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  • 4 Sterne

    23 von 37 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Silke G., 23.07.2016

    Mitten an einem gewöhnlichen Abend im November, brechen zwei Sträflinge in das Leben von Sandra, ihrem Mann Ben und ihrer Tochter Ivy ein. Sie nehmen die kleine Familie als Geisel, setzen Ben außer Gefecht und erpressen damit die beiden Frauen. Sie sollen den Häftlingen bei ihrer Flucht über die grüne Grenze nach Kanada helfen. Doch als sie zum Aufbruch bereit sind, setzt ein heftiger Schneesturm ein. Und der Sturm birgt manch eine böse Überraschung, denn er hat auch Erinnerungen im Gepäck...

    Das Cover zeigt ein verfallenes Farmhaus mitten im Nirgendwo. Das Holz ist marode, die Fenster eingeschlagen und es strahlt Verfall und Einsamkeit aus. Ein Trampelpfad schlängelt sich durch ein Feld mitten auf das Anwesen zu. Das Bild gefällt mir sehr gut, aber leider fehlt mir der Zusammenhang mit dem Buch völlig. Einzig die Abgelegenheit des Hauses passt zur Geschichte. Trotzdem war es zusammen mit dem Klapptext ausschlaggebend, warum ich mich zu diesem Bch hingezogen fühlte.

    Ein Abend, wie er typisch in einer Kleinfamilie ist: Der Vater kommt spät von der Arbeit, die Mutter hat gekocht und plagt sich mit den alltäglichen Sorgen herum, während die Tochter zickend auf ihrem Zimmer sitz, da keiner sie versteht. Nur der Familienhund hält zu ihr. Doch in diese alltägliche und absolut triviale Situation, bricht das nackte Grauen herein. Jenny Milchman lässt ihr Buch in aller Ruhe beginnen, stellt ihre Charaktere vor und plötzlich, wie aus dem Nichts, auch wenn man es doch kommen sieht, explodiert die Handlung förmlich! Voller grandioser Spannung, mit Energie und packenden Schilderungen fesselt die Autorin mich an ihr Buch. Und das so sehr, dass es mir mehr als schwer fiel, er überhaupt aus der Hand zu legen. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschehnisse, trotz ihrer auf den ersten Blick simplen Handlung, absolut nicht vorhersehbar sind. Immer wieder tauchen neue Wendungen auf, mit denen ich nicht gerechnet hätte.

    Milchman lässt immer wieder Rückblicke in die Kindheit und die Entwicklung des Häftlings Nick einfließen. Für mich lockerte dies die Erzählung noch mehr auf, auch wenn es eigentlich nicht notwendig gewesen wäre. Sie dienten dazu, seine Sicht der Welt noch zu vertiefen und zu unterstreichen. Trotzdem gelang es der Autorin nicht ganz so gut, Einblicke in diesen kranken Charakter zu gewähren. Vieles blieb mir verborgen, was ich schade fand, denn auch die anderen Personen blieben mir weitestgehend fremd.
    Im Mittelpunkt stehen neben Nick, Sandra und ihre Tochter Ivy. Ivy als bockige Heranwachsende ist in meinen Augen noch am stärksten gelungen, da ihre Zickereien einfach wie aus dem Leben gegriffen sind. Sie wirkt authentisch. Zumindest bis zum dem Moment, an dem sie sich von ihrer Kindheit verabschiedet und zu schnell, aus der Situation der Geiselnahme heraus, erwachsen wird. Der Wandel verlief einfach zu perfekt.
    Dies beobachtete ich auch an ihrer Mutter Sandra, die mit jeder Aufgabe stärker und tatkräftiger wurde. Natürlich erschüttern sie die Geschehnisse, aber sie fügt sich viel zu schnell und zu leicht in die Rolle des Opfers.
    Für mich sind die Charaktere mehr Zierde zu der hervorragenden Geschichte, leben diese aber nicht. Den Erzählfluss stört das absolut nicht, aber es ist ein kleines Manko.

    Mein Fazit
    Ein absolut packender Thriller!

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    janein
  • 4 Sterne

    12 von 18 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Diana J., 16.07.2016

    Ein scheinbar verlassenes Haus, inmitten einer grünen Wiese. Das nenne ich mal ein interessantes Cover. Schon alleine dieses Bild macht neugierig. Und dann noch der Untertitel: Du kannst dich nicht verstecken. Klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste.

    Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und gliedert sich in zwei Handlungsstränge, die, logischerweise irgendwann, zusammen laufen.

    Da hätten wir zum Einen:

    Nick und Harlan, die aus dem Gefängnis ausgebrochen sind.

    Und zum Anderen Sandy, Ben und Ivy. Eigentlich eine ganz normale Familie mit einer pubertierenden Tochter.

    Man kann es schon erahnen: Nik und Harlan überfallen die Familie. Jedoch kennt Sandy den einen Verbrecher und die Vergangenheit holt sie ein.

    Da der Klappentext schon viele Hinweise auf den Plot gibt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis alles eintritt. So wird leider schon sehr früh klar, woher Sandy den Verbrecher Nik kennt.

    Mich hat jedoch gestört, dass diese Beziehung sehr viel, nein, fast den gesamten Handlungsraum einnimmt. Gerade bei einem Thriller hätte ich eine so starke Beziehungsgeschichte nicht erwartet.

    Sehr gelungen fand ich den Schreibstil. Gerade bei der Szene, als die beiden Verbrecher in Sandes Haus eingebrochen sind (Seite 80 ff) hatte ich das Gefühl, dass der bisher gelaufene Film nun in Slow Motion / Zeitlupe umschaltet. Jedes noch so kleine Detail wurde beschrieben, so dass ich aus fast dem gleichen Blickwinkel wie Sands das Geschehen verfolgen konnte. Dieses Umschalten von normaler Geschwindigkeit in Zeitlupe hat mir sehr gut gefallen.

    Jedoch gab es auch sehr langatmig Passagen, die mich oft dazu verleitet haben, einfach mal ein paar Seiten zu überspringen.

    Toll bzw. sehr abwechslungsreif fand ich die Kapitel, in denen der Familienhund in den Vordergrund trat.Auch seine Sichtweise wurde wieder toll beschrieben. Also waren gänzlich die Übergänge von den einzelnen Akten etwas zu langatmig geraten. Hatte man hier vielleicht nur mit sog. Füllen gearbeitet. Also mehr Worten eingebracht, um mehr Seiten zu kriegen und dabei wurde dann die Spannung zerhackstückelt?

    Ab der Hälfte der Geschichte, nimmt die Spannung dann auch wieder zu und es liest sich viel angenehmer.

    Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen. Sie sind meines Erachtens sehr ausführlich charakterisiert und ihre Gedankengänge lassen sich nachvollziehen.

    Abschließend kann ich sagen, dass mir dieser Thriller gut gefallen hat. Die erste Hälfte zieht sich zwar stellenweise sehr, aber insgesamt betrachtet, hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten.

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    janein
  • 5 Sterne

    13 von 21 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Holger S., 30.06.2016

    Denk nicht, du hast alles hinter dir gelassen Sandra hat alles. Ein Traumhaus mitten in der Natur. Einen Mann, der sie auf Händen trägt. Eine 15-jährige Tochter, ihr großes Glück. Bis aus dem Traum ein Alptraum wird: Zwei Fremde dringen in ihr Haus ein, schlagen ihren Mann brutal nieder und nehmen Mutter und Tochter als Geiseln. Draußen tobt ein Sturm. Es gibt keinen Ausweg. Schon gar nicht für Sandra. Denn sie kennt einen der Männer ― und wollte ihn um jeden Preis vergessen.

    Als die 15-jährige Ivy ihren Eltern gerade sagen möchte, dass sie keine Lust auf das gemeinsame Abendessen hat, bleibt sie wie angewurzelt am oberen Treppenabsatz stehen: Im Esszimmer liegt ihr Vater Ben reglos am Boden, ihre Mutter Sandra wird von einem Mann in Schach gehalten, der so einschüchternd brutal wirkt, dass keine Fesseln nötig sind. Die heile Welt von Sandra und Ben Tremont zerbricht in dem Moment, in dem zwei entflohene Straftäter in ihr einsam gelegenes Haus eindringen. Die Hoffnung, dass die Fremden sich bei ihnen – wie sie es offenbar geplant hatten – mit Schneeausrüstung ausstatten und über die kanadische Grenze fliehen, wird zunichte gemacht: Ein heftiger Schneesturm setzt ein, sie sind gefangen. In der Hand zweier Männer, die nicht durch Zufall auf dieses Haus gestoßen sind – doch Sandra ist die Einzige, die das weiß …

    Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht und passt absolut zur Handlung.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, die Protagonisten und Orte werden sehr gut vorgestellt, teilweise sogar etwas zu detailliert.

    Die Handlung des Buches ist sehr gut, allerdings doch etwas vorhersehbar und eigentlich ohne jede Überraschung, dennoch bricht die Spannung in diesem Buch nie ab und es wird ein richtiger Pageturner, was sicher auch dem sehr gutem Schreibstil zu verdanken ist.

    Fazit: Wer gerne spannende Thriller liest und dabei auch ohne überraschende Wendungen auskommt, dem kann ich dieses Buch vorbehaltlos empfehlen.

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    janein
  • 5 Sterne

    12 von 20 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tara B., 18.07.2016

    Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch das tolle Cover... und nach der Leseprobe war klar, dass ich das Buch unbedingt lesen musste... umso mehr hab ich mich gefreut, dass ich es dann tatsächlich hier gewonnen habe :-) Vielen Dank nochmal...
    Innerhalb von 2 Tagen hatte ich das Buch gelesen ... kaum hatte ich begonnen konnte ich es einfach nicht mehr zur Seite legen.

    Das Buch ist in zwei "Ebenen" aufgeteilt... einmal in der Zeit von Nick als Kind und jetzt ...
    Anfangs fand ich das ein wenig verwirrend und auch störend... aber nach ein paar Abschnitten gewöhnt man sich daran.
    Wobei ich sagen muss, war der Teil in der jetzigen Zeit für mich interessanter und spannender.

    Die Geschichte ist stellenweise so spannend und nervenzerreißend, dass es einem regelrecht graut... So muss ein guter Thriller einfach sein! Deswegen volle 5 Sterne von mir!

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    janein
  • 4 Sterne

    7 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Bärbel K., 14.08.2016

    Sandy Tremont lebt glücklich mit ihrem Mann Ben und ihrer pubertierenden
    Tochter Ivy in einem etwas abgelegenen aber äußerst luxuriösen Haus. Bis
    eines Tages zwei Männer eindringen, die gesamte Familie in ihre Gewalt
    bringen und ein Albtraum beginnt. Für Sandy ist einer der Männer kein
    Unbekannter …
    Der Thriller ist wirklich gut geschrieben. Beim Lesen habe ich immer
    mitgefiebert, ob und wie sie die armen Gefangenen sich vielleicht aus der
    Gewalt dieses Psychos Nick befreien können. Bei so viel nazistischer
    Selbstherrlichkeit gepaart mit absoluter Gewissenlosigkeit kann man als
    Leser einfach nur kribbelig werden. Am liebsten hätte ich selbst
    eingegriffen.
    Ich frage mich immer noch, wodurch Nicholas so geworden ist – war es die
    Unfähigkeit seiner Mutter ihm Werte und Grenzen zu vermitteln oder hat er
    diese bestialische Ader bereits im genetischen Erbgut erhalten? Dieses Buch
    hat mich echt aufgewühlt und ich kann es jedem Thriller-Liebhaber wärmstens
    empfehlen.

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    janein
  • 5 Sterne

    15 von 27 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Alexandra B., 15.08.2016

    Packender Psychothriller mit Gänsehaut-Garantie

    Das Cover finde ich sehr passend gestaltet. Es zeigt den hauptsächlichen Handlungsort, nämlich das einsam gelegene Haus der Familie.

    Zwei Fremde dringen eines Nachts in das Haus der Familie ein, schlagen den Ehemann von Sandra brutal nieder und nehmen sie und ihre Tochter als Geiseln. Eigentlich wollten die beiden, die kurz zuvor aus dem Gefängnis ausgebrochen sind, schnell weiterziehen, über die Grenze um zu fliehen. Aber dann kommt ein Schneesturm und die Pläne ändern sich. Zudem wird Sandra nach und nach klar, dass sie einen der Männer kennt und diesen wollte sie in ihrem Leben nie wiedersehen.

    Bereits der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht auf das Buch und ich wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil. Jenny Milchman hat hier einen Psychothriller der Extraklasse geschrieben. Die Personen sind sehr gut beschrieben und vor allem der hauptsächliche Handlungsort, das einsam gelegene Haus ist sehr detailliert beschrieben, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und deshalb der Gänsehaut-Faktor noch höher war.

    Der Spannungsbogen hält sich von Anfang bis Ende und ich wollte an jeder Stelle des Buches unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das Buch hat überraschende Wendungen und auch ein sehr überraschendes Ende, so dass ich das Buch wirklich uneingeschränkt empfehlen kann.

    Von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die Thriller lieben und eine klare 5-Sterne Wertung.

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    janein
  • 5 Sterne

    14 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    MarTina .., 26.06.2016

    Sandy, ihr Mann Ben und ihre Tochter Ivy wohnen in einem Haus, das sehr abgelegen liegt. Eigentlich sind sie zufrieden mit ihrem Leben. Doch dann wird ihre Idylle auf einen Schlag zerstört: Zwei Männer brechen in das Haus ein und nehmen die Familie gefangen. Da ein Schneesturm tobt, ist eine Flucht unmöglich. Anfangs ist sich Sandy sicher, dass sie nur "Zufallsopfer" sind, aber dann wird ihr klar, dass sie einen von beiden kennt. Und sie weiß, dass ihnen ein Alptraum bevorsteht.

    Meine Meinung:

    Die Geschichte beginnt eher ruhig. Man lernt die Familie kennen und merkt, dass vor allem zwischen Sandy und Ivy nicht immer gute Stimmung herrscht. Auch wird klar, dass hinter diesen kleinen Machtkämpfen mehr dahintersteckt. Als die Männer ins Haus einbrechen, wird die Geschichte rasant. Einer der beiden ist sehr brutal und schreckt vor nichts zurück.

    Die Geschichte ist richtig spannend. Die Gefühle der Familie und ihre Handlungen werden nachvollziehbar beschrieben. Sie wollen einerseits unbedingt entkommen, andrerseits die anderen Familienmitglieder aber nicht gefährden. Dabei wird auch immer wieder die Perspektive gewechselt: Mal geht es um Ivy, dann wird wieder von Sandy und ihren Gedanken erzählt. Das bringt etwas Abwechslung ins Spiel und hält die Spannung hoch.
    Daneben werden immer wieder Kapitel eingeschoben, in denen von der Kindheit des brutalen Täters erzählt wird. Dies war sehr interessant. Man verfolgt hier seine Entwicklung und merkt, dass schon von Anfang an einiges schief lief. Dadurch wird auch bald klar, woher Sandy den Mann kennt.

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Auch werden Schauplätze und die Charaktere sehr anschaulich beschrieben, so dass ich sofort ein Bild vor Augen hatte. Ich habe die Geschichte in einem Rutsch durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sie ausgeht. Auch das Ende hat mich überzeugt.

    Fazit:

    Spannend und fesselnd. Empfehlenswert!

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    janein
  • 3 Sterne

    8 von 12 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    S.H. R., 15.07.2016

    Zum Inhalt (Klappentext):
    Sandra hat alles. Ein Traumhaus mitten in der Natur. Einen Mann, der sie auf Händen trägt. Eine 15-jährige Tochter, ihr großes Glück. Bis aus dem Traum ein Alptraum wird:
    Zwei Fremde dringen in ihr Haus ein, schlagen ihren Mann brutal nieder und nehmen Mutter und Tochter als Geiseln. Draußen tobt ein Sturm. Es gibt keinen Ausweg. Schon gar nicht für Sandra. Denn sie kennt einen der Männer — und wollte ihn um jeden Preis vergessen.

    Meine Meinung:
    Das Buch ließ sich gut lesen. Man blieb nie lange im unklaren, warum sich was wie entwickelte. Von Beginn an war eindeutig klar, wer sind die Guten und wer ist der Böse.
    Im wesentlichen handelt es sich um eine Familiengeschichte bzw. –tragödie.
    In Rückblenden erfährt der Leser mehr über die Hauptprotagonisten des Buches.
    Im Grunde sind alle wichtigen Charaktere überzeichnet bis hin zum Hund der Familie.
    Ich möchte zwei Personen benennen:
    1. Nick, ein vollkommen abgebrühter Typ hatte niemals in seiner Kindheit Konsequenzen für seine Taten verspüren müssen. Er ist von sich und seinen Handlungen vollkommen überzeugt.
    2. Die penetrante Ignoranz, das Unvermögen seiner Mutter Barbara Zusammenhänge zu erkennen, ihre abgöttische Liebe und hündische Ergebenheit ihrem Sohn gegenüber sind die Ursachen für die tragischen Entwicklungen in seinem Leben. Bis zuletzt ist sie von dem total verkorksten Menschen absolut überzeugt.
    Brauchte es wirklich diese grenzenlose Überhöhung des Charakters der Mutter? Mir war das zuviel! Die Frau bekam von keiner Seite richtig Gegenwind. Wenn, dann war es nur ein laues Lüftchen.

    Ebenfalls vollkommen exaltiert, überzogen, dieses Riesenhaus der Familie Tremont, von Sandra, Ben, Ivy und des Hundes McLean. Ein protziger Kasten in totaler Abgeschiedenheit, in einer absoluten Einöde. Ivy, die 15jährige Tochter haßte das neue schalldichte Haus mit seiner freischwebenden Treppe.
    Die nächsten Nachbarn, „die widerlichen Nelsons“ (O-ton Ivy) wohnten „eine ganze Joggingstunde entfernt“. So konnte das Geschehen ungehindert seinen Lauf nehmen...

    Fazit:
    Die gesamte Geschichte wirkt konstruiert. Es gab viele Wiederholungen und unnötige Längen im Ablauf der Ereignisse. Für einen Thriller war die Geschichte für mich nicht spannend genug, vieles vorhersehbar.
    Das Cover gibt die Einsamkeit der Umgebung wider, in der die Familie Tremont lebt. Es ist aber eine Umgebung in der falschen Jahreszeit. Eine stürmische, schneeverwehte Winterlandschaft wäre passender gewesen. Einen thrillergemäßen Gruselfaktor besitzt es nicht.
    „Night Falls“ ist für mich ein Krimi, der sich nicht aus der Masse des Literaturangebotes hervorhebt.
    Ich vergebe drei Sterne.

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    janein
  • 3 Sterne

    3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    coffee2 g., 15.07.2016

    Kurze Inhaltszusammenfassung:
    Sandy, Ben und ihre 15jährige Tochter Ivy werden eines Abends in ihrem Haus von ungebetenen Besuchern überrascht, die die Familie bedrohen und im Haus gefangen halten. Zuerst scheint es wie eine zufällige Begegnung, doch bald wird klar, dass die Familienmitglieder nicht zufällig als Geiseln ausgewählt wurden, sondern dass es einen Zusammenhang zu Sandys Vergangenheit gibt, von der auch ihr Ehemann und ihre Tochter nichts wissen.

    Meine Meinung zum Buch:
    Die Charaktere Sandy, Ben und Ivy wirken sehr sympathisch und auch die Beschreibung der örtlichen Gegebenheiten sind der Autorin sehr bildlich und eindrucksvoll gelungen, sodass man sich gut ins Geschehen hineinversetzen kann. Die Rückblenden in Sandys Vergangenheit habe ich beim Lesen auch als Bereicherung empfunden. Weniger gefallen hat mir, dass Sandy den unerwarteten Besucher nicht erkennt und ihr halbes Leben aus ihrem Gedächtnis verbannt hat, sodass sie sich an nichts mehr erinnern kann und selbst überrascht ist, dies wirkt schon eher unglaubwürdig. Ebenfalls erscheint die Art der Geiselnahme und Beschlagnahmung des Hauses sehr „amerikanisch“ und wirkt recht in die Länge gezogen und überzogen, sodass es schon etwas klischeehaft rüberkommt. Dieser Aspekt hat mir nicht so gut gefallen, obwohl ich das Buch ansonsten wirklich sehr gerne und zügig gelesen habe. Es wird auch nicht langatmig, obwohl über fast 500 Seiten die Charaktere fast nahezu eingeschneit in einem Haus festsitzen und rundherum nicht allzu viel passiert.

    Titel und Cover:
    Der Titel in englischer und deutscher Version kombiniert gefällt mir nicht so gut, hier hätte eine Variante gereicht. Das Cover ist in Ordnung, aber nicht überwältigend und aufgrund der Jahreszeit, in dem der Thriller handelt, hätte eine Schneelandschaft besser gepasst.

    Mein Fazit:
    Eine sehr „amerikanische“ Geschichte einer Geiselnahme mit Bezug zur Vergangenheit.

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    janein
  • 5 Sterne

    13 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Cornelia S., 16.07.2016

    Du kannst deiner Vergangenheit nicht entkommen

    ...jedenfalls nicht im neuen Thriller „Night Falls – du kannst dich nicht verstecken“ von Jenny Milchman. Hier holt sie einen mit voller Wucht ein.

    Das Buch beginnt mit der scheinbar heilen Welt von Sandy (Sandra) Tremont und ihrer Familie. Frisch eingezogen in das neue Haus, einsam gelegen mitten in den Bergen lebt dort Sandy mit ihrem Mann Ben und ihrer Teenagertochter Ivy. Die Familienidylle nimmt ein jähes Ende, als die beiden entflohenen Häftlinge Nick und Harlan in das Haus eindringen und die kleine Familie als Geiseln nehmen.
    Die beiden Verbrecher wollen sich für ihre Flucht nach Kanada nur mit den dafür nötigen Mitteln, wie Skier und Wanderausrüstung, eindecken. Doch dann vereitelt ein aufkommender Schneesturm diesen Plan. Dadurch bleiben Sandy, Ben und Ivy weiterhin den beiden Männern ausgeliefert.
    Als Leser stellt man sich mit der Zeit die Frage, ob es wirklich Zufall war, dass die beiden Entflohenen ausgerechnet in diesem Haus gelandet sind. Oder war dies von Anfang an das Ziel von Nick, der treibenden Kraft des Ausbrecher-Duos?
    Parallel zur aktuellen Geschichte wird noch eine weitere erzählt. Diese beginnt in den 70ern und schildert das frühere Leben von Nick und seiner Familie. Schon recht bald zeigte sich seine wahre Natur, die alles andere als nett ist...
    Als Leser findet man relativ schnell heraus, was dieser Rückblick mit den aktuellen Geschehnissen zu tun hat. Und dass Sandra früher mal Cassandra hieß... Und was dies mit dem Auftauchen von Nick zu tun hat.

    Der Schreibstil ist super, er fesselt einen von der ersten Seite an. Auch wenn man als Leser durch den Klappentext bereits weiß, dass die Familie als Geiseln genommen wird, kann man trotzdem nicht mehr aufhören zu lesen, wie es denn tatsächlich dazu kommt und wie sich die Dinge im Laufe des Abends und während des Schneesturms entwickeln.
    Die aktuelle Geschichte wird hauptsächlich aus Sicht von Sandra und ab und an von Ivy erzählt, ein paar Kapitel von Nick. Die Vergangenheit schildert Nicks Mom.

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    janein
  • 5 Sterne

    14 von 25 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Silvia S., 22.07.2016

    Das Buch "Night Falls - du kannst dich nicht verstecken" wurde von Jenny Milchman geschrieben und ist im Juli 2016 im ullstein Verlag erschienen.

    Die Handlung spielt in Wedeskyull in Amerika. Jenny lebt mit ihrem Mann Ben, Tochter Ivy und Hund Mac in einem schönen, großen Haus etwas abseits von Wedeskyull.
    Als eines Abends 2 ausgebrochene Gefängnisinsassen in ihr Haus eindringen. Sie verbreiten Angst und Terror. Sandy versucht alles um ihre Familie zu schützen, was sich als schwierig erweist, da sie einen der Häftlinge von früher her kennt.

    Durch Rückblenden in die Vergangenheit ist es dem Autor gut gelungen um Einsicht in die Vorgeschichte zu geben. Dabei lernen wir auch die Konflikte und Ängste von Sandy kennen.
    Der Schreibstil ist flüssig, die Sätze prägnant und die Spannung ist von Anfang an da und steigert sich immer wieder. Zwischendurch sind kleine Pausen zum Durchatmen gegeben.

    Der Triller "Night Falls" zeigt sehr lebhaft den Kampf gegen die Angst und den Versuch zu überleben. Der Leser wird in die Angst mit eingebunden und würde am liebsten mithelfen.

    Das Buch ist für mich ein Kauf wert, da die Angst von Jenny authentisch herüberkommt und den inneren Kampf, die Familie zu retten, spiegelt. Deshalb konnte ich mich gut in Jenny hineinversetzen und das ist für mich, was ein gutes Buch ausmacht. Ich werde in das Buch hineingezogen und die Realität verschwindet.

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    janein
  • 4 Sterne

    6 von 9 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Oztrail, 02.10.2016

    Spannung angekündigt – langatmig geworden.
    Inhaltsangabe:
    Sandra hat alles. Ein Traumhaus mitten in der Natur. Einen Mann, der sie auf Händen trägt. Eine 15-jährige Tochter, ihr großes Glück. Bis aus dem Traum ein Alptraum wird:
    Zwei Fremde dringen in ihr Haus ein, schlagen ihren Mann brutal nieder und nehmen Mutter und Tochter als Geiseln. Draußen tobt ein Sturm. Es gibt keinen Ausweg. Schon gar nicht für Sandra. Denn sie kennt einen der Männer — und wollte ihn um jeden Preis vergessen.

    Mein Fazit:
    Was mir persönlich sehr gut gefällt ist das Cover und dann war bei meinem Exemplar noch ein Lesezeichen dabei, mit dem gleichen Bild wie das Cover. Corporate identity, war schon mal gelungen.
    Eine Rezension über diese Thriller zu schreiben ist schwierig. Entweder man verdammt das Buch komplett oder lobt es hoch in den Himmel. Einen goldenen Mittelweg zu finden, ohne jemand auf das Füßchen zutreten ist nicht so leicht.
    Ich muss aber sagen, dass der Schreibstil der Autorin sehr flüssig und angenehm zu lesen ist.
    Anhand der Inhaltsangabe erwartet man einen Thriller, der sofort mit Hochspannung beginnt. Ich habe das nicht so empfunden, die ersten Seiten ziehen sich schon ein wenig bis dann Spannung aufkommt. Nach der ersten spannungsgeladenen Szene, den Überfall auf einen SUV, mit gleichzeitiger Entführung war für mich klar, jetzt geht’s los. Aber nach diesem Aufflackern war bald wieder Schluss. Die Story über eine gescheiterte Familie, in der Vergangenheit, das Aufarbeiten einer schrecklichen Tat, die Rache der Geschwister, alles sehr gute Themen und auch gut beschrieben. Die Brutalität mit der die Täter vorgehen, jetzt nicht mal das alles und jeder niedergemetzelt wird, die psychologische Seite des Dramas kommt sehr gut durch. Das Ende war ein wenig vorhersehbar, aber damit kann man leben.
    Was mir an dem Buch nicht gefallen hat oder was mich gestört hat, dass es sehr oft langatmig und dadurch langweilig war und die Autorin nicht auf den Punkt kam. Ich denke ein paar Seiten weniger und mehr Spritzigkeit wären besser gewesen.
    Da die Thematik und das Cover mich überzeugen kann ich trotzdem eine Leseempfehlung aussprechen. Ich werde den Thriller nochmals lesen, vielleicht sind dann die langweiligen Passagen nicht mehr so langweilig.

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    janein
  • 4 Sterne

    12 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sibylle S., 01.09.2016

    Sandra Tremont lebt mit ihrem Mann Ben, Tochter Ivy und ihrem Hund Mac in einem großen, einsam gelegenen Haus. Die 15jährige Ivy ist sich sicher, dass ihre Mutter lügt, weiß aber nicht warum. Sie beschließt, dem gemeinsamen Abendessen fern zu bleiben, nicht ahnend, dass schon bald ein Albtraum über sie hereinbrechen wird. Sandra und Ben Tremont sind gerade fertig mit dem Abendessen, als zwei fremde Männer in ihr Haus eindringen und Ben brutal niederschlagen. Sandras größte Angst ist es, dass ihre Tochter Ivy herunter kommt und den beiden Männern in die Hände fällt. Was wollen die Fremden von ihnen? Ist es wirklich ein Zufall, dass sie gerade in dieses einsam gelegene Haus mitten im Wald kommen?

    Jenny Milchman hat hier in meinen Augen einen tollen Thriller geschrieben. Keinen richtig bluten Thriller, aber einen, der aufgrund der Handlungen und den psychologisch interessanten Charakteren sehr spannend ist.

    Die Geschichte wird zunächst in drei, später noch in zwei Handlungssträngen erzählt, die nach und nach weiter zusammengeführt werden. Der Leser ahnt allerdings zwischendurch immer mehr worauf es hinauslaufen wird, bzw. wie die Teile zusammenhängen.

    Zum einen das Geschehen in der Gegenwart, die Familie Tremont in ihrem Haus, bevor die Männer ins Haus eindringen. Dann die beiden Männer, wie es kam, dass sie dorthin gehen. Der dritte Erzählstrang spielt in der Vergangenheit: 1975 gibt es eine Frau namens Barbara und ihren Mann Gordon. Sie haben einen gemeinsamen Sohn Nicholas, mit dem Barbara total überfordert ist, hat man den Eindruck. Sie überschüttet ihn mit Liebe.

    Ich hatte zwar beim Lesen schon früh eine Ahnung, wie alles zusammenhängen könnte, dennoch hatte ich nie das Gefühl, das Buch aus der Hand legen zu wollen. Die Spannung war groß genug um weiterzulesen.

    Besonders gefallen mir in diesem Buch die Figuren und Charaktere, die alle irgendeinen Hintergrund haben, selbst der Hund hat seine Erfahrungen, die man in ein oder zwei Kapiteln aus seiner Sicht erlebt. Hier wurde wirklich an alles gedacht, die Charaktere sind authentisch dargestellt, die Geschichte lebt durch ihre Handlungen und Erfahrungen. Es ist einfach toll zu lesen. Vielleicht kann die Autorin ja beim nächsten Mal noch ein bisschen mehr den Leser im Unklaren lassen, wie die Handlungsstränge miteinander zusammen hängen. Ansonsten ein unterhaltsamer und spannender Thriller, der einen packt und mitreißt!

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    janein
  • 4 Sterne

    10 von 18 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Bücherwurm78 -., 19.07.2016

    Sandra Tremont wohnt mit ihrem Mann Ben und der 15jährigen Tochter Ivy in einem Traumhaus mitten in der Natur. In der Nähe brechen zwei Häftlinge aus dem Gefängnis aus und dringen in Sandras Haus ein. Doch sie haben sich das Haus nicht aus Zufall ausgesucht. Der Häftling Nick kennt Sandra sehr gut aus der Vergangenheit.

    Der Thriller hat mir gut gefallen, für eine 5-Sterne-Bewertung hat es aber nicht ganz gereicht.
    Es war auf jeden Fall spannend geschrieben, sehr flüssige Schreibweise, so dass man das Buch auch schnell durchlesen kann. Abgesehen von den paar Rückblicken in das frühere Leben von Nick und Sandra ging es in dem Buch nur um ein paar Stunden im Leben von Sandras Familie und der Geiselnahme durch Nick und Harlan. Das finde ich immer besonders schwierig damit (also eine Story mit nur ein paar Stunden Inhalt) ein Buch füllen zu können und vor allem ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Das hat Jenny Milchmann wirklich sehr gut geschafft.
    Mir hat leider irgendwie der letzte spannende „Kick“ für eine Super-Bewertung gefehlt, aber nichts desto trotz ein wirklich gelungener, gut durchdachter und spannender Thriller.

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    janein
  • 4 Sterne

    6 von 11 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Wencke M., 11.07.2016

    Sandra führt ein scheinbar perfektes Leben: Sie lebt mit ihrem Traummann in einem Traumhaus mitten in der Natur, das sie gerade erst ganz nach ihren Wünschen fertiggestellt haben. Sandra liebt ihre 15-jährige Tochter Ivy über alles, wobei Sandra mit Ivy gerade ein sehr schwere Phase durchmacht.

    Bereits auf den ersten Seiten merkt der Leser, die sich aufbauende Spannung - quasi die Ruhe vor dem Sturm.

    Der gemütliche Abend von Sandra und Ben wird abrupt beendet, als zwei Männer in ihr Haus eindringen. Es beginnt ein gewalttätiger Albtraum.

    Die Geschichte, die in der Gegenwart erzählt wird, wird regelmäßig durch Kapitel aus der Vergangenheit ergänzt. Hier erfährt der Leser, wie der eine Eindringling zu dem geworden ist, wie er jetzt ist.

    Insgesamt hat mich dieser Thriller überzeugt und hat mir spannende Lesestunden bereitet, allerdings muss ich auch sagen, dass ich die Passagen, nachdem die Männer in das Haus eingedrungen sind, sehr langatmig fand. Danach geht es dann aber spannend mit neuen Erkenntnissen weiter.

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    janein
  • 3 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Aglaya .., 12.07.2016

    Sandy führt von aussen betrachten ein perfektes Leben und lebt mit Mann, Tochter und Hund in einem grossen Haus. Als zwei Gefängnisausbrecher in ihr Haus eindringen und die Familie als Geiseln nehmen, verändert sich diese perfekte Welt, denn einer der Einbrecher ist kein Unbekannter für Sandy…

    Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt. Die Hauptprotagonisten sind Sandy und der im Klappentext erwähnte Einbrecher, aber auch andere Figuren kommen zur Sprache, bis hin zum Familienhund (kein Witz, einige Kapitel werden tatsächlich aus der Sicht des Hundes McLean beschrieben). Dabei wird die Geschichte in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, einer spielt in der Gegenwart und beschreibt die Geiselnahme, der andere in der Vergangenheit und erklärt, woher sich Sandy und der Einbrecher kennen und wie es zu der Tat kam. Nach jedem Kapitel gibt es einen Perspektiven- und öfters auch gleich Szenenwechsel. Dies hat es mir etwas schwer gemacht, so richtig in die Geschichte einzutauchen, da ich mich alle paar Seiten wieder rausgerissen fühlte.

    Was das im Klappentext angedeutete Verhältnis zwischen Sandy und einem der Einbrecher anbelangt, wird leider schon sehr früh klar, woher die beiden sich kennen. Die Autorin Jenny Milchman versuchte da wohl, geheimnisvoll zu bleiben, für mich war es jedoch ab dem ersten Hinweis offensichtlich, was auch etwas auf die Spannung geschlagen hat. Die Beziehung zwischen den Beiden bildet das Hauptthema des Buchs, womit das Erzähltempo ziemlich geruhsam bleibt. Der Einbruch bildet zwar die eigentliche Rahmenhandlung, der thematische Kern ist dann aber doch eine Art Beziehungsdrama.

    Die Protagonistin Sandy erschien mir zu Beginn ziemlich hysterisch (welche erwachsene Frau wartet im Winter vor der Haustüre, wenn Ehemann und Tochter nach ihrem Arbeits-/Schultag nach Hause kommen?), was im Laufe der Geschichte nur bedingt gebessert hat. Auch in Sachen Kindererziehung sollte sie es eigentlich besser wissen, wie sich im Laufe der Geschichte zeigt. Die anderen Figuren waren mit entweder recht bis zutiefst unsympathisch, oder ich erfuhr zu wenig von ihnen, um mir eine wirklich Meinung bilden zu können.

    Der Schreibstil der Autorin ist mir weder im positiven noch im negativen Sinn besonders aufgefallen. Das Buch liess sich flüssig lesen, auch wenn für meinen Geschmack die Passagen über den Einbruch und die Geiselnahme etwas gar langatmig geraten sind und Spannung eher bei den Rückblicken aufkam.


    Mein Fazit

    Stellenweise etwas gar langatmig und mehr Familiendrama als Thriller.

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    janein
  • 3 Sterne

    7 von 14 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sophie G., 23.07.2016

    Der Klappentext klingt spannend: Eine Frau wird mit Mann und Tochter in ihrem neuen Haus überfallen. Wegen des Wetters gibt es für die 2 Eindringlinge kein entkommen und auch für die Frau nicht, denn sie kennt einen der Männer. Für mich klingt das ganz klar nach einem spannenden Thriller, zwischen Hoffen und Bangen und dem Wunsch einen Ausweg zu finden. Außerdem, was soll man schon anderes erwarten, wenn das Buch als „aufregenster Thriller des Jahres“ betitelt wird?! Für mich war dieses Buch aber im Großen und Ganzen eher eine Enttäuschung und ich hoffe, das weitere Neuerscheinungen in diesem Jahr, diesen Thriller toppen werden. Die Geschichte ansich ist tatsächlich spannend, denn Sandy versucht gemeinsam mit ihrem Mann Ben und ihrer Tochter Ivy die Männer zu unterstützen und ihnen bei ihrer Flucht zu helfen. Schade finde ich, dass der Grund der Flucht und der Ausbruch aus dem Gefängnis nie klar beschrieben wird.
    Das Buch wechselt zwischen 3/4 Perspektiven. Zum einen die von Sandra, die meiner Meinung nach, eine labile Frau ist, die alles versucht um ein perfektes Leben zu leben. Dann aus der Sicht von Nick, einem der Verbrecher, der gemeinsam mit seinem Zellenkumpel Harlan flieht. Des weiteren sind einige Kapitel aus der Sicht der 15-jährigen Ivy geschrieben, wobei ich hier finde, dass das Alter nicht zu den Sichtweisen passt. Und es gibt immer mal wieder Rückblenden in die 70er und 80er Jahre. Diese bilden für mich das Highlight der Geschichte und ich fand, das diese viel zu wenig vorkamen. Und dann ist da noch der Familienhund Mac, auch aus seiner Sicht sind Kapitel geschrieben. Wie diese sind kann ich nicht beurteilen, da ich diese nicht gelesen habe (Das ist ein Thriller und kein Tierroman!). Wie gesagt, die Rückblenden sind super spannend, doch geben sie meiner Meinung nach viel zu schnell das Geheimnis von Nick frei.
    Der Einstieg in das Buch hat mir super gefallen. In den ersten 70 Seiten werden sowohl die Familie, als auch die Flucht von Nick und Harlan beschrieben. Der Beginn war super spannend und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Doch dann kam der Einsturz. Die Geschichte wurde zäh und langatmig. Es ist nicht viel passiert und wenn etwas passiert ist, dann war das alles sehr vorhersehbar. Das Geheimnis wurde meiner Meinung nach, viel zu schnell gelüftet und hat dem Mittelteil des Buches das letzte bisschen Spannung geraubt. Zum Ende hin wurde das Buch dann wieder spannender, was nicht zuletzt an Ivy und Harlan lag – meine Lieblingsfiguren im Buch. Das Ende fand ich hingegen vollkommen daneben. Ich hatte das Gefühl, dass Milchman etwas ganz tolles schreiben wollte und das aber irgendwie nicht geschafft hat. Das Ende ist meiner Meinung nach unrealistisch und viel zu aprubt passiert.
    Doch da ich ja immer ehrlich bin und die Geschichte so viel Potential hatte, dass nur leider nicht genutzt wurde und so am Ende noch viele Fragen offen geblieben sind, kann ich nur 3 Sterne vergeben.

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    janein
  • 3 Sterne

    Wiebke P., 07.08.2016

    Spannende Idee, leider zu sehr in die Länge gezogen

    Sandra lebt mit Ben und Ivy in ihrem neuen Haus im Nirgendwo. Bis auf Ivys pubertäre Zickereien trübt nichts das traute Familienglück. Doch dann dringen eines Abends zwei Männer brutal in ihr Heim ein und versuchen mit Hass und Gewalt ihr Leben zu zerstören. Es gibt kein Entkommen, schon gar nicht als Sandra merkt, dass sie einen der Männer näher kennt, als ihr lieb ist.

    Das Cover des Buchs ist gut gewählt. Die Hütte in der Wildnis passt perfekt zur Story. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut an einem Stück lesen. Die Autorin verwendet Perspektivenwechsel um die Sichtweise einzelner Protagonisten aufzuzeigen. So ist nahezu jedes Kapitel immer wieder aus der Sicht einer der Protagonisten geschrieben. Das macht alles spannender und fesselt einen an die Geschichte.
    Die Protagonisten werden fast alle im Laufe der Geschichte, immer tiefer betrachtet. Man lernt ihre Gedanken und Gefühle kennen und erfährt einiges über ihre Vergangenheit. Das hat die Autorin gut angelegt. Auch durch Rückblenden in die Kindheit, konnte man der Story sehr gut folgen.
    Leider zogen sich einige Handlungsstränge doch sehr in die Länge. Manchmal wäre da kurz und knackig besser gewesen. Es gab auch einige überflüssige Kapitel. Sie sollten die Handlungen zwar ergänzen aber es wäre auch ohne gegangen. Sie haben mich eher etwas befremdet. Ich verrate jetzt nichts genaueres, um nicht zu spoilern. Es gab auch ein paar Stellen wo ich mich nur gefragt habe, was das jetzt soll. Da konnte ich nicht nachvollziehen, warum die Autorin das jetzt noch schreiben musste und ob das nicht doch nur Lückenfüller waren.
    Das ist sehr schade. Die Story hat echt gut angefangen und hatte super viel Potenzial. Sie ist echt nicht schlecht und hat einige spannende Momente. Leider hat es mich zum Schluss echt nicht befriedigt und irgendwie bin ich doch etwas enttäuscht, da ich mir mehr erhofft hatte.

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    janein
  • 3 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tom_Read4u, 14.08.2016

    Sandy wohnt mit ihrer Familie in einem schönen großen Haus, umgeben von Feldern soweit das Auge reicht. Sie hat alles, was sie sich jemals erträumt hatte, einen tollen liebenden Ehemann, eine reizende 15-jährige Tochter und ein Traumhaus mitten in der Natur – weit weg von den Nachbarn. Eines Abends im Herbst, als sie gerade mit ihrem Mann zu Abend isst, beginnt ihre heile Welt zusammenzubrechen. Zwei Fremde dringen in ihr Reich ein und nehmen sie und ihre Tochter als Geisel, nachdem die beiden Fremden ihren Mann nach erbitterten Kampf brutal zusammengeschlagen haben. Kann Sandy ihre Familie retten? Und was will der Fremde nach all den Jahren von Ihr ?

    Night Falls beginnt ruhig und unaufgeregt, ist leider stellenweise auch etwas langatmig. Mit den voranschreiten der Story kommt etwas Spannung auf, insbesondere durch die Interaktionen von Sandy mit den Fremden. Doch wer nun anhand des Klappentextes einen nervenzerfetzenden und spannungsgeladenen Thriller erwartet, wird doch etwas enttäuscht werden. Das Geschehen bleibt auch weiterhin ruhig. Einzig und allein durch die Rückblenden in die Kindheit eines der Fremden, kommt beim Lesen etwas wie Neugier auf. Was hat das alles zu bedeuten? Warum Sandy und ihrer Familie? Die Charaktere selbst sind leider auch stellenweise sehr blass und man fragt sich, ob die eine oder andere Situation wirklich so abgelaufen wäre. Zu konstruiert, zu vorhersehbar. Als es dann wirklich mal spannend wird und man auf einen guten spannenden Schluss hofft, kommt es dann doch anders.

    Fazit:
    Ich gebe 3 von 5 Sternen. Ein ruhiger Thriller, der eigentlich nur aufgrund der Rückblenden lebt und dadurch die Neugierde beim Leser aufrechterhalten kann. Die Story selbst, hat gute Ansätze, doch leider werden diese immer wieder durch teils komische Aktionen zu Nichte gemacht. Schade eigentlich.

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    janein
  • 3 Sterne

    susanne b., 20.07.2016

    Morbus Mutter

    Sandy hat alles. Ein Traumhaus, einen Ehemann und eine 15-jährige Tochter. Doch Ivy bezichtigt ihre Mutter der Lüge. Zitat: »Ich weiß nicht, wann, warum oder inwiefern du lügst, Mom.« Ivy holte so tief Luft, dass sich ihr Brustkorb hob. »Aber ich weiß, du tust es.« Was hat Sandy zu verbergen?
    In einem weiteren Handlungsstrang lernen wir Nick und Harlan kennen, zwei Häftlinge, die flüchten wollen. Schon bald werden sich beide Erzählstränge kreuzen. Denn die Männer dringen in Sandys Haus ein, verletzen den Vater lebensgefährlich und nehmen Mutter und Tochter als Geiseln.
    Die Leseprobe hatte mich auf einen packenden Psychothriller hoffen lassen, in dieser Hinsicht wurde ich enttäuscht. Denn es geht eher um bizzare, bedingungslose Mutterliebe, die krank macht, das Psychogramm eines Mörders - und Lebenslügen.
    Am besten haben mir die Rückblenden in die Vergangenheit gefallen. Schnell ist klar, dass sich Sandy und ihre Familie in den Händen eines Psychopathen befinden - während draußen ein Schneesturm tobt und fremde Hilfe somit nicht zu erwarten ist.
    „Night Falls“ lässt sich leicht und locker lesen. Aber mir haben die psychologischen Raffinessen gefehlt. Daher fand ich die Geschichte auch nur leidlich spannend. Mich konnte sie nicht wirklich fesseln. Selbst wenn Jenny Milchman am Ende nochmal richtig Gas gibt.
    Sandy ist als naiv zu bezeichnen, ohne Selbstvertrauen. Mit ihr konnte ich mich nicht identifizieren, ihr Handeln oft nicht nachvollziehen. Erst, als sie kaum noch Luft zum Atmen hat, schlägt sie mit dem Mut der Verzweiflung zurück. Nichtsdestotrotz bleibt ein kitschiger, unrealistischer Mainstream-Thriller in Erinnerung.

    Fazit: Ein typischer US-amerikanischer Thriller mit Happy End-Garantie, den man lesen kann, aber nicht muss.

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    janein
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