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  • 5 Sterne

    64 von 100 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    MarTina, 16.10.2016

    Als Buch bewertet

    Eines Nachts brennt auf einem Campingplatz ein Wohnwagen. Erst vermuten die Ermittler, Oliver von Bodenstein und Pia Sander, dass ein Feuerteufel dahintersteckt, doch dann wird im Wohnwagen eine Leiche entdeckt. Bald wird auch noch eine alte Frau im Hospiz ermordet, die Bodenstein von früher kannte. Bei den Ermittlungen stoßen Bodenstein und Sander dann auch auf Artur. Er war Bodensteins bester Freund, der im Sommer 1972 spurlos verschwand. Dieser Vermisstenfall wurde nie aufgeklärt. Besteht vielleicht ein Zusammenhang zwischen den Morden und dem Vermisstenfall?

    Meine Meinung:

    Dies ist bereits der achte Fall mit dem Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Sander. Ich habe die Vorgänger bisher noch nicht gelesen. Man merkt zwar, dass die beiden eine Vorgeschichte haben. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass mir viel Vorwissen fehlt.

    Die beiden Ermittler finde ich sympathisch. Oliver von Bodenstein ist der ruhigere von Beiden. Er handelt sehr überlegt, kann sich in die Menschen einfühlen und findet immer die richtigen Worte bzw. kann sich auch zurückhalten. Pia Sander dagegen ist impulsiver und handelt mehr nach dem Bauchgefühl. Sie ergänzen sich also sehr gut. Zusammen sind sie wirklich ein tolles Team.

    Die Geschichte ist wirklich spannend. Man rätselt selbst unablässig mit. Dabei wird man immer wieder auf falsche Fährten geführt. Wer der Täter ist, wird erst ganz am Ende klar. Dies ist dann wirklich überraschend. Außerdem gefiel mir, wie die verwirrenden Spuren am Ende alle zusammenpassen. Im Endeffekt war hier doch einiges anders als gedacht.

    Der Vermisstenfall setzte sich nach und nach durch Erinnerungen von Oliver und den Dorfbewohnern zusammen. Hier wurde auch das dörfliche Miteinander bzw. die Abhängigkeit zueinander, Hierarchien und Verwandtschaftsverhältnisse toll beschrieben. Vordergründig handelt es sich um harmonische Familien, die miteinander gut auskommen. Doch hinter der Fassade sieht es manchmal anders aus. Auch muss Bodenstein erkennen, dass er manche Menschen, obwohl er mit ihnen aufgewachsen ist, nicht wirklich kennt.

    In der Geschichte kommen sehr viele verschiedene Personen vor. Trotzdem habe ich größtenteils den Durchblick behalten. Als kleine Hilfestellung ist aber auch ein Personenregister am Anfang der Geschichte zu finden. Das fand ich wirklich klasse.

    Der Schreibstil ist flüssig und mitreissend. Auch werden die Charaktere und Schauplätze so anschaulich beschrieben, so dass ich sofort ein Bild vor Augen hatte.

    Fazit:

    Die Geschichte ist spannend und fesselnd von Anfang bis Ende. Ich habe sie in einem Rutsch durchgelesen, da ich unbedingt wissen wollte, wer der Täter ist. Außerdem gibt es sympathische Ermittler, viele falsche Fährten und eine überraschende Auflösung. Empfehlenswert!

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    janein
  • 5 Sterne

    95 von 162 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Silvia K., 02.10.2016

    Als Buch bewertet

    Ich habe mit Freude festgestellt, dass es einen neuen Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Sander gibt. Die Leseprobe zu diesem Buch habe ich mit Spannung gelesen. Wie alle vorherigen Bände dieser Reihe, verspricht auch dieses Buch ein kurzweiliges Vergnügen zu werden. Der Schreibstil von Nele Neuhaus begeistert mich immer wieder. Eine tolle Autorin und tolle Krimis.

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    janein
  • 5 Sterne

    61 von 104 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    StefanieFreigericht, 15.10.2016

    Als Buch bewertet

    Wo Rauch ist, ist auch Feuer

    ... dürfte einer der Standard-Sprüche sein zum Thema, ob sich denn hinter Gerüchten auch ein wahrer Kern verbergen könne. In Nele Neuhaus nunmehr achtem Roman (Vorkenntnisse sind nicht nötig) um ihre Kriminalpolizisten Oliver von Bodenstein und Pia Sander, vormals Kirchhoff, beginnt es mit dem Feuer. Gleich zu Beginn brennt ein Wohnwagen ab im Taunus, in den Überresten wird eine Leiche gefunden.

    Aber schon bald lesen wir besonders vom sprichwörtlichen Rauch - es geht nicht nur darum, was sich hinter so einem dörflichen Geflecht verbirgt mit seinen alten Freundschaften, Abhängigkeiten, Gerüchten, sondern vor allem auch darum, inwieweit diese Verflechtungen Ursache dafür sein können, dass Menschen zu Schaden kommen. Bodenstein stammt aus dem Dorf, aus dem auch die Eigentümerin des Wohnwagens kommt, er ist dort aufgewachsen und seine Eltern leben noch dort. Wie sich bald herausstellt: Es war nicht die letzte Leiche – und auch nicht die erste. Und Bodensteins Bezug zu den Fällen geht weit darüber hinaus, „nur“ im Ort aufgewachsen zu sein…

    Dabei hat der Ermittler doch gerade eben genug eigene Probleme: seine aktuelle Beziehung ist am Schwächeln, er fühlt sich aufgerieben zwischen längst vergangenem beruflichen Enthusiasmus und der Ernüchterung durch die Realität, seine Exfrau überlässt ihm die gemeinsame jüngste Tochter im Vorschul-Alter, ohne sich an Absprachen zu halten. So wird nicht nur sein deshalb geplantes Sabbatical zum Problem für seine Kollegin Pia Sander, sie muss auch damit klarkommen, inwieweit Oliver Bodenstein nicht nur ihr Noch-Chef ist, sondern auch noch in der Lage, persönlich objektiv zu bleiben.

    Was hat der alte Pfarrer gesehen? Was geschah wirklich in der Vergangenheit von Rosie? Und was geschah mit Artur, dem verschwundenen Kindheitsfreund von Oliver von Bodenstein?

    Die Stärke dieses Krimis liegt in der glaubwürdigen Schilderung des dörflichen Milieus, mitsamt dem Misstrauen gegenüber Zugezogenen, dem lebenslangen, teils generationsübergreifenden Beziehungsgeflecht zwischen Familie, Freundschaft, Liebe, Abhängigkeit und Neid. Das jedoch hatte die Autorin bereits mit „Schneewittchen muss sterben“ geliefert - auch dort schon handwerklich gut, jedoch bot sich dem Leser die Zuflucht, sagen zu können, dass das bei ihm im Ort ganz anders sei. Weit gefehlt, wie hier klar wird: Im aktuellen Roman erweitert Neuhaus das ganze noch um Rückblenden in die Kindheit, darum, wie es sich anfühlt, durch die Konfrontation mit den Ängsten und Freuden der frühesten Jugend wieder in das damalige Ich zurück katapultiert zu werden, wieder Teil jenes Geflechts zu sein, ob freiwillig oder nicht. Nicht nur hier ist der Roman düster, spielt mit Elementen des Psychothrillers (Stichwort: Klaustrophobie) – die gesamte Handlung ist unterlegt mit einer gewissen Melancholie. Was sonst gefiel? Man kann jeden Band der Reihe ohne die anderen lesen; ungeachtet dessen entwickeln sich die Charaktere wohltuend fort, sind Menschen mit Ecken und Kanten. In diesem Band hat man sich (endlich) entschlossen, ein Personenregister und eine Karte mitzuliefern – Frau Neuhaus neigt zu einer gewissen Personalfülle. Das wäre dann auch das einzige Manko – es sind doch wieder reichlich viele Personen… aber da ich das Buch praktisch über Nacht auslesen MUSSTE, dafür nur einen knappen halben Stern Abzug, die spannende Handlung macht es wett…4,5 Sterne aufgerundet.

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    janein
  • 5 Sterne

    56 von 95 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Andrea D., 15.10.2016

    aktualisiert am 15.10.2016

    Als eBook bewertet

    Wieder ein super spannender, authentischer Krimi von Nele Neuhaus. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

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    janein
  • 3 Sterne

    32 von 53 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Miss.mesmerized, 23.10.2016

    Als Buch bewertet

    Im Wald beim beschaulichen Taunusdorf Ruppertshain kommt es Mitten in der Nacht zu einer Explosion und einem Großbrand. Offenbar kam dabei ein Mann ums Leben, der in einem Campingwagen eingeschlossen war. Die einzige Zeugin ist leider nicht sehr brauchbar, voller Restalkohol ist sie sich nicht sicher, ob sie noch jemanden am Tatort gesehen hat. Ein zweiter Mord, die Mutter des ersten Opfers, erschüttert tags drauf das Dorf erneut – wer kann Interesse daran gehabt haben, eine sterbenskranke Frau, der nur noch wenige Tage blieben, vorzeitig ins Jenseits zu befördern? Die Angst geht um in Ruppertshain, denn schnell zeigt sich, dass viel mehr dahintersteckt und weite Teile der Bevölkerung sich nicht ohne Grund zurückziehen. Pia Sander und Oliver von Bodenstein machen sich an die Arbeit, aber Bodenstein merkt schnell, dass er viel tiefer in die Taten verwickelt ist, als er zunächst glauben konnte und dass die Menschen, die er seit seiner Kindheit kennt, möglicherweise nicht die sind, für die er sie gehalten hat.

    Band acht der Serie um das Ermittlerduo im Taunus. Ich hatte bereits mehrere der Vorgänger gelesen und war somit mit den Protagonisten und ihren Vorgeschichten vertraut, was den Einstieg eigentlich erleichtern sollte. Hier jedoch war ich recht schnell verloren. Auch wenn dem Buch ein Personenregister vorangestellt wurde, habe ich einige Zeit gebraucht, halbwegs das sehr zahlreiche Personal auseinanderzuhalten. Zudem war mir oftmals nicht klar, wer ist in Olivers Alter, wer nur wenige Jahre älter, aber noch dieselbe Generation, wer gehört zu der Elterngeneration, bisweilen haben diese sich scheinbar auch überschnitten. Ob die Verwirrung durch die Masse an Figuren beabsichtigt war oder durch das Durcheinander unterschiedlichster Fälle entstanden ist, lässt sich für mich auch nach Ende des Buchs kaum sagen. Über weite Strecken fand ich es jedoch eher frustrierend als hilfreich.

    Der Fall ist – vom Ende her betrachtet – nicht ganz überzeugend für mich. Ich kann zwar nachvollziehen, dass ein Dorf gewisse Geheimnisse unter den Teppich kehrt, aber dass ein einiger Mensch alle im Griff haben soll und mit ihren Taten erpressen konnte, ist mir jetzt doch ein wenig zu weit hergeholt. Auch dass traumatisierte Kinder einfach den Mund halten und keiner je etwas erzählt, sondern alle ganz unauffällig und normal ihr Leben leben – das erscheint mir unglaubwürdig.

    Zwar werden am Ende die Fäden gelöst und alles ist aufgeklärt, aber richtig zufrieden war ich mit dem Krimi nicht. Ich empfand ihn zudem gerade am Anfang als sehr schleppend, zig Nebenhandlungen haben immer wieder zu Verzögerung geführt, was jedoch in diesem Fall nicht zu mehr Spannung, sondern zu Ablenkung und Langeweile geführt hat. Das Highlight waren somit fast nur noch die örtlichen Beschreibungen, da ich mich in der Gegend auskenne. Das ist zu wenig für einen Krimi.

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    janein
  • 5 Sterne

    27 von 46 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Melanie E., 30.10.2016

    Als Buch bewertet

    "Im Wald" ist ein weiterer Taunuskrimi, der mir sehr zusagen konnte. Eine untergründige Spannung zieht sich komplett durch den Krimi, denn Bodenstein ist emotional sehr eingebunden, was mir sehr gefallen hat. Tief vergrabene Gefühle werden regelrecht ausgegraben. Was mich faszinieren konnte, ist die Tatsache, das jahrelange geschwiegen wurde und ein grausames Geheimnis verborgen blieb. Ob nun ein Fluch über dem Dorf liegt lasse ich mal dahingestellt, denn Tatsache ist, das scheinbar gemordet wird, um Mitwisser aus dem Weg zu räumen. Wer Nele Neuhaus kennt, weiß, das viele Nebenschauplätze ergründet werden müssen, um letztendlich ein spannendes Gesamtpaket zu ergeben. Für mich ist als Leserin ist es aufregend, da ich viele Personen kennen lerne, eigene Strategien entwickel, Sympathiepunkte an Protagonisten vergebe und letztendlich komplett falsch liege, was den aktuellen Fall betrifft. Das ist Krimi. Leser_innen auf falsche Fährten führen und am Ende einen riesigen Knall zu hinterlassen.


    Ich mag es, wenn Ermittler menschlich wirken und nicht nur oberflächlich bleiben. Da es nun schon der 8. Band der Tausnusreihe ist, sind mir Eigenarten und Gewohnheiten von Pia Sander und Oliver von Bodenstein sehr gut bekannt und bringen mich daher immer wieder zum Schmunzeln. Es ist, als wenn man alte Freunde trifft. Innerhalb der 8. Bände ist beruflich und privat sehr viel geschehen und in "Im Wald" wird ein Kindheitstrauma von Oliver von Bodenstein sichtbar. Manchmal bemerkt man auch erst nach 40 Jahren, das es Ereignisse gibt, die sich nie geklärt haben. Wirklich verwunderlich finde ich, das alle im Dorf etwas vermuten, aber schweigen. Dies bleibt fast bis zum Ende des Krimis erhalten und regt in mir das Gefühl an, diesen oder jenen mal so richtig durchzuschütteln, um ihn / sie zum Reden zu bringen. Jeder weiß etwas oder hat hier und da eine Vermutung, aber beißt sich lieber auf die Lippen, als den Fall voranzutreiben. Immer mehr Menschen müssen ihr Leben lassen. Vielleicht bist du der Nächste und trotzdem schweigst du weiterhin? Dies ist aber, was "Im Wald" die Spannung schenkt, denn zu frühe Verdachtsmomente hätten mir die Freude am Lesen genommen. Letztendlich bekam ich einen Krimi, der voller Emotionen steckte und auch Tabuthemen wie Ausländerfeindlichkeit, Ausgrenzung und Mobbing beinhaltet. Es lässt mich nachdenklich zurück und hier und da bewegte es mich auch zutiefst, denn das Schicksal von Artur wird irgendwann genauer beleuchtet und ist und bleibt der rote Faden, der sich durch "Im Wald" ziehen konnte.


    Ich möchte eine Leseempfehlung aussprechen für einen weiteren gelungenen Taunuskrimi aus der Feder von Nele Neuhaus. Ich hatte mich sehr auf den Krimi gefreut und wurde auch keinesfalls enttäuscht. Es ist nicht direkt Hochspannung zu spüren, aber es geht emotional doch sehr in diese Richtung. Gerade für Oliver von Bodenstein wünscht man sich Aufklärung der Fälle und den Frieden damit auch innerlich abschließen zu können und sich selbst vielleicht auch freizusprechen von Schuld. Ein absolut gelungener Krimi, der viele Nebenschauplätze und Personen beinhaltet, die letztendlich doch alle irgendwie und irgendwo miteinander verknüpft werden. Wieder einmal sehr gelungen!

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    janein
  • 5 Sterne

    51 von 91 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Joana S., 14.10.2016

    Als eBook bewertet

    Ein super geschriebener Krimi mit viel Tiefe. Sehr weiter zu empfehlen. Einzig der Preis ist etwas abschreckend.

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    janein
  • 5 Sterne

    37 von 65 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Mela K-R, 28.10.2016

    Als eBook bewertet

    Am Anfang dauert es ein wenig, bis man sich die ganzen Namen gemerkt hat. Danach möchte man es gar nicht mehr zur Seite legen. Spannend-bis zum Schluss.

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    janein
  • 5 Sterne

    13 von 19 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    La novelera, 10.01.2017

    Als Buch bewertet

    Es ist der nunmehr achte Fall für das Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Sander (vormals Kirchhoff, was sich am Ende des vorhergehenden Bandes änderte). In einem Wald im Main Taunus Kreis geht ein Wohnwagen in Flammen auf, es gibt eine Leiche. Nach und nach wird während der Ermittlung klar, dass Oliver sich inmitten einem Netz von alten Bekannten und Freunden befindet. Außerdem hat der Fall offensichtlich mit einem für ihn sehr persönlichen Ereignis zu tun, das schon viele Jahre zurückliegt. Keine Mordermittlung ging ihm so nah wie diese hier, die letzte, bevor er sein Sabbatjahr antreten wird. Nicht ganz nebenbei muss deshalb seine Nachfolge als Leiter des K11 geklärt werden.

    Nele Neuhaus ist es in meinen Augen mal wieder gelungen, einen hochspannenden Krimi zu schreiben, der seinen Vorgängern in nichts nachsteht. Kennt man die vorhergehenden Bücher, freut man sich neben der Mordermittlung auch auf das Wiedersehen mit den sympathischen Ermittlern und ist gespannt, was in deren Leben so nebenbei passiert.
    Doch auch der Fall an sich ist wieder einmal komplex, enthält viele Handlungsstränge, wie gewohnt, und doch fällt es nicht schwer, den Überblick über die vielen Personen zu behalten. Gelangweilt ist man beim Lesen des Krimis auf gar keinen Fall, von Seite zu Seite wird es spannender und das Ende erscheint mir nicht vorhersehbar, ich fiebere jedes Mal mit und bin dann überrascht, wenn aufgelöst wird, wer der Mörder ist. Die Verbindung mit der Vergangenheit macht den Fall komplexer, weitreichender und ist in meinen Augen wieder einmal richtig gut gelungen.

    Ich vergebe voll verdiente fünf Sterne und freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall!

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    janein
  • 3 Sterne

    32 von 56 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Andreas S., 20.10.2016

    Als Buch bewertet

    Sehr viel Lokalkolorit, das kennt man aus den Taunuskrimis dieser Autorin. Man kennt auch die Hauptprotagonisten, deren Familienverhältnisse und persönliche Probleme. Ich hatte sogar Bilder vor meinem geistigen Auge, denn einige Neuhaus-Krimis wurden ja bereits verfilmt und liefen im Fernsehen. Man beginnt also zu lesen und trifft auf alte Bekannte und neue Sorgen.

    Spannende Geschichte an sich, wenn auch nicht neu. Vor langer Zeit geschah etwas Schreckliches, ein Kind verschwand spurlos. Das Dorf scheint einiges darüber zu wissen, doch das Dorf schweigt. Nun passieren Morde, die irgendwie im Zusammenhang mit dem Geschehen von damals stehen könnten. Die Ermittler stehen vor Problemen, die Aufklärungsarbeit gestaltet sich schwierig. Ein besonderes Problem ist, dass Oliver, der Chef der Mordkommission, selbst aus diesem Dorf stammt. Und dass das verschwundene Kind von damals mit ihm befreundet war. Er will den ungeklärten Fall unbedingt lösen, seine Emotionen stehen ihm manchmal im Weg.
    Die Autorin geht sehr ausführlich auf die Gefühle der Protagonisten ein, die auch noch mit anderen persönlichen Problemen zu kämpfen haben. Es gibt viele Dörfler, Oliver kennt sie alle, und jeder hat seine eigene Geschichte. Mir fiel es mitunter schwer, den Überblick zu behalten, wie das alles mit den verschiedenen Familien zusammen hängt. Manchen Spuren, die das Team erst spät verfolgt, wäre ich als Ermittler viel früher nachgegangen. Manches erschien mir auch fragwürdig, darauf kann ich hier leider nicht näher eingehen, es würde zu viel verraten. Auf jeden Fall bleibt die Geschichte bis zum Schluss spannend (und mitunter traurig). Insgesamt ein lesenswerter, auch nachdenklich stimmender Krimi, der mich gut unterhalten hat.

    Aber das Lektorat muss ich doch kritisieren, auch wenn die Autorin es am Schluss gelobt hat. Abgesehen von ein paar Druckfehlern im Text, wie kann es denn sein, dass nach Montag, dem 13. Oktober 2014 (S. 316) dann Dienstag, der 15. Oktober 2014 (S. 415) folgt? Hätte man nur den ersten Tag (Donnerstag, 9. Oktober) und den letzten Tag (Donnerstag, 17. Oktober) betrachtet, hätte doch sofort auffallen müssen, dass hier was nicht stimmen kann. Vielleicht bin ich da kleinlich, tut mir leid, aber so etwas sollte bei einem gut lektoriertem Buch nicht vorkommen.

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    janein
  • 5 Sterne

    19 von 33 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Wencke M., 13.11.2016

    Als Buch bewertet

    Schon der Prolog bringt Lust und Freude auf diesen Kriminalroman.

    Zum Inhalt:
    Auf einem Waldcampingplatz geht in einer Oktobernacht ein Wohnwagen in Flammen auf. Wie sich herausstellt, verbrannte ein Mann in dem Wohnwagen. War der Mann schon vorher tot oder verbrannte er im Wohnwagen?

    Oliver von Bodenstein und Pia Sander ermitteln hier in ihrem 8. gemeinsamen Fall. Für Oliver von Bodenstein ist dieser Fall der Persönlichste. Ein Mörder treibt in seinem Heimatort Ruppertshain sein Unwesen. Es sieht so aus, als wenn der vor über vierzig Jahre verschwundene 11-jährige Artur irgendwie auch zu den Ermittlungen gehört. Artur war damals der beste Freund von Oliver von Bodenstein. Das Verschwinden könnte nie geklärt werden. Damals wie heute sprechen die Menschen in Ruppertshain nur sehr wenig über das Verschwinden, als ob jeder was weiß und keiner was sagen mag.

    Meine Meinung:

    Zum einen ist es ein sehr guter Kriminalroman, sehr stimmig, die Spannung wird über die gesamte Geschichte gehalten. Sehr gut und hilfreich finde ich die ersten Seiten des Buches,dort ist eine Landkarte der Gegend, eine Übersicht des Ortes Ruppertshain sowie ein Personenregister. Hier habe ich oft geschaut und hatte somit das Gefühl, die Menschen "zu kennen" und konnte mir über die örtlichen Gegebenheiten einen Überblick verschaffen und mir das auch bildlich alles sehr gut vorstellen.

    Zum anderen lese ich sehr gerne Krimireihen mit sympathischen Charakteren der Ermittler. Und Pia Sander und Oliver von Bodenstein sind mir sehr sympathisch, "man kennt sie" schon seit vielen Fällen, weiß um ihr Privatleben und begleitet sie dort weiter.

    Mich hat Nele Neuhaus mit ihrem neuen Kriminalroman wieder zu 100 % überzeugt und das Buch hat mir viele spannende Lesestunden bereitet, die ich sehr genossen habe!

    Das einzige was ich an dieser Stelle sehr schade finde, dass ich ganz viel Geduld aufbringen muss, bis ich einen neuen Krimi in dieser Reihe lesen kann ;-).

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    janein
  • 5 Sterne

    27 von 50 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Xanaka, 16.11.2016

    Als Buch bewertet

    In Ruppertsheim ist die Hölle los. Auf einem leeren Campingplatz explodiert ein Wohnmobil. In den Überresten findet die Polizei eine völlig verbrannte Leiche. Auf der Suche nach der Identität geschieht ein weiterer Mord. Dieses Mal soll es wie ein natürlicher Tod aussehen. Als sich dann auch noch der Pfarrer von Ruppertsheim umbringt, ist das Chaos perfekt. Schnell wird klar, alle Todesfälle gehören zusammen. Alle Personen hatten miteinander zutun. Wer wollte ihren Tod?
    Für Oliver von Bodenstein ist dieser Fall anders als alle bisherigen Fälle. Er ist in Ruppertsheim groß geworden. Er kennt alle Leute und er kennt auch die Mordopfer. Gemeinsam mit Pia Sander und dem Team versuchen sie einen Grund für die Morde und den Täter zu finden.
    Nele Neuhaus hat hier ein für mich beispielhaftes Bild einer Kleinstadt skizziert und charakterisiert. Die Alteingesessenen kennen sich. Viele sind irgendwie miteinander verwandt und mögen sich trotzdem nicht. Geheimnisse bleiben nicht lange geheim, irgendeiner bekommt immer etwas heraus und dann erfahren es die anderen auch über kurz oder lang. Nur Neuhinzugezogene, die haben selten eine Chance. Ihnen gelingt es selten sich in so einem Ort zu etablieren. Nur in diesem Fall haben einige Alteingesessene ein gemeinsames Geheimnis und es ist ihnen gelungen, dieses über viele Jahre zu verbergen.
    Die Autorin hat diese Atmosphäre äußerst treffend eingefangen. Sicher es war auf Grund der wirklich vielen Personen, die so ein Ort nun einmal hat, mitunter schwer die Beziehungen zwischen ihnen zu verstehen. Aber dank des vorangestellten Personenregisters war es dann doch möglich.
    Die Handlung ist fesselnd, dramatisch und packend und das vom Anfang bis zum Ende des Buches. Der flüssige Schreibstil und die ansprechenden Dialoge – beides erleichtert das Lesen ungemein. Die Autorin schreibt in einem guten Tempo, so dass man das Buch gar nicht aus den Händen legen mag.
    Mir hat dieser Krimi wieder wirklich gut gefallen. Ich bin richtig tief in den Ort Ruppertshain eingetaucht. Lange konnte ich mich nicht auf einen Täter festlegen, hat Nele Neuhaus doch immer wieder neue Aspekte eingebracht, die mich zweifeln ließen und diese dann erneut kurze Zeit wieder verdächtig werden ließen. Dann dachte ich, das ist die richtige Spur. Sogar Bodenstein und Sander waren kurze Zeit mit mir einer Meinung.
    Von mir gibt es für diesen Krimi wieder verdiente fünf Lesesterne und eine ausdrückliche Leseempfehlung.

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  • 5 Sterne

    31 von 59 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Bücherwurm78, 26.10.2016

    Als Buch bewertet

    Im Taunus wird wieder gemordet und das Ermittlerduo Pia Sander und Oliver von Bodenstein vom K11 in Hofheim sind wieder auf der Suche nach der Wahrheit und dem Mörder. In der Nähe von Ruppertshain geht ein Wohnwagen in Flammen auf. Im Wohnwagen wird eine Leiche gefunden. Schnellt stellt sich heraus, dass es sich um Clemens Herold handelt und dass es Mord war. Kurze Zeit später wird auch die Mutter von Clemens, Rosie Herold, im Hospiz Abendrot ermordet. Und bald gibt es ein drittes Opfer, den alten Pfarrer im Ruhestand von Ruppertshain, Adalbert Maurer. War es derselbe Mörder und wollte er mit den Taten verhindern, dass eine Wahrheit aus langer Vergangenheit ans Licht kommt? Oliver von Bodenstein, der kurz vor einem Sabbatical steht, muss seinen vorerst letzten Fall lösen, der ihn mit seinem eigenen Kindheitstrauma aus dem Jahr 1972 konfrontiert, damals ist sein bester Freund Artur spurlos verschwunden.

    Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Ein erfrischendes (Hell)-Blau mit einem Fuchs der über einen Baumstamm im Wald klettert. Beim Lesen des Buches wird dann auch klar warum gerade ein Fuchs und auch der Titel des Buches ist passend gewählt. Was mir bei der Gestaltung des Buches auch gut gefallen hat ist, dass auf den ersten Seiten 2 Karten über die örtlichen Gegebenheiten und ein Personenregister beinhaltet ist. An manchen Stellen im Buch habe ich gerne darauf zurückgegriffen.

    Nachdem ich die Vorgängerbücher bereits gelesen hatte, habe ich mich sehr gefreut, dass wieder ein neuer Kriminalroman von Nele Neuhaus um das Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia (nunmehr) Sander erscheint. Man hat ja immer ein bisschen Angst, dass bei solchen Fortsetzungsromamen irgendwann mal ein schwächeres Buch erscheint, aber Nele Neuhaus hat mich Gott sei Dank nicht enttäuscht und auch mit diesem Buch wieder einen sehr guten Krimi gezaubert. Die Spannung war wie gewohnt von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden, so dass man das Buch wie immer kaum aus der Hand legen mochte. Der einzigste kleine Kritikpunkt ist, wie auch schon andere Rezensenten geschrieben haben, dass es sehr viele Personen gibt, die im Buch eine Rolle spielen. Aber dafür ist ja am Anfang das Personenregister enthalten, auf welches man zugreifen kann. Was mir auch immer an der Neuhaus-Reihe gefällt ist, dass neben der eigentlichen Hauptstory auch die private Seite von Pia und Oliver nicht zu kurz kommt. Und bei diesem Buch hängt ja auch die Hauptstory mit der Vergangenheit von Oliver zusammen. Frau Neuhaus schafft es durch ihre Schreibweise, dass man mit den einzelnen Personen mitfühlt, Sympathie, aber auch Abneigungen entwickelt. Nicht zuletzt dadurch, dass inzwischen viele der Krimis verfilmt wurden, hat man Oliver, Pia und die anderen wiederkehrenden Personen auch bildlich vor Augen.

    Fazit: Wieder ein rundum spannender und empfehlenswerter Kriminalroman. Ich freue mich jetzt schon auf einen neuen Fall, bin vor allem gespannt ob dann auch Oliver von Bodenstein mit ermitteln wird, der ja vor einem Sabbatical steht und sich über seine Zukunft danach noch nicht im Klaren ist.

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    janein
  • 4 Sterne

    11 von 19 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    ElasBookinette, 15.11.2016

    aktualisiert am 17.11.2016

    Als Buch bewertet

    Als auf einem Campingplatz im Wald in der Nähe von Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen aufgeht, denkt man zuerst an Brandstiftung. Doch als eine verkohlte Leiche entdeckt wird, schaltet sich die Kripo Hofheim ein und die beiden Ermittler vom K11 - Pia Sander und Oliver von Bodenstein - werden an den Tatort gerufen. Kurz darauf geschehen zwei weitere Morde, welche vor allem Oliver von Bodenstein stark belasten - denn er kannte beide Opfer seit seiner Kindheit, ist er doch selbst in Ruppertshain aufgewachsen. Was nun folgt, ist ein Spiel gegen die Zeit, denn alle sind sich einig - das nächste Opfer steht sicherlich schon auf der Liste des Mörders. Die Ermittlungen bringen den Kommissar an die Grenze des Erträglichen, denn sie scheinen im Zusammenhang mit dem Verschwinden seines damaligen besten Freundes Artur im Sommer 1972 zu stehen - doch ein ganzes Dorf steht den Vorfällen - damals wie heute - schweigend gegenüber.

    Mit "Im Wald" hat die Autorin Nele Neuhaus bereits ihren achten Regionalkrimi mit den beiden Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Sanders herausgebracht. Schlägt man das Buch zum ersten Mal auf, sieht man direkt zwei Pläne der Umgebung, in welcher die Geschichte spielt sowie ein langes Personenregister, was im Laufe der Geschichte immer wieder zum Nachsehen einlädt, sollte man mit den Namen der Ruppertshainer Bürger vielleicht etwas durcheinanderkommen oder sich einfach nochmal vergewissern, wie die verwandtschaftlichen Verhältnisse sind.

    Ich kenne bereits alle bisher erschienenen Teile und könnte mir vorstellen, es ist eine gewisse Erleichterung beim Lesen, zumindest die immer wieder vorkommenden Personen bereits zuordnen zu können und sich so "nur" mit den vielen neu auftauchenden Namen zu beschäftigen.

    Schon nach dem Lesen des Prologs schafft es Nele Neuhaus, eine Spannung zu erzeugen, so dass man zumindest das Gefühl hat, direkt weiterlesen zu wollen, um zu verstehen, was hier geschehen ist. Jedes Kapitel beginnt nachfolgend mit einer genauen Zeitangabe, so kann man direkt zuordnen, wann etwas geschieht.

    Bei "Im Wald" steht Oliver von Bodenstein deutlich stärker im Vordergrund der Handlung als Pia Sander, da er direkt im Ort des Geschehens aufgewachsen ist und auch eine furchtbare Kindheitserinnerung wieder aufkommt, welche er verdrängt, aber nie vergessen hatte. Doch natürlich hat auch Pia ihren Anteil bei den Ermittlungen und so ist es auch bei diesem achten Teil wieder ein Team, von dem es hoffentlich noch viele weitere Fälle zu lesen gibt.

    Mir hat auch dieser Teil spannende Lesestunden beschert, wobei ich zwischenzeitlich froh war, das Personenregister zum Nachsehen zu haben.

    Erschienen ist das Buch im Ullstein-Verlag. Auch das gleichnamige Hörbuch ist bereits im Hörbuch-Hamburg-Verlag erhältlich.

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    janein
  • 4 Sterne

    21 von 39 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    sommerlese, 24.10.2016

    Als Buch bewertet

    Im Wald bei Ruppertshain sucht sich der Junkie Elias ein Versteck auf einem Campingplatz. Dort wähnt er sich sicher, doch wenig später erschüttert eine Explosion mit folgenschwerem Ausgang die dunkle Nacht. Es wird ein Toter gefunden, Oliver von Bodenstein und Pia Sander von der K11 untersuchen den Fall. Ihre Ermittlungen führen sie in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand und das nicht aufgeklärt wurde.

    Der Krimi ist fesselnd und mitnehmend geschrieben, die Autorin versteht ihr Fach wirklich bestens. Was mich gestört hat, sind die vielen involvierten Personen des Dorfes, die durch die Zeitspanne von 40 Jahren auch noch verschiedenste verwandschaftliche Beziehungen eingegangen sind. Hier noch klar durchblicken zu können, erfordert höchste Aufmerksamkeit und Konzentration. Es gibt auch ein Personenregister, das man zu Rate ziehen kann. Dennoch hat mich diese Menge an möglichen Tätern und Motiven durchaus angestrengt.

    Dabei ist die Handlung äußerst interessant, weil die die aktuellen Fälle in Bodensteins Vergangenheit führen. Mit seinen Kindheitsfreunden verbindet ihn ein grausames Ereignis, über das im Dorf nie groß und offen geredet wurde. Wie hängt das Verschwinden des kleinen Arturs mit den neuen Fällen zusammen. Auch die Polizei rätselt lange daran herum, zu verworren sind die Personenkonstellationen und zu verschlossen die Bewohner. Es gibt einige Geheimnisse, die die Dörfler mit sich herum tragen und erst allmählich lichtet sich das Dunkel.

    Natürlich sind wieder die alten bekannten Kollegen mit dabei. Pia und ihr Exmann, der Gerichtspathologe Henning Kirchhoff, Nicola Engel und Cem Altunay sind wieder mit von der Partie und ihre Charaktere gut erkennbar gezeichnet. Doch auch der neuer Kollege Tariq Omari bringt Abwechslung in die Truppe. Er ist ein hochintelligenter Syrer mit einem photografischen Gedächtnis und hat die Dialoge erfrischend bereichert.

    Nele Neuhaus hat ein Händchen dafür, ihre Leser auf die falsche Fährte zu führen. Dank einiger Spurensuche im dunklen Wald und unerwarteten Handlungen und Ereignissen bleibt die Spannung relativ konstant auf einem hohen Level. Auch bleiben das Motiv und der Täter bis zum Ende offen und so kann man gar nicht anders als das Buch durchlesen. Die bildhafte Sprache und die vielseitigen Stimmungsbilder und Personenbefragungen innerhalb der Figuren führen den Leser unterhaltsam durch den Krimi. Doch wie gesagt, man muss schon ein aufmerksamer Leser sein, um das Ganze zu durchschauen.



    "Im Wald" sorgt mit seiner komplexen Handlung und einer gut durchdachten Story für fesselnde Lesestunden. Auch das Ermittlerteam hat mich gut unterhalten, besonders der Neue, Tariq Omari, hat sich gut eingeführt.

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    janein
  • 5 Sterne

    29 von 55 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Funkenflug, 17.10.2016

    Als Buch bewertet

    "Im Wald" von Nele Neuhaus
    Ein echter "Nele Neuhaus"-Krimi. Spannend, mit überraschenden Wendungen. Die Kommissare Bodenstein und Sander haben etliche Hürden, nicht nur ermittlungstechnischer Art, zu überwinden. Gegen eine Mauer von Schweigen ist schwer anzukommen. Und der Fall hat auch mit Bodensteins Kindheit zu tun. Es ist schwer, das Buch ab und zu beiseite zu legen, denn es lässt einen nicht los.

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    janein
  • 5 Sterne

    34 von 66 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Krimine, 23.10.2016

    Als Buch bewertet

    Ein superspannender achter Fall für das Ermittlerteam aus dem Taunus

    Im Wald bei Ruppertshain gerät ein Wohnwagen in Brand und sorgt dafür, dass ein Unbekannter einen grausamen Feuertod stirbt. Doch wer ist der Fremde, der seinen Aufenthalt in einer Feriensiedlung geheim halten wollte und dafür mit dem Leben bezahlt? Eine Frage, die sich die zuständigen Kommissare Oliver von Bodenstein und Pia Sander stellen und dabei auf eine todkranke Rentnerin stoßen, die sich in einem Hospiz pflegen lässt. Diese allerdings wird von fremder Hand erstickt, bevor sie sie befragen können und von da an ist den beiden erfahrenen Ermittlern klar, dass hinter den verübten Verbrechen eine Mordserie steckt. Immer wieder stoßen Oliver und Pia während ihrer Ermittlungen auf ein altes Geheimnis aus der Vergangenheit und auf einen verschwundenen Jungen, der eine ganz besondere Bedeutung für die plötzlich sehr verschwiegene Dorfbevölkerung hat.

    Ein Wohnwagen, der in Flammen aufgeht und ein Mörder, der sich gezwungen sieht, zu richten. Ein spannender achter Fall für das erfolgreiche Team aus dem Taunus, das wieder einmal in Sachen Mördersuche unterwegs ist. Doch bevor Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff herausfinden, wer der Flammenteufel ist und welches Motiv er für seine grausam verübte Mordserie hat, müssen sie sich erst einmal mit einem Dickicht aus Lügen und alten Geheimnissen auseinandersetzen, das gleich eine ganze Dorfgemeinschaft betrifft. Und zu allem Unglück ist Oliver von Bodenstein auch noch dort aufgewachsen und muss nun im Kreise ehemaliger Schulkameraden ermitteln. Ein Fall, der sehr persönlich für ihn wird und ihm ordentlich an die Nieren geht.

    Voll gepackt mit ungewöhnlich vielen Figuren, mit einer ganzen Handvoll Opfern und einem Geflecht aus Ereignissen, die nur schwer zu durchschauen sind, präsentiert sich der neue Taunuskrimi und versteht es, spannend zu unterhalten. Dabei ist es fast unmöglich beizeiten zu erahnen, wer der Mörder ist, so geschickt hat Nele Neuhaus ihre Spuren gelegt und ausreichend Zweifel und Vermutungen gestreut. Deshalb sollte die Handlung aufmerksam verfolgt werden, um in dem ganzen Wirrwarr an potenziellen Verdächtigen, familiären Verstrickungen und parallel geführten Ermittlungen nicht den Faden zu verlieren und die Figuren richtig einordnen zu können. Diese übrigens sind wie gewohnt lebensecht und vielseitig geraten, wobei ein Teil von ihnen nur schwer zu durchschauen ist.

    Fazit:
    „Im Wald“ ist ein spannender Krimi mit einer komplexen Handlung, einer gut durchdachten Story und einem Ermittlerteam, bei dem es Spaß macht, ihnen über die Schulter zu schauen. Doch leider ist „Im Wald“ auch der vorerst letzte Fall mit Oliver von Bodenstein, der ein Jahr lang ein Sabbatical Anspruch nimmt. Hoffen wir mal, dass er danach wiederkommt.

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    janein
  • 4 Sterne

    11 von 20 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    coffee2go, 29.11.2016

    Als Buch bewertet

    Kurze Inhaltszusammenfassung:
    Oliver von Bodenstein und Pia Sander ermitteln in Ruppertshain, einem ansonsten idyllischen Dörfchen, in dem plötzlich mehrere mysteriöse Morde hintereinander erfolgen. Für Oliver ist es diesmal doppelt schwierig, da er selbst involviert ist und auch daran erinnert wird, wie vor über 40 Jahren sein damals bester Freund Arthur und sein Hausfuchs spurlos verschwunden sind. Im Dorf herrscht seitdem Schweigen über die Geschichte, die bis jetzt nicht aufgeklärt wurde.

    Meine Meinung zum Buch:
    Mir sind die beiden Ermittler Oliver und Pia schon sehr ans Herz gewachsen, da ich auch die vorigen Krimis der Serie gelesen habe, daher hoffe ich, dass Oliver nach seinem Jahr Auszeit wirklich wieder zurückkommt und nicht spurlos verschwindet. Obwohl mir Pia in diesem Teil auch sympathischer geworden ist, aber von ihr hat mir gefehlt, dass sehr wenige persönliche und private Dinge eingeflossen sind. Sehr gut gefallen hat mir, dass das Verschwinden von Arthur und Maxi nach über 40 Jahren wieder aufgerollt wurde und Oliver nun endlich Gewissheit hat. Ich finde auch die Verknüpfung der Ereignisse von damals mit heute und die Tatsache, dass wieder dieselben Personen involviert sind, super umgesetzt. Wenn man genauer hinterfragt, weiß in dem Dörfchen eigentlich doch jeder einen Teil der Ereignisse und somit kann man die Wahrheit dahinter wie ein Puzzle zusammenbauen. Wer als TäterIn infrage kommt, ist auch kaum zu erraten, hier hat uns die Autorin von einer falschen Fährte zur nächsten gelockt. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass diesmal wirklich viele Charakter vorgekommen sind, teilweise auch nur als Randfiguren, dies war für mich teilweise schon recht komplex und ich musste kurz nachschlagen. Dies wäre sicher auch einfacher und unkomplizierter möglich gewesen. Trotzdem hatte ich während der 553 Seiten nie das Gefühl, dass mir langweilig wird.

    Titel und Cover:
    Das Cover finde ich diesmal sehr gelungen. Die Farbgestaltung gefällt mir und als Highlight der rote Fuchs passt optisch perfekt und zudem spielt der Fuchs auch inhaltlich eine bedeutende Rolle. Der Titel „Im Wald“ ist sehr allgemein und verrät wenig über den Inhalt des Krimis.

    Mein Fazit:
    Wieder ein sehr umfangreicher, spannender und mordreicher Krimi mit dem erfolgreichen Ermittlerteam rund um Oliver und Pia. Hoffentlich nicht der letzte gemeinsame Fall von Pia und Oliver.

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    janein
  • 4 Sterne

    6 von 11 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Claudia R., 11.12.2016

    Als Buch bewertet

    Mord verjährt nicht- Schuldgefühle auch nicht

    Ein brennender Wohnwagen ruft Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Sander in den nahegelegenen Wald von Ruppertshain. Noch glauben sie an die Tat eines Feuerteufels, der leerstehende Gebäude in der Gegend anzündet. Jedoch ist diesmal ein Mensch ums Leben gekommen. Als bald weitere Morde folgen, steht schnell fest, dass hier mehr dahintersteckt, zumal sich auch eine Spur zu einem Vermisstenfall auftut, der mehr als vierzig Jahre zurückliegt.
    Dieser Fall, der Bodensteins vorerst letzter sein soll- er nimmt ein sogenanntes Sabbatjahr- führt ihn von der Gegenwart tief in seine eigene Vergangenheit, zurück in seine Kindheit, als sein bester Freund Artur plötzlich verschwindet. Artur, Sohn einer russischen Aussiedlerfamilie, wird im Dorf von den Gleichaltrigen schikaniert und Bodenstein hat versprochen, gut auf ihn aufzupassen. Arturs Verschwinden und der gleichzeitige Verlust des zahmen Fuchses, den Bodenstein über alles vermisst, stürzt den Jungen in eine tiefe Krise, die durch die Ereignisse in der Gegenwart wieder an die Oberfläche seiner Gefühlswelt gedrängt wird. Der Autorin gelingt es, den Leser hier tief in die Psyche Bodenstein schauen zu lassen, gemeinsam mit ihm Gefühle zu erleben, die er vorher an sich nicht kannte, wie Hass oder Rachsucht.
    Da Bodenstein durch die gemeinsame Kindheit zu nahe an den Verdächtigen steht, übernimmt Pia Sanders die Ermittlungen. Bodenstein selbst versucht die schon erkaltete Spur in die Vergangenheit wieder aufzunehmen. Seine eigenen Schuldgefühle treiben ihn an.
    Der Roman benötigt diesmal in meinen Augen erst eine gewissen „Anlaufzeit“. Nicht ganz einfach ist es am Anfang, der Vielzahl von aufgeführten Namen zu folgen. Aber da hilft ein vorangestelltes Personenregister sehr gut. Bald nimmt die Handlung aber Fahrt auf und führt den Leser auf alten und neuen Spuren durch den Taunus ohne an Spannung zu verlieren, manchmal glaubt man, die Ermittler sind so nah dran, dann tut sich ein neuer Weg auf.
    Natürlich fragt sich Leser der Reihe am Ende, wie es mit Bodenstein weitergehen wird. Da werden wir uns in Geduld fassen müssen und abwarten, was die Autorin vorhat.

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    janein
  • 4 Sterne

    6 von 11 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    brauchnix, 18.11.2016

    Als Buch bewertet

    Im 8.ten Krimi der Autorin Nele Neuhaus wird diesmal vor allem ihr Ermittler Oliver Bodenstein schwer erschüttert. Denn die Mordserie, die er diesmal mit seiner Kollegin Pia aufklären muss, führt ihn alsbald zurück in die eigene Vergangenheit, als sein bester Schulfreund mit 11 Jahren spurlos verschwand. Und die Verdächtigen von heute sind zum Großteil Schulkameraden aus der Kinderzeit und deren Verwandte und Bekannte. Diese Konstellation wird für Oliver mehr und mehr zur Belastung und schließlich fühlt er sich befangen und nicht mehr fähig, als Ermittler diesen Fall zu lösen.


    Nele Neuhaus schreibt routiniert und in gewohnt ausführlicher Manier. Die Personenliste ist lang und umfangreich und man muss aufmerksam und bei der Sache bleiben, will man nicht den Überblick verlieren bei all den Verdächtigen und ihren persönlichen Verstrickungen, die 40 Jahre in die Vergangenheit reichen. Die Charaktere werden sehr detailliert entwickelt. Wer hier mit wem in welchem Verhältnis stand, wer wen schon als Kind gemobbt hat, wer wen geliebt und gehasst hat. Die Beziehungen der Kinder untereinander aber auch die verschiedenen, meist deprimierenden Familienverhältnisse werden vor dem Leser ausgebreitet und sollen ihn Stück für Stück der Auflösung des Falles näher bringen. Dabei legt Nele Neuhaus jede Menge falsche Fährten und schweigt an wichtigen Stellen, um bis zum Schluss den Täter nicht zu verraten. Vielleicht hat sie es diesmal fast ein wenig übertrieben, denn die Auflösung kam für mich ziemlich überraschend. Diesen Täter hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm.


    Alles in allem ein guter Neuhaus-Krimi, aber nicht mein Favorit unter ihren Werken. Die Spannung setzte für mich auch erst im letzten Drittel ein und daran war vor allem auch Oliver Schuld, den ich einfach als Ermittler sehr gerne mag und dessen Anspannung in diesem Roman gut rüber kam und mir als zusätzliche emotionale Note gut gefallen hat. Ich hoffe sehr, dass wir ihn auch in den nächsten Krimis wieder treffen – auf die eine oder andere Weise.

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    janein
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