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  • 4 Sterne

    Amy-Maus87, 29.11.2017

    Als Buch bewertet

    Inhalt:
    Aza ist eine junge 16 jährige Frau, die von neurotischen Zwangsstörungen geplagt wird und sich ständig in einer Spirale aus Gedanken verliert. Wäre ihre beste Freundin Daisy nicht an ihrer Seite, wäre sie vermutlich schon lange in einer Welt aus Gedanken schlichtweg versunken. Als sich eine Gelegenheit ergibt, einen flüchtigen Milliardär zu suchen, auf dem 10.000 Dollar ausgesetzt sind, begeben sich beide auf Spurensuche. Doch kann dies gut gehen? Und wird Aza einen Weg aus ihren Zwangsstörungen finden? 

    Meine Meinung:
    Wer bereits ein Buch von John Green gelesen hat, wird sicherlich bereits wissen, dass seine Art zu schreiben doch recht ungewöhnlich ist. Verschachtelte Sätze wechseln sich mit philosophischen Einschüben ab, die seinen ganz eigenen Schreibstil ausmachen. Eben ganz typisch John Green. Ich muss sagen, ich mag diese Art persönlich sehr und würde ihn wohl auch ohne Benennung des Autors sofort wieder erkennen.
    Dieses Buch wird diesmal aus der Sicht der 16 jährigen Aza erzählt, die seit Jahren unter schlimmen Zwangsstörungen in Form von Gedankenspiralen leidet.
    John Greens Art dem Leser Azas Zwangsstörungen näher zu bringen hat mir sehr gut gefallen. Es ist verständlich aber auch gefühlvoll beschrieben, sodass ich einen viel besseren Einblick ins Azas Gedankenwelt - die von solchen Zwangsgedanken beherrscht wurden, erhaschen konnte. Aza ist im Buch ein sensibler und feinfühliger Charakter mit dem ich mich gut identifizieren konnte und ich Zeile um Zeile gespannt war, wie sie sich entwickeln wird.
    Ganz allgemein, sind alle Charaktere sehr liebevoll beschrieben wurden. Hier ist besonders Daisy, Azas beste Freundin zu benennen aber auch ihre Mutter. Daisy hat mir besonders mit ihrem Humor gefallen und hat manche melancholischen Momente im Buch merklich aufgehellt. Daisy´s und Azas Freundschaft ist ein wichtiges Thema im Buch und wird immer wieder thematisiert. Es ist eben auch nicht leicht, eine junge Freundin zu haben, die unter solchen Ängsten leidet und somit immer wieder an ihre Grenzen stößt. Denn ohne Daisy wäre Aza wohl in einer Flut aus Gedanken versunken.

    So mehr ich las, umso mehr konnte ich Aza und ihr Gedanken verstehen, ohne das ihnen ein schräger Gedanke anheften würde. Schade fand ich aber, dass innerhalb des Buches mehrere Handlungen angesprochen werden aber diese nicht detailliert ausgearbeitet wurden. Da ist zum Beispiel die besondere Beziehung zwischen Aza und David zu nennen, die nur oberflächig behandelt wird. David war somit für mich ein Charakter, den ich nicht greifen konnte, weil auch so wenig von ihm selbst bekannt wurde. David trat öfters in Form von Zitaten im Buch auf, die ich zwar passend und gut gewählt fand, es gab mir aber trotzdem zu wenig Grifffläche, um David schlussendlich richtig zu charakterisieren. Dazu kommt auch noch die Suche nach dem verlorenen Vater, der wie es am Anfang im Buch scheint, einen großen Teil der Handlung einnehmen soll , die aber dann doch lange Zeit nur an der Oberfläche dümpelte und dann ein sehr plötzliches jähes Ende fand.

    Fazit:
    „Schlaf gut ihr fiesen Gedanken“, ist vom Schreibstil ein typischer John Green mit einem einfühlsamen und bewegenden Plot über eine junge Frau mit Zwangsstörungen, der mich aufgrund des Schreibstils mitreißen konnte. Leider fehlte es mir dennoch einfach an Tiefe, sodass es nur für 4 Sterne reicht.

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    janein
  • 4 Sterne

    Meliha K., 26.12.2017

    Als Buch bewertet

    Liebenswerte Protagonistin mit Angststörungen

    Russell Pickett ist verschwunden und es gibt Hunderttausend Dollar Finderlohn.
    Aza selbst würde sich nicht an der Suche beteiligen, doch ihre Freundin Daisy überzeugt sie. Sie suchen nach Informationen und landen beim Sohn des Milliardärs, Davis. Ein Jugendfreund von Aza, und er erinnert sich auch noch an sie ...
    Doch es kann gar nicht alles ruhig und normal verlaufen solange Aza immer wieder von Angststörungen und Zwangsgedanken geplagt wird. Aza will sich ihren Ängsten und Sorgen stellen, aber wenn sie erstmal in einer Gedankenspirale ist, dann kommt sie nur schwer wieder raus ...

    Protagonisten
    Aza hat ihre Ängste und Macken, ihre Zweifel, Panikattacken und Zwangsgedanken. Manchmal überkommen sie sie einfach, wenn sie nervös oder gestresst ist, aber meistens einfach so. Beim Mittagessen. Beim Autofahren. Sie versucht natürlich, dagegen anzukämpfen, aber sie sind oft stärker als Azas Wille, sie zu vertreiben. Das ist nicht ihre Schuld, darum tut es einem ja auch so leid, wie sehr sie davon gequält wird.
    Manchmal hat es mich überrascht, wie normal sie dann oft war. Wenn sie gerade nicht das Opfer ihrer Psychosen war, war sie ein schüchternes, liebes Mädchen, das man einfach mögen muss!

    Daisy möchte unbedingt den verschwundenen Milliardären finden und die Belohnung kassieren. Sie erträgt Aza trotz all ihrer Macken und ist ihre beste Freundin, die mit ihr alles erlebt. Sie bringt eine Leichtigkeit in Azas Leben, weil sie selbst so locker drauf ist und sich wie eine ganz normale Jugendliche verhält, sich also für Jungs interessiert und Star Wars liebt. Sie wirkt oft aber auch etwas oberflächlich, weil Aza vergleichsweise viel ernstere Gedanken hat.

    Aza war mal vor langer Zeit mit Davis befreundet und trifft ihn nun, um an Informationen zu gelangen, was auch klappt. Davis ist ein sehr lieber Kerl, dem der Reichtum nicht zu Kopf gestiegen ist. Er geht manchmal locker mit Geld um, aber das liegt an seiner Beziehung zu seinem Vater, die eigentlich nicht vorhanden ist. Ihm ist klar, dass man mit Geld nicht alles kaufen kann, vor allem nicht die wirklich wichtigen Dinge. Er kümmert sich um seinen Bruder und macht sich große Sorgen um ihn, weil dieser sehr empfindlich auf die Flucht ihres Vaters reagiert. Meistens ist Davis eher ernst, aber auch sensibel und schüchtern und das macht ihn zu einem sehr liebenswerten Charakter.

    Handlung und Schreibstil
    Also verglichen mit anderen Büchern von John Green hat es mir sehr gut gefallen. Er mag ja gerne etwas speziellere Charaktere, und dann am liebsten ganz viele davon auf einem Haufen, aber so war es hier nicht. Es gab eben Aza mit ihren Angststörungen, den reichen Davis und die Fan-Fiction schreibende Daisy. Das hat mich sehr beruhigt und daher hat es mir auch gut gefallen.
    Sonst gab es natürlich wieder seltsame Themen in seltsamen Situationen, oft fand ich es aber in Ordnung, weil es zu Aza passte. Andererseits fand ich manchmal auch, dass es so wirkte, als ob man durch neue Themen für neuen Stoff zum Nachdenken sorgen wollte. War unnötig, den das Buch hätte auch gut ohne funktioniert!

    Fazit
    Mir hat "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" gut gefallen. Die Protagonistin fand ich liebenswert und überzeugend und die Geschichte war unterhaltsam, wenn auch manche Themen manchmal seltsam waren.

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    janein
  • 4 Sterne

    Sonja, 13.11.2017

    Als eBook bewertet

    Inhalt: Aza Holmes ist eigentlich eine normale 16-jährige. Sie lebt alleine mit ihrer Mutter und hat ein sehr enges Verhältnis zu ihrer besten Freundin Daisy. Aber Aza ist eben nicht normal, denn sie leidet unter schweren Zwängen und kann ihrer Gedankenspirale einfach nicht entkommen. So ist es auch kein Wunder, dass sie, bis auf Daisy, keine Freunde hat. Als dann 100.000 Dollar Belohnung für Hinweise auf einen verschwundenen Milliardär ausgeschrieben werden, lässt sie sich von Daisy dazu überreden, in dem Fall Nachforschungen zu betreiben. Dafür muss Aza über sich hinauswachsen und sich ihren Ängsten stellen. Außerdem begegnet sie jemandem wieder, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte: Davis, dem liebenswerten Sohn des verschwundenen Milliardärs.

    Meinung: „Schlaft gut ihr fiesen Gedanken“ ist ein Buch voller Zwänge, das den Leser einen tiefen Einblick in die Welt der Ängste gibt. Im Mittelpunkt steht die 16-jährige Aza, die sehr oft von ihren Zwängen und Ängsten kontrolliert wird und ihren eigenen Körper hasst. Aza ist ein sehr interessanter Charakter, der durch seine Andersartigkeit glänzt. Sie ist keine typische Heldin, aber gerade das macht sie bewundernswert, denn sie hat den Mut sich ihren inneren Dämonen zu stellen. Aza ist wohl die ungewöhnlichste Protagonistin, von der ich in letzter Zeit gelesen habe und gerade ihre Zwänge und Ängste machen sie sehr faszinierend.
    Ihr zur Seite steht ihre lebensfrohe beste Freundin Daisy, die mit ihrer aufgeschlossenen und redseligen Art das genaue Gegenteil von Aza ist. An ihr hat mir besonders gefallen, dass sie es mit ihrer aufgeweckten Art immer wieder fertig bringt, Aza ein Stück weit zu helfen und dafür zu sorgen, dass es der Freundin besser geht.
    Außerdem geht es viel um Millionärssohn Davis, der sich, nach dem Verschwinden des Vaters, um seinen kleinen Bruder kümmern muss, und auf seine Art ebenso verloren zu sein scheint, wie Aza. Die beiden sind einfach süß zusammen und ich habe mich immer über gemeinsame Szenen gefreut.
    John Green schafft es hier ein sehr schwieriges Thema, nämlich seelische Probleme, Ängste und Phobien anzuschneiden, ohne sie zu verurteilen, zu verharmlosen oder die Betroffenen auf irgend eine Art runter zu machen. Auf diese Weise hat er mich zum Nachdenken gebracht und öffnet sicher auch anderen nicht betroffenen die Augen. Denn gerade diese Art Krankheit wird hier zu Lande leider noch oft verurteilt und von Verwandten und Freunden nicht anerkannt.
    Schade finde ich allerdings, dass es eher weniger um das Aufklären des Falls um den verschwundenen Milliardär geht. In dieser Hinsicht passiert die meiste Zeit des Buches nämlich gar nichts, was ich anders erwartet hätte.
    Trotzdem konnte mich „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ gut unterhalten, zum Nachdenken bringen und hat mir somit im Endeffekt sehr gut gefallen. Ich denke, dass jeder, der mal wieder ein Buch über den Ernst des Lebens lesen möchte, und mehr auf echte statt auf typische Helden steht, hier gut aufgehoben ist.

    Fazit: Gutes Buch über ein ernstes Thema, das mich gut unterhalten konnte. Leider gibt es nicht so viele Ermittlungen wie ich gehofft habe, dafür wird man allerdings mit einen tiefen Einblick in die menschliche Psyche entschädigt.

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    janein
  • 4 Sterne

    ele, 21.01.2018

    Als Buch bewertet

    Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken, Roman von John Green, 288 Seiten erschienen im Hanser Verlag. Ein bewegender Jugendroman des Bestsellerautors über Liebe, Freundschaft und Krankheit.
    Aza Holmes ist eine gute Schülerin, trotzdem ist sie behaftet mit vielen Ängsten, vor Krankheiten, vor Bakterien, vor dem Leben. Ihre nächsten Menschen sind ihre Mutter, ihre Therapeutin und ihre beste Freundin Daisy, die in dieser Freundschaft mehr gibt, als sie bekommt. Als der Milliardär Russel Pickett spurlos verschwindet und eine Belohnung von 100 000 $ ausgelobt wird, machen sich die Freundinnen auf die Suche. Dabei kommt Aza , Davis dem Sohn des Verschwundenen sehr nahe. Zu nahe als sie manchmal ertragen kann. Können die Freunde das Rätsel um den schwerreichen Pickett lösen?
    Ein schönes Buch, auch optisch mit diesem orangen Buchschnitt, eingeteilt in 24 Kapitel erzählt aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Aza. Traurig, lustig und voller Lebensweisheiten, verfasst. Die witzigen Dialoge, ja Wortgefechte zwischen Aza und ihrer Freundin Daisy haben mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht und ein paar Seiten weiter war ich den Tränen nahe. Viele Zitate, wie z.B. „Das wahre Grauen ist nicht, Angst zu haben. Es ist, keine andere Wahl zu haben. Oder „Dein Jetzt ist nicht dein immer“. Dazu die Definition von Eltern: „Eltern waren die, die einen liebten, ohne dafür bezahlt zu werden.“ Diese Zitate hab ich mir aufgeschrieben um sie nicht zu vergessen. John Green schreibt mit unerschrockener Klarheit und wundervollen Worten von der Zerbrechlichkeit der Liebe, innerer Widerstandskraft und lebenslänglicher Freundschaft. Die Lektüre hat mir sehr deutlich aufgezeigt, was es bedeutet unter einer Zwangsneurose zu leiden.
    Aza mit ihren zwanghaften Handlungen hat mir sehr leid getan, noch immer quält sie der Verlust ihres Vaters, sie kann ihre Freundschaft mit Davis nicht genießen, weil sie bei jedem Kuss nur an die Millionenen von Bakterien denken kann, die in ihren Körper gelangen. Davis, der arme reiche Junge und sein Bruder Noah haben alles was sich ein Teenager nur wünschen kann und sind trotzdem einsam und bedauernswert. Mrs. Holmes bricht es fast das Herz durch die Sorgen, die sie sich um ihre Tochter macht. Am besten gefiel mit Daisy, die freche, taffe wortgewandte Freundin, die stets mit Wort und Tat an Aza’s Seite ist, der einzige Mensch, dem sie alles anvertraut. John Green ist hier ein bezauberndes Buch gelungen, welches zwar kein „Happy End“ aber Hoffnung verspricht.
    Gerne hätte ich noch weitergelesen und erfahren was das Leben für die Charaktere noch zu bieten hat. Ob Jugendliche im Alter der Charaktere fähig sind, solche tiefgründigen Worte beim Chatten zu finden und Gedichte in diesem Stil zu verfassen möchte ich bezweifeln. Auch der Teil mit dem „Geldsegen“ aus der Frühstücksflockenschachtel ist für mich etwas unglaubwürdig. Der Spannungsbogen war mäßig hoch, hatte ich aber auch in diesem Genre nicht anders erwartet.
    Trotzdem kann ich das Buch weiterempfehlen. Ein Roman der noch eine Weile nachwirkt, einfühlsam erzählt. Von mir 4 Sterne.

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    janein
  • 4 Sterne

    books4ever, 31.01.2018

    Als Buch bewertet

    Azas Gedankenwelt

    John Greens langersehnter neuer Roman „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ behandelt das Thema Zwangsstörungen.
    Im Mittelpunkt der Handlung steht die 16-jährige Aza Holmes aus Indianapolis. Sie könnte ein ganz normales Teenagerleben führen, wären da nicht all ihre Ängste und Zwangsstörungen, die jeden Tag für sie zu einer Herausforderung machen. Immer an ihrer Seite ist ihre treue beste Freundin Daisy. Sie ist es auch, die Aza überredet, sich gemeinsam auf die Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu machen, auf den einen hohe Belohnung ausgesetzt ist. Für Aza beginnt ein ungewohntes Abenteuer, bei dem sie auch dem Sohn des verschwundenen Milliardärs, Davis Pickett, näher kommt.

    „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist ein typischer John Green Roman. Der Schreibstil ist ganz im Stil von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ gehalten und besticht durch die ruhige, aber auch sehr einfühlsame Erzählweise. Hierdurch gelingt es einem sehr gut, sich in Azas chaotische und oftmals nicht rationale Gedankenwelt hineinzuversetzen und ihre Ängste doch irgendwie nachzuvollziehen und zu verstehen. Man fühlt mit Aza mit, freut sich über die kleinen Fortschritte, die sie macht und leidet mit ihr, wenn sie mal wieder in ihren Gedankenspiralen gefangen ist.
    Auch ihre verrückte Freundin Daisy habe ich auf Anhieb ins Herz geschlossen. Sie erträgt die Ticks von Aza, steckt des öfteren auch mal selbst deswegen zurück und ist doch stets an ihrer Seite.

    Dadurch dass man so detaillierte Einblicke in Aza und ihre Zwangsstörungen erhält, bleibt leider der Rest der Handlung ein wenig auf der Strecke. Zu Beginn der Geschichte machen sich die beiden Freundinnen auf die Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett. Dabei lernen sie auch dessen Sohn Davis kennen, den Aza bereits aus einem Ferienlager in ihrer Kindheit kennt. Nach und nach kommen die beiden sich näher, was für Aza und ihre Ängste eine unglaubliche Herausforderung darstellt. Die Suche nach Davis’ Vater wird schließlich zur Nebensache, auch wenn dessen Verschwinden am Ende aufgeklärt werden kann.
    Wenn schon ein solcher Handlungsstrang eingebaut wird, hätte der Autor den Fokus meiner Meinung nach gerne noch ein wenig mehr auf die detektivischen Ermittlungen der Freundinnen legen können. Das hätte bei der doch recht ernsten Geschichte vielleicht noch ein bisschen für Auflockerung und Spannung gesorgt.

    Alles in allem ist „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ zwar etwas anders als erwartet, aber dennoch ein würdiger Nachfolger der vorherigen Romane von John Green: Vielschichtig, einfühlsam und bewegend. John Green gelingt es, den Leser in Azas Gedankenwelt hineinzuziehen, die einen, auch nach Beenden des Buches, nicht so schnell wieder loslässt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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    janein
  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Nina H., 12.11.2017

    Als Buch bewertet

    Inhalt:
    Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht.

    Meinung:
    Ich habe mich total auf das Buch gefreut, vor allem da ich die limitierte Auflage bekommen habe, bei der allein die Aufmachung schon wunderschön ist. Der Buchschnitt ist orange und der Schutzumschlag ist von beiden Seiten bedruckt. Man kann sich also aussuchen, welches Cover man lieber mag und es je nachdem wechseln. Auch ein Autogramm ist vorne im Buch enthalten, was wirklich eine Besonderheit ist, ich habe bisher noch gar kein signiertes Buch.
    Der Schreibstil ist wie immer bei John Green´s Büchern etwas ganz besonderes, genau wie die Charaktere. In dieser Geschichte geht es um die Hauptperson Aza, die eine Angststörung hat und vollkommen von ihren Gedanken gefangen ist. Daher tut sie Dinge, die für mich nicht wirklich nachvollziehbar waren, aber es war trotzdem total interessant zu lesen, was in ihrem Kopf vorgeht und warum sie bestimmte Handlungen durchführt. Man begleitet sie und ihre beste Freundin Daisy bei dem Abenteuer, den verschwundenen Millardär Russel Pickett zu finden, aber es geht auch um Liebe, Freundschaft und natürlich sehr ausführlich um Aza´s Gedankenwelt. Viel mehr möchte ich zum Inhalt der Geschichte auch gar nicht verraten, da das Buch ja nur knapp 280 Seiten hat und es daher besser ist, vorher nicht zu viel zu wissen.
    Das Cover und der Titel passen sehr gut zum Inhalt der Geschichte und gefallen mir auch echt gut.
    Es war eine wirklich interessante Geschichte, aber manchmal wurden mir bestimmte Szenen bzw. Gedanken zu ausführlich beschrieben.
    Alles in allem würde ich dem Buch 4 Sterne geben.

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    janein
  • 4 Sterne

    schokoflocke, 05.01.2018

    Als Buch bewertet

    Für meine Tochter ist John Green ein literarischer Gott und sie verschliengt alle seine Bücher mit einer Begeisterung,um die ich sie ehrlich beneide.Deswegen immer wenn was Neues von dem Autor kommt,lese ich es auch,obwohl so richtig hat mich noch kein Buch von ihm überzeugt,auch wenn er ein sehr geschickter Erzähler ist.
    Diesmal hatte ich anfangs große Schwierigkeiten an der Geschichte dran zu bleiben,weil ich sie zwischen merkwürdig und kindisch fand.Als der Miliardär Russel Pickett spurlos verschwiendet,wird die 16-jährige Protagonistin Aza von ihrer Freundin Daisy dazu überedet ,nach Hinweisen zu suchen um die 100.000 Dollar Belohnung zu kasieren.Garnicht so schwierig,wenn der besagte Miliardär praktisch um die Ecke gewohnt hat und Aza deren Sohn Davis noch von früher kennt.Da Davis sich natürlich noch an Aza gut erinnern kann und die Zwei sich auf Anhieb gut vertehen ist auch klar...Ich fand die Idee sehr weit geholt und so unrealistisch,dass ich beim lesen die Augen verdreht habe.Weiter gelesen hab ich aber trotzdem,weil ich Aza sehr interessant fand.Sie ist eine typische John Green Figur und man muss dem Autor zugestehen,dass er Charaktere zeichnen kann ,wie kaum ein anderer.Seine Protagonisten sind immer bisschen anders,sarkastisch und kantig und wirken deswegen auch lebensecht.Diesmal geht es um psychische Krankheiten,Aza leidet unter Zwangsneurose.Es passiert manchmal jedem,dass sich die Gedanken selbsständig machen und die Kontrolle übernehmen,vor allem in Stress- und Paniksituationen und es ist wirklich sehr schwierig damit aufzuhören.Für Aza gehört sowas zu dem Alltag,auch wenn sie versucht "normal" zu leben,kann sie ihre Gedanken nicht ausschalten,vor allem die Angst vor Bakterien holt sie immer wieder ein,und sie sieht überall eine tödliche Gefahr.Je mehr es um Aza ,ihre Krankheit und die Auswirkung auf Familie und Freunde ging,desto mehr hat mir das Buch auch gefallen und emotional berührt.Zum Schluß war ich richtig begeistert.
    Fazit:
    Auch wenn mir der Anfang nicht gefallen hat,ist das eine kluge und mutige Geschichte,die versucht etwas Unbeschreibliches zu beschreiben.

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    janein
  • 4 Sterne

    lisamarie_94, 29.01.2018

    Als Buch bewertet

    Tolle Buch-Charaktere und eine Geschichte mit Tiefgang!
    Jeder, der schon mal ein Buch von John Green gelesen hat weiß, wie gefühlvoll und manchmal auch traurig seine Geschichten doch sind.

    Auch "Turtles All the Way Down" ist eine liebevoll erzählte Geschichte von einem Mädchen namens Aza, welchem das Leben nicht immer die leichtesten Karten zugespielt hat. Schon in jungen Jahren musste sie mit einem schweren Verlust zurecht kommen.
    Und trotzdem lernt man mit Aza ein junges, tapferes und manchmal auch etwas egoistisches Mädchen kennen, welches sich selbst der größte Feind zu sein scheint.

    Ihre sogenannten "Spiralen" - bei denen sie so eine Art "gedankliche Panikattacken" hat machen ihr das Leben sehr schwer und es wirkt, als wäre es unmöglich, das Aza einen normalen Teenager-Alltag erleben darf.Ihre Freundin Daisy ist ihr jedoch eine große Stütze - kennen sie sich doch schon ein Leben lang und sind somit gut aufeinander abgespielt.

    Als der bekannte Billionär Russell Pickett plötzlich verschwindet und eine hohe Ausgleichszahlung für Informationen zum Verbleib des Billionärs versprochen wird, beschließen die zwei Freundinnen der Sache nachzugehen. Dabei ist es natürlich sehr hilfreich, dass Aza den Sohn von Mr. Pickett - Davis - noch aus Kindertagen kennt. Der Grundstein für eine Geschichte über die erste große Liebe, tiefe Freundschaft und ist somit gelegt und die Geschichte nimmt stetig fahrt auf.

    Der Schreibstil ist gewohnt flüssig zu lesen, es wird eigentlich nie langweilig. Man mag mit Azas Entscheidungen im Leben nicht immer ganz einverstanden sein - beschäftigt man sich aber ein bisschen mit ihr und ihren Lebensumständen, wird einem klar, dass nach außen hin vieles immer einfacher aussieht, als es in Wahrheit wirklich ist.


    Fazit:
    Klare Lese-Empfehlung für alle, die gefühlvolle Geschichten, mit Tiefgang, etwas Humor und auch Romantik mögen.

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    janein
  • 4 Sterne

    Anna C., 28.11.2017

    Als Buch bewertet

    Eine Geschichte, die fesselt.
    Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken ist der langersehnte neue Roman von John Green, in dem wir die 16-jährige Aza Holmes auf der Suche nach einem verschwundenen Milliardär begleiten. Aza ist eine ganz besondere Protagonistin, da sie nicht nur mit Panikattacken sondern auch mit einer Zwangsstörung lebt, die sie während ihrer Suche immer wieder aus der Bahn werfen.

    Zu Anfang möchte ich sagen, dass dieses mein erstes John Green Buch war, das ich gelesen habe.
    Ich kann daher keine Vergleiche zu vorherigen Werken ziehen.
    Jedoch bin auch ich mit sehr hohen Erwartungen an das Buch gegangen und kann jetzt schon verraten, dass ich nicht enttäuscht wurde.

    Was dieses Buch so besonders macht, ist unteranderem die Tatsache, dass John Green genauso wie Aza an einer Zwangsstörung leidet.
    Diese eigenen Erfahrungen und Erlebnisse sind merkbar in das Buch mit eingeflossen und haben es sehr glaubhaft gemacht.
    Aza hat z.B. panische Angst vor Bakterien und verliert sich immer wieder in ihren eigenen Gedankenspielen, die im Buch als Gedankenspirale bezeichnet werden.
    Als Leser wurde ich förmlich in diese Spiralen mit hereingezogen und habe mich so darin verloren, dass ich alles um mich herum vergessen habe.

    Außerdem hat mich vor allem der poetische Schreibstil begeistert. Man konnte fast auf jeder Seite des Buches wunderschöne Zitate finden.
    Etwas Kritik muss ich jedoch an der Geschichte an sich anmerken.
    Ich fand es etwas Schade, dass die Suche nach dem verschwundenen Milliardär nur eine kleine und nebensächliche Rolle im Buch gespielt hat. Etwas mehr Handlung wäre schön gewesen.

    Zusammenfassend kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Es ist eine wunderschön beschriebene und tiefsinnige Geschichte, die vorallem von ihrer Authentizität lebt.

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    janein
  • 4 Sterne

    yellowdog, 11.11.2017

    Als Buch bewertet

    Turtles all the way down

    Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken hat den Originaltitel “Turtles all the way down“, der mir sogar noch besser gefällt. Es ist ein Jugendbuch, aber auch mehr, auf jeden Fall intelligent geschrieben. In erster Linie ist es ein einleuchtendes Buch über Zwangsstörungen und wie dass das Leben einer Jugendlichen beeinflusst. Die 16jährige Aza kann sich ihren Ticks nicht entziehen, dabei ist die Angst vor Bazillen und Krankheiten am schlimmsten. Zusätzlich quält sie manchmal der Gedanke Fiktion zu sein, daher verletzt sie sich manchmal selbst, um sich zu beweisen, das sie real ist.
    Seit 5 Jahren geht sie schon in Therapie und nimmt Medikamente, aber viel hilft das nicht.
    Das beeinflusst natürlich auch ihre aufkeimende Liebesbeziehung zu David, dessen Vater verschwunden ist.
    Selbst ein Kuss zwischen ihnen wird für Aza zum Problem. Von ihrer Mutter fühlt sich Aza zu sehr behütet.
    Dabei ist sie intelligent und hofft zu studieren.
    Wirklich dauerhaft ist ihre lange Freundschaft zu ihrer besten Freundin Daisy (ein erfrischender und gelungener Charakter), aber da sich Aza immer viel zu sehr auf ihre Ängste konzentriert ist auch diese Beziehung manchmal nicht ohne Spannungen. Daisys Humor und ihre Bodenständigkeit helfen jedoch.
    Diese Abschnitte mit den beiden haben mir am Besten gefallen, die zwischen Aza und Dave sind vorsichtig und verhalten. Das ist aber auch gut so, der Roman wird nie zum reinen Liebesroman. Das Gesamtergebnis überzeugt!

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  • 4 Sterne

    Inge H., 09.11.2017

    Als Buch bewertet

    Interessanter Roman

    Von John Green hatte ich noch nichts gelesen, obwohl er mit vielen Preisen als Jugendautor ausgezeichnet wurde. Mit diesem Roman „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist es ein guter Einstieg und man merkt, das er seine Preise verdient hat. Su, wie er seine Protagonistin, die 16jährige Aza Holmes über ihre psychische Krankheit erzählen lässt, ist einfach brillant. Azas Ängste sind dramatisch, überall sieht sie böse Bakterien und ihre fiesen Gedanken sagen ihr immer wieder, da kann man dran sterben. Dabei ist sie ein kluges Mädchen. Da passt sogar der Titel besonders gut.
    Azas Freundin Daisy ist ein guter Kontrast. Sie ist zwar etwas überdreht, aber sonst könnte sie mit Azas Macken, nicht so gut umgehen. Das stelle ich mir etwas nervig vor.
    Mit dem schüchternen Milliardärssohn Davis freundet Aza sich an. Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man das witzig finden, wie sie über die Mikroben beim Küssen nachdenkt. Die Sache mit seinem verschwundenen Vater ist irgendwie unrealistisch.
    Der Autor muss sich gut mit der Materie befasst haben, da er Azas Problem so detailliert beschrieben hat.
    Im Großen und Ganzem war ich von dem Roman angetan und habe ihn gerne und mit Interesse gelesen. Ich kann ihn empfehlen.

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    janein
  • 4 Sterne

    Nalik, 03.12.2017

    Als Buch bewertet

    Da ich großer John Green Fan bin hatte ich auch große Erwartungen an das Buch. Diese wurden weitestgehend erfüllt.

    Zum Inhalt: die 16jährige Aza Holmes ist anders als andere Teenager. Sie hat panische Angst vor Bakterien und eine Zwangsstörung. Immer und immer wieder kommen Gedanken in ihren Kopf, die sie einfah nicht los wird bis sie endlich was gegen tut. Als ein Millionär verschwindet und eine Belohnung ausgesetzt wird sieht sie mit ihrer Freundin Daisy die Chance an das große Geld zu kommen. Da Aza die Familie kennt nimmt sie Kontakt auf und begegnet so wieder Davis, einem Jungen in ihrem Alter. Sie kommen sich näher und Aza verzweifelt fast an sich selbst.

    Das Buch hat mir im großen und ganzen gut gefallen. Es war interessant die Welt aus den Augen eines Mädchen mit einer Zwangsstörung zu erleben. John Green hat dieses Thema ernsthaft und glaubhaft rüber gebracht und trotzdem ein wenig Witz in die Geschichte mit reingepackt.

    Die Charaktere sind allesamt sympathisch und jeder trägt positiv zu der Geschichte bei. Dennoch hat mir in diesem Buch irgendetwas gefehlt, deswegen nur 4 Sterne.

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    janein
  • 4 Sterne

    Sonja E., 31.01.2018

    Als Buch bewertet

    John Green habe ich mit "Looking for Alaska" kennen und lieben gelernt, sein neues Buch zu kaufen war also ein Muss.
    Leider hat mir Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken nicht ganz so gut gefallen evtl. liegt das an der Deutschen Übersetzung. "Looking for Alaska" habe ich in Englisch gelesen. Die Sätze waren mir in Schlaf gut manchmal zu kompliziert und lang und so schwierig zu lesen. Mehrmals wurde dadurch mein Lesefluss gestört. Die Charaktere sind aber John Green typisch wieder zauberhaft gelungen. Aza die Hauptprotagonistin leidet unter vielen Ängsten und kämpft sich mehr schlecht als Recht durchs Leben. Ihr Inneres Ich gaukelt ihr vor, das sie Bevölkert wird von Bakterien die sie schwer erkranken lassen. Vor allem hat sie Angst vor einem Saugwurm der in Fischen lebt und Menschen ihren Willen aufzwingen kann - Zum Glück hat sie eine Freundin, die ihr hilft, als dann der Millionär Russel verschwindet, findet Aza auf der Suche auch sich selbst.

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  • 4 Sterne

    Laura D., 04.04.2018

    Als Buch bewertet

    Das Buch war toll zu lesen! Sehr gefühlvoll und tiefgründig, doch nicht nur :) Dafür liebe ich John Green's Bücher.

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