Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:weniger gut
  • 2 Sterne

    Lena, 10.07.2017

    Als Buch bewertet

    Targa Hendricks ist 30 Jahre alt, Ermittlerin bei der Sondereinheit K2 beim Bundeskriminalamt und wohnt zusammen mit ihrem Hund, genannt "Hund", in einem Wohnwagen am Rande Berlins. Schwer in der frühen Kindheit traumatisiert und immer noch unter dem Verlust der Zwillingsschwester Yella leidend, ist Targa ein emotionsloser, egozentrischer Mensch, der keine Freunde hat oder Bindungen zulässt.

    Vielleicht ist sie gerade deshalb die perfekte Undercover-Agentin, die auf Falk Sandman angesetzt wird, einem Hochschulprofessor, den das BKA in Verdacht hat,für die Morde mehrer Frauen, bevorzugt Studentinnen, verantwortlich zu sein. Er ist leidenschaftlicher Apnoe-Taucher und betreibt den Blog "Famous Last Words", der sich mit den letzten Worten von Sterbenden befasst.

    Targa soll Sandman "hautnah" kommen und ihn seiner Verbrechen überführen. Sie kommt ihm dann auch gefährlich nahe, da sie sich von seiner charismatischen Art ungewohnt angezogen fühlt.

    Der Thriller ist in sehr viele kurze Kapitel untergliedert und besteht zusammengefasst aus zwei Handlungssträngen. Hauptsächlich dreht sich der Roman um die Morde von Sandman und die Ermittlungen der Polizei in Berlin. Parallel verläuft dazu - scheinbar unabhängig davon - eine Handlung auf einer nicht näher bezeichneten Gefängnisinsel, wo 66 Schwerverbrecher, darunter der behinderte Schmidt, inhaftiert sind.

    Für mich waren es sehr lange zwei Geschichten, die nebeneinander verliefen, ohne dass ich mir eine Verbindung hätte vorstellen können. Durch die kurzen Kapitel, die oft nur zwischen zwei und fünf Seiten umfassen, ist der Lesefluss durch den ständigen Perspektivenwechsel erschwert.

    Darüber hinaus kann der Thriller durch keine einnehmenden Charaktere punkten, in die man sich hätte hineinversetzen oder gar sympathisch finden könnte. Der Serienmörder wird sehr plakativ als Killer dargestellt, der Frauen bei ihrem Erstickungstod zusehen und dabei ihre letzten Worte einfangen möchte. Auch wenn er scheinbar jede Frau leicht um den Finger wickeln kann, bleibt er als Psychopath eher blass. Bei Targa wird ihre gefühllose, kaltherzige Art penetrant hervorgehoben, als intelligente Ermittlerin kann sie bei der Fallbearbeitung nicht überzeugen. Die Nebencharaktere, insbesondere die Frauen, sind allesamt geblendet von der Ausstrahlung von Sandman, naiv, dumm und wirkten wie unter Drogeneinfluss (was sie mitunter auch waren).

    "Der Moment, bevor du stirbst" ist der Auftakt einer Krimiserie um die Ermittlerin Targa Hendricks des Autorenduos Barbara und Christian Schiller. Mir war die Handlung in weiten Teilen zu plump, die Charaktere zu eindimensional. Insbesondere die Ermittlerin Targa, die unter Zwangsstörungen und möglicherweise auch dem Aspergersyndrom leidet, konnte mich nicht überzeugen, weitere Teile der "Targa"-Serie zu lesen.
    Für einen Thriller fehlte mir der Nervenkitzel, überraschende Wendungen und einen Aspekt, der mich fesselte, am Ball zu bleiben. Für ein Psychogramm waren mir die Charaktere zu einfältig.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 2 Sterne

    Martina E., 03.07.2017

    Als Buch bewertet

    Hinter B.C. Schiller verbirgt sich das Autorenehepaar Barbara und Christian Schiller. Mit der David-Stein- und Tony-Braun-Thrillerreihe erlangten sie Bekanntheitsgrad. In „Targa – Der Moment bevor du stirbst“ bringt eine gefährliche Mission die Hauptfigur an ihre Grenzen.

    Undercover-Ermittlerin Targa erhält den Auftrag, Serienkiller Falk Sandman auf frischer Tat zu überführen. Dafür muss sie in sein Leben eindringen und ihm viel zu nah kommen. Erliegt sie seinem Charisma?

    Im Prolog schockieren eine erzwungene Tat und seine Folgen. Das Ende ist nicht nachvollziehbar. Eine Frage hallt nach. Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Nur langsam werden die Zusammenhänge deutlich. Justizwachbeamter Erik Holm lässt sich zu leicht verunsichern und manipulieren. Vieles wirkt in diesem Thriller nicht realitätsnah. Targas Gefühlskälte erscheint trotz ihres schweren Starts ins Leben zu übertrieben. Sie liebt ihren Hund und ihren Freund und zeigt allein schon damit Emotionen. Das schlechte Namens-Gedächtnis passt nicht zu einer gewieften Ermittlerin. Interessant ist ihre Suche nach ihrem Vater. Eine für Targa erschreckende Auflösung scheint vorprogrammiert. Ungewöhnlich für einen Thriller, dass von Anfang an feststeht wer der Serienmörder ist. Das Wissen über die Vorgehensweise des Täters hätte ihn längst überführen müssen. Auch hier ploppen zu viele Fragen auf. Mit einem gefährlichen Zelleninsassen lässt „Das Schweigen der Lämmer“ grüßen. So mancher Dialog wirkt zu hölzern. Überraschende Wendungen lassen Spannung aufkommen. Ein Irrtum zeigt die Kaltblütigkeit des Täters. Er kann zu oft, auch in der Öffentlichkeit, ungehindert agieren. Die Sonderkommission ist zu sehr im Hintertreffen. Mit ihren Alleingängen bringt Targa nicht nur sich selbst in Lebensgefahr. Dem Serienmörder werden verlockende Möglichkeiten auf einem Silbertablett serviert. Eine Wendung vorm Finale nimmt dem Spiel um Leben und Tod die Intensität. Die Sprache wird kitschiger. Das letzte Buchdrittel ist das Schwächste. Konstruiert, gewollt dramatisch, vorhersehbar. Vieles ist nicht mehr glaubwürdig. Die Realitätsnähe ist viel zu früh auf der Strecke geblieben. Das Finale zieht sich in die Länge. Es fehlt an Raffinesse. Der Cliffhanger für die Fortsetzung ist zu kurz abgefasst und wirkt zu gestellt.

    Der Titel hat Anziehungskraft und ist gut in Szene gesetzt. Die Farben unterstreichen das Unheimliche und Düstere. Hohe Erwartungen werden geweckt. „Targa – Der Moment bevor du stirbst“ kann mit spannenden Sequenzen die immer wieder auftauchenden Schwächen beim Erzählstil nicht wettmachen. Kaltblütigkeit, Zerstörung, das Abstoßende ist zu viel. Es fällt schwer, bis zum Ende durchzuhalten.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 2 Sterne

    Ingrid V., 11.07.2017

    Als Buch bewertet

    Falk Sandman ist ein Serienkiller. Den Ermittlern ist klar, dass er der Mörder von mehreren Frauen ist, aber es gibt keine Beweise. Targa, eine gefühllose Ermittlerin, wird auf ihn angesetzt. Sie gilt als gefühlskalt und muss sich für Falk Sandman öffnen. Er kommt ihr näher als erwartet...

    Falk Sandman ist fasziniert von den letzten Worten Sterbender und betreibt einen Blog. Das Thema finde ich sehr spannend und ist interessant umgesetzt. Beide Charaktere werden tiefgründig dargestellt. Deswegen hat man als Leser häufig das Gefühl, dass man einen Psychothriller liest. Beide Hauptpersonen kämpfen gegeneinander um die Macht. Allerdings ging dabei manches mal die Spannung verloren.

    Das Cover und den Titel finde ich sehr gelungen und sie haben mich als nicht Thrillerleser trotzdem angesprochen.

    Mich störte, dass die Ausgangsituation meiner Meinung nach unrealistisch ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das BKA so vorgehen würde. Warum macht man nicht einfach eine Hausdurchsuchung? Dort würde man auf jeden Fall DNA der Opfer finden. Falk wischt alles nur ab, da müssen doch auch Spuren zurück bleiben.
    Teilweise war für mich gegen Ende die Geschichte dann auch etwas zu dick aufgetragen.

    Aber was mich am meisten störte, sind die Worte "Fortsetzung folgt". Das Buch wird nicht richtig offensichtlich als Teil einer Reihe beworben. Ich ging davon aus, dass es eine abgeschlossene Geschichte ist. Wobei ich während dem Lesen manchmal das Gefühl hatte, dass es sich nicht um den ersten Teil handelt und man Targa schon kennen muss. Das hat den Lesefluss manchmal gestört, weil ich meinte, mir fehlen Hintergrundinformationen. Wegen dieser Enttäuschung vergebe ich 2 Sterne!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 2 Sterne

    Alexandra B., 12.07.2017

    Als eBook bewertet

    Als Thriller eher durchschnittlich

    Targa Hendricks hat nichts zu verlieren, denn sie hat keine Freunde und keine Familie – aber sie hat auch keine Angst und aus diesem Grund ist sie so gut in ihrem Job als Ermittlerin beim BKA. Bei ihren Undercover-Einsätzen ist es ihre Aufgabe Serienkiller zu überführen.
    Falk Sandman ist ein Serienkiller und er trifft Targa, die sich für seine dunkle Seite interessiert und er beginnt ihr zu vertrauen. Wer wird dieses tödliche Spiel gewinnen?

    Der Schreibstil ist flüssig und locker, aber irgendwie kam bei mir als Leserin die Spannung viel zu kurz für einen Thriller. Die Handlung ist sehr vorhersehbar und mir hat der Spannungsbogen in weiten Teilen des Buches komplett gefehlt. Die Hauptakteure konnten mich auch nicht erreichen beim Lesen.

    So blieb es bei einem sehr seichten Thriller der mich leider nicht überzeugt hat.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
mehr Kommentare