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  • 4 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Pia K., 06.03.2016

    Klappentext: Eine Liebe, die tragisch endet. Eine neue Liebe, die tragisch beginnt. Ein Herz, das nicht aufhört zu lieben. Und am Ende der Tränen: das Glück. 400 Tage ist es her. Vor 400 Tagen ist Mias große Liebe bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Vor 400 Tagen hat Noah eine zweite Lebenschance bekommen. Als sie einander begegnen, spüren sie beide sofort, dass sie zusammen gehören. Doch nur Mia weiß, dass Noah ihr niemals begegnen wollte. Dass sie gegen seinen ausdrücklichen Willen gehandelt hat, als sie sich auf die Suche nach ihm gemacht hat. Dass Noah niemals wissen wollte, wer vor 400 Tagen ums Leben gekommen ist. Weil es irgendwie nicht richtig ist, dass er weiterleben darf – nur weil jemand anderes gestorben ist. Doch für Mia ist es, als wäre die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Als wäre das Leben wieder bunt und schön. Und als hätte sie Noah nicht verschwiegen, dass sie einander nur begegnet sind, weil sie wissen wollte, wer der Mensch ist, der das Spenderherz ihres Freundes bekommen hat. Doch wie glücklich darf sie nach Jacobs Tod eigentlich sein? Und wann wird aus Schweigen … Verrat? Mia muss Noah erzählen, wer sie ist. Aber was bedroht ihre Liebe mehr? Eine Lüge – oder die Wahrheit?

    Cover: Ich Liebe das Cover es ist einach sooo hübsch. Dieser Kontrast von dem weißen Hintergrund und dem Gelb-Orangenen Herzen das nochmal abgehoben ist. Das Cover sieht für mich wie ein vor Lebensfreude sprühendes Herz aus. Das Cover ist eines dieser Cover, die einem sofort ins Auge springen. Es trug einen großen Teil dazu bei, dass ich es kaufte.

    Inhalt: Mia hat vor über einem Jahr ihre große Liebe Jacob verlohren. Seine Organe wurden gespendet. Um endlich sich ganz von Jacob verabschiden zu können schreibt Mia die Emfänger an. Doch der Emfänger von Jacobs Herzen antwortet nicht, also macht Mia sich auf ihn zu suchen. Als sie in endlich gefunden hat, schwört sie sich, dass sie nicht auch noch gegen ihre eigenen Regeln versoßen wird. Doch wie so oft im Leben kommt es ganz anders als Mia es sich erhofft hat. Duch ihr tollpatschiges Verhalten als sie Noah zum ersten mal sieht, lernen sich die beiden näher kennen. Und während sie sich immer näher kommen wird es für Mia unmöglich Noah die Wahrheit zu sagen, denn die Tage mit Noah geben ihr Kraft und lassen sie endlich weiter nach vorne sehen. Doch was wird passieren wenn Noah die Wahrheit erfährt?

    Meinung: Mia war wirklich ein tiefgründiger charakter, ich konnte mit ihr mitfühlen und habe mit ihr gelitten. Noah ist das was man sich unter einem perfecten Freund vorstellt, freundlich, lustig, verständnissvoll und er hilft Mia wo es nur geht und lässt ihr den Freiraum den auch er von ihr will. Ryan, die Schwester von Mia, ist toll, sie ist warmherzig, aufgedreht und sie ermuntert Mia ihr Leben in die Hand zu nehmen. Noahs Schwester Shelby hingegen war für mich eine Enttäuschung. Durch Mia hat man sich schon ein Bild von ihr gemacht, doch dieses wurde zerstört als man sie kennengelernt hat. Ich hatte sie mir ähnlich wie Noah, freunlich, witzig, augeschlossen und liebevoll vorgestellt, doch so war sie nicht, zumindest nicht so wie ich es gerne gehabt hätte. Die Oma von Mia allerdings war wieder komplett mein Fall. Sie und ihre Red hat Ladies sind großartig und mit ihrer Lebensfrohen, verückten Art erinnert sie mich einwenig an meine eigenen Omas. Die Geschichte an sich ist eine wirklich gute Idee, die auch gut umgesetzt wurde, abgesehn davon, dass es an manchen Stellen etwas zu schnell ging. Man konnte gut mitfühlen und hat sogar etwas über das leben und transpantationen gelernt. Das Buch hat einen mitgenommen an die schönsten Orte, die ich mir vorstellen kann.

    Fazit: Ein wirklich richtig gutes Buch, das total zu empfehlen ist, einpaar Schwächen hat aber trotzdem richtig gut ist. Trotzdemvon mir nur 4 Sterne, denn mir hätte noch, wie man so schön sagt, das Tüpfelchen auf dem i gefehlt.

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    janein
  • 4 Sterne

    6 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tarika V., 14.03.2016

    Mia und Jacob sind ein glückliches Paar, doch dann reißt sie ein schrecklicher Unfall auseinander. Jacob kommt dabei ums Leben. 400 Tage ist dieser schreckliche Tag her und seitdem vergeht kein Tag, an dem sie nicht an ihn denkt. Doch vor 400 Tagen hat auch Noah eine zweite Chance bekommen, denn er hat ein neues Herz bekommen. Um ihren Verlust zu verarbeiten, sucht Mia den Kontakt zu den Empfängern der Spenderorgane, doch der Empfänger des Spenderherzens verwehrt ihr diesen Wunsch, also macht sie sich selbst auf die Suche nach ihm und findet schließlich Noah, der sich zu ihr hingezogen fühlt und er schafft es, wieder Freude in ihr Leben zu bringen…

    Für ihren Roman „Mein Herz wird dich finden“ wählt Jessi Kirby als Erzählperspektive die Ich-Perspektive. So erzählt uns die Protagonistin Mia in einer angenehmen Art und Weise, was ihr passiert. Die Geschichte liest sich zudem sehr flüssig und ist kurzweilig. Zwar setzt die Handlung erst 400 Tage nach dem tragischen Unfall von Jacob ein, aber durch Mia erfahren wir gleich zu Beginn sehr viel, was damals geschehen ist, sodass man als Leser gleich auf dem richtigen Stand ist. An sich ist Mia durchaus ein sympathischer Charakter, ihr Handeln wirkt auf mich durchaus authentisch, auch wenn ich mir vielleicht manchmal etwas Anderes gewünscht hätte. Auch Noah als weiterer Protagonist ist mir sympathisch. Wie auch für Mia fand ich sein Handeln nachvollziehbar.
    Die Geschichte lebt sehr viel von Mias Emotionen und ihrem Handeln. Im Gegensatz zur Handlung selbst. Ich fand, oft plätschert die Geschichte so vor sich hin, das Kennenlernen von Mia und Noah ist doch recht gekünstelt, was natürlich auch darauf beruht, dass Mia Noah sucht und findet. Den Verlauf danach empfand ich teilweise doch recht klischeehaft, dennoch sicherlich romantisch. Manchmal fand ich die Entwicklung zwischen den beiden zu schnell, hätte andererseits aber auch nicht ewig lesen wollen, bis etwas passiert. Da es sich um einen Jugendroman handelt, war das Tempo doch angemessen. Auch der Handlungsverlauf und die Erwartungen passen hier auch genau in den eines typischen Jugendbuches dieser Art. Wer also einen typischen Jugendroman lesen will, der wird hier sicher fündig.
    Informativ und positiv fand ich zudem auch die zahlreichen Zitate zu Beginn jeden Kapitels über das Herz, Herztransplantationen oder zu Empfängern von Organspenden. Meiner Meinung nach hat die Autorin hier eine gute Möglichkeit gefunden, den Leser ein wenig über Herztransplantationen zu informieren, ohne es in die eigentliche Geschichte einbauen zu müssen. Somit hat man das Wissen, aber wird auch nicht so sehr im Lesefluss gestört. Und wen die Zitate nicht so interessieren, der kann diese ja einfach überspringen.

    Alles in allem ein schöner Roman, der für kurzweilige Stunden sorgt. Für mich stellenweise etwas langweilig, da er einfach dem typischen Schema eines Jugendbuches folgt und somit für mich wenig Überraschungen bereithielt.

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    janein
  • 4 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jessica S., 25.03.2016

    Inhalt
    Vor 400 Tagen hat Mia ihre große Liebe Jacob durch einen Autounfall verloren. Seitdem steht sie neben sich und versinkt in Trauer und Lethargie über diesen Verlust. Etwas Kraft geben ihr die Kontakte zu den Organempfängern, die Jacobs Organe nach dessen Tod erhalten haben. Ihr gefällt das Gefühl zu wissen, dass diese Menschen ein Stück von Jacob in sich tragen und sie aufgrund seiner Spende ein neues, glückliches Leben führen können. Nur ein Empfänger antwortet nicht auf ihren Brief und lehnt einen Kontakt zu ihr ab. Mia kann diese Entscheidung jedoch nicht verstehen und beschließt in ihrer Verzweiflung sich auf die Suche nach ihm zu machen. Als sie Noah dann ausfindig macht, ist es Liebe auf den ersten Blick, doch Mia bringt es nicht übers Herz ihm zu erklären wer sie wirklich ist.

    Meinung
    Einem Liebesroman das Thema der Organspende aufzuerlegen finde ich sehr interessant.
    Das Gesamtpaket aus der Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen, die Hoffnung und das Leid von Organempfängern und die einer aufkeimenden Liebesgeschichte fand ich sehr gelungen.
    Es war spannend zu erfahren wie sich die Angehörigen von Organspendern fühlen, aber auch wie die Organempfänger damit umgehen. Mit einer OP ist der Start ins neue Leben nicht erledigt. Zur Freude über die neue Lebenschance kommen Gewissensbisse und Unsicherheiten hinzu. Ich finde es toll, dass sich die Autorin so viele Gedanken zu diesem Thema gemacht hat.

    Die Zitate zu Beginn jedes Kapitels haben mir auch gut gefallen. Sie haben interessante Hintergrundinformationen zum Thema „Herz“ geliefert, aber auch versucht den Inhalt des folgenden Kapitels zu erklären. Am Anfang waren sie noch wissenschaftlicher Natur und gegen Ende wurden sie eher philosophisch. Je näher sich Mia und Noah im Verlauf des Romans kamen, desto gefühlvoller wurden die Zitate. Das hat mich angesprochen, jedoch fand ich es schade, dass vor vielen Zitaten eine leere Doppelseite eingefügt wurde. Das hat den Roman unnötig aufgebläht und ist auch Papierverschwendung.

    Anfangs war ich sehr erstaunt, dass die Protagonistin erst 18 Jahre alt ist, weil ich zunächst nicht wusste, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Aufgrund des Klappentextes bin ich nicht auf die Idee gekommen und fürchtete zunächst, dass der Roman sehr klischeebehaftet sein könnte.
    Ich muss zugeben, dass sich das auch teilweise bestätigt hat: Der erste Kuss auf dem Meer bei Feuerwerk und glitzernden Wasser oder das erste Mal bei Gewitter und prasselndem Regen im Bus…
    Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte der beiden abgeholt. Die Handlungen und Gefühle der Beiden wurden glaubhaft geschildert und authentisch erzählt. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und hatte sogar Bauchkribbeln beim Lesen:

    „Plötzlich habe ich das Gefühl, in einem luftleeren Raum zu schweben. Ich habe keine Ahnung wie viele Tage seit Jacobs Tod vergangen sind. Ich weiß nicht, wann ich mit dem Zählen aufgehört habe, dieses Zählen der Tage, das mich jeden einzelnen Tag an ihn erinnert hat. Es war wie eine tägliche Entscheidung an Jacob, dass ich an jenem Morgen nicht mit ihm mitgegangen bin, dass ich nicht bei ihm auf der Straße war und dafür, dass wir uns nicht verabschieden konnten.“

    Gegen Ende verlor die Autorin ihr Gefühl der ausführlichen und einfühlsamen Erzählweise etwas. Viele große Ereignisse wurden auf wenigen Seiten abgehandelt. Es erschien mir zwar immer noch glaubhaft und ich fand das Ende auch passend, aber trotzdem hätte die Autorin der Geschichte hier den letzten Schliff verpassen können.

    Fazit
    Ich finde, dass der Autorin ein gefühlvoller, aber auch interessanter Jugendroman gelungen ist. Trotz einiger klischeehafter Szenen ist die Liebesgeschichte glaubhaft inszeniert und hat mich gut unterhalten.

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    janein
  • 4 Sterne

    lesebiene 2., 26.03.2016

    Inhalt:
    400 Tage sind seit dem Tod von Jakob vergangen. 400 Tage, an denen Mia sich gewünscht hat, dass das alles nicht passiert wäre. Und vor 400 Tagen begann Noahs neues Leben.
    Als sich Mia und Noah begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch eigentlich hätten die beiden sich niemals kennen lernen geschweige denn in einander verlieben dürfen. Das weiß allerdings nur Mia, die Noah nicht sagt, welche Verbindung die beiden miteinander haben. Denn seit der ersten Begegnung ist das Leben der jungen Frau wieder bunt und fröhlich. Kann sie ihm also überhaupt die Wahrheit sagen? Und ist diese Liebe überhaupt richtig?

    Meine Meinung:
    Der Schreibstil des Buches ist angenehm, weil man vor allem die Gedanken und Gefühle Mias mitbekommt. Allerdings wird für den Verlauf der Geschichte sehr wenig erklärt, was darüber hinausgeht. Als Leser hat mich dies ein wenig unbefriedigt, weil ich gerne mehr wissen wollte über den Tod Jacobs, das Verhalten seiner Eltern und der Freunde und viele andere Kleinigkeiten. Dazu kommt, dass man ohne große Erklärungen in die Geschichte, aber auch in die einzelnen Kapitel geworfen wird. Dadurch entsteht schnell das Gefühl, dass die einzelnen Kapitel Momentaufnahmen sind, die keinen direkten Übergang haben.

    Die Entwicklung der Geschichte finde ich sehr unterhaltsam, vorhersehbar und schön beschrieben, aber mir passiert ein bisschen zu wenig, als dass ich von dem weiteren Verlauf gefesselt wäre... Die Kapitel sind teilweise sehr kurz. Dadurch verstärkt sich bei mir der Eindruck, dass es der Geschichte ein bisschen an Handlung fehlt und sie durch die vielen Gefühlsbeschreibungen und leeren Seiten vor einem Kapitel künstlich gestreckt wird.
    Dieser Eindruck steht im Kontrast zu dem an sich zwar schönen Ende, welches jedoch viel zu schnell und plötzlich kommt. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Inhalt gewünscht.

    Abwechslung bieten die Zitate, die zu Beginn eines Kapitels aufgeführt werden. Diese bilden mal Aussagen verschiedener Personen oder sachliche Fakten aus Büchern, die interessant sind. Allerdings unterbrechen sie stets den Lesefluss. Wenn die Zitate recht kurz sind, ist dies nicht weiter schlimm, aber wenn sie sich über eine halbe Seite strecken, hatte ich als Leser das Gefühl ständig aus der Handlung gerissen zu werden.
    Die Protagonisten der Geschichte fand ich toll. Als Leser konnte ich sowohl Noahs als auch Mias Sicht der Dinge verstehen, auch wenn ich mich sicherlich anders verhalten hätte. Die Entwicklung von Mia und der Beziehung zu Noah waren dennoch schön mit anzusehen.

    Ein Aspekt, der mir ebenfalls negativ aufgefallen ist: Auch wenn es in der Geschichte in Teilen um das transplantierte Herz von Noah geht, finde ich, dass Umschreibungen wie „das Herz in die Hose rutschen“ oder „etwas übers Herz bringen“ überproportional häufig verwendet werden in dem Buch. Ich denke, die Autorin wollte damit noch einmal das verbindende Glied zwischen Mia und Noah auf den Punkt bringen. Allerdings empfand ich es nach kurzem als störend.

    Fazit:
    Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Die fehlenden Erklärungen zur Vergangenheit oder dem „allgemeinen Drumherum“ haben die Lesefreude jedoch ebenso getrübt wie die Unterbrechung durch die Zitate und die leeren Seiten zu Kapitelanfang. Von mir bekommt „Mein Herz wird dich finden“ von Jessi Kerby 4 von 5 Sternen, da ich beim Lesen meine Freude hatte.

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    janein
  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lilli 3., 07.03.2016

    Gefühlvolle Geschichte mit wenig Tiefgang

    Inhalt:
    Mia war 17, als ihre große Liebe Jacob bei einem Unfall ums Leben kam. Die Eltern haben seine Organe gespendet. Nun sind 400 Tage seit seinem Tod vergangen, doch Mia kann noch immer nicht loslassen. Sie will unbedingt den Empfänger von Jacobs Herz kennenlernen. Es ist Noah Thomas, der nichts davon ahnt, wer Mia ist. Wie das Schicksal so will, verlieben sich die beiden ineinander. Doch Noah will nichts mit den Angehörigen seines Spenders zu tun haben. Wie nur soll Mia ihm die Wahrheit beichten, ohne alles kaputt zu machen?

    Meine Meinung:
    Jessi Kirby hat sich mit dem Thema Organtransplantationen einer wichtigen Sache angenommen. Viele Menschen schrecken leider immer noch davor zurück, sich mit der Organspende einverstanden zu erklären. Im Bedarfsfall ist aber jeder froh, wenn er selbst ein fremdes Organ übernehmen kann. Oder etwa nicht? Für Noah ist es nicht so einfach, mit dem fremden Herzen zu leben in der Gewissheit, dass ein anderer Mensch sterben musste, damit er selbst leben kann.

    Mir hat die Idee hinter dem Buch sehr gut gefallen, weshalb ich es auch unbedingt lesen wollte. Es gibt hier so viel Stoff zum Nachdenken und zum Diskutieren und Tiefschürfen. Doch leider hat die Autorin dieses Potenzial nicht ganz ausgeschöpft. Zwar ist das Buch wirklich schön und flott zu lesen, aber es kratzt nur ein bisschen an der Oberfläche. Dazu kommen einige kitschige (trotzdem schöne) Szenen und viele Klischees.

    Noah war mir von Anfang an sehr sympathisch – er ist fast schon zu gut, fast ein Heiliger. Warum Mia sich in ihn verliebt, ist gut nachvollziehbar. Leider erfahren wir nur wenig über das, was Noah denkt und empfindet. Ich hätte es schön gefunden, wenn auch er einen Erzählpart gehabt hätte. Jessi Kirby hat sich aber für Mia als alleinige Ich-Erzählerin entschieden, und wir erleben dadurch alles aus ihrer Perspektive. Zuerst mochte ich Mia auch sehr gerne, aber irgendwann ging mir ihr Gejammer und ihre Zögerlichkeit dann doch auf die Nerven. Da hätte ich ihr gerne mal in den Hintern getreten, damit sie endlich in die Gänge kommt.

    Der Schreibstil ist recht locker und jugendlich flott, meist kurze, einfach Sätze, die ein schnelles Tempo vorgeben. Vor jedem Kapitel gibt es ein Zitat oder eine Erklärung zum Thema „Herz“, die zum Teil wirklich schön oder interessant sind. Der Optik wegen wurden deshalb aber immer Seiten zwischen den Kapiteln freigelassen, was ich doof finde, denn so mancher Baum könnte noch leben, wenn man darauf verzichtet hätte. Noch besser wäre es allerdings gewesen, diese Seiten noch mit Text zu füllen, denn es gäbe noch viel mehr in dieser Geschichte zu erzählen.

    Fazit:
    Ein gefühlvolles Jugendbuch, das leider sein Potenzial nicht ganz ausschöpft, aber gut unterhält und auch zu Herzen geht. Für alle Fälle Taschentücher bereitlegen!

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    janein
  • 4 Sterne

    Petra K., 01.03.2016

    Es sind 400 Tage vergangen, seitdem Mia ihre große Liebe Jacob bei einem Autounfall verloren hat.
    Und genau vor 400 Tagen hat Noah die Chance auf ein zweites Leben bekommen, in dem er Jacobs Herz transplantiert bekommen hat.

    Noah und Mia spüren sofort bei ihrer ersten Begegnung, dass sie füreinander bestimmt sind.
    Doch da gibt es ein Problem, denn nur Mia weiß, dass sie Noah hätte eigentlich nie begegnen dürfen. Sie weiß, dass sie gegen seinen Willen gehandelt hat, als sie sich auf die Suche nach ihm gemacht hat. Und Noah hätte nie wissen sollen, wer damals umgekommen ist, und wessen Herz nun in ihm schlägt, weil es eigentlich nicht richtig ist, dass er weiterleben darf, nur weil Jacob gestorben ist.

    Nun steckt Mia in einem Gewissenskonflikt. Soll sie Noah erzählen wer sie wirklich ist, und bedroht die Wahrheit die aufkeimende Beziehung zwischen Noah und ihr mehr als eine Lüge?

    Jessica Kirby hat mit "Mein Herz wird dich finden" einen wundervollen und gefühlsintensiven, aber auch tragischen Jugendroman geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat.

    Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel recht kurz gehalten, und den Kapiteln sind immer kleine Zitate, welche das Thema Herz betreffen, vorangestellt. Schon diese Zitate bringen den Leser zum Nachdenken, enthalten aber auch viel Informatives und auch viel Wahrheit.

    Die Charaktere der Protagonisten sind feinfühlig und facettenreich dargestellt.
    Mia fällt nach Jacobs Tod erst mal in ein tiefes Loch, und versucht durch die Kontaktaufnahme zu den Organempfängern Jacobs Tod zu verarbeiten. Sie ist gefangen in ihrer Trauer, und erst als sie den Kontakt zu Noah sucht, und sich ihn in verliebt, lernt sie loszulassen. Leider steht zwischen den beiden die Lüge, dass Mia genau weiß, wer Noah ist, und dies belastet das junge Mädchen sehr. Allerdings macht Mia im Laufe der Handlung eine große Entwicklung durch, die ihr hilft, die richtige Entscheidung zu treffen.
    Noah ist ein großartiger junger Mann, der aufgrund seiner Erfahrungen, auch schon viel durchgemacht hat, und das Leben nun genießen kann. Gerade durch diese Erfahrungen zeigt er viel Größe und verzeiht Mia.
    Hervorheben möchte ich noch Mias Schwester Riley, die es durch ihre resolute und einfühlsame Art schafft, Mia wieder ins Leben zurückzuholen.

    "Mein Herz wird dich finden" hat mir wunderschöne, traurige, aber auch hoffnungsvolle Lesestunden beschert, und mich intensiv und voller Wärme unterhalten. Außerdem wurde man zum Nachdenken bezüglich der Organspende angeregt.
    Ich kann dieses Buch, auch an Erwachsene, weiterempfehlen, da es meines Erachtens eine Geschichte für jedes Alter ist, und vergebe vier Sterne.

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    janein
  • 4 Sterne

    Kim G., 03.03.2016

    Mein Herz wird dich finden

    "Vierhundert Tage.
    Ich wiederhole die Zahl in Gedanken und gebe mich dem Gefühl der Leere hin. Ich kann diesen Tag nicht einfach vergehen lassen wie jeden anderen. Der vierhundertste Tag, der hat etwas Besonderes verdient, eine Art Anerkennung."

    Inhalt:

    400 Tage sind vergangen, seitdem Mia's große Liebe Jacob ums Leben gekommen ist. 400 Tage seitdem sich Mia von der Welt abgeschottet und sich verkrochen hat. Doch nun hat Mia ein Ziel. Sie will den Menschen finden, der Jacob's Herz, aufgrund der Organspende, bekommen hat. Sie will und muss Noah finden. Und das tut sie auch. Die Beiden verbringen daraufhin viel Zeit miteinander. Noah gibt Mia ihre Lebensfreude zurück und schließlich wird aus Freundschaft natürlich Liebe! Wäre da nur nicht das Problem, dass Mia Noah immer noch nicht die Wahrheit darüber gesagt hat, wer sie wirklich ist.

    Meine Meinung:

    "Mein herz wird dich finden" ist ein unglaublich emotionales Buch mit einer schönen Geschichte über die Liebe, die Hoffnung und das Leben.
    Der Schreibstil von Kirby ist wunderbar leicht und flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durch, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte.
    Ein wunderbares Detail dieses Buches sind die Kapitelaufmachungen. Am Anfang jedes einzelnen Kapitels findet man Zitate oder Informationen über das Herz oder Organspenden.
    Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen. Mia ist eine tolle Protagonistin, die sich während des Buches wirklich weiterentwickelt. Sie wird mutiger und ist auch nicht mehr so zurückhaltend. Noah hat mir auch total gut gefallen. Er hat so viel in seinem Leben durchgemacht und strahlt dennoch eine solche Lebenslust aus. Und mit dieser Lebenslust bringt er auch Mia zurück ins Leben. Auch Mia's Schwester Ryan und ihr Oma waren mir sehr sympathisch! Sie waren immer für Mia da und haben immer genau die richtigen Worte gefunden.
    Leider fehlte mir im Buch zwischendurch die Spannung, da in einigen Kapiteln nicht besonders viel passiert ist. Auch hat es mich gestört, dass einige Namen geändert wurden. So ergibt Noah's Spitzname Colt überhaupt keinen Sinn und man ist leicht verwirrt wenn dieser Name fällt.

    Schlusswort:

    Insgesamt hat mir das Buch, trotz kleiner Schwächen, sehr gefallen. Auch wenn zwischendurch die Spannung fehlte, konnte es mich dennoch überzeugen, weil die Geschichte so schön war!

    Bewertung:

    Von mir bekommt das Buch 4 Sterne! Also wer eine wunderschöne und emotionale Liebesgeschichte lesen möchte, sollte sich dieses Buch unbedingt zu Herzen nehmen! :)

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    janein
  • 4 Sterne

    Christiane D., 20.03.2016

    Mia stürzt in ein tiefes Loch als ihre große Liebe Jacob bei einem Unfall ums Leben kommt. Jeglicher Bemühungen zum Trotz kann nicht einmal ihre Familie ihr dazu verhelfen neuen Lebensmut zu schöpfen. Als Mia nach weit über einem Jahr endlich das Haus verlässt, geschieht dies aus einem ganz anderen Grund als alle denken. Sie begegnet Noah, mehr oder minder zufällig, und beginnt eine Bindung zu ihm aufzubauen, die die Wahrheit verdient hat, doch mit jeder Sekunde, die verstreicht, wird es schwerer für Mia ehrlich zu sein...

    Trauer ist ein gewaltiges Gefühl und ein unheimlich langwieriger Prozess, jeder wird dies auf die ein oder andere Weise bereits erlebt haben, so kann man recht gut nachvollziehen wie Mia sich fühlt. Da natürlich der Umgang mit Verlust bei jedem anders und somit individuell ist, verurteilt man Mia nicht ob ihres Verhaltens, wünscht sich aber natürlich, dass sie beginnt nach vorne zu schauen und versteht, dass dies kein Verrat an demjenigen ist, der nicht mehr physisch bei einem sein kann.

    Ihre Beweggründe Noah kennenlernen zu wollen, was eigentlich nur aus der Ferne geplant war, sind ebenfalls gut zu verstehen. Gleichzeitig ahnt man jedoch, dass hier ein gewisses Konfliktpotential vorliegt. Kaum gedacht wird man in diesem Punkt auch schon bestätigt, denn das Schicksal nimmt unablässig seinen Lauf. Emotional ist man ganz nah an den Protagonisten und würde ihnen ein ums andere Mal gerne auf die Sprünge helfen, um den Graben, der sich zwischen ihnen bildet, endlich zu schließen, damit einer positiven Wendung nichts mehr im Wege steht. Doch muss man einsehen, dass ein direktes Eingreifen natürlich nicht möglich ist, bleibt also nur die Hoffnung, dass die Figuren selbst zur Besinnung kommen.

    „Mein Herz wird dich finden“ behandelt ein noch nicht allzu häufig gesehenes Thema in der Jugendliteratur und mischt es mit romantischen Elementen. Zu Beginn hat man die Befürchtung die Geschichte würde zu einer kitschigen Romanze avancieren, doch glücklicherweise bekommt die Autorin die Kurve, so dass dies nicht geschieht. Wer nicht noch nicht so intensiv mit Organspende und -transplantation beschäftigt hat, wird hier interessante Informationen erhalten, die dazu beitragen das Geschehen nochmals mit anderen Augen zu betrachten, ohne von Fachwissen erdrückt zu werden.

    Auf Grund diverser Faktoren ist der Ausgang der Geschichte alles andere als gewisse, auch wenn man natürlich eine Vermutung, möglicherweise auch Hoffnung, hegt. Doch die Autorin zeigt, alles ist möglich, erst wenn man das Buch zugeschlagen hat kann man sicher sein wie das Ende sich gestaltet hat.

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    janein
  • 4 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Anna S., 13.03.2016

    Zum Inhalt: Mia hat vor 400 Tagen ihren Freund verloren und sie hat Probleme nach vorne zu blicken. Sie hofft so sehr, wenn sie denjenigen trifft, in dem nun Jacobs Herz schlägt kann sie endlich weiter machen. Denn schließlich hat ihr mal dieses Herz gehört. Gegen den Willen des Organempfängers macht sich Mia nach ihm auf die Suche und will ihm eigentlich nur einmal aus der Nähe sehen, doch es geht alles schief. Mia wird von Noah – in dem nun das Herz ihres verstobenen Freundes schlägt – ins Krankenhaus gefahren. Und Noah möchte Mia näher kennenlernen. Aber wie soll sie ihm sagen, dass sie das Herz in seiner Brust nur zu gut kennt?

    Mein Leseeindruck: Die Geschichte fängt gleich total spannend und tragisch an und ab da hat sie einen auch schon gepackt. Ohne große Umwege geht es dann ins Hauptgeschehen über. Die simplen – aber schönen Worte – lassen einen schnell vorankommen. Ich hatte das Buch eigentlich relativ schnell durch, nur ein Abschnitt hat sich etwas gezogen.

    Zu den Hauptcharakteren: Denn Mia – die Hauptfigur – aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, ist nicht immer ganz einfach. Am Anfang macht sie aus Angst und Zweifeln ein paar komische Patzer, die sie nicht ganz so sympathisch wirken lassen. Sie stößt Noah zu Beginn ein paar Mal richtig vor den Kopf. Da wundert es mich dann, dass Noah trotzdem sich so um sie bemüht. Ihre Schuldgefühle stehen ihr sehr im Weg und irgendwann wird es schwer, diese ständig wieder mit ihr durchzukauen. Doch das wird gefühlt Kapitel zu Kapitel besser. Ich persönlich bin von Anfang an mit in Noah verfallen. Er ist ein toller, sympathischer Mensch.

    Zur Buchgestaltung: Das Cover ist wunderschön und jedes Kapitel wird mit interessanten oder schönen Zitaten eingeleitet. Einige befassen sich mit dem Thema Transplantation von Organen. Ich fand es sehr interessant nebenher wirklich noch wissenswerte Fakten zu dem Thema zu bekommen. Jedoch fand ich den Platz zwischen den Kapiteln meist etwas verschwendet. Zwischen jedem Kapitel waren 2-3 Seiten leer. In einfacher kursiver Schrift war die Kapitelzahl ausgeschrieben. Ich finde, da hätte man ein paar leere Seiten weglassen können und die Kapitel mit einer hübschen Illustration hervorheben können.

    Mein Fazit: Das Buch hat mir gut gefallen. Die Thematik, mit dem sich die Geschichte befasst, hat mal etwas Abwechslung in meinen Lesealltag gebracht. Die Art wie es geschrieben ist, hat mir sehr zugesagt. Es ließ sich einfach und flüssig lesen. Ich bin sehr gespannt auf weitere Bücher von der Autorin!

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    janein
  • 4 Sterne

    Britta K., 22.03.2016

    Gelungenes Jugendbuch zu einem brisanten Thema

    Für Mia bricht eine Welt zusammen, als ihre erste große Liebe, Jacob, infolge eines Autounfalls stirbt. 400 Tage ist es inzwischen her. Eine Zeit, in der Mia versucht hat, mit den Menschen Kontakt aufzunehmen, die ihr Leben Jacobs Organspenden verdanken. Sie ist fest davon überzeugt, es helfe ihr bei der Trauerbewältigung. Dass ausgerechnet der Empfänger von Jacobs Herz, Noah Thomas, sich nicht gemeldet hat, lässt ihr keine Ruhe. Sie muss wissen, in wessen Brust Jacobs Herz nun schlägt. Erst dann, so denkt sie, kann sie mit dem Geschehenen abschließen und ihren Frieden finden. Doch es kommt anders. Von ihrer ersten Begegnung an liegt etwas zwischen Mia und Noah in der Luft. Etwas, das Mia nicht gefährden will, indem sie mit der Wahrheit herausrückt. Und so ahnt Noah nicht, wer Mia ist und wird wider Willen genötigt, sich mehr mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen, als ihm eigentlich lieb ist. Ob das gut gehen kann?
    Jessi Kirby ist mit „Mein Herz wird Dich finden“ ein hervorragender Jugendroman zu einem gleichermaßen ernsten, wie auch brisanten Thema gelungen: dem Thema Organspende bzw. Leben mit einem Spenderorgan. Die für das Thema charakteristische Ambivalenz, dass das Leben des Einen sich dem Tod eines Anderen verdankt, ist hier sehr sensibel und mit viel Feingefühl umgesetzt. Die Aufmachung ist sehr ansprechend. Jedem Kapitel sind erhellende Zitate rund um das Thema Herz vorangestellt, die zum eigenen Nachdenken anregen. Dies wird auch durch kurze Kapitel und leere Seiten an Kapitelende begünstigt. Dennoch wird der jugendliche Leser nicht überfordert. Die Sprache ist flüssig und einfach zu lesen, es gibt die Möglichkeit zur Identifikation mit den Protagonisten, da das Geschehen lebensweltnah ist. Es geht um die erste große Liebe und den Schmerz des Verlustes und somit ein Thema, das Jugendliche ohnehin beschäftigt. Ich finde, für ein Jugendbuch gibt es auch ausreichend Tiefgang und Denkanstöße. Dennoch hätte mir das Buch noch besser gefallen, wenn der Leser nicht nur Einblicke in Mias, sondern auch in Noahs Gedankenwelt erhalten hätte. Noahs Sicht kommt etwas zu kurz, das ist mein einziger Kritikpunkt. Dennoch ist das Buch sehr lesenswert und ich spreche gerne eine Leseempfehlung dafür aus.

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    janein
  • 4 Sterne

    Nadine S., 11.03.2016

    Ein Buch das direkt mitten ins Herz trifft...

    Inhalt:
    400 Tage sind vergangen. Mia versucht immer noch, ihr Leben wieder in Griff zu bekommen. Sie wird Jacob zwar nicht vergessen können, aber ohne ihn weiter leben müssen. Nach dem Unfall ist alles anders, Mia fühlt sich leer, einsam und findet keinen Sinn mehr in ihrem Leben.
    Um über den Unfall und den Verlust von Jacob hinweg zu kommen, versucht sie die Empfänger von Jacobs gespendeten Organen ausfindig zu machen. Erst hat sie auch Glück, 3 von 4 Empfängern erklären sich bereit, sich mit ihr zu treffen. Nur ein Empfänger antwortet nicht auf ihren Brief.
    Also macht sie sich entgegen den Regeln auf die Suche nach dem Empfänger – und sie findet ihn.
    Noah ist 19 Jahre alt und dank der Organspende wieder mitten im Leben. All das, was Mia nicht ist oder hat. Und obwohl sie sich sagt „Ich möchte ihn nur einmal sehen, nicht mit ihm sprechen, ihn nur sehen.“ kommt es natürlich wie es kommen muss: und eine umgekippt Tasse Kaffee ist schuld am Beginn einer wunderbaren Freundschaft, am Beginn neuen Lebensmutes und einer neuen Liebe.
    Doch nur Mia weiß, dass dies eigentlich so nicht sein sollte - denn Noah hat keine Ahnung wer Mia ist..
    Wie lang kann das gut gehen und wann wird aus Schweigen doch noch Verrat?

    Meinung:
    Jessi Kirby hat mit diesem Buch eine ganz fantastische Geschichte erschaffen.
    Die Umgebung ist einmalig und wunderschön beschrieben. Mia und Noah treffen einen sofort mitten ins Herz und man fühlt auf jeder Seite des Buches mit ihnen mit.
    Es wird das doch sehr ernste Thema der Organspende mit einem gewissen Maß an Ernsthaftigkeit behandelt aber gleichzeitig so leicht, dass es für Jugendliche perfekt ist. Natürlich kommt auch die Romantik in diesem Jugendbuch nicht zu kurz – allerdings ist es auf keiner Seite übermäßig kitschig, also auch für Erwachsene ein absolutes Must Have Buch.
    Besonders erwähnen möchte ich noch die die tollen Definitionen zum Herzen vor jedem Kapitel, super leicht erklärt und sehr schöne Zitate.

    Empfehlung:
    Ich kann dieses Buch ohne Einschränkung jedem empfehlen, der ein Buch zu einem ernsten Thema aber in einer absoluten Leichtigkeit geschrieben mag. Auch wenn es als Jugendbuch ausgeschrieben ist, begeistert es auch mich als Erwachsene.

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    janein
  • 4 Sterne

    Nadine H., 08.03.2016

    Bei einem tragischen Unfall verliert die 18-jährige Mia ihre große Liebe Jacob. Um den Verlust zu verkraften, sucht sie den Kontakt zu den Organempfängern, denen Jacob das Leben gerettet hat. Die Empfänger begegnen ihr mit Dankbarkeit und Mitgefühl, nur einer möchte anonym bleiben und vermeidet den Kontakt. Es ist der Empfänger von Jacobs Herzen, Noah Thomas. Mia macht sich entgegen aller Regeln auf die Suche nach ihm. Ihre erste Begegnung ist kein Zufall und Mia weiß, dass sie sich nicht verlieben darf.
    Und trotzdem ist es Liebe auf den ersten Blick und Mia erfährt endlich wieder ein schönes Leben. Nur irgendwann muss sie Noah von ihrem Geheimnis erzählen. Wie wird er reagieren?
    Die Geschichte um Noah und Mia ist in einem lockeren Schreibstil geschrieben und hat mich auf jeder Seite mitgerissen. Ich konnte das Buch einfach nicht aus den Händen legen. Zum einen ist da dieser große traurige Verlust eines geliebten Menschen und zum anderen die Hoffnung auf ein "Weitermachen". Noah öffnet Mia die Augen und zeigt ihr eine neue Perspektive, die das Leben zu bieten hat. Leider kann sie sich nicht dazu aufraffen Noah die Wahrheit über ihr Kennenlernen zu sagen und verstrickt sich immer tiefer in eine Beziehung zu ihm. Es ist so bewegend und gleichzeitig ethisch fragwürdig, dass man in jedem Moment mit Mia mitfühlt.
    Das Buch ist inhaltlich super geschrieben und die Protagonisten sind mit tollen Charakteren ausgestattet. Die charakterliche Vielfalt verleiht dem Buch einen gewissen Charme.
    Das Buch ist nur durch große Seitenlücken optische in die Länge gezogen worden. Die Geschichte hätte meinetwegen noch umfassender sein können. Am Ende wirkt es dann doch sehr knapp gehalten. Insbesondere Noahs Geschichte hat mich neugierig gemacht, leider gab es da auf offene Fragen keine Auflösung.
    Ich hätte mir noch mehr Gefühl gewünscht, gerade weil das Ende des Buches zum Teil etwas gehetzt wirkt. Als müsste jetzt dringend die Geschichte zu Ende gehen.
    Mir gefielen die Zitate über das Herz am Anfang zu jedem Kapitel. Das hat mich immer noch einmal auf das Thema Transplantation hingewiesen und mich zum Nachdenken gebracht.
    Insgesamt ein schönes, gefühlvolles Jugendbuch, jedoch rückt die Thematik der Organspende etwas in den Hintergrund.

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    janein
  • 4 Sterne

    Mary H., 15.03.2016

    400 Tage ist es her, seit Mias erste, große Liebe Jacob durch einen Unfall ums Leben gekommen ist.
    400 Tage, in denen sie sich abgekapselt hat und ihr Leben praktisch mit seinem zu Ende gegangen ist.
    Jacobs Eltern haben seine Organe zur Spende freigegeben und Mia hat sich darauf versteift, jeden Organempfänger ausfindig zu machen.
    Sie führte eine Korrespondenz mit vier Organempfängern. Der fünfte schrieb nie zurück, derjenige, der Jacobs Herz bekommen hat - Noah.

    Mir hat das Buch gefallen, der Schreibstil ist schön einfach und flüssig und wunderbar schnell zu lesen.
    Die Seiten fliegen nur so dahin, wie das bei jedem guten Roman auch sein soll.
    Dass die Namen in der deutschen Ausgabe des Buches geändert wurden, finde ich absolut unnötig und sogar verwirrend bei einer bestimmten Szene im Buch.
    Bei jedem Kapitelanfang stehen Zitate und/oder Informationen über das Thema "Herz", was ich sehr schön und informativ fand.
    Auch gibt es einpaar leere Seiten nach jedem Kapitel, die zum Nachdenken anregen und mich überhaupt nicht gestört haben.
    An sich sind die einzelnen Kapitel sehr kurz und die Geschichte geht in einem langsamen Tempo voran, erzählt gemächlich weiter und die Entwicklung der Hauptprotagonistin erfolgt auch erst nach und nach.
    Das Augenmerk der Geschichte wird auf Mia gelegt, aus dessen Sicht das Buch auch geschrieben ist, wie sie mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgeht oder nicht umgeht. Ihre inneren Konflikte, Schuldgefühle überziehen die gesamte Handlung.
    Man wird sofort in die Geschichte geworfen, erfährt schon in den ersten Seiten viel und fühlt und leidet mit Mia mit.
    Dennoch habe ich es mir anfangs mit ihr schwer getan. Ich brauchte ein wenig Zeit, um mit ihr warm zu werden und zu sympathisieren.
    Noah konnte ich auch sehr gut nachvollziehen und an einigen Stellen hatte ich echt Mühe, nicht in Tränen auszubrechen.
    Es ist ein ruhiges Buch, in dem nicht großartig auf jeder Seite was passiert und die Spannung hält nur Mias Geheimnis, welches sich komplett über das gesamte Buch zieht und sich erst am Ende entlädt.

    Im Fazit: Ein tolles Jugendbuch von Jessi Kirby über das Leben, Verlust und Liebe; sehr gefühlvoll erzählt, mit einem Hauch von Traurigkeit.

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    janein
  • 4 Sterne

    MarTina .., 02.03.2016

    Mias Freund Jacob ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Er war Organspender und so können nun andere Menschen aufgrund seiner Organe weiterleben. Mia versucht, mit ihnen in Kontakt zu treten, um Jacob nicht ganz zu verlieren. Dabei trifft sie auch auf Noah, der Jacobs Herz bekommen hat. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, doch Mia verrät Noah nicht, wer sie ist. Die beiden kommen sich immer näher, doch dieses Geheimnis steht zwischen ihnen. Hält die Liebe die Wahrheit aus?

    Meine Meinung:

    Die Geschichte wird von Mia erzählt. Dadurch kommt man ihr sehr nahe, da man alle Gedanken und Gefühle miterlebt. Sie hängt noch sehr an Jacob und hat seinen Tod noch lange nicht verarbeitet. Als sie dann auf Noah trifft, spürt man ihre Zerrissenheit. Sie fühlt sich wohl mit Noah, hat aber gleichzeitig Schuldgefühle, Jacob dadurch zu verraten. Diese Gefühle wurden so schön und nachvollziehbar beschrieben. Mia war mir eigentlich auch sympathisch. Ich habe aber so darauf gewartet, dass sie Noah endlich einmal die Wahrheit sagt, bevor es zu spät ist. Hier war sie mir fast zu feige.

    Noah ist ein sympathischer, lebenslustiger junger Mann. Er hat eine schwere Vergangenheit hinter sich, durch die er aber den Wert des Lebens ganz anders schätzt.

    Da sich die Geschichte um die Organspende dreht, erfährt man hier einiges darüber. Das fand ich interessant und es machte mich auch nachdenklich. Bisher habe ich mich mit diesem Thema noch nicht wirklich auseinandergesetzt. Diese Geschichte regt an, sich doch einmal näher mit diesem Thema zu befassen.

    Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Man fliegt nur so durch die Seiten. Auch wurden die Schauplätze so anschaulich geschildert, dass man sofort ein Bild vor Augen hat.

    Einzig das Ende war nicht ganz mein Fall. Die Geschichte war im Großen und Ganzen immer eher ruhig gehalten. In den letzten Kapiteln ging es dann Schlag auf Schlag. Trotzdem wartet man vergebens auf die große Aussprache zwischen den beiden. Hier war ich dann doch etwas enttäuscht.

    Fazit:

    Alles in allem eine schöne und berührende Geschichte. Das Ende war aber leider nicht ganz mein Fall.

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    janein
  • 4 Sterne

    thora0 1., 08.03.2016

    Inhalt/Klappentext:
    Eine Liebe, die tragisch endet. Eine neue Liebe, die tragisch beginnt. Ein Herz, das nicht aufhört zu lieben. Und am Ende der Tränen: das Glück. 400 Tage ist es her. Vor 400 Tagen ist Mias große Liebe bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Vor 400 Tagen hat Noah eine zweite Lebenschance bekommen. Als sie einander begegnen, spüren sie beide sofort, dass sie zusammen gehören. Doch nur Mia weiß, dass Noah ihr niemals begegnen wollte. Dass sie gegen seinen ausdrücklichen Willen gehandelt hat, als sie sich auf die Suche nach ihm gemacht hat. Dass Noah niemals wissen wollte, wer vor 400 Tagen ums Leben gekommen ist. Weil es irgendwie nicht richtig ist, dass er weiterleben darf – nur weil jemand anderes gestorben ist. Doch für Mia ist es, als wäre die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Als wäre das Leben wieder bunt und schön. Und als hätte sie Noah nicht verschwiegen, dass sie einander nur begegnet sind, weil sie wissen wollte, wer der Mensch ist, der das Spenderherz ihres Freundes bekommen hat. Doch wie glücklich darf sie nach Jacobs Tod eigentlich sein? Und wann wird aus Schweigen … Verrat? Mia muss Noah erzählen, wer sie ist. Aber was bedroht ihre Liebe mehr? Eine Lüge – oder die Wahrheit?

    Meine Meinung:
    Sehr berührendes Buch. Es hat mich sehr gefesselt und teilweise musste ich so manches Tränchen verdrücken. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er wirkt sehr jugendlich. Der Aufbau des Buches passt für mich perfekt. Sehr gut haben mir die kurzen Kapitel und die Zitate zwischen den einzelnen Kapiteln gefallen. Die Handlung wird von einer etwas schwierigen Thematik beeinflusst. Ich fand es sehr gut wie die Autoren damit umgegangen ist. Die Protagonisten sind ausnahmslos sehr detailiert und charaktervoll geschrieben. Ich konnte mich sofort in ihre Gefühlswelt hinein versetzten. Sehr schön fand ich die Annäherung der beiden Hauptcharaktere. Der Schluss war meiner Meinung nach etwas zu hektisch. Der Abschluss hätte etwas flacher gestaltet und über mehr Seiten geschrieben werden können.

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    janein
  • 4 Sterne

    Esther K., 07.03.2016

    Jacob wird kurz vor seinem 18.Geburtstag aus dem Leben gerissen. Ein unachtsamer Moment und Mia verliert die Liebe ihres Lebens und damit auch jegliche Hoffnung für eine glückliche Zukunft. Jacob war Organspender und konnte damit anderen Menschen einen Neuanfang schenken. Mia möchte ihnen begegnen, umso besser mit seinem Tod umgehen zu können. Alle kommen ihrer Bitte nach, nur „Jacobs Herz“ meldet sich nicht zurück…

    „Mein Herz wird dich finden“ ist eine kurzweilige Liebesgeschichte, die bisweilen tief berührt. Im Prolog erfährt man von dem furchtbaren Unfall, der Mias Leben für immer verändert hat. Seit über drei Jahren waren Jacob und sie ein Paar, schmiedeten Pläne für die Zukunft und waren kurz davor aufs College zu gehen. Mittlerweile sind knapp 400 Tage vergangen und Mia macht sich auf den Weg den Jungen zu finden, der Jacobs Herz bekommen hat und dabei vergisst sie manch eigens dafür aufgestellte Regel.

    Mia ist eine sympathische, wenn auch etwas sprunghafte Protagonistin. Sie ist gezeichnet von ihrem Verlust, ihre Gefühle wirken aufrichtig und echt. Man leidet mit ihr, gerade wenn Erinnerungsfetzen heraufbeschworen werden in denen Jacob eine zentrale Rolle spielt.

    Auf der anderen Seite steht Noah – recht schnell erfährt man, dass er derjenige war, dem Jacobs Herz eingesetzt wurde. Er ist (selbstverständlich) äußerst attraktiv und genießt sein Leben in vollen Zügen. Gleichzeitig hat er ein Gespür für außergewöhnliche Orte, Gespräche und Begebenheiten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

    Jedes Kapitel wurde durch die Autorin mit ausgewählten Zitaten eingeleitet. Poetische Zitate und wissenschaftliche Fakten werden dadurch gekonnt in Szene gesetzt. Im Laufe der Geschichte traten die wirklich interessanten wissenschaftlichen Erläuterungen in den Hintergrund, was ich etwas schade fand.

    Fazit
    Schöne Liebesgeschichte, die mit der Organspende ein wichtiges Thema in den Vordergrund rückt.
    Kurzweilig, berührend und lässt Raum für ganz eigene Gedanken.

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    janein
  • 4 Sterne

    Scheherazade S., 23.03.2016

    Mia zählt die Tage seit dem sie ihre große Liebe Jacob durch einen tragischen Unfall verloren hat. Es gibt für sie nichts anderes mehr als ihre Trauer und sie hat sich vom übrigen Leben zurückgezogen. Und jetzt kennt sie nur ein Ziel, denjenigen finden, an den Jacobs Herz gespendet wurde. Aber dieser möchte keinen Kontakt, also macht sie sich an die Recherche im Internet und findet ihn und damit einen Lichtblick in ihrem Leben.
    Die Geschichte ist eine klassische Liebesgeschichte und somit konnte ich den Verlauf ziemlich schnell voraussagen. Oft stört es mich, wenn ich Geschichten so einfach durchschaue, aber hier war das nicht der Fall, da mir die Charaktere sympathisch waren und ich mit ihnen mitfiebern konnte. Die Gefühle der Ich-Erzählerin Mia sind sehr realistisch dargestellt und man erlebt hautnah wie sich ihre Gedanken verändern und sie langsam aus der Trauer heraus, wieder ins Leben kommt.
    Die Fakten die man hier über das Herz lernt sind auch sehr interessant, sie wurden spielerisch in die Geschichte mit eingewoben und es hat mir Spaß gemacht diese zu lesen. So habe ich aus diesem Buch sehr viel über Herztransplantation gelernt und wie es Leuten geht, die mit einem transplantierten Herz leben.
    Sehr schön fand ich auch die Zitate über das Herz, die jedes Kapitel eröffnet haben. Von Philosophisch bis hin zu Medizinisch war alles dabei und es war nie langweilig. Auch sehr interessant fand ich die Zitate aus Broschüren zum Thema Transplantation. Natürlich kannte ich auch ein paar bekannte Zitate und die haben mein Herz beim Lesen noch mehr erwärmt.
    Der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen und ich konnte das Buch fast gar nicht weglegen, sodass ich es sehr schnell durchgelesen habe.
    Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, wenn man nicht auf eine überraschende Handlung hofft und sich auf die Gefühle einlässt. Von mir gibt es 4 Sterne.

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    janein
  • 4 Sterne

    Stefanie M., 07.03.2016

    Also erstmal ein paar Worte zu der Idee hinter dem Buch. Ich fand sie genial. Endlich mal wieder etwas anderes. Kein Jugendbuch was sie wie viele mit Krebs oder ähnlichem beschäftigt. Nein, es geht um Herztransplantation. Interessantes Thema und auch das erste Buch, welches ich in dieser Richtung gelesen habe.

    Der Aufbau des Buches hat mir recht gut gefallen, vor jedem Kapitel gibt es ein Zitat oder eine Begriffserklärung. Alles passend zum Thema Herz. Super Idee, ich hab mich schon jedesmal gefreut, wenn ich ein Kapitel beendet hatte und dann wieder ein schönes Zitat lesen konnte. Aber was sollten die vielen vielen leeren Seiten zwischen den Kapiteln? Das empfand ich etwas störend, die Seiten hätte man für mehr Story verwenden können.

    Kurz nach dem Beenden war ich der Meinung dieses Buch ist 5 Sterne wert. Ich habe dann aber nochmal eine Nacht drüber geschlafen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass es doch keine 5 Sterne wert ist, da mich doch einiges am Buch gestört hat.

    Das Ende kam dann doch etwas zu plötzlich, auch wenn ich vermutet habe, dass es so ausgeht, ging es irgendwie zu schnell. Die ganze Zeit wurde alles ausschweifend erzählt und das Ende wurde dann einfach so auf die letzten Seiten gequetscht. Hätte man die leeren Seiten vor den einzelnen Kapiteln doch eher für ein ausführlicheres Ende genutzt.

    Aber vom "schnellem gequetschtem Ende" mal abgesehen, war es wirklich ein richtig schönes Buch. Im Hinterkopf sollte man auch immer wieder behalten, dass es "nur" ein Jugendbuch ist.

    Den Schreibstil von Jessi Kirby empfand ich sehr angenehm. Das Buch lies sich sehr flüssig lesen ohne dabei langweilig zu werden.

    Nach einer Nacht über die Bewertung schlafen, habe ich mich nun für 4 Sterne entschieden. Wäre das Ende etwas ausführlicher gewesen, hätten es 5 Sterne werden können.

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    janein
  • 4 Sterne

    Tanja B., 26.03.2016

    Cover: Ich finde die Farbwahl sehr toll! Kein rotes Herz, sondern eins mit Farbverlauf. Tolle Idee! Auch gefällt es mir, dass es weder ein normales gezeichnetes Herzchen ist, noch ein anatomisch korrektes, sondern irgendwas Eigenes, was dazwischen...
    Meinung zum Inhalt: Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich eigentlich nicht der Typ für romatische Geschichten bin. Es ist sehr kurzweilig, ich fand es durchweg sehr emotional geschrieben und konnte mich gut in alle jeweiligen Personen hineinfühlen. Ich habe es in einem Rutsch gelesen, das sagt schon Einiges aus. Die Zitate immer am Anfang eines Kapitels haben mir auch gut gefallen.
    Finde das Thema Organspende sehr wichtig und natürlich ist das Herz für viele Menschen das wichtigste Organ und eine Geschichte darüber verständlich.
    Gut dargestellt waren Mias Gefühle und wie sie mit dem Verlust eines wichtigen Menschen umgeht und wie sie lernen muss wieder neu anzufangen und nach vorne zu blicken. Schön fand ich auch wie die verschiedenen Familienmitglieder unterschiedlich mit dem Thema und Mias Problematik umgingen. Auch deren Leben spielt immer wieder eine Rolle und so merkt man, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat und wie eine Familie einem Halt geben kann oder mit Rat und Tat zur Seite stehen.
    Was mir nicht so gut gefallen hat war, dass manche Szenen zu kurz dargestellt wurden, am Ende alles ratzfatz ging und dann noch ein bisschen zu viel Action und Drama dabei war. Auch hätte ich es schön gefunden, wenn Jacobs Gefühlswelt ein wenig mehr beschrieben worden wäre. Manches war auch ein wenig zu klischeehaft dargestellt oder mir zu "amerikanisch".
    Fazit: Sehr emotionales Buch über Organspende. Sehr passend für Jugendliche! Hat mir gut gefallen.

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    janein
  • 4 Sterne

    susi u., 07.03.2016

    Mia ist jung und glücklich, sie ist Schülerin und seit Jahren unsterblich in Jacob verliebt. Ein Junge, der mit einer Sonnenblume ihr Herz im Sturm eroberte. Doch dann passiert ein Unglück, bei dem Jacob leider verstirbt. Mia wird der Halt in ihrem Leben entrissen. Über die nächsten 400 Tage zieht sie sich zurück, lässt u.a. ihren Schulabschluss an sich vorbeilaufen und zählt jeden Tag, der seit dem Unfall vergeht, denn das ist sie Jacob schuldig, ihn ja nie zu vergessen!
    Jacob war Organspender und hat nach seinem Tod fünf Menschen ein Leben ermöglicht. Der Kontakt zu diesen Menschen hilft Mia Jacob langsam loszulassen. Doch ein Empfäner nimmt keinen Kontakt zu ihr auf, und zwar derjenige, der Jacobs Herz trägt. Es beginnt eine Suche nach ihm, trotz aller Verbote. Und dann findet sie ihn: Noah, ein junger, charmanter Mann, der das Wasser liebt, Lebensfreude ausstrahlt und ihr Herz auf den ersten Schlag gewinnt. Doch hat Mia zu viele Grenzen überschritten? Wie wird Noah die Wahrheit vertragen?

    Ein wundervoller Jugendroman über die ganz großen Gefühle, über Verlust, das Überschreiten von Grenzen, und der Schwere die Wahrheit zu offenbaren. Jessi Kirbi ist es gelungen ein selten thematisierten Sachverhalt, die Organspende in eine Liebesgeschichte zu verweben und so für junge Leser zugänglich zu machen. Das Buch spricht an durch ein aufwendiges Cover mit gold-kupfer-metallischem Spiegeldesign. Ein Highlight sind die Zitate, teils philosophisch, literarisch und naturwissenschaftlich zu Beginn jedes Kapitels. Somit bekommt der Leser durch ein Leichtes Wissen vermittelt, ohne aufdringlich aufklärend zu wirken.

    Ein schöner Roman, der jedes Herz berührt.

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    janein
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