Robin, Emilian und Laurin Band 1: Bannwald, Julie Heiland

Robin, Emilian und Laurin Band 1: Bannwald

Roman

Julie Heiland

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    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sabrina, 29.05.2015

    Robin gehört nicht nur zum Stamm der Leonen, sie ist auch noch die Ziehtochter des Anführers. Ihr bester Freund Laurin ist immer für sie da, doch als eines Tages der Taure Emilian in ihrem Leben auftaucht, scheint ihre Freundschaft zu bröckeln, denn Laurin kann einfach nicht verstehen, warum sie sich mit einem der Unterdrücker abgibt. Doch alles ist nicht so einfach wie es scheint, denn Robin hat eine Kraft, die sonst niemand bei den Leonen hat, sondern nur die Tauren beherrschen. Während Robin es keinen erzählen will, findet es nur einer raus, nämlich Emilian. Doch überraschender Weise kommt alles anders als erwartet.

    Das Cover zeigt eine Rückansicht der Protagonistin im Wald während sie durch den Wald rennt. Da diese Handlung im Buch relativ oft erfolgt, denn Robin ein wenig die Neigung hat vor den Dingen davonzurennen, ist es für das Cover sehr passend. Der Titel Bannwald hingegen wird mir nicht so recht klar. Natürlich sind die Leonen in irgendeiner Weise in den Wald gebannt, allerdings klingt Bannwald eher danach als würde der Wald den Bann aufrecht erhalten, dabei sind es die Tauren. Daher ist für mich die Titelwahl ein wenig unglücklich.

    Robin ist zwar nicht die einzige, aber sicherlich die wichtigste Protagonistin. Sie ist 17 und Waise. Ihre Mutter wurde von den Tauren getötet und von ihrem Vater weiss sich nichts. Sie ist ein sehr verschlossener Typ und regelt die Dinge lieber mit sich selbst als darüber zu sprechen. Außerdem liebt sie die Natur und ist im Wald ganz in ihrem Element. Auch wenn dies alle Leonen irgendwie sind, so ist ihre Affinität mit dem Wald doch etwas sehr besonderes. Aber auch ihre taurischen Kräfte sind übermäßg stark. Da Robin leider ein wenig das Problem hat, dass sie zu aufbrausend, impulsiv und unbeherrscht ist, muss sie durch eine harte Schule gehen und man kann nur hoffen, dass sie sich lernt unter Kontrolle zu bekommen. Obwohl Robin sicherlich die Nummer eins unter den Protagonisten ist, haben auch Laurin und Emilian wichtige Rollen. Sie sind wie Feuer und Wasser. Nicht nur, dass sie sich nicht leiden können, sie könnten auch charakterlich unterschiedlicher nicht sein. Während Emilian stark, gnadenlos, selbstbewusst und ein Anführer ist, ordnet sich der schüchterne Laurin gerne unter, ist zart und zerbrechlich. Sie haben nur eine einzige Gemeinsamkeit – sie mögen Robin – und diese sorgt dafür, dass die ohnehin große Kluft durch die Stammesfehden noch unüberwindbarer wird.

    Die Idee hinter dem Buch ist einerseits gar nicht so neu, was das Thema Stammesfehden und Co angeht. Die Idee die Sternzeichen als Stämme auf die Erde zu schicken finde ich interessant, wobei ich die Aufteilung der Fähigkeiten noch ein wenig seltsam finde, denn während die Leonen eigentlich die Löwen repräsentieren und eher mäßge Kräfte haben, sind die Tauren das Stierzeichen und haben nahezu übermächtige Fähigkeiten gegen die es, zumindest so wie es sich in diesem Band abzeichnet, nahezu keine Möglichkeit des Schutzes gibt. Ich finde so etwas immer ein wenig schade, denn ich persönlich bevorzuge einfach ein gewisses Gleichgewicht zwischen den Parteien. Dieser Band hatte für mich dadurch leider ein wenig den Nachteil, dass er die meiste Zeit sehr vorhersehbar war in der Gesamtentwicklung der Handlung. Schon eher interessant waren hier die Werdegänge der einzelnen Personen, welche sich teils sehr rasant und teils in vollkommen unerwartete Richtungen entwickeln.

    Das Buch hat sich zwar insgesamt sehr schön lesen lassen, hatte einen guten Fluss und auch einen sehr angenehmen Stil, allerdings hat es mich zu keiner Zeit so richtig fesseln können und ich habe es auch gut weglegen können. Dennoch hat mich die Geschichte so neugierig gemacht, dass ich den zweiten Teil der Trilogie auch lesen werde.

    Insgesamt war es eine solide Gesamtleistung mit Luft nach oben, aber für einen Debütroman schon ordentlich. Daher gibts

    3,5 von 5 Punkten.

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    janein
  • 4 Sterne

    Weinlachgummi N., 06.06.2015

    Meinung:
    Ich war sehr gespannt auf Bannwald, das Cover und der Klappentext haben mich sogleich angesprochen und dementsprechend hatte ich auch recht hohe Erwartungen an das Buch.

    Gleich zu Beginn hatte ich Probleme mit dem Schreibstil. Es gibt viele kurze und abgehackte Sätze, so kam ich nicht richtig in die Geschichte rein. Mein Lesefluss stockte immer wieder. Ich bevorzuge da eher die Schachtelsätze. Trotzdem kam ich dann nach einer Weile mit dem Schreibstil zu Recht. Es wird aus der Ich-Perspektive von Robin erzählt. Manchmal aber auch aus der Sicht einer männlichen Person.

    Die Charaktere waren mir durchweg nicht so sympathisch bzw. konnte ich ihr handeln nicht immer verstehen auch kam ich ihnen nicht wirklich nah, so waren sie für mich meist nicht greifbar.
    Robin ist wie erwähnt die Hauptperson. Ich hatte da gleich unbewusst die Assoziation mir Robin Hood. Sie ist oder möchte eher gesagt stark sein, doch ging mir ihre Art nach einer Weile auf die Nerven. Ich konnte ihr handeln nicht immer nachvollziehen, obwohl man als Leser aus ihrer Sicht liest. Sie wirkte auf mich ziemlich störrisch und unbedacht. Besonders störte mich ihr Verhalten Lauren gegenüber. Er ist für mich zwar auch kein großer Sympathieträger, aber sie behandelt ihn echt mies. Er ist der typische Beste Freund, der mehr möchte und sie betrachtet ihn als selbstverständlich. Emilian ist der geheimnisvolle Junge vom verfeindeten Stamm, hier musste ich etwas an Romeo und Julia denken. Er bleibt für mich leider ziemlich blass, was ziemlich schade ist, da ich normal eine Schwäche für solche Charaktere habe. Am interessantesten fand ich Birkara, er ist der Anführer der Tauren und somit der Böse, ein paar Kapitel erzählten aus seiner Sicht. Diese haben mir am besten gefallen, wobei man nicht viel von ihm erfährt.

    Die Grundidee finde ich ganz toll, da sie mal was ganz anderes ist. Es gibt 12 Sternenstämme auf der Welt, die unentdeckt von den Menschen leben. Und die Tauren sind sozusagen die Anführer und unterdrücken die Leonen, die anderen Stämme bekommen davon nicht groß etwas mit bzw. ignorieren es. Ich frage mich nun natürlich, wieso herrscht der Stier ( Tauren) über den Löwen ( Leonen) ? Allein schon deswegen möchte ich Band 2 unbedingt lesen, um zu erfahren, was da damals passiert ist und wie es zu dieser Umverteilung der Macht kam. Mir als Löwe sind die Leonen natürlich gleich sympathischer geworfen, als ich dies mit den Stämmen verstanden habe. Da ich diese Idee so großartig finde, hätte ich natürlich gerne mehr darüber gelesen, verstehe aber auch wieso sich die Autorin die Aufklärungen für Band 2 und 3 aufhebt.

    Die große Spannung bliebt bei mir aus. Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen verschlungen, denn fesselnd war es schon.Vieles war für mich aber zu offensichtlich bzw. leicht zu erahnen, so blieben auch Spannungsmomente aus. Das Ende bzw. wie die Situation gelöst wurde fand ich etwas enttäuschend.

    Trotzdem freue ich mich auf Band 2 Blutwald

    Das Rot, das den Himmel erfüllt, ist blutig. Ein tiefes Rot. So als würde der Tag sterben und die Nacht wäre sein Mörder. S.96.

    Fazit:
    Konnte mich nicht ganz in seinen Bann ziehen. Die Grundidee ist großartig, die Charaktere haben mir nicht so zugesagt. An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen.
    Empfehlung? An alle die gerne im Fantasy und Jugendbereich lesen
    3,5 Weingummis

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    janein
  • 4 Sterne

    thora0 1., 28.10.2015

    Inhalt/Klappentext: Sie können nicht töten – als Anhänger der weißen Magie erschaffen sie nur. Seit Generationen lebt der friedliche Stamm der Leonen gefangen im Wald, gewaltsam unterdrückt vom Stamm der mörderischen Tauren. Als die 17-jährige Robin auf den jungen Tauren Emilian trifft, ist sie sich sicher, dass er sie töten wird. Doch Robin gelingt es zu fliehen – scheinbar. Erst später wird ihr bewusst: er hat sie laufen lassen. Warum? Als Robin dann ein Reh mit der bloßen Kraft ihrer Gedanken tötet, ist sie zutiefst erschüttert. Was ist mit ihr? Robin trägt ein Geheimnis in sich, und es gibt nur einen, der davon weiß – ihr größter Feind.

    Sehr spannender 1. Teil einer interessanten Trilogie. Der Schreibstil ist sehr jugendlich und leicht zu lesen. Ich bin einfach nur durch das Buch geflogen. Die Geschichte gefällt mir sehr gut. Für mich war es sehr spannend wie sich die Beziehung zwischen den beiden feindlichen Parteien entwickeln wird. Der Charakter von Robin gefällt mir durch seine Vielschichtigkeit besonders gut. Sehr passend zu der Story ist die Anlehnung der Nebencharaktere an die Sternzeichen, das macht dieses Buch zu etwas besonderem. Die Autorin spielt in ihrer Geschichte sehr gut mit den Gefühlen der Protagonisten und sie spinnt einige sehr interessante Intrigen. Der Abschluss ist actionreich gestaltet und lässt einen direkt auf den 2. Teil fiebern.

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    janein
  • 3 Sterne

    Rebecca S., 24.01.2016

    INHALT

    Robin gehört zum Stamm der Leonen. Sie sind im Einklang mit der Natur. Sie töten nicht. Sie heilen. Sie erschaffen. Doch seit Generation werden sie von dem Stamm der Tauren, dunkel, mächtig und gewalttätig, unterdrückt und in einem Waldstück gefangen gehalten. Jeder der sich untererlaubt über die Grenze bewegt, wird mit dem Tod bestraft. Eines Tages übertritt Robin diese Grenze und trifft auf Emilian. Er ist einer von den Tauren. Doch erstaunlicherweise tötet er Robin nicht. Kurz darauf erfährt Robin von einem Geheimnis, welches sie umgibt. Es verändert Robin. Doch ist es auch die größte Chance Vergeltung zu erhalten.



    MEINUNG

    Sehr beliebt, sehr gehypt. Man kommt um „Bannwald“ von Julie Heiland nicht mehr so einfach rum. Von allen Seiten tönt es nahezu durchweg positive Rezensionen. Und wenn man das nur auf den Beginn des Buches reduziert, dann kommt das sogar hin. Doch für den Rest findet sich nicht mehr viel von der Einzigartigkeit und der Berechtigung für den „Hype“.

    Aber von Anfang an. Der doch recht düstere, aber sehr stimmungsvolle Einstieg hat direkt gefesselt. Das Setting ist grandios, sehr passend umschrieben und dann der anfängliche Hang zur Brutalität bzw. der direkten Schreibweise der Autorin, ohne Sachen süß zu umschreiben. Das war und ist toll. Schnell stößt man aber auf einige Stolpersteine in dem Gesamtbild.

    Da wären zum Beispiel die sehr dürftigen Erklärungen, die es einem zu Beginn einfach schwer machen, die Tragweite und die Macht von dieser Welt und von den Stämmen der Tauren und Leonen zu erfassen. Das piekst dann so im Hintergrund, während man weiterliest. Und darüber hinaus, bekommt mein keinen besonderen Draht zu der Hauptprotagonistin Robin. Es ist immer sehr schwer in die Geschichte einzutauchen, besonders in dem Genre Fantasy, wenn man keine Bezugsperson hat, die den Leser auf die Reise mitnimmt. Denn Robin ist so schwierig als Charakter. Dauernde Selbstzweifel, so viel Negativität, Misstrauen, Hass… dafür, dass das Mädel doch bei den Leonen, diesem so friedlichen und harmonischen Völkchen, wohnt. Sich der Ruhe des Waldes so gerne hingibt.... Auch diese leichte Ignoranz stört so sehr. Denn wie in fast jedem Jugendbuch, gibt es wieder eine Dreiecksbeziehungskiste. Der beste Freund ist mal wieder seit Ewigkeiten und bis alle Ewigkeiten ge-„friendzoned“ und stattdessen wendet sie sich einem Erzfeind zu.

    Klar, irgendwo muss man ja ansetzen, sonst gibt’s ja keine Spannung, die Handlung wäre für die Katz‘, aber das Tempo und diese Neutralität in der Begegnung zwischen ihr und Emilian, einem Tauren! Das ist so viel Klischee! Allein das Emilian so düster und mysteriös ist, aber wieder unverschämt sexy ist… Die alte Leier.

    Auch der „Showdown“ in diesem Buch ist einer, der eigentlich keiner war. Denn was ein Befreiungsschlag werden soll, wird schrecklich stümperhaft geplant, umgesetzt… und wen wundert es dann noch, dass das gewünschte Ergebnis nicht erzielt wird.



    FAZIT

    Alles fing so schön an. Die Atmosphäre stimmte, die Originalität war toll und vom Setting her hatte ich das Gefühl „Das ist anders!“. Aber je mehr ich dann im dem Buch fortschritt, desto zäher wurde der Verlauf. Ich hab das Verhältnis von Robin zu Emilian nicht begriffen. Denn es wirkte so unfassbar unglaubwürdig. Denn die Beziehung entwickelte sich so rasant! Und selbst mit ihrem Hintergrund… Nein. Das kam bei mir nicht an. Denn die Charaktere waren rundherum blass. Und das Sahnehäubchen war wirklich, dass der Spannungsbogen, meiner Meinung nach, eher nachließ, je mehr man im Buch fortschritt. Unfassbar viel Potential, was an der Umsetzung dann doch scheiterte, weil in der Klischeeschublade ordentlich rumgewühlt wurde. Ob ich die Reihe so schnell fortsetze steht in – Ha! Anspielung olé! – den Sternen.

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    janein
  • 3 Sterne

    Librimania, 31.05.2015

    Es waren tatsächlich die ersten Sätze, die mich zum Lesen dieses Romans gebracht haben. Die geschilderte Hassliebe zum Wald hat mich neugierig gemacht, die Formulierung fand ich gelungen. Häufig blitzen richtig schöne Sätze hervor - hier lauert Potential (beispielsweise bei einer richtig schönen Beschreibung des Abendrots - das dann gleich bedrohlich wirkt). Ab und an wiederholen sich Phrasen oder sind eher gewöhnlich.
    Die Story an sich ist eine gute Idee - Sternzeichen, die nicht mehr ganz so einheitlich leben, das Machtstreben des einen, das Kuschen und Wegschauen der anderen. Kommt vor - das hat die tatsächliche Geschichte oft genug bewiesen. Auch die Mechanismen dieses Systems sind gut umgesetzt. An ein paar Stellen sollte man die Geschichte lieber nicht so genau hinterfragen, sonst finden sich Lücken in der Logik der ansonsten guten Geschichte (Robin hat ihre Mutter nie kennengelernt, da diese gleich nach ihrer Geburt ermordet wurde. Sie kommt zu einer Ziehfamilie (also GLEICH nach ihrer Geburt) und hat hier gleich mal Schwestern, die sie nie gehabt hatte (?). Lustigerweise sind die Schwestern deutlich jünger als sie. Öhm...wie geht das? --> direkt so verdreht steht es nicht im Roman, aber unscharfe Formulierungen legen des Schluss nahe, dass Robin einmal jung und einer weniger jung adoptiert wurde).
    Robins Charakter ist gut getroffen, manche ihrer Gedanken erinnern an literarische Floskeln, die man zum Spannungsaufbau etc. einsetzt. Dennoch ist sie ein runder Charakter und nicht eine bloße, hingeklatschte Figur. Ihre Beziehung zu IHM ist hingegen wenig innovativ. Er, der gutaussehnde Fremde mit düsterer Vergangenheit, der dann doch einen recht weichen Kern hat. In dieser Beziehung wird leider meistens nur wiederholt, was schon tausendfach beschrieben wurde. So vom Gesamteindruck des Buches hätte ich der Autorin auch hier mehr zugetraut. Aber auch hier darf ich sagen, man kann mit Robin mitfühlen.
    Fazit: Ich kann das Buch trotz kleinerer Mängel wirklich empfehlen - ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und mir war zu keiner Zeit langweilig. Im Gegenteil - Unterbrechungen im Lesefluss fand ich weniger toll. Ich freue mich auf den zweiten Band und hoffe hier auf eine Steigerung - die Autorin hat Potential.

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    janein
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