Liselotte, Fräulein Nowak und der Grieche, Florian Herb

Liselotte, Fräulein Nowak und der Grieche

Florian Herb

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    Gelinde, 16.10.2014

    Liselotte, Fräulein Nowak und der Grieche, von Florian Herb erschienen beim Ullstein Verlag,

    Das Coover ist bunt, lustig und ein bisschen chaotisch, so ist auch das ganze Buch.

    Der Roman beginnt mit einer Urnenbestattung bei der ich schon schmunzeln musste. Es ist so herrlich beschrieben, dass ich mir sehr gut vorstellen konnte wie die 82 jährige Liselotte aus dem Friedhof hinkt und vor sich hin grummelt : „Ich komme wieder Franz Ferdinand. Oh ja! Ich komme wieder.“
    Nach dem Tod ihres Göttergatten muss Liselotte erkennen dass sie sich in ihrer Wohnung und im Leben überhaupt nicht zurechtfindet.
    Weder weiß sie wie der Induktionsherd funktioniert, noch wie sie den TV zum laufen bringt, geschweige denn den nagelneuen Kaffeevollautomaten, der auch der Mörder ihres Mannes ist.
    Als sie wieder aktiv am Leben teil nimmt mischt sie erst mal die Service-Abteilung des Ka-De-We komplett auf.
    Als sie dann erkennt dass ihre Wohnung im Chaos versinkt und auch ihre finanzielle Seite nicht so rosig ist wie sie denkt beschließt sie einen Untermieter zu suchen. Auch die Vorgehensweise bei dieser Suche ließ mich in Lachen ausbrechen. (Werde ich mir merken wenn ich selber mal Untermieter suche).
    So kommt also Fräulein Nowak zu ihr. Dass diese durch einen One-Night-Stand von einem sozusagen Unbekannten schwanger wird, weckt unbekannte Beschützerinstinkte (oder ist es doch nur ein Selbsterhaltungstrieb) in Liselotte und die beiden werden mehr als eine Zweck-WG.
    Als die finanziellen Probleme noch schlimmer werden kommt noch ein griechischer Finanzexperte, der sich als Deutscher fühlt, zur WG.

    Werden die Drei alle Probleme lösen und werden sie es überhaupt miteinander aushalten?

    Mein Fazit:
    Das Ganze ist urkomisch geschrieben. An nur ganz wenigen Stellen etwas überspitzt so dass es schon utopisch klingt, sonst aber so herrlich turbulent, skurril und einfach zum Lachen.
    Eigentlich hätte ich auch gerne so eine Liselotte mit ihren WG Bewohnern in meinem Freundeskreis.

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    janein