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  • 5 Sterne

    16 von 22 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Weinlachgummi, 26.11.2017

    Von John Green hatte ich davor nur Das Schicksal ist ein mieser Verräter gelesen und hatte Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken auch gar nicht auf dem Schirm. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch im Zuge einer Blogger Aktion als Überraschungspost vom Verlag erhalten habe. Sonst hätte ich das Buch wohl nicht gelesen, was echt schade gewesen wäre, da es eine sehr besondere Geschichte ist, die genau meinen Nerv getroffen hat.

    Ich bin nicht meine Gedanken,
    obwohl dir insgeheim nicht ganz klar ist,
    was dann noch von dir übrig wäre.
    Seite 49

    Aza Holmes ist 16 Jahre alt und leidet an zwanghaften Gedanken. Ihr Vater hat ihr den Namen gegeben, von A bis Z, damit sie stets weiß, dass ihr die ganze Welt offen steht. Davis Picket ist der Sohn des untergetauchten Milliardärs und nach seinem Vater benannt, einem Mann, der seine zwei Söhne alleine lässt, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen. Beide haben Probleme, unterschiedliche, aber trotzdem kommen sie sich näher. Auf der Suche nachdem verschwunden Milliardär und nach sich selbst.

    Bevor ich anfing zu lesen, hatte ich keine Ahnung, um was es geht. Doch schon auf der ersten Seite hatte mich der Autor. John Green hat so eine tolle Art zu schreiben. Echt, aber auch manchmal poetisch. Und mit dem Satz "Doch ich war gerade dabei herauszufinden, dass dein Leben nicht deine Geschichte ist, sondern eine Geschichte über dich", hatte er mein Interesse schon auf der ersten Seite geweckt. Und es kamen noch so einige schöne Sätze dazu.


    Jetzt ist nicht dein Immer.
    ....
    Ich war nicht immer in meinem Ich, oder meinen Ichs, gefangen.
    Ich war nicht nur gestört.
    Seite 96


    Es dreht sich viel um Aza, ich liebe den Namen, und ihre Gedanken. Dies ist manchmal etwas bedrückend und auch ungewohnt, evtl. auch komisch. Zum Beispiel als sie sich Gedanken darüber macht, wie ihre Verdauung mit den Bazillen funktioniert. Oft tat sie mir sehr leid, weil ihre Gefühle so gut beim Leser ankamen. Wie gerne sie sich dagegen gewährt hätte, einfach nicht mehr daran gedacht hätte, es aber nicht geschafft hat. Ich konnte sehr gut mit ihr Mitfühlen und mich auch manchmal mit ihr identifizieren. Die Suche nach Informationen über den verschwundenen Milliardär locker die Geschichte etwas auf, sodass sie einen nicht runter zieht.

    Das Thema Freundschaft empfand ich auch als zentral. Daisy ist Azas beste Freundin, was nicht immer leicht ist, da Aza sich oft stark mit sich selbst beschäftigt. Wie die beiden dies aber trotzdem meistern, fand ich sehr schön zu lesen. Und auch das, was sich zwischen Davis und Aza entwickelt, wobei ich es zwar sehr realistisch finde, mit aber vielleicht doch etwas anderes gewünscht hätte.


    Fazit:
    Einfühlsam erzählt John Green die Geschichte von Aza.
    Aza leidet stark untere ihren Zwangsgedanken, diese bestimmen leider oft ihren Alltag. Diese Gedanken und wie Aza sie erlebt, kamen sehr gut beim Leser an. Ich habe oft mit ihr gelitten.
    Auch die Freundschaft zwischen ihr und Daisy und wie schwierig eine solche sein kann, hat der Autor überzeugend geschildert.
    Die Suche nach dem verschwundenen Milliardär hat die Geschichte etwas aufgelockert, sodass diese bedrückenden Gedanken nicht zu sehr die Grundstimmung dominieren.
    4,5 Weingummis

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    janein
  • 5 Sterne

    Büchersüchtiges Herz, 10.12.2017

    INHALT:
    Aza hat eine Angststörung, ihre Gedanken und Ängste beherrschen ihr Leben und Zwänge machen ihr den Alltag schwer. Doch ihre beste Freundin Daisy will unbedingt die Belohnung ergattern, die die Polizei auf einen Hinweis zum Verschwinden des gesuchten Milliardärs Pickett ausgesetzt hat. Zufällig kennt Aza seinen Sohn noch von früher und ehe sie sich versieht, muss sich sich schwierigen Situationen aussetzen...

    MEINUNG:
    Ich muss euch vorab sagen, dass dies eine sehr besondere und sehr persönliche Rezension wird, da ich bei diesem Buch und Thema nichts normales schreiben kann, da es mich direkt betrifft. Seht es mir bitte nach.
    Ich muss gestehen, ich mochte das Buch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" nicht so sehr, wie die meisten, den Film fand ich sogar irgendwie besser. Deswegen habe ich nichts weiteres von John Green gelesen - bis zu diesem Buch. Durch Zufall stolperte ich in die Leseprobe rein und es war, als würde jemand mein Herz berühren. Sofort wurde mir klar, ich muss dieses Buch lesen, und zwar aus einem besonderen Grund: Ich leide auch an einer Angststörung, was die wenigsten wissen und ich glaube was bisher niemand in meinem Umfeld richtig verstanden hat. Aber da komme ich später nochmal zu.
    Zuerst möchte ich zum Cover sagen, dass ich es so toll finde, dass der Verlag ein Wendecover gewählt hat, um alle Leser glücklich zu machen. Ich persönlich finde nämlich das zweite, dunkelblaue Cover viel schöner, da dort der Gedankenstrudel für mich besser passt und der Sternenhimmel sich schön dazu einfügt. Außerdem mag ich da das Farbzusammenspiel lieber.
    Der Einstieg in das Buch gelang mir ganz leicht, wobei ich mir vorstellen kann, dass es für andere vielleicht schwieriger ist. Aza konfrontiert den Leser schon gleich zu Beginn mit ihren immer kreisenden Gedanken und Ängsten. Das mag für jemanden, der das nicht kennt etwas verwirrend und seltsam, vermutlich auch eher anstrengend sein so eine Protagonistin zu begleiten - für mich war es, als hätte ich endlich jemanden gefunden, der mich versteht.
    Das Buch hat mich völlig mitgenommen, positiv als auch negativ. Es gibt eine Sache, die ich bei so einem Buch wichtig finde und die man vielleicht vorweg als Hinweis schreiben sollte, nämlich die Gefahr eines Triggers. Ein Trigger ist ein Begriff vorallem in der Psychologie, der beschreibt, dass etwas eine Empfindung, ein Symptom oder eine Krankheit auslösen kann, meistens eine Situation. Es wäre gut vorweg eine Triggerwarnung für Menschen mit einer Angststörung zu schreiben. Ich habe wie Aza, unter anderem, Angst vor Krankheiten und Bakterien. Es war stellenweise für mich daher wirklich etwas schwer, das Buch zu lesen, ich hatte mehrmals das Bedürfnis "C. difficile" zu googeln.
    Davon aber mal abgesehen ist dieses Buch in meinen Augen ein Meisterwerk. John Green schafft es die Krankheit und Azas Leben so detailliert zu beschreiben, dass ich denke, dass jeder, der sich dem Thema etwas öffnen kann, vielleicht so zu mehr Verständnis kommen wird.
    Doch das Buch ist nicht nur ein Buch über ein Mädchen mit einer Angststörung, es ist soviel mehr. Es ist natürlich auch ein Buch über Freundschaft, über die erste Liebe, über andere Probleme im Leben und über Verlust. Darüber, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat und wir manchmal nicht wirklich helfen können, außer da zu sein.
    John Green schreibt mit einer Mischung aus Intelligenz, Poesie, Wissen und der Lockerheit der Jugendlichen. Das macht das Buch so großartig und die Seiten flogen beim Lesen nur so vorbei. Das Buch war flüssig geschrieben und für mich an jeder Stelle spannend. Obwohl es auch ruhigere Passagen gab, war ich nie gelangweilt und der Autor schaffte es sogar mich zu überraschen und unvorhergesehene Wendungen einzubringen.
    Er schafft es außerdem, die Krankheit so genau zu beschreiben, dass ich erstmal recherchieren musste und meine Vermutung wurde bestätigt, er litt (oder leidet vielleicht) selbst an einer Angststörung.
    Ich habe jetzt in einigen Rezensionen gelesen, dass Aza als Protagonistin anstrengend oder gar nervig wäre. Ich kann das einerseits wirklich gut verstehen, das wird sogar im Buch selbst als Thema angesprochen, dass Aza anstrengend ist. Andererseits kann Aza da nichts für, sie leidet an einer Krankheit, die sie dazu zwingt so zu denken und zu handeln. Viele Menschen können sich da nicht reinversetzen und auch wenn sie es wissen oder glauben zu verstehen, tun sie es nicht.
    Am Ende des Buches beschreibt Aza ihrer Freundin, die eigentlich schon immer eingeweiht war, zum ersten Mal, wie es wirklich ist und diese fragt dann "So schlimm?", woran man merkt, dass sie trotz ihres Wissen um Azas "Ticks", wie sie sie nennt, nie wirklich eine Ahnung hatte, wie schlimm es für Aza selbst ist.
    Mir gefällt an dem Buch auch, die Balance zwischen den krankhaften Gedanken und dem normalen Leben, denn so ist es auch in Wirklichkeit. Manche Tage sind ganz normal und dann ist da plötzlich einer dieser Gedanken und dann werden es immer mehr. Manchmal reicht eine feine Änderung im Leben, die die Krankheit plötzlich wieder stärker macht.
    Das Ende ist in meinen Augen sehr gelungen, da es kein übertriebenes Happy End gibt, wo Aza plötzlich geheilt wäre. Denn das ist die bittere Wahrheit, sowas ist zwar behandelbar, man lernt damit umzugehen und besser zu reagieren, aber es verschwindet nie.
    Mir geht es um einiges besser als in meinem bisherigen Leben. Ich bin schon als Kind regelmäßig bewusstlos geworden in den blödesten Situationen und hatte schonmals undefinierbare Ängste. Das zog sich durch mein ganzes Leben, ich konnte manchmal nicht stehen, wenn ich stehen musste, aus Angst wieder umzukippen. Später kamen Verlustängste dazu und einiges mehr. Die Angst vor Krankheiten war auch schon immer da, jeder fremde rote Punkt auf meiner Haut konnte meinen Tod bedeuten. Ihr lacht vielleicht jetzt, aber für mich war es schon immer Ernst. Ich habe auch heute immer Desinfektionsmittel dabei, achte darauf nicht unbedingt Türklinken anzufassen und habe eine Phobie vor dem Übergeben. Ich litt vor meiner Therapie wegen all dem lange an Panikattacken, aber diese habe ich zu 90% in den Griff bekommen können. Und wisst ihr, was ich in der Therapie damals als erstes lernen musste? Das ich okay bin, wie ich bin, egal was ich komisches fühle. Man hat mit so einer Krankheit immer das Gefühl anders und nicht in Ordnung zu sein.
    Aza ist mir so unglaublich ans Herz gewachsen, weil sie mir das Gefühl gab nicht mehr allein zu sein mit all dem, was ich manchmal fühle. Auch wenn ihre Angststörung etwas anders und teilweise in anderen Dingen extremer ist als meine, so war es, als hätte ich eine Seelenverwandte getroffen.
    Ich wünschte, ich könnte John Green treffen und ihn für dieses Buch drücken, denn er bringt etwas, das von kaum jemandem verstanden wird, so perfekt getroffen und trotzdem spannend geschrieben jedem Leser näher.

    FAZIT:
    Lieber John Green, danke. Danke für dieses großartige Buch, dass mich so sehr berührt hat und mir das Gefühl gegeben hat, nicht mehr allein zu sein. Danke, dass du über so ein sensibles Thema schreibt, über das viel zu wenig gesprochen wird. Danke, dass du es geschafft hat es trotzdem manchmal witzig, manchmal traurig, spannend und lesetauglich rüberzubringen.
    Lest es unbedingt, denn es ist so viel mehr, als nur eine dieser Geschichten.

    Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    HS, 20.11.2017

    Die Macht der Gedanken und das Universum in uns selbst – bewegend, poetisch und bittersüß

    „ICH ist das Wort, das am schwersten zu definieren ist.“ (S. 82)

    Meine Meinung:
    Viele Bücher bestechen durch eine komplexe Storyline, einen zum bersten gespannten Spannungsbogen, unvorhersehbare Überraschungsmomente oder schockierende und faszinierende Auflösungen zum Schluss. Das alles… braucht John Green nicht! Denn „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist eines dieser seltenen Bücher, die in ganz leisen Tönen daher kommen und es dennoch schaffen, ihre Leser still und heimlich um den Finger zu wickeln, zu packen und bis zum Schluss nicht mehr loszulassen.

    Dies haben wir insbesondere Greens außergewöhnlicher Protagonistin, der 16jährigen Aza Holmes zu verdanken. Von außen betrachtet könnte man sie für einen ganz normalen Teenager in einem alltäglichen Leben halten. Doch tief in ihr drin brodeln ihre Gedanken - ständig und unentwegt – und ziehen sie immer tiefer hinab, befeuert von ihren diversen Phobien und Ängsten und bis hin zu selbstzerstörerischen Zwangshandlungen und schweren Panikattacken. Obwohl ihr das alles selbst bewusst ist, kann Aza diesem Teufelsreis nicht entkommen und denkt über sich selbst: „Ich konnte mein Leben lang nicht geradeaus denken oder auch nur einen Gedanken zu Ende denken, weil meine Gedanken keine Linien, sondern ineinander verknotete Schleifen waren, Treibsand, Wurmlöcher, die alles Licht verschluckten“ (S. 114). Trotz aller Probleme und Lasten, die Aza mit sich herumträgt, mochte ich sie doch von der ersten Seite an.

    Das Besondere an diesem Roman ist, dass John Green seine Leser tief, ganz tief in das Leben, die Gedankenwelt, die Sorgen, Nöte und Ängste seiner Protagonistin abtauchen lässt. Mit jeder Seite, die wir umblättern, werden wir dabei Stück für Stück ein bisschen mehr zu Aza, spüren ihre Nöte und leiden mit ihr mit. Doch so schwierig alles zwischenmenschliche für Aza ist und so sehr sie mit sich selbst zu kämpfen hat – sie findet doch zwei Menschen, die ihr Halt geben und sie so lieben können wie sie ist („Holmsey, eines Tages bekommst du den Nobelpreis in Haarspalterei, und dann bin ich so stolz auf dich.“ - S. 47).

    Man fühlt und leidet während des Lesens mit Aza mit, hofft mit ihr, zittert mit ihr und manchmal lächelt man auch mit ihr. Während Azas Gedanken unaufhörlich um die komischsten Dinge kreisen, kreisten meine Gedanken bittend darum, dass John Green doch ein Happy End für seine Protagonistin bereithalten würde. Ob diese Hoffnungen am Ende erfüllt wurden, verrate ich natürlich nicht. Hierzu möchte ich aber Aza selbst zitieren: „Das Problem bei Happy Ends ist, dass sie entweder nicht richtig glücklich sind, oder sie sind kein richtiges Ende“ (Aza, S. 272) – Ich sage nur soviel: Mir hat das Ende gut gefallen und mich mit einem wohligen Gefühl zurückgelassen.

    FAZIT:
    Leise, gefühlvoll und doch gewaltig – für mich schon jetzt ein Klassiker der modernen Literatur.

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    janein
  • 5 Sterne

    Jenny P., 04.12.2017

    Gedankenspiralen

    Inhalt:
    "Schlaft gut ihr fiesen Gedanken" von John Green erzählt die Geschichte von Aza Holmes, die geplagt wird von der Angst vor Bakterien und sich immer öfter in ihren Gedankenspiralen verliert. Als der Milliardär Russell Pickett in ihrer Heimatstadt Indianapolis gesucht wird, trifft sie auf ihren alten Freund Davis. Immer wieder steht sie vor schweren Entscheidungen, kämpft mit sich selbst und entwickelt unerwartete Gefühle.

    Cover und Ausstattung:
    Ein hübsch aufgemachtes Buch mit farbigen Buchschnitt und einem Schutzumschlag zum wenden. Die Farben von Cover und Schutzumschlag sind eine gewagte Kombination, die aus dem Buch einen wunderschönen Hingucker machen.
    Das Cover bezieht sich auf Azas Gedankenspirale und auch die Schildkröten spielen gegen Ende des Buches eine Rolle. Diese Sonder Edition kann sich sehen lassen und ist ein kleiner Schatz im Bücherregal.

    Meine Meinung:
    Ein toller neuer John Green Roman, welcher von einer Protagonistin getragen wird, die im ersten Moment anstrengend und neurotisch wirkt, die man aber unglaublich schnell ins Herz schließt. Und trotz ihrer psychischen Krankheit entpuppt sie sich als eine starke und kluge junge Frau.
    Auch wenn ich bisher nie restlos begeistert von John Greens Werken war, überzeugt er doch immer mit sprachlicher Qualität und vielen philosophischen Ansätzen. Er wählt viele Metaphern und Zitate, welche die Thematik fantastisch unterstützen. Man hat nicht das Gefühl ein plumpes Jugendbuch zu lesen, sondern in eine Geschichte einzutauchen mit einer ernsten Thematik, die ans Herz geht. Es scheint, als würde der Autor mit diesem Buch auch eine bisher unbekannte Seite von sich selbst offenbaren.
    Azas Krankheit wird nicht beschönigt und sie trifft auch keine Wunderheilung, so wie in den meisten Jugendbüchern, nicht aber bei John Green. Er macht dem Leser verständlich, dass sie immer kämpfen muss und es machmal gute, aber leider auch schlechte Tage geben wird und macht Azas Geschichte damit auch so glaubhaft.
    Dieses Buch beschäftigt sich allerdings nicht nur mit Azas Geschichte, sondern auch mit dem Leben ihrer Freunde um sie herum, womit John Green viele verschiedene Komponenten mit einbringt. Er legt die verschiedensten Ängste, Sorgen und Gefühle der Jugendlichen offen, wozu Armut, Verlust, aber auch Liebe und Freundschaft zählen.
    Teilweise kann ich mich auch mit Aza identifizieren, da ich mir auch selbst in vielen Momenten viel zu viele sinnlose Gedanken mache. Daher haben mich Azas Zustand und ihre unendlich schlimmeren Gedankenspiralen, sehr berührt, denn für sie scheint es oft, als gebe es kein entkommen.
    Das Ende kam dann doch sehr plötzlich, denn eigentlich wollte ich Aza und ihrer Freunde noch gar nicht gehen lassen.

    Fazit:
    Eine starke Geschichte mit mir bisher unbekannter Thematik und viel sprachlicher Qualität. Nicht das typische plumpe Jugendbuch.
    Erhält von mir 4,5 von 5 Sternen.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Melanie E., 18.11.2017

    Volltreffer!
    Nach "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" habe ich auch andere Bücher des Autors John Green gelesen und war leider nur mäßig überzeugt. Manchmal schreibt ein Autor einen Volltreffer und danach kommt nicht mehr das, was der Leser erwartet. "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" hat mich nun endlich wieder überzeugen können und mich tief berührt. Aza ist eine sehr gelungen beschriebene Protagonistin und ihre Sorgen und Ängste gingen mir nah. Es wirkte authentisch und auch wenn sie am Ende immer noch ihre inneren Kämpfe ausstehen wird, sah ich eine deutliche Verbesserung und es gab Hoffnung auf Genesung.

    Manche Schicksalsschläge bedrücken sehr und verändern uns Menschen dermaßen, dass wir es nicht schaffen ohne fiese Gedanken zu überleben. Ich empfand daher den gewählten Titel des Buches sehr gut gewählt, da er zu der Story passend ist. "Turtels All The Way Down" im Original empfand ich um einiges unstimmiger. Meist ist es so, dass mir der Originaltitel besser gefällt, aber bei diesem Roman empfand ich ihn in Deutsch sehr gelungen. Auch das Cover ist meiner Meinung nach stimmig, denn im Buchregal sieht der Buchrücken wie der Bruder des Romans "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" aus, was ich als sehr mochte. Da "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" zu meinen Lieblingsbücher zählt, fällt es schwer nicht immer wieder Bezug zu nehmen, wobei "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" eine ganz andere Story erzählt und nicht im Entferntesten Parallelen zu finden sind. Dennoch war John Green in den geschriebenen Worten zu finden und das war, was letztendlich überzeugen konnte.

    Die Grundstimmung in "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" ist unglaublich traurig und setzt sich sehr gelungen mit einer Psychose auseinander. Die Psychose ist erklärbar und hängt mit einem großen Verlust zusammen. Aza steckt definitiv immer noch in einer Art Schockzustand und kann diesen nicht überwinden trotz Therapie und Medikamentation. Es war für mich hart mich auf Aza einzulassen, zumindest bis zu dem Punkt bis das Begreifen einsetzt. John Green hat Aza wunderbare Menschen an die Seite gestellt, die ihr Leid ertragen und mittragen. Fakt ist, dass Aza nicht komplett gesundet, aber ein Anfang gemacht wird. Vielleicht wird sie nie in der Lage sein einen Menschen bedingungslos zu lieben und Nähe zuzulassen, aber sie wird definitiv lernen mit ihren Ängsten umzugehen. Die Suche nach dem Millionär ist dramatisch und endet kompliziert, ist aber für den Verlauf der Story und Azas inneren Veränderungen notwendig.

    Ich vergebe gerne eine Leseempfehlung, denn "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" hat mich komplett überzeugt. Es ist definitiv kein Wohlfühlbuch. Eine Psychose wird in den Vordergrund gestellt, die für mich zwar nicht nachvollziehbar war, aber sehr authentisch dargestellt ist, dass es nachwirken wird. Angst definiert jeder Mensch anders und Azas Zwänge sind irgendwann verständlich.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lilli33, 09.11.2017

    Einfach John Green!

    Inhalt:
    Die sechzehnjährige Aza Holmes hat ihr Leben nicht wirklich im Griff. Es wird bestimmt durch Zwangsgedanken und absurde Ängste. Wie gut, dass ihre beste Freundin Daisy immer für sie da ist.

    Als der Milliardär Russell Pickett verschwindet und eine Belohnung ausgesetzt wird, überredet Daisy Aza, Nachforschungen anzustellen, denn Aza kennt Picketts Sohn Davis von früher. Als Aza und Davis sich nun nach einigen Jahren wieder begegnen, scheint es, als würden zwei sich finden, die wie füreinander geschaffen sind …

    Meine Meinung:
    Ich habe das Glück, ein Exemplar der limitierten 1. Ausgabe zu besitzen. Neben dem farbigen Buchschnitt verfügt es über ein Wendecover und eine Nummerierung.

    John Green hat mich gleich wieder von der ersten Seite an gepackt mit seiner ungewöhnlichen Protagonisten, die ein bisschen schräg daher kommt, aber sehr sympathisch ist. Denn Aza finde ich unheimlich interessant. Ich mag Protagonisten, die anders sind, die ein spezielles Problem haben. Es ist spannend, mitzuerleben, wie sie das Problem langsam in den Griff bekommen – oder auch nicht.

    Ich wette, einige Menschen haben so wie Aza manchmal das Gefühl, dass ihr Leben nicht echt ist, dass sie selbst vielleicht nur Fiktion sind, eine Rolle in einer Geschichte spielen, die jemand anderes sich ausgedacht hat. Ständig überlegt sie, was das Ich ausmacht. Sind es die Gedanken, ist es der Körper, die Seele oder was sonst? Ist Aza also ihre krankhaften Gedanken?

    Die Kombination von ernsthaft und humorvoll ist dem Autor wieder mal hervorragend gelungen. Es macht unheimlich Spaß, diese interessante, berührende, aber auch bedrückende Geschichte zu lesen. Ich habe viel über Zwangshandlungen und über Tuataras gelernt, musste aber auch immer wieder schmunzeln und das ein oder andere Tränchen aus dem Augenwinkel wischen.

    John Green schreibt herrlich lebendig und zieht die Lesenden damit mitten in die Handlung hinein. Man hat das Gefühl, Aza und ihre Freunde schon ewig zu kennen. Dabei ist die Erzählung sehr abwechslungsreich. Neben reinem Bericht der Ereignisse aus Azas Perspektive in Ich-Form dürfen wir an Azas Gedanken und Ängsten teilhaben, Chat-Verläufe und Blogeinträge lesen. Das wirkt alles sehr authentisch.

    Mehr als fünf Jahre liegen zwischen zwischen dem letzten Werk des Autors, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, und „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“. Hoffentlich dauert es bis zum nächsten nicht wieder so lange.

    Fazit:
    John Green konnte mich wie schon mit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ auch mit seinem neuesten Werk begeistern. Ein gewisses Maß an Empathie sollten die Lesenden schon mitbringen, um sich mit der Protagonistin Aza anfreunden zu können, da sie nicht ganz einfach ist.

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    janein
  • 5 Sterne

    Max, 27.11.2017

    Das neue Buch von John Green handelt von der jungen Aza Holmes. Eines Tages beschließt sie mit ihrer besten Freundin Daisy, sich an der Suche nach dem untergetauchten Milliardär Russel Davis Pickett zu beteiligen, um an die ausgelobte Belohnung zu kommen. Dabei lernt insbesondere Aza den Sohn des Verschwundenen, Davis jun., mit dem sie schon in ihrer Kindheit ab und zu Zeit verbracht hatte, besser kennen. Nach und nach entwickelt sich eine tiefgehende und emotionale Geschichte, von der ich an dieser Stelle nicht zu viel vorweg nehmen möchte.


    Schon das Buchcover an sich ist ein Hingucker. Es lohnt sich, es einige Momente auf sich wirken zu lassen. Den orangenen Schnitt finde ich sehr gelungen. Kurzbeschreibung und Klappentext verraten noch nicht zu viel über den Inhalt. 
    Die Handlung hat von Anfang bis Ende einen roten Faden und ist nachvollziehbar. An mancher Stelle ergeben sich unerwartete Wendungen. Green stellt, wie ich finde, die Lebenswelt der Protagonisten, von Jugendlichen, die eine High School in den USA besuchen, absolut authentisch dar. Er erzählt von der Schule und auch viel von dem, was man in diesem Alter in der Freizeit eben so macht: Freunde treffen, erste Erfahrungen in der Liebe, berufliche Orientierung und so weiter. Unnötige oder langweilige Nebenerzählungen finden sich nicht. Besonders gelungen und erwähnenswert ist, wie toll der Autor die Zwangsgedanken der Protagonistin beschreibt. So kann man als Leser regelrecht mitfühlen, wie es Aza gehen muss, wie sie ihren eigenen Körper als Gefängnis erlebt, ihre Aufs und Abs, Höhen und Tiefen, die Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Ich. Bemerkenswert auch die tiefgründigen Gespräche zwischen den Protagonisten, aus denen ich eine Reihe schöner Zitate mitnehmen konnte. Diese wirken auch überhaupt nicht übertrieben oder unnatürlich, sie zeigen lediglich auf, dass Aza und Davis zwei Jugendliche sind, die schon sehr viel Reife erworben haben. Alles in allem ein wunderbares Buch, die Lesezeit verging wie im Flug.


    Mein Fazit: Es hat sich absolut gelohnt, dieses Buch zu lesen. Ich kannte vorher "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und fand dieses damals sehr gut zu lesen. Mit entsprechender Erwartung ging ich diesen Roman an - und wurde nicht enttäuscht. Ein sehr starkes Buch mit Tiefgang - wirklich empfehlenswert.

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    janein
  • 5 Sterne

    Gül A., 20.11.2017

    Erschienen als gebundene Ausgabe (20€) und als ebook (15,99€) im Hanser Verlag am 10.11.2017.

    Warum ich diesen Roman lesen wollte: Nahezu jede Leseratte kennt den Autor John Green, das ist kein Geheimnis. Auch ich bin über sein neues Buch gestolpert, welches in den Medien heiß diskutiert wird. Ich muss zugeben, dass ich kaum Bücher von diesem Autor gelesen habe. Eins mochte ich sehr gerne, eines weniger, daher war ich sehr gespannt auf sein aktuelles Werk, habe aber ohne allzu hohe Erwartungen angefangen zu lesen.

    Erst einmal zum Inhalt: Unsere Protagonistin Aza hat alle möglichen und auch so manch skurrilen Phobien, die ihr das Leben manchmal etwas erschweren. Oft versteht sie ihre eigenen Gedanken nicht. Dennoch kommt es zu dazu, dass sie sich zusammen mit ihrer besten Freundin auf die Suche nach einem Milliardär macht, da auf diesen eine 100.000 Euro Belohnung ausgesetzt ist. So lernt sie auch den Sohn von diesem Mann wiederkennen, der ein alter, fast schon vergessener, Freund Azas ist. So beginnt eine schwierige Reise, auf der sie viel Mut beweisen muss.

    Klares Plus für den Schreibstil: Anfangs war ich auch etwas skeptisch darüber, dass es sich bei diesem Roman über ein Jugendbuch handelt, aber nichts an dem Schreibstil würde darauf hindeuten. Eher das Gegenteilige wird hier vermittelt. Die Charaktere konnten mich oft mir ihren intelligenten Gedanken und Dialogen überraschen. Oft dachte ich, dass ein Jugendlicher doch niemals zu solch klugen Aussagen fähig wäre. Ich bin überrascht und begeistert worden!

    Meine Meinung: Leider muss ich zugeben, dass mich Aza manchmal mit ihren Neurosen ganz schon in den Wahnsinn treiben konnte, aber sie ist nun einmal kein gewöhnliches Mädchen. Das wird der Leser schon nach wenigen Sätzen merken. Auch wenn ich sie und ihre Art oft nicht verstehen konnte, so hatte ich doch viel Freude an ihrer Geschichte und habe gerne gelesen. Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht, ob ich mit ihr hätte befreundet sein können, aber sie besitzt eindeutig einen interessanten Charakter. Dennoch glaube ich, dass es dies sowieso nicht das Ziel vom Autor war, denn Aza ist eben etwas besonders.

    Mein Fazit: Ein tiefsinniger Roman, der in seiner Einzigartigkeit aufblüht und erstrahlt!

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    janein
  • 5 Sterne

    Sandra F., 15.11.2017

    Das Cover fand ich zunächst nicht sehr ansprechend - nach dem lesen erkenne ich aber die Spirale und weiß auch wie die Schildkröten im Zusammenhang zum Inhalt stehen. Nun finde ich das Cover sehr passend zur Geschichte und je öfter ich es ansehe, umso besser finde ich es. Wunderschön finde ich den orangen Buchschnitt. Es handelt sich hierbei um eine limitierte Erstauflage sogar mit einem Wendecover.

    Den Schreibstil von John Green ist mir schon bekannt und ist auch in diesem Buch wieder super - es macht Spaß zu lesen und es ist auf den ersten paar Seiten schon interessant. Das Buch umfasst 24 Kapitel.
    Durch die Ich-Persepktive von Aza bekommt man ihren ganzen Gedankenzirkus mit, ihre ganzen Ängste für Bakterien und wie sich das in ihrem Kopf abspielt. Die bildliche Darstellung von einer Gedankenspirale, die auch im Buch erwähnt wird, finde ich ganz passend um sich vorzustellen was in Aza vor sich geht.

    Ihre Freundin Daisy scheint hingegen ist sehr aufgeweckt und witzig. Ihre Leidenschaft zu Star Wars finde ich super.
    Sie tut Aza gut, auch wenn es nicht immer einfach ist und Daisy oft nicht weiß wie sie mit Aza umzugehen hat.
    Ein Abtraum jedes Schülers ist aber die Mutter als Lehrerin in der eigenen Schule - bei Aza und ihrer Mutter scheint es aber kein großes Problem darzustellen, auch wenn man merkt, dass sie sich große Sorgen um ihre Tochter macht. Sie ist sehr fürsorglich und haben einen tollen Umgang miteinander.
    Toll finde ich die Liebe Aza's zu ihrem Herold. Ja ich finde, man kann auch Gegenstände lieben (Wenn ihr wissen wollt was Herold ist - lest das Buch).

    Neben Aza's Zwängen ist das Verschwinden von Russell Picketts ein großes Thema im Buch. Aza und Daisy spielen Sherlock Holmes (Was ich sehr passend fand, da Daisy sie immer beim Nachnahmen "Holmesy" nennt). Es ist ein berührendes Buch, welches sehr in die Tiefe geht. Ich glaube ich habe mir bisher bei noch keinem Buch so viele Zitate und Stellen markiert - einfach weil sie zum Nachdenken anregen.

    Ein tiefgründiges Werk über Verlust, Kontrolle, Gedanken, wahre Freundschaft und natürlich der Liebe. Ein Lesetipp!

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    janein
  • 5 Sterne

    Lea O., 29.01.2018

    „Schlaft gut ihr fiesen Gedanken“ ist ein wirklich außergewöhnlicher Roman, mit dem John Green mal wieder sein Gespür beweist, schwierige menschliche Schicksale auf eine spannende Weise zu erzählen.
    Es geht um das Teenie-Mädchen Aza, deren Leben durch Angstzustände und eine Gedankenspirale gezeichnet ist, aus der sie sich nicht befreien kann. Deswegen ist sie auch in Behandlung ist. Zusammen mit ihrer Freundin Daisy geht sie auf die Suche nach dem verschollenen Milliardär Russel Pickett, dessen Sohn Davis sie früher gekannt hat. Als sie ihn erneut trifft und wieder näher kennenlernt, merkt sie, dass er sie besser versteht, als andere Menschen. John Green beherrscht in dieser Geschichte das perfekte Balancespiel aus persönlichen Gedanken, zwischenmenschlichen Beziehungen und einem spannenden Abenteuer.
    Ich gebe zu, dass es mir gar nicht so leicht fiel, mich mit Aza zu identifizieren. Zum einen, klar, kennt man diese Angstzustände. Aber Aza erlebt diese Gedankenspiralen um einige Dimensionen intensiver und auch über ganz alltägliche Dinge. Da fällt es einem am Anfang schwer, sie nicht einfach als übersensibel und hyperempfindlich abzustempeln. Je weiter man liest, desto mehr erkennt man jedoch, dass hinter diesem Verhalten eine wirklich schwere Krankheit steckt, mit der man sich im Alltag sicher nicht so oft auseinandersetzt.
    Greens Schreibstil ist sehr ansprechend und man wird nie müde das Buch erneut in die Hand zu nehmen (wenn man es denn weglegen konnte). Besonders interessant ist auch der Mix der Charaktere in der Geschichte. Die eher schweigsame Aza; die aufgedrehte, immer Abenteuersuchende Daisy, die quasi das Gegenteil von ihr ist; der wissbegierige Davis, der mehr Aza ähnelt.
    „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ schockiert, bewegt und trifft direkt ins Herz. Das Buch hat vor allem eine wichtige Botschaft: Es geht immer weiter. Dieses Buch ist ein ganz besonderer Schatz, der unbedingt gelesen werden sollte, denn John Green schreibt Geschichten mit Hintergrund, die jeden in irgendeiner Weise betreffen.

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    janein
  • 5 Sterne

    Sabine K., 09.01.2018

    Die 16-jährige Aza ist auf den ersten Blick ein ganz normaler Teenager, der es an nichts fehlt. Doch sie ist die meiste Zeit mit sich und ihren Gedanken beschäftigt. Sie hat eine Zwangserkrankung und ständig Angst sich mit einer schlimmen Krankheit anzustecken. Ohne ihre beste Freundin Daisy wäre ihre Leben recht einsam. Daisy hat sie es auch zu verdanken, dass plötzlich ein Abenteuer auf sie wartet. Denn als der Millionär Pickett verschwindet und es eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung dafür gibt wer Hinweise auf sein Aufenthaltsort bringen kann, kann es Daisy kaum erwarten dieses Geheimnis zu lüften. Und Aza macht mit...

    Schon nach wenigen Seiten merkt man das Aza anders ist als andere Teenager in ihrem Alter und wie verwirrend und schwer es für sie sein muss in ihren Gedanken gefangen zu sein. Dadurch das aus Azas Sicht die Geschichte erzählt wird, bekommt man Azas Gedanken und Gefühle hautnah mit. Und gerade die Gedanken sind bei ihr ja ihr Dreh- und Angelpunkt.

    Dieses Buch bringt die Krankheit an der Aza leidet auf eine doch recht leicht zu lesende Art herüber, die einem mehr über diese Krankheit erfahren lässt ohne belastend zu sein.

    Aza hatte ich sofort lieb gewonnen. Konnte man sie und ihre Situation dank der tollen Erzählweise doch irgendwie verstehen. Auch wenn man Zwangserkrankungen wohl auch nur wirklich verstehen kann, wenn man sie selber hat.

    Und diese Geschichte wäre sicher nicht die die sie ist, wenn Aza nicht Daisy als beste Freundin hätte. Sie ist so ganz anders als Aza und dennoch sind die beiden ein tolles Gespann. Daisy und ihre Vorliebe für Star Wars-Fanfictions muss man einfach lieben (auch wenn man mit Star Wars nichts am Hut hat.) :)

    John Green hat es mal wieder geschafft eine schöne Geschichte mit einem schweren Thema berührend zu erzählen.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    AnnaMagareta, 10.11.2017

    Zwänge und Gedankenspiralen

    „Schlaft gut ihr fiesen Gedanken“ ist das neuste Jugendbuch des Bestseller-Autors John Green.

    Der Milliardär Russel Pickett ist verschwunden und auf ihn wird eine hohe Belohnung ausgesetzt.
    Aza kennt seinen Sohn Davis und ihre beste Freundin Daisy ist - im Gegensatz zu Ava, die mit reichlich eigenen Problemen beschäftigt ist - ganz heiß darauf den Milliardär zu suchen. Avas Leben wird von absurde Ängste und Zwänge beherrscht. Als sie nun nach Jahren Davis wiedertrifft, verlieben sich die beiden ineinander.

    Sehr einfühlsam und authentisch beschreibt John Green die Gefühle und Gedanken der 16-jährigen Protagonistin Ava aus deren Sicht das Buch geschrieben ist. Ihre Zwangstörung, die Angst mit Bakterien in Berührung zu kommen und zu sterben wird im Laufe der Handlung immer größer. Ihre Hilflosigkeit kann man als Leser nachvollziehen und regelrecht spüren.

    Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich angenehm leicht lesen. Neben amüsanten Stellen zum Schmunzeln, gibt es auch zahlreiche poetische Formulierungen, die zum Nachdenken anregen und bei denen man einfach einmal kurz mit dem Lesen inne halten muss, um die Worte auf sich wirken zu lassen.

    Die Anzahl der Charaktere ist übersichtlich, aber jeder wird detailreich und mit liebenswerten Eigenschaften überzeugend beschrieben.
    Die 24 Kapitel des Buches beinhalten viel mehr Botschaft, als man beim ersten Lesen erfassen kann. Es wird sehr einfühlsam vermittelt, wie es sich anfühlt mit einer psychischen Erkrankung zu leben und welche Auswirkungen diese auf das familiäre Umfeld und die Freunde haben kann.

    „Schlaft gut ihr fiesen Gedanken“ ist wieder einmal ein sehr berührender und emotionaler Roman von John Green, der nicht nur die Zielgruppe der 13- bis 16-jährigen Leser begeistern wird.

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  • 5 Sterne

    Glücksklee, 31.01.2018

    Glanzstück von John Green

    In dem neuesten Roman von John Green geht es um das Leben von Aza Holmes, dass aufgrund ihrer psychischen Probleme alles andere als gewöhnlich ist. Aza wird von Ängsten, Zwangsgedanken und Zwangshandlungen geplagt. Dabei gelingt es John Green, dass man als Leser einen kleinen Einblick in Azas Situation bekommt – wie anstrengend ihr Leben phasenweise ist. Dabei sind viele ihrer Gedanken und Handlungen rein rational nicht nachvollziehbar und Aza ist sich dieser Tatsache durchaus bewusst. Besonders bewegend fand ich eine Szene, in der Aza in einer inneren Auseinandersetzung mit sich selbst ringt und darum, sich gegen ihre Zwänge zur Wehr zu setzen.
    Wie auch schon bei „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ konnte ich mir auch beim Lesen dieses Romans ein paar Tränchen nicht verkneifen.
    John Green ist kein Autor, der am Ende seiner Geschichten mit einem literarischen Zauberstab wedelt, um seinen Charakteren das ultimative, wundervolle Ende ihrer Geschichte zu bescheren. Es gibt schöne Momente in seiner Geschichte, und es gibt weniger schöne Momente. Das muss man mögen. Wer ein perfektes Ende erwartet und nur zufrieden ist, wenn sich alle Probleme zum Ende einer Geschichte hin in Luft auflösen, der wird mit „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ eher weniger zufrieden sein. Ich allerdings liebe John Greens Art zu schreiben, sowohl, was den Schreibstil angeht, der einem Azas Perspektive sehr nahebringt, als auch die Charaktere, die Aza auf ihrer Reise durch die Handlung begleiten.
    Interessant fand ich auch die Informationen zum Tuatara – ich gebe allerdings zu, dass ich von diesem Tier bisher noch nie etwas gehört hatte.
    Fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung von mir für diesen neuen, wundervollen Roman von John Green!

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  • 5 Sterne

    dreamer, 31.01.2018

    Bewegende Geschichte

    „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist das neueste Werk des Autors John Green, der spätestens seit seinem Erfolgsroman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ sicherlich vielen Lesern ein Begriff ist. Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich ein großer Fan von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ bin – somit waren meine Erwartungen an „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ziemlich hoch. Der Roman hat meiner hohen Erwartungshaltung allerdings sehr gut standgehalten.
    Mit Aza Holmes schickt John Green eine Protagonistin ins Rennen, die mit Zwangsstörungen und Zwangsgedanken zu kämpfen hat. Hautnah erlebt man mit Aza zusammen den Schrecken, den diese Zwangsstörungen und -gedanken auch für sie bedeuten, wie es ihr Leben belastet, dass sie selbst nicht das Gefühl hat, die Kontrolle über ihr Leben zu haben. So befremdlich manche Handlungen und Gedanken von Aza auch sein mögen, es geht einem definitiv nahe, wie Aza mit eigentlich ganz normalen Situationen zu kämpfen hat.
    John Green bringt seinen Lesern Azas Probleme behutsam, aber eindringlich nahe. Gerade im letzten Drittel geht es emotional hoch her. Was ich an John Greens Geschichten so liebe, ist, dass der Autor zum Ende seiner Geschichten nicht auf ein komplettes Happy End im Sinne von Hollywoodfilmen besteht – dadurch wirken die Geschichten für mich persönlich noch viel mehr wie aus dem Leben gegriffen.
    Ich jedenfalls kann diesen Roman definitiv für Leser empfehlen, die ein emotional berührendes Leseerlebnis suchen und damit leben können, dass John Green nicht alle Probleme in Wohlgefallen auflösen wird. Von mir erhält „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ fünf Sterne.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Simone L., 10.11.2017

    Aza und ihre Freundin Daisy erfahren, dass Milliardär Russell Pickett, der Vater von Davis vermisst wird. Während Aza lieber ihre Zwangsneurosen pflegt, will Daisy die ausgesetzte Belohnung haben. Ihr ist eingefallen, dass Aza mal mit Davis befreundet war. Ihnen gelingt es auch, zu Davis wieder Kontakt aufzunehmen. Wären da nur nicht immer diese fiesen Zwänge und Ängste von Aza im Weg…

    John Green beschränkt sich in seinem Buch auf einen kleinen Kreis von Charakteren. So hat er die Möglichkeit, sich jedem von ihnen ausreichend zu widmen. Es musste bestimmt einiges an Nachforschung gekostet haben, um so ein reales Bild von Protagonistin Aza und ihren Zwängen zu zeichnen. Anfangs dachte ich erst, sie sei total bekloppt und fand ihre Probleme etwas nervig. Doch nach und nach verstand ich, wie übel solche Zwänge und Ängste sein können. Ständig drehen sich Azas Gedanken darum, obwohl sie eigentlich ein sehr kluges Mädchen ist. Als Leser bekommt man ihre Gedankengänge hautnah mit, da das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist. Die Freundschaft zu Daisy, die das komplette Gegenteil von Aza ist, zieht sich wunderbar durch das Buch. Sie nimmt Aza einfach so wie sie ist und reitet nicht immer auf irgendwas rum. Sie zeigt Verständnis. Auch Aza zeigt sehr viel Verständnis und Gefühl im Umgang mit Davis und seinem Bruder Noah, die schon schreckliches durchgemacht haben und jetzt durchmachen. Bei den beiden bewahrheitet sich wirklich, reich sein ist nicht alles. Mir gefällt sehr gut die Sprache des Autors. Sie ist jugendgerecht, fällt aber nicht in irgendeine Fäkalsprache ab. Ein wunderbar humorvolles Jugendbuch, in das ein ernstes Thema verpackt wurde.

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  • 5 Sterne

    Dominik S., 26.11.2017

    Lange habe ich auf ein neues Buch von John Green hingefiebert und da ist es nun endlich! Positiv bewerten muss ich auch die Idee mit dem Wendecover - das habe ich so noch nicht bei einem Buch gesehen und finde die Idee wirklich innovativ! Gestaltet ist das Buch wie immer wunderschön und einzigartig. Ich finde die Bücher von John Green haben alle eine ganz besondere Gestaltung, die einen Wiedererkennungswert hat.

    In diesem Buch geht es um ein 16 jähriges Mädchen namens Aza, die an zwanghaften Gedanken und Angststörungen leidet. Man taucht in ihre Gedankenwelt ab und bekommt hautnah mit wie es ihr gehen muss. Aza hat ihren Vater sehr früh verloren, was vielleicht auch ein Grund für ihre Erkrankung ist.

    Meines wissens leidet John Green selbst an Zwangsstörungen und hat so seine Erfahrungen mit in diesem Buch verarbeitet. Ich selbst bin ebenfalls eine Betroffene und muss sagen, dass mich dieser Roman sehr angesprochen hat. An ein paar Stellen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, aber trotzdem finde ich ihn sehr gut. Der Leser wird mit in die Gedankenwelt der Betroffenen genommen und die Krankheit wird recht gut erklärt. Ob man das als nicht Betroffener verstehen kann, ist die andere Frage.

    Der Schreibstil ist wie immer typisch John Green. Man muss ihn einfach einmal Lesen um entscheiden zu können ob man das mag oder nicht. Mir hat es wie immer sehr gut gefallen und mich hat die Geschichte sehr berührt. Und jetzt hoffe ich dass bald der nächste John Green kommt. :)

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  • 5 Sterne

    Isaopera, 03.01.2018

    Die meisten kennen John Green durch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und lieben ihn eben deswegen. Gerade dieses Buch habe ich bisher noch nicht gelesen, werde es aber gerade nach der Lektüre von "Schlaft gut..." nicht mehr lange liegen lassen. Ich kannte vorher nur "Margos Spuren" von diesem Autor, das ich gut fand, aber nicht perfekt. Aufgefallen ist mir damals schon sehr gute Schreibstil und Wortwitz des Autors und auch die Leseprobe von "Schlaft gut..." konnte mich überzeugen!
    Und was soll ich sagen, das Buch war für mich ein echter Überraschungsknüller! Ich finde es toll, wie sensibel das Thema psychischer Erkrankungen verarbeitet wird. Die Darstellung ist sehr persönlich, sehr ausführlich...aber gerade das hat mir so gut gefallen. Ich konnte mich auf die Gedankenspiele der Protagonistin einlassen und habe mit ihr gefühlt. Dadurch gab es den einen oder anderen emotionalen Höhepunkt und das Ende blieb weitgehend unklar.
    Ich mag den Stil, der sehr frisch, jugendlich, aber auch sehr klug ist. Aza beobachtet genau und zeigt uns viele Wahrheiten auf - und auch ihr Umfeld ist von klugen und sehr besonderen Figuren bevölkert.
    Leider hat das Buch nur 280 Seiten und begleitet einen daher nicht sehr lange, aber mir hat die Lektüre sehr gefallen! Über die letzten beiden Seiten...gut, darüber kann man sich streiten und ich würde für den doch etwas hektischen Zukunftsexkurs wohl auf 4,5 Sterne runterstufen. Dennoch von mir eine deutliche Leseempfehlung!

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  • 5 Sterne

    CanYouSeeMe, 13.12.2017

    Den neuen Roman von John Green habe ich mit größter Spannung erwartet. Ich habe bereits einige Bücher von ihm gelesen und war von jedem begeistert – meine Erwartungen waren dementsprechend hoch. Der Schreibstil passt super zu einem Jugendbuch, er ist flüssig und modern. Die Sprache passt zu den Charakteren und wirkt sehr authentisch.
    Protagonistin Aza ist mir von Beginn an sympathisch gewesen. Sie ist gut charakterisiert und wirkt auf mich sehr lebensnah. Ihre Zwangsstörung steht im Fokus des Buches und der Autor hat es geschafft die Symptomatik ohne zu übertreiben und Dinge ins Lächerliche zu ziehen zu beschreiben. Ich empfinde den Blickwinkel der betroffenen Person als sehr realistisch.
    Auch die Nebencharaktere sind gut dargestellt – ich konnte mir zu jeder Person ein ausreichendes Bild machen und mir die Szenen allesamt gut vorstellen.
    Der Plot über die Suche nach Pickett gerät ein wenig in den Hintergrund, ich habe den Umgang mit der Zwangsstörung als vordergründiger empfunden. Das tut der Sache jedoch keinen Abbruch, denn der Autor konnte mich auch damit begeistern.
    ‚Schlaft gut ihr fiesen Gedanken‘ ist für mich ein grandioses neues Buch von John Green, mit dem er aufs neue gezeigt hat, dass seine Jugendbücher schwierige Themen einfühlsam aufnehmen können.

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  • 5 Sterne

    booklover2011, 08.11.2017

    Cover:
    Das Cover und der Schutzumschlag innen sind ein echter Hingucker.

    Inhalt:
    Aza und ihre beste Freundin Daisy machen sich auf die Suche nach einem verschwundenen Milliardär und hoffen auf die Belohnung bei dessen Auffinden. Aza kennt einen der Söhne des Milliardärs, Davis, von früher und kommt durch die Suche nach Davis Vater wieder mit ihm in Kontakt. Dabei verlieben sich die beiden ineinander.

    Aza leidet unter anderem an einer Zwangsstörung und hat Angst davor, sich mit Bakterien anzustecken und zu sterben. Im Laufe des Buches werden ihre psychischen Probleme immer schwerwiegender. Da das Buch aus der Sicht von Aza geschrieben ist, bekommt man ihre Gedanken, Gefühle und auch ihre Hilflosigkeit im Hinblick auf die Gedankenspiralen hautnah mit.

    Wie es mit den beiden und Azas psychischer Krankheit weitergeht und ob sie die benötigte Hilfe bekommt, müsst ihr selber herausfinden.

    Fazit:
    Ein einfühlsames und großartiges Jugendbuch von John Green, in welchem es um Freundschaft und Liebe geht, die Irrungen und Wirrungen des Lebens, aber in dem vor allem auch die psychische Krankheit von Aza und ihr Umgang damit im Mittelpunkt steht.

    Für alle Fans von John Green.

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  • 5 Sterne

    Andreas R., 12.12.2017

    ein tolles Jugendbuch

    John Green ist vielen Leser sicherlich durch das Buch " Das Schicksal ist ein mieser Verräter " bekannt, das ein Millionenpublikum begeisterte. In seinem neuen Buch, das ich sehnlichst erwartete, geht es wieder um Krankheit, diesmal um die Zwangsstörung OCD.

    Meine Erwartungen an das Buch waren natürlich hoch, weil ich wissen wollte , ob sich dieses Buch an dem Vorgänger messen lasen konnte und meine Antwort ist " Ja ".

    Das Buch zieht einen gleich in seinen Bann. Der Plot handelt zwar von einem entführten Milliardär, ist aber nur ein Aufhänger. Primär geht es um Aza Holmes, die unter einer Zwangsstörung leidet und die Protagonistin begleitet der Leser. Die Erkrankung wird so fassbar geschildert., dass man sich als Leser sehr gut in die Person Aza hineinversetzen kann und merkt, wie OCD das Leben der Protagonistin bestimmt und sie, obwohl sich dieser bewusst, nicht anders kann.

    Obwohl das Thema des Buches eigentlich ein trauriges ist, versteht der Autor mit viel Humor dem Ganzen die Schärfe zu nehmen. Das Buch lässt sich flüssig und spannend, aber auch humorvoll lesen und bekommt von mir volle von 5 Sternen.

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