The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot, J. P. Delaney

The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot

Thriller. Deutsche Erstausgabe

J. P. Delaney

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  • 4 Sterne

    9 von 13 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sonja K., 25.05.2017

    aktualisiert am 25.05.2017

    Ein Haus mit Regeln und Vorschriften.Nicht nur eine, sondern hunderte. Spartanisch, hoch technisiert und absolut hochwertig eingerichtet und ausgestattet. Der Besitzer, Architekt und Erbauer, Edward Monkford, wählt seine Mieter nach einem streng geregelten Bewerbungsverfahren selber aus.
    Jane ist eine davon. Nach einer Totgeburt braucht sie dringend räumliche Veränderungen und vor allem eine, die sich sich leisten kann. Sie bewirbt sich für das Haus und wird genommen. Erst nach und nach erfährt sie, was vor drei Jahren in eben diesem Haus geschehen ist. Eine junge Frau, Emma, ist hier zu Tode gekommen. Mord, Selbstmord , Unfall ? Jane ähnelt jedenfalls der verstorbenen Emma äußerlich sehr und genauso wie Emma beginnt sie eine Affäre mit dem Besitzer. Immer größer wird die Gefahr für Jane genauso zu enden wie Emma.

    Interessant und gut gemacht ist der abwechselnde Erzählstil. Immer wieder werden ähnliche Erlebnisse aus den verschiedenesten Lebenssituationen - abwechselnd aus Sicht von (damals) Emma und (jetzt) Jane erzählt. Auch wenn die Autorin die beiden Protagonistinen völlig unterschiedlich reagieren und agieren lässt, werden sie doch beide in die selben Erlebnisse verstrickt. Beide ähneln sich nur äußerlich, sie sind vom Charakter und der Handlungsweise und dem Hintergrund völlig verschieden. Doch sie beide wohnen bzw. wohnten in dem gleichen Haus und seitdem sind auch ihre agierenden Mitmenschen fast die selben. Wie sie ihre Schwerpunkte setzen, die verschiedenen Ereignisse einstufen, wie sie agieren - das wird hier sehr gut von der Autorin erzählt, da beides aus Sicht der jeweiligen Frauen erzählt wird. JP Delaney hat die beiden Frauen sich unterschiedlichen entwickeln lassen, in verschiedene Richtungen und das nicht zu offensichtlich für den Leser, immer nur ganz allmählich wird die Vergangenheit und die Geheimnisse dahinter gelüftet.

    Der Schreibstil zwischen den jeweiligen Kapiteln der jeweiligen Protagonisten wechselt. So ist es z.B. bei Emma ein Fließtext ohne Anführungszeichen bei wörtlichen Reden, bei Jane sind die Dialoge gekennzeichnet.

    Eine Grundspannung ist von Anfang an vorhanden. Je weiter die Geschichte voran schreitet, desto bedrohlicher und düsterer wird das Geschehen und dadurch steigt auch die Spannung. Von Anfang an ist nicht klar, was genau passiert ist und weshalb.
    Erst am Ende wird das ganze Ausmaß aufgelöst. Auch wenn ich mit dem Schluß nicht ganz so 100 %ig zufrieden bin, habe ich das Buch sehr gerne und mit Spannung gelesen. Die abwechselnden Sichtweisen, die immer wieder überraschenden Wendungen, die aber logisch aufgebaut worden sind, haben den Krimi sehr unterhaltsam gemacht. Ob es ein Thriller ist, sei dahingestellt. Inhaltlich geht es nicht um viele Tote und viel Blut, aber es geht um psychologische Spiele, Geheimnisse und Spannung. Daher mag jeder Leser selber das Genre zuordnen .

    Fazit;
    Gute Unterhaltung mit einer guten Portion Spannung. Ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe.

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    janein
  • 4 Sterne

    4 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Miss Norge, 15.05.2017

    Ein spannender und raffiniert gestrickter Psycho-Thriller, der ohne viel Blut vergießen auskommt und wo ich als Leserin selbst wieder ausgiebig hinter´s Licht geführt wurde.
    Die beiden Bewohnerinnen des Hauses, Emma und Jane sind eigentlich die Hauptpersonen in diesem Buch, die Kapitel wechseln sich dadurch immer ab und es kommt keine Langeweile auf.
    Die Geschichte im "Heute" von Jane setzt oft genau dort an, wo sie auch im "Damals" von Emma endete bzw. begann. Hier ergänzt sich alles, oder es wiederholt sich kurz, so das man weiß, das beiden Frauen genau das gleiche passiert. Das garantiert einen ungewöhnlichen Aufbau dieser Story. Beide Frauen vereinen verschiedene Schicksalsschläge, doch jede hat ihre eigene Art damit umzugehen und fertig zu werden.
    Dieses Haus kann alles, weiß alles und lässt einem die Gänsehaut über den Rücken laufen, also es könnte noch so toll sein, mich würde da keiner rein bekommen. Alleine schon die fast 200 Klauseln die zu beachten sind, wenn man als Mieter einzieht und das ist ja noch nicht einmal alles, aber mehr möchte ich nicht verraten.
    Der Autor (oder die Autorin) gab mir, nach fast der Hälfte des Buches, das Gefühl das ich wüsste wer was warum getan hat, nur um es dann ganz am Ende wieder über den Haufen zu werfen.
    Ich möchte auch nicht zu viel schreiben, da ich finde, das Buch muss man einfach gelesen haben, wenn man Fan von Psycho-Thrillern ist.
    Mir hat es spannende und tolle Lesestunden beschert, der lockere und flüssig zu lesende Schreibstil hat sein übriges dazu getan.
    Unbedingt lesen und sich im Haus "gefangen und überwacht" fühlen.

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    janein
  • 4 Sterne

    Juliane H., 14.06.2017

    "The Girl before" ist als Thriller ausgeschrieben. Ich finde aber, dass es mehr ein Roman ist.

    Inhalt:
    Jane möchte nach einem Schicksalsschlag einen Neuanfang wagen. Auf ihrer Suche nach einem neuen Zuhause bekommt sie die Möglichkeit in ein hochmodernes Haus in London einzuziehen. Das Haus wird über eine App gesteuert, erkennt seinen Bewohner und speichert dessen Vorlieben. Generell ist alles sehr minimalistisch und auf keinen Fall dekorativ eingerichtet. Es gibt strenge Regeln, an die sich gehalten werden muss.
    Sie fühlt sich schnell auch zu dem charmanten Besitzer und Architekten des Hauses hingezogen. Doch bald darauf findet sie heraus, dass ihre Vormieterin in diesem Haus verstorben ist. Außerdem scheint sie ihr sehr ähnlich gewesen zu sein. Sie stellt mit erschrecken fest, dass sie auch beginnt wie ihre Vormieterin Emma zu leben und zu lieben. Und das verheißt nichts Gutes...

    Meine Meinung:
    Die Aufteilung des Buches fand ich toll. Man liest immer abwechseln aus der Sicht von Emma und der von Jane. Dabei liest man teils das selbe und erkennt so, dass beide Frauen ähnlich handeln und leben. In dem Kapiteln von Emma gibt es fast keine Anführungszeichen für wörtliche Rede. Im Gegensatz zu Anderen hat mich das allerdings nicht gestört.
    Zwischen den Kapiteln, sozusagen als Anfang eines neuen Abschnittes im Buch ,stehen Fragen, welche Teil des Bewerbungsbogens für das modere Haus sind. Dies fand ich toll, da man sich so besser vorstellen konnte, was dass Besondere an dem Haus ist.

    Die Story allgemein ist meiner Meinung nach etwas Besonderes. Die Beschreibung des Hauses und die Lebensweise der Charaktere dort wird toll beschrieben. Ich habe selbst öfter darüber nachgedacht, wie es wäre in so einem Haus mit so vielen Regeln zu leben. Die Verknüpfung des Hauses mit der Technik fand ich auch sehr interessant.

    Die Charaktere sind sehr eigen, aber man kann sie gut verstehen und ihre Geschichten nachvollziehen.
    Edward, der Besitzer des Hauses, wirkt zunächst sehr charmant und interessiert an Jane, doch er entpuppt sich schnell als ein ganz anderer Mensch. Auch Emma ist etwas merkwürdig und verändert sich im Laufe des Buches.
    Meiner Meinung nach sind fast alle Personen in diesem Buch etwas verrückt und teils gestört. Zur Story passt dies allerdings recht gut.

    Allgemein fehlt allerdings etwas die Spannung. Das Buch lässt sich gut lesen und ist eine tolle Unterhaltung, allerdings nicht sonderlich spannend oder thrillermäßig. Die Spannung wurde am Ende etwas erhöht, aber auch nicht extrem. Das Ende ist etwas merkwürdig und fällt im Gegensatz zur Story ab. Es ist recht unspektakulär, bzw. passiert etwas, was für mich etwas unsinnig und unnötig wirkt.

    Fazit:
    Das Buch ist ein toller Unterhaltungs-Spannungsroman allerdings kein Thriller. Die Story an sich und die Beschreibungen sind toll. Die Schreibweise hat mir sehr gut gefallen. Nur am Ende fehlte mir das gewissen Etwas. Das ganze Buch, rund um das Haus war etwas Besonderes, das Ende dagegen recht lahm. Trotzdem ein tolles Buch.

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    janein
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