenen total nachvollziehen.
    Was hier in dem Buch mit einem Wohnwagenbrand beginnt, steigert sich mit Lesefortschritt immer weiter. Dabei gelingt es Nele sehr gut die Spannung bis zum Schluss immer noch zu steigern, da bis fast zum Ende offen ist, wer der Täter ist.
    Bodenstein ist in dieser Geschichte äußerst „zerrissen“, aber sehr glaubhaft beschrieben. Einmal wird es sein letzter Fall vor dem Sabbatical-Jahr sein, dann sind die Verdächtigen ihm alle seit der Kindheit bekannt, so dass er sich deshalb auch entscheiden muss die Leitung der Ermittlung abzugeben. Hierbei zeigt sich mal wieder, welch gutes Team er mit Pia Sander bildet und welch soziale Kompetenz sie hat.
    Wieder einmal ist mir beim Lesen aufgefallen, wie detailliert sich die Autorin vor dem oder während des Schreibens zu einem Thema informiert. Ich denke hierbei insbesondere an die Beschreibungen zur Berechnung der Zündmenge bei einer Gasexplosion.
    Ich hatte mich gewundert, dass Anfang des Buchs ein Personenverzeichnis aufgeführt ist. Aber dann beim Lesen war ich Nele Neuhaus dankbar dafür, denn wer kann sich ein ganzes Dorf samt Verwandschaftsverhältnissen, selbst beim aufmerksamsten Lesen, 100%ig merken. Dieser Krimi liest sich also nicht mal so schnell zwischendurch. Mir hat er ausgesprochen gut gefallen, die Lesestunden damit habe ich genossen.
    Von mir gibt es 5 wohlverdiente Lesesterne und ich hoffe, dass es noch weitere Taunus-Krimis von Nele geben wird.

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    janein
  • 4 Sterne

    21 von 40 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 31.10.2016

    Als Buch bewertet

    Zitate:

    "Wer jetzt unterwegs war, war per se verdächtig. Zu 70 Prozent wurden Verbrechen nachts verübt. Nicht ohne Grund fürchtete der Mensch die Dunkelheit." Seite 24

    "Sie konnte nachvollziehen, was in ihm vorging, und es schmerzte sie, ihn so zu sehen. Mit einer alten Schuld zu leben war eine schwere Last." Seite 247


    Meinung:

    Ein Brand auf einem Campingplatz ruft Oliver und Pia ein weiteres Mal auf den Plan.
    War das das Werk des Feuerteufels, der aktuell sein Unwesen treibt? Dann hätte er dieses Mal nicht einfach „nur“ gezündelt, denn dieser Fall stellt sich als weitaus schlimmer heraus.
    Erschreckenderweise befand sich in dem Campingwagen eine Person, die komplett verbrannt ist. Somit handelt es sich um Mord!
    Aber war das wirklich Zufall? Oder steckt gar Absicht dahinter? Schnell wird klar, dass der voraussichtlich letzte Fall von Oliver vor seiner Auszeit, ihn deutlich schwerer in Beschlag nehmen wird, als erhofft. Denn da er aus der Gegend ist, kennt er alle Personen, die involviert sein oder Informationen liefern könnten, persönlich. Dieser Fall wird ihn nicht nur in seine früheste Kindheit, sondern möglicherweise auch an den Rand seiner Belastungsgrenze treiben…

    Ein weiteres Mal konnte mich Nele Neuhaus mit ihrem angenehmen Schreibstil fesseln. Schnelle Szenenwechsel machen die Story spannend und lassen die Seiten geradezu an einem vorbeifliegen. Bereits der Prolog weckt die Neugierde enorm :)
    Dazu kommt, dass immer wieder -zum Ende hin werden es noch mehr- kleine Cliffhanger in den einzelnen Leseabschnitten eingebaut sind, was natürlich auch seinen Teil zur Spannung beiträgt ;)
    Dazu passend ist das Setting, gerade durch die Waldszenen, düster und atmosphärisch.

    Sehr gut gefällt mir, dass die beiden Protagonisten Pia und Oliver weitestgehend sympathisch und authentisch wirken, was letzten Endes natürlich zum Großteil der Tatsache geschuldet ist, dass sie sich mit ganz alltäglichen Dingen abmühen müssen. Eben geradeso wie du und ich ;)
    Probleme wie unzuverlässige Expartner, Kindererziehung, u. Ä. machen die beiden menschlich und ermöglichen es uns, sich mit ihnen zu identifizieren.
    Ab und an flicht die Autorin auch ein bisschen Mundart ein, was noch den ein oder anderen Schmunzler verursacht. Echt lesenswert :)

    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch auch. Die Geschichte spielt in einer überschaubaren Gemeinde, in der gefühlt jeder mit jedem entweder verwandt, verschwägert, verheiratet oder geschieden ist. Dementsprechend haben viele Personen den selben Nachnamen oder auch sonstige Bezüge, was das Ganze stellenweise etwas unübersichtlich macht. Es ist also definitiv "Dranbleiben" angesagt, sonst wird es vermutlich schwierig, wieder einzusteigen. Zu Beginn des Buches ist zwar eine Übersicht der Personen vorhanden, diese reicht jedoch nur bedingt, da letzten Endes doch nicht alle Informationen zu den einzelnen Personen darin enthalten sind. Aber für das Gröbste hilft´s ;)

    Ein tolles Team, haufenweise falsche Fährten sowie unerwartete Wendungen in Kombination mit ernsten Themen wie Mord, menschliche Abgründe, Rassis- und Egoismus haben die Geschichte wunderbar in Form gebracht und mich die 550 Seiten geradezu inhalieren lassen.

    Eine klare Empfehlung an alle Krimileser unter euch!

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    janein
  • 2 Sterne

    11 von 20 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 04.12.2016

    Als Buch bewertet

    Viel zu unübersichtlich und verwirrend...

    Im Wald bei Ruppertshain steht in tiefster Nacht ein Wohnwagen in Flammen. Das Feuer lässt sich nur schwerlich unter Kontrolle bringen und nachdem eine Leiche geborgen wird. erhärtet sich der Verdacht, dass es sich um ein Mordopfer handeln könnte. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ahnen zu dem Zeitpunkt noch gar nicht, was für eine Reihe von grausamen Geschehnissen sie noch erwarten wird. Schließlich finden sie die totkranke alte Wohnwagenbesitzerin Resi tot in einem Hospiz auf. Schnell wird klar, dass der Täter sehr intelligent, kalkulierend, eiskalt und unberechenbar sein muss - weder schreckt er vor alten noch vor sehr jungen Opfern zurück.
    Mit jedem Detail, das ans Licht gezogen, mit jeder Vermutung, die angestellt, mit jedem Opfer, dass aufgefunden wird und mit jedem Ausweichen bei einer Zeugenbefragung wächst die Befürchtung, dass der Täter Mitwisser zum ewigen Schweigen bringen und eine längst vergangene Tat, über die in der gesamten Ortschaft ein Mantel des Schweigens gelegt worden ist, vertuschen möchte. So führen die Ermittlungen immer weiter in Bodensteins nahes Umfeld, seinen Freundeskreis und seine Kindheit.
    Etwas muss im Sommer 1972 geschehen sein. Aus bisher noch unerfindlichen Gründen wurde ein Geheimnis von damals wieder ausgegraben. Irgendwo läuft jemand durch die Gegend ohne vor weiteren Opfern zurückzuschrecken. Doch wäre es falsch, sich nur auf die Vergangenheit zu stürzen, weswegen zahlreiche Ansätze in zig verschiedene Richtungen verfolgt und viele Verdächtigungen erhoben werden.
    Bald wissen Pia und Oliver kaum noch weiter, besonders, da sie auf eine Mauer des Lügens und des Schweigens gestoßen sind. Diese zu durchbrechen wird ihnen alles abverlangen. Ob Bodenstein bei all den Verstrickungen noch objektiv bleiben kann, muss immer wieder angezweifelt werden und dem Team macht es zu schaffen, dass dieser achte vorerst auch der letzte Fall mit ihrem Chef sein wird, da dieser eine einjährige Auszeit zu nehmen gedenkt...

    Dieses ist mein erstes Buch von Nele Neuhaus gewesen und nach den zahlreichen positiven Bewertungen war ich auf "Im Wald" sehr gespannt. Auf den ersten Seiten befindet sich ein Personenregister, dessen Fülle mich sehr überraschte. Doch im Verlauf der Lektüre musste ich feststellen, dass es trotzdem bei weitem nicht alle Charaktere beinhaltet und häufig ausschließlich die Namen aufgelisten worden sind, sodass es sehr schwierig war, die Figuren einzuordnen. Über 50 Charaktere, deren Bedeutung stetig schwankt, hemmten permanent den Lesefluss. Dass dann auch noch viele von ihnen (über mehrere Ecken) verwandt sind, früher eine Beziehung hatten, jetzt zusammen leben, früher in einer Bande waren, nun befreundet sind, wohlmöglich ein Verhältnis haben und und und verstärkte dies zudem. Da die Ermittlungen bis über vierzig Jahre in die Vergangenheit reichen, war ich auch immer wieder ob des Alters oder Familienstandes verwirrt. Mich hat das wirklich ausgesprochen gestört und teilweise war ich wegen der ganzen Verwirrung ziemlich genervt... Die Beziehungen sind so verstrickt, dass man sie nur schwerlich zu durchschauen vermag.
    Dann folgen die Ermittlungen auch keinem richtigen Plan. Hier und da wird mal herumgestochert, ein paar Fragen werden gestellt und man verliert sich in großen Spekulationen, während sich in der Gerichtsmedizin die Leichen stapeln. Häufig folgt nach einer Theorie dann ein "So könnte es gewesen sein." und kurz darauf ist bereits die nächste Möglichkeit gefunden. Dennoch wird kaum eine dieser Spekulationen weiter verfolgt, stattdessen lässt man sie links liegen und phantasiert weiter - ziemlich kontraproduktiv, da aufgrund von Schlafmangel nicht immer so schlüssig kombiniert wird.
    Irgendwann kommen die Ermittler dann aber doch noch mal auf ihre Vermutungen zurück, überprüfen diese und gerade in dem Moment als man sich wieder in den Gedankengang hineingefunden hat, wird er wieder einfach so fallen gelassen. Recht störend war das für mich.
    Zudem ziehen sich die 560 Seiten sehr in die Länge. Immer wieder hatte ich das Gefühl, das Ganze eiere nur so herum, ohne wirklich auf den Kern zu treffen. So wurde das Lesen immer anstrengender.
    Man erfährt beim Lesen so einiges über das Privatleben der Ermittler, was besonders für Leser der gesamten Reihe von Interesse sein dürfte. Mir haben die Passagen mit Bodensteins Tochter, die unbedingt auch mal eine Leiche sehen möchte, sehr gefallen; war er jedoch wieder in einer Phase der Schuldgefühle, war ich nicht mehr ganz so begeistert. Tariq, der neu im Team ist, war hingegen ein Sympathieträger, der in meinen Augen gerne häufiger hätte Erwähnung finden können.
    Mit dem Täter hätte ich so nicht gerechnet, allerdings konnte ich auch nicht so gut miträtseln, da ich die einzelnen Figuren nicht wirklich auseinander halten konnte.
    Der Schreibstil ist ganz angenehm, die Sätze sind flüssig formuliert und weder zu lang noch zu kurz. Jedoch ziehen sich die Kapitel zum Teil über hundert Seiten und generell ist das Buch etwas langatmig. Darüber hinaus erscheinen mir einige Zusammenhänge und Ereignisse arg konstruiert.

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    janein
  • 5 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    , 09.12.2016

    Als Buch bewertet

    Oliver von Bodenstein wird Nachts zu einem Brand auf einem Campingplatz gerufen. Er denkt zunächst an den Brandstifter, der momentan sein Unwesen treibt. Doch es kommt schlimmet: er findet eine Leiche. Als auch noch die totkranke Besitzerin ermordet aufgefunden wird, wird der Fall für Oliver von Bodenstein und seine Partnerin Pia Sander, bisher Kirchhoff, immer brisanter. Und es soll ein sehr persönlicher Fall für sie werden, denn die Ermittlungen reichen in die Vergangenheit von Oliver. In seiner Kindheit verschwand ein Freund von ihm spurlos.

    Mit diesem nun schon achten Fall für das Team der Kripo Taunus beweist Nele Neuhaus, daß sie zu Recht DIE Krimiautorin in Deutschland ist. Diese Serie hat einfach keine Ermüdungserscheinungen. Die Fälle bleiben spannend und man freut sich immer wieder auf die Bücher. "Im Wald" ist spannend von Beginn an und schwächelt bis zum Schluß nicht. Man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung ist so aufgebaut, daß man auch als Serienneuling sofort hinein findet, denn auch die Charaktere sind so dargestellt, daß jeder klar kommt. Sofern man die Serie kennt, trifft man auf viele bekannte Gesichter und kann wunderbar verfolgen, wie sich die Charaktere privat verändern. So hat Pia es endlich geschafft zu heiraten. Aber hier steht Oliver im Vordergrund, denn seine Geschichte hat sehr viel mit diesem Fall zu tun und man spürt die Emotionen, die bei ihm im Spiel sind. Das hat die Autorin mit ihrem sensiblen Schreibstil wunderbar geschafft zu vermitteln. Überhaupt ist der Schreibstil von Nele Neuhaus toll. Leicht verständlich, unterhaltsam und auf eine geniale Art spannend. Sie schafft es bis zum Schluß, daß man als Leser im Dunklen tappt und keinen blassen Schimmer hat, wie sich der Fall auflöst.

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    janein
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