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  • 3 Sterne

    SLovesBooks, 04.08.2017

    Meine Meinung:

    Dieses Buch ist sehr speziell. Es hat eine sehr neue Geschichte, die ich noch nie gelesen habe. Die Autorin orientiert sich nicht wie so viele Jugendbuchautoren an dem, was gerade modern ist, sondern konstruiert ihre ganz eigene Handlung.

    Elizabeth kann keine Gefühle empfinden. Stattdessen kann sie sie in Menschengestalt sehen. Diese Idee ist wirklich gelungen. Auch die Umsetzung gefällt mir. Die Gefühle werden in ihrer menschlichen Form sehr treffend dargestellt.

    Auch Elizabeths Charakter hat mir gefallen. Dadurch, dass sie keine Gefühle empfindet ist es selbstverständlich schwer sich in sie hineinzuversetzen. Es besteht immer so eine kleine Mauer, die man als Leser versucht zu überwinden. Dadurch kam ein ganz besonderes Feeling auf und ihr Charakter wurde umso interessanter. Man bemerkt im Laufe des Buches, dass bei ihr eine Entwicklung einsetzt. Diese ist gut nachvollziehbar.

    Einzig die lange Einleitung und die erste Hälfte haben mir nicht so gut gefallen. Es hat lange gedauert, bis man im Buch drin war und sich zurecht gefunden hat. In der ersten Hälfte des Buches ließ sich kein Ziel oder Entwicklung ableiten auf die wir zusteuerten. Mir war nicht so ganz klar, was die Autorin mir sagen wollte. Erst in der zweiten Hälfte hin zum Ende wurde mir klar wie alles zusammenhängt. Es fehlte demnach ein wenig der Rite Faden, der später aus der Versenkung kam und fest zusammengefunden wurde. Das Ende hat mich noch einmal richtig überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass sich die Geschichte noch so entwickelt. Der Schluss beantworte die offenen Fragen und schließt den Kreis.

    Der Schreibstil ist schnell lesbar und unkompliziert. Leider bleibt ab und an die Spannung zurück, weil man das Gefühl hat nicht so recht vorwärts zu kommen. Im nächsten Moment ist sie dann aber wieder zurück.

    Insgesamt hat mir die Idee des Buches sehr gut gefallen. Die Umsetzung war für mich an ein paar Stellen aber nicht so auf dem Punkt, wie sie hätte sein können. Trotzdem finde ich die Geschichte lesenswert. Sie wird mir wohl auch noch länger im Kopf bleiben.

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    janein
  • 3 Sterne

    Einhorn4444, 08.06.2017

    Gefühle und Elemente
    Elizabeth fühlt - aus welchem Grund auch immer - gar nichts. Sie empfindet kein Mitgefühl, keine Trauer, keine Freude und keinen Zorn. Aber sie kann ebendiese Emotionen als Wesen wahrnehmen und mit ihnen sprechen. Außerdem sieht sie auch die Elemente Nebel, Moos, Winter usw. Ihre Einzigartigkeit macht sie im realen Leben zur Außenseiterin, aber ein ganz bestimmtes Wesen ist sehr interessiert an ihr: Fear = die Angst will herausfinden, warum Liz für ihn und für alle anderen so unantastbar ist. 
    ​Elizabeth versucht, sich in der normalen Welt zurecht zu finden. Das ist gar nicht so einfach, denn sie hat es schwer in ihrem Zuhause bzw. mit ihren Eltern, und in der Schule hat sie nur einen Jungen - Joshua - der ihr freundschaftliche Gefühle entgegen bringt. Aber was soll daraus werden, wernn Elizabeth seine Gefühle in keinster Weise erwidern kann?
    ​Ich fand die Idee des Buches von Anfang an sehr interessant und habe mich ständig gefragt, wie ich mir solche Gefühle und Elemente wie Mut, Nebel, Mitleid und Zorn als Personen vorstellen würde. Das Buch reicht von phantasievoll, spannend, langatmig, mysteriös bis zu brutal. Irgendwie war von allem etwas dabei. Est zum Schluss hin lösen sich die meisten Fragen auf, aber einige der Erklärungen scheinen unlogisch und nur schwer nachvollziehbar. Trotzdem ist es ein gutes Buch, von dem ich mir allerdings etwas mehr erhofft hatte.

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    janein