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Brillant und radikal einzelgängerisch - Harry Hole, der aus Schneemann und Durst bekannte Ermittler, ist zurück in einem wütenden Kampf gegen den Möder, der ihn seine ganze Karriere verfolgt hat.

Kommissar Harry Hole ist am Boden. Seine Ehe und seine...
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Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    73 von 124 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Ute B., 15.08.2019

    Als Buch bewertet

    Dieser neue Harry Hole Krimi ist der Wahnsinn! Von den bisher erschienenen 12 Teilen, ist dies mit Abstand der Beste. Ich habe das Hörbuch in einem durchgehört und sogar meinen Schlaf geopfert, da ich nicht unterbrechen konnte.
    Harry wurde von seiner großen Liebe Rakel vor die Tür gesetzt und ist wieder zum exzessiven Trinker geworden. Harry arbeitet wieder als Ermittler und versucht einen Serienvergewaltiger und Mörder, den er bereits einmal hinter Gitter gebracht hat, erneut zu verhaften und einer Verurteilung zuzuführen. Dann kommt es zu einer persönlichen Tragödie und Harry muss alles tun um selbst über Wasser zu bleiben.
    Es ist ein wahnsinnig spannendes Buch und es hält die Spannung durchgehend bis zum Ende. Das Hörbuch hat eigentlich 8 Sterne verdient.

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  • 5 Sterne

    66 von 116 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Julia W., 27.08.2019

    Als Buch bewertet

    „Denn Glück ist etwas anderes als Zufriedenheit. Glück ist unnatürlich.“
    Dieses Zitat fasst das Leben von Harry Hole sehr gut zusammen. Seine Frau Rakel, die Liebe seines Lebens, hat ihn vor die Tür gesetzt. Um den Schmerz zu vergessen, fängt er wieder an zu trinken. Auch in der Arbeit darf er sich nur noch um bereits abgeschlossene Fälle kümmern.
    Doch dann wendet sich das Blatt und sein Leben beginnt sich zu einem noch größeren Albtraum zu entwickeln, aus dem es kein Erwachen gibt.

    Seit Jahren schon bin ich ein begeisterter Leser von den Büchern von Jo Nesbo. Deswegen habe diesem auch entgegengefiebert.
    Harry Hole ist in einer schlechten Verfassung und Jo Nesbo beschreibt ihn so gut, dass man direkt ein Bild vor Augen hat.
    In seinen Ermittlungen gibt es sehr viele Variablen und noch mehr Verdächtige. Doch wer hatte wirklich ein Motiv für den Mord?
    Die Beweggründe für den immer schlimmer werdenden Strudel um Harry Hole sind absolut nachvollziehbar, auch wenn natürlich seine Maßnahmen zur Verdrängung mehr als nur fragwürdig sind.

    Bis zum Ende ist das Buch wirklich spannend. Sicher sind ein oder zwei kleine Stellen dabei, die sich etwas ziehen, aber nichts was wirklich störend ist. Hauptsächlich betrifft das die Passagen aus der Vergangenheit, die aber durchaus wichtig für die Handlung sind.
    Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen.

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  • 5 Sterne

    52 von 95 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    sbbsnl, 27.08.2019

    Als eBook bewertet

    Schwere Zeiten für Harry Hole und mich…!

    Inhalt:
    Harry Hole ist zurück und mit ihm schwere Schicksalsschläge, die ihn in einen Strudel aus Selbstzerstörung und Hass ziehen. Er macht sich auf seine Suche nach einem brutalen Mörder und Vergewaltiger, den er, aus persönlichen Motiven, jagt wie niemals einen Mörder zuvor.

    Autor:
    Jo Nesbo wurde 1960 in Oslo geboren und ist ein norwegischer Musiker und Autor. Bekannt und erfolgreich ist er vorwiegend durch der mehrfach als Serie oder Film ausgezeichneten Reihe um Kommissar Harry Hole.

    Schreibstil & Spannung:
    Nesbo ist ein fantastischer Erzähler und schreibt immer so, dass ich die Bücher schlecht aus der Hand legen kann. In der Reihe um Harry Hole führt er uns bereits in 12 Bänden durch das Leben des Kommissars und dies stets mit vielen Höhen und Tiefen, die er ebenso detailliert und spannend erzählt, wie die den Fall, mit dem sich Hole nun beschäftigen muss. Immer ein wenig süffisant, mit Ironie und einem Blick für die Zeiten in den das jeweilige Buch spielt. Nesbo schreibt fließend, aber nicht einfach, man hat schon auch oft Stoff zum Nachdenken und genau das macht den Stil von Nesbo so gut. Spannend und immer wieder mit neuen Wendungen, aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das macht es stets interessant und mitreißend für den Leser.

    Fazit:
    Lange habe ich mich auf den neuen „Harry Hole“ gefreut und wirklich sehr sehnsüchtig gewartet. Ich habe erst spät zu Nesbo „gefunden“, bin aber jetzt wirklich schon länger ein Fan seines Schreibstils und auch von der Geschichte um den legendären Harry Hole und die Menschen, die ihn umgeben. Umso schwieriger ist es, dieses Buch zu bewerten. Gleich vorweg, es ist im Verhältnis zu anderen Büchern dieses Genres, wie gewohnt klasse, brillant geschrieben und wie immer taucht man komplett ab und ein in die Welt des Harry Hole.
    Aber diese Welt ist so unerwartet düster, traurig, brutal und selbstzerstörerisch, puh, da muss man das Buch doch zwischendurch mal aus der Hand legen. Harry Hole war immer schon ein schwieriger Typ, Problem behaftet, ein Säufer und grimmiger Mensch, der immer wieder fiese Menschen um sich schart und anzieht. Das mag man auch irgendwie, aber jetzt kommt es wirklich alles sehr gebündelt.
    Das Buch ist spannend, toll geschrieben, ein bisschen sehr brutal, wenn es um die Sicht eines Mörders und Vergewaltigers geht. Ganz langsam wird aufgedröselt, worum es überhaupt geht und was, warum passieren musste. Auf die Geschichte kann man schlecht eingehen, weil ich nichts vorweg nehmen möchte.
    Aber es ist schon ein Buch, das auch mich als Leserin etwas runterzieht. Kein Wunder wenn man auch gerne mal brutale Thriller liest, könnte man einwenden, aber man möchte Hole wirklich ständig schütteln, ihm gut zureden und ihm ein wenig das immer noch Schöne im Leben zeigen und ihn heraus holen aus dem Sog der Verzweiflung, des Hasses und der Wut. Man ist dankbar für die Weggefährten und Kollegen, die ihm wohl gesonnen sind und hofft mit ihnen auf einen guten Weg für Hole aus dem Elend dieser Welt.
    Aber genau das macht das Buch ja auch wieder so gut, dass man komplett in der Geschichte aufgeht und in diese andere, schlimme Welt abtaucht.

    Ich mag auch dieses 12. Buch und kann es nur empfehlen, alle die Harry Hole mögen, werden auch diesen Band lesen wollen, einfach auch weil man wissen möchte, wie es weitergeht! Außerdem finde ich, einem Autor muss auch zugestanden werden, mal ein etwas anderes Buch schreiben zu dürfen.
    Ich fand „Durst“ zum Beispiel besser, aber da hätte ich wohl 8 Sterne gegeben, falls das möglich gewesen wäre, deshalb gebe ich hier "trotzdem" gerne 5 Sterne…

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  • 5 Sterne

    7 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Silke T., 09.10.2019

    Als Buch bewertet

    Tiefschlag für Harry Hole
    Da es sich hier mittlerweile um den zwölften Band einer Reihe handelt, gibt es Spoiler zum Privatleben der Charaktere.
    Seit der Trennung von seiner Frau Rakel scheint Harry Hole in alte Muster zu fallen. Doch nicht nur die Trennung macht ihm zu schaffen, denn auch Serienvergewaltiger und -mörder Svein Finne ist nach zwanzig Jahren Haft wieder auf freiem Fuss und hat Harrys Familie bedroht. Als er dann in einer Nacht dem Alkohol viel zu sehr zugesprochen hat, dass ihm am nächsten Tage jegliche Erinnerungen fehlen, scheint der Tiefpunkt gekommen zu sein. Doch warum hat er Blut an der Kleidung? Kurze Zeit danach bekommt Harry eine Antwort, eine Antwort, die den eh schon schwer gebeutelten Kommissar völlig zerstört.
    Meine Meinung
    Mit Messer ist nun der mittlerweile zwölfte Band der Harry Hole von Jo Nesbo erschienen und ich bin seit dem ersten Teil ein Fan des Schriftstellers und seines äuerst charismatischen Ermittlers Hole.
    Dementsprechend gespannt war ich dann auch auf den neuen Band der Reihe, der gleich so beginnt, wie ich es nach dem Ende des letzten Bandes schon erahnt hatte. Damit gelingt der Einstieg leicht und schnell war ich wieder ganz bei Hole und dessen Ermittlungen. Nesbo hat etwas, mit dem er mich immer wieder an seine Bücher fesselt, dabei hat er eigentlich immer eine recht schwere, düstere und melancholische Grundstimmung. Diese ist in dem neuen Hole Fall ganz besonders hart zu spüren, da Hole tiefer betroffen und getroffen wird, als jemals zuvor. Genau das ließ mich hier auch wieder regelrecht durch die Seiten fliegen und der Spannungsaufbau ließ keine Wünsche offen. Von Beginn an war ich wieder ganz dicht am Geschehen und wie immer fand ich, dass der Thriller von Anfang bis Ende durchdacht und schlüssig wirkte.
    Hole macht sich dieses Mal auf die Spur nach einem Täter, den er schon einmal dingfest gemacht hat. Dabei ist er sich selbst nicht ganz schlüssig, ob dieser ihm wirklich das alles angetan hat. Aber nicht nur die Jagd nach einem Mörder steht hier im Mittelpunkt, denn Nesbo knüpft auch einige weitere Themen, wie z. B. das PTBS mit in seine Geschichte ein. Dabei schafft es Nesbo mich immer wieder mit teilweise wirklich unglaublichen Plottwists zu verblüffen und mit so manch einer Entwicklung hat er mich tatsächlich tief betroffen gemacht.
    Aus unterschiedlichen Blickwinkel, bei denen natürlich meist Ermittler Harry Hole im Mittelpunkt steht, verfolgt der Leser das Geschehen. Wer hinter der Tat wirklich steckt, bleibt dabei aber ein Rätsel und immer wieder befindet man sich auf falscher Fährte.
    Ich weiß nicht, was es ist, was mich immer wieder zu Harry Hole zieht. Er war auf jeden Fall der erste Ermittler eines Thrillers, den ich kennengelernt habe, der so am Ende war. Ein Alkoholiker, der immer wieder abdriftet, der aber trotzdem ein unglaubliches Gefühl für Fälle und deren Täter hat. Definitiv hat Hole eins: Charisma und diesem erliegen doch so einige Frauen. Aber nicht nur Hole ist im Laufe der Jahre ein Charakter, dem ich nie widerstehen kann, sondern auch Nesbos andere Figuren sind äußerst interessant gezeichnet. Man hat das Gefühl, die Personen zu kennen und doch gelingt es Nesbo immer wieder, mich völlig zu überraschen.
    Mein Fazit
    Oftmals kann man Thriller einer Reihe auch für sich alleine lesen, doch das wäre im Falle der Hole Reihe nicht wirklich sinnvoll, denn die Entwicklung der Charaktere ist doch immer wieder grundlegend in den Nesbo Thrillern. Mit diesem Buch hat mich der Autor bestens unterhalten und wieder einmal völlig überrumpelt, denn was da wirklich passiert ist, war fast schon unglaublich und doch wiederum so schlüssig dargestellt, dass ich Nesbo alles abekauft habe. Wer die Reihe mag, wird auch an Messer nicht vorbei kommen.

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  • 4 Sterne

    20 von 36 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    buchleserin, 30.08.2019

    Als Buch bewertet

    „Messer“ ist Band 12 der Harry-Hole-Krimi-Reihe.
    Harry Hole trinkt wieder. Seine Frau Rakel hat ihn rausgeworfen. Bei der Polizei arbeitet Harry z.Zt. als einfacher Ermittler. Ein neuer und auch alter Fall: Svein Finne genannt „der Verlobte“, ein brutaler Vergewaltiger, ist aus dem Gefängnis raus und treibt wieder sein Unwesen. Harry folgt seiner Spur. Doch es wird noch so richtig schlimm für Harry, als er eines Morgens aus dem Suff aufwacht, seine Kleidung blutbeschmiert ist und er selbst keine Erinnerung hat an die letzte Nacht.
    Dieser Band der Reihe ist sehr emotional und das weitere Geschehen wird sehr hart für Harry. Der Anfang dieses Krimis konnte mich noch fesseln, danach wurde es irgendwie etwas langatmig und zäh zu lesen. Diesmal dauerte es etwas länger, bis mich diese Story so richtig packen konnte. Vielleicht war ich auch zu überrascht von dem Mordopfer. Doch irgendwann war ich so gefesselt von dem Ganzen, habe alle möglichen Leute verdächtigt und war am Ende ziemlich verblüfft über die Auflösung. Jo Nesbo versteht es wirklich gut, falsche Fährten zu legen. Dieser Krimi ist voller unerwarteter Wendungen. Ich mag diesen Harry Hole sehr gerne als Ermittler, obwohl er inzwischen ein ziemlich kaputter Typ ist und ein großes Alkoholproblem hat.
    Für Harry-Hole-Fans eine klare Leseempfehlung.

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  • 5 Sterne

    7 von 11 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    smartie11, 10.09.2019

    Als Buch bewertet

    Harry Holes wahrscheinlich persönlichster Fall – immer wieder überraschend & mit tiefen seelischen Abgründen

    „Wir sind alle notorische Schürzenjäger, Diebe, Säufer, Mörder. Wir wiederholen unsere Sünden und hoffen auf Vergebung. Von Gott, von anderen und auf jeden Fall von uns selbst.“ (S. 374)

    Meine Meinung:
    „Messer“ ist tatsächlich mein erster „Harry Hole“, den ich lese. Daher habe ich leider keine Vergleichsmöglichkeiten zu den 11 Vorgängern, hatte aber dennoch keinerlei Schwierigkeiten, in den Fall hineinzufinden und mit den Charakteren „warm“ zu werden.

    Bereits der kurze Prolog hat mir ein sehr mulmiges Gefühl in den Magen gepflanzt, den Keim einer bösen Vorahnung. Schnell nimmt die Geschichte an Fahrt auf, und bereits auf S. 62 passiert etwas, das Harry Hole (der ja auch sonst nicht für seine psychische Stabilität bekannt zu sein scheint) in seinen Grundfesten erschüttert, ihn bricht und von einem Tag auf den anderen zu einem Schatten seiner selbst werden lässt. Von da an durchlebt er seine ganz eigene Hölle…

    Es scheint wohl Holes persönlichster Fall zu sein, der ihn nun antreibt wie ein Duracell-Männchen bis an seine Grenzen – und noch ein gutes Stück darüber hinaus. Immer wieder bringt Nesbo dabei neue Charaktere und Informationsdetails ins Spiel, die dafür sorgen, dass ich mein Bild des Falls und meine Vermutungen zum Täter mehr als einmal radikal revidieren musste. So oft war ich mir sicher, nun den Täter zu erahnen (und Harry ging es dabei ganz genauso). Doch zum Schluss führte mich Nesbo so dermaßen aufs Glatteis, dass seine tatsächliche Auflösung mich genauso wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen hat wie auch Hole selbst. Eine Lösung, die ich keine Sekunde vorhergeahnt habe, für die es doch im Nachhinein betrachtet aber immer mal wieder ein Indiz gegeben hat. Hier merkt man ganz deutlich, dass Jo Neso zu Recht einer der erfolgreichsten Krimiautoren der Gegenwart ist. Dies ist wirklich ein Verwirrspiel par excellence!

    Was mir an diesem Krimi ebenfalls sehr gut gefallen hat, sind die vielen tragischen Schicksale, die hier nach und nach ans Licht kommen. Dabei offenbaren sich menschliche und seelische Abgründe, die eine Spur Dunkelheit und Bitterkeit mit hineinbringen in diesen Krimi. Zwischendurch war ich zugegebener Maßen etwas enttäuscht von den vielen losen Handlungssträngen (und es drückte zeitweise auch etwas auf die Spannung), die scheinbar vor sich hinmäanderten. Doch am Ende hat Nesbo sie alle geschickt zusammengebracht und für sein großes Finale genutzt.

    FAZIT:
    Spannung, Tragik, Schicksale und Dramen – und dazu immer wieder überraschende Wendungen und ein schockierendes Finale. Mir hat´s gefallen!

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  • 4 Sterne

    6 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    ele, 11.10.2019

    Als Buch bewertet

    Messer, Thriller von Jo Nesbø, 575 Seiten, erschienen im Ullstein Verlag.
    Harry Hole ermittelt in seinem 12. Fall
    Harry Hole, der geniale Ermittler mit dem Bauchgefühl, welches ihn nie im Stich lässt, hat es dieses Mal ordentlich in den Sand gesetzt. Der Alkoholiker hat seinen Job an der Polizeihochschule verloren. Weil er wieder trinkt und die Finger nicht von anderen Frauen lassen kann, hat sich die Liebe seines Lebens, seine Frau Rakel von ihm getrennt. Harry versinkt im Selbstmitleid und Alkohol. Eines Tages erwacht er blutverschmiert und ohne Gedächtnis, darauf folgt die schlimmste Zeit seines Lebens.
    Das Buch ist in 4 Teile unterteilt, die sich in 53 lange Kapitel gliedern. Liedtexte und fremdsprachliche Phrasen erscheinen kursiv und sind somit deutlich vom Text abgegrenzt. Spannende, schlagfertige Dialoge beleben die Erzählung. Der manchmal schwierige Plot, hemmt anfangs den Lesefluss. Einen Satz auf S. 63, der mich ganz besonders berührte, habe ich mir notiert: „ Warum musstest du kommen und mich so einsam machen“.
    Der Einstieg ins Buch fiel mir diesmal nicht leicht. Obwohl ich den Vorgängerband Durst vor nicht allzu langer Zeit gelesen hatte, habe ich den Anschluss nicht gleich gefunden. Außerdem ist mir dieser zwar geniale, aber jämmerliche und disziplinlose Protagonist tierisch auf die Nerven gegangen. Den Raubbau, den Hole mit seinem exzessiven Leben, an seinem Körper betreibt müsste ihn schon lange vernichtet haben. Doch noch immer liegen ihm die Frauen zu Füßen, dabei muss er mittlerweile ziemlich eklig sein. Unnötige Rückblicke über die Zeit mit Rakel und Harrys Jugend, die ausführlichsten Beschreibungen über Musik und Filme, langweilige ausschweifende Erzählungen über Afghanistan machten mir das Durchhalten sehr schwer. Der Strang der Svein Finne und auch den Mord an Rakel betrifft, ist dagegen sehr spannend gewesen. Ab der Hälfte des Buches zieht der Thriller jedoch an und die Spannung steigt. Als Mörder habe ich in diesem Stadium der Geschichte wirklich jeden der Charaktere verdächtigt. Der wirkliche Mörder stand schon bald auf meiner Liste wurde aber dazwischen immer wieder fallengelassen. Die letzten 150 Seiten habe ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen können, die Ereignisse überschlagen sich, plötzliche Wendungen und dann dieser geniale Abschluss haben mich wieder mit der Geschichte versöhnt. 100 Seiten weniger hätten dem Buch sehr gut getan. Das Buch schließt mit einem offenen Ende, ich wäre aber nicht böse wenn die Reihe um Harry Hole nun hier einen Abschluss finden würde. Es handelt sich bei diesem jüngsten Fall nicht gerade um das Highlight der Serie, einige der Vorgängerbände haben mir besser gefallen. Meine Lieblingsfigur ist Oleg, Rakels Sohn, der erwachsener wirkt als sein Ziehvater Harry. Einige der Personen sind mir schon aus den vorangegangenen Bänden bekannt, deshalb war die Menge an Charakteren überschaubar, im Großen und Ganzen handelten sie authentisch und nachvollziehbar. Ich hatte keine Schwierigkeiten dem eigentlichen Mordfall und dem Svein Finne – Fall zu folgen, lediglich störten mich die o.g. Ablenkungen und Ausschweifungen. Und dass ein 77jähriger in zweieinhalb Minuten eine Frau schwängern und so hervorragend klettern kann ist m. E. nicht plausibel. Dieses Buch als Einstiegsband zu lesen finde ich schwierig. Für die Fans von Harry Hole ist Messer ein Muss. Von mir allein schon für dieses tolle Ende 4 von möglichen 5 Sternen.

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  • 5 Sterne

    5 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Martina E., 22.09.2019

    Als Buch bewertet

    „Messer – Ein Fall für Harry Hole“ von Autor Jo Nesbø ist Band 12 der Harry Hole-Krimireihe. In seinem persönlichstem Fall gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

    Harry kämpft mit seiner Alkoholsucht. Ein Blackout macht ihm zu schaffen. Was ist passiert? In drei Fällen ungelöster Morde fällt der Verdacht auf einen Sexualstraftäter und Serienmörder, den Harry schon mal hinter Gitter gebracht hat. Sein Wunsch, die Ermittlungen zu übernehmen, stößt auf eine Mauer des Widerstands.

    Das erste Kapitel bietet einen filmreifen, originellen Einstieg mit einem ungewöhnlichen Zeugen. Im weiteren Verlauf der Geschichte lässt sich erahnen, was es mit der Szene auf sich hat. Lauernde Gefahren, Geheimnisse, Schuld, Täuschung, Paukenschläge, der Krimi fesselt von Seite zu Seite mehr. Erst ab Buchmitte wird die Raffinesse des Plots so richtig deutlich. Das Undurchsichtige sorgt für Spannung und Intensität. Immer wieder werden Spekulationen eingeheizt. Geschickte Winkelzüge lassen alles in neuem Licht erscheinen. Das Verwirrspiel nimmt immer mehr Fahrt auf. Taff und doch verletzlich, so wie Harry sind auch die Frauen in seinem engeren Umfeld. Verborgenes kommt ans Tageslicht. Harry muss seine Schwächen überwinden, Gefühle im Zaum halten, um Kontrolle und Überblick zurückzugewinnen. Der Feind agiert planvoll, gerissen und kaltblütig. Lässt er sich austricksen? Das Thema „Traumata“ bildet den Kern der Geschichte. Wer hat was zu verbergen? Welche Folgen haben die Ereignisse der Vergangenheit? Überraschende Wendungen sorgen für Tempo. Die Dramatik nimmt zu. Harry wird zur Schachfigur in einem durchtriebenen Spiel. Was ist Wahrheit, was Lüge? Lauernde Gefahren, Bedrohungen, Geheimnisse, schicksalhafte Eskalationen, Tod. Ein raffiniert inszenierter Thriller, der schockiert, berührt und sprachlos macht.

    Das Cover mit dem riesigen Titel-Buchstaben zieht die Blicke aufs Buch. Der Autorenname weckt ebenfalls Interesse. Auch wer die vorherigen Bände nicht kennt findet sich in „Messer – Ein Fall für Harry Hole“ problemlos zurecht. Band 12 toppt die hohen Erwartungen. Die packende Story lässt kaum Atempause und wirkt wie ein Labyrinth aus Spuren und Tätern. Sehr empfehlenswert!

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  • 4 Sterne

    6 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Karin G., 07.09.2019

    Als Buch bewertet

    Das Buch hat mein Interesse auf Grund des tollen Covers und des Titels geweckt. Von dem Autor habe ich bereits viel gehört und auch einiges gelesen.
    Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.
    Die einzelnen Figuren sind hervorragend charakterisiert. Harry Hole ist mir jedoch nicht besonders sympathisch.
    Zur Handlung, Harry Hole, Hauptkommissar ist im Moment völlig am Ende. Seine über alles geliebt Frau Racel hat ihn vor die Tür gesetzt. Der Alkohol ist wieder sein bester Freund. Nun erleidet er auch noch einen schweren Schicksalsschlag, seine Frau wurde brutal ermordet, dazu kommt, dass er in dieser Nacht einen völligen Blackout hat. Er wacht mit blutdurchtränkten Hosen auf und kann sich an nichts erinnern.
    Meine Meinung zu dem Buch ist zwiegespalten, zum einen gibt es Teile, die sehr spannungsgeladen sind, so dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Andererseits ist meines Erachtens zu viel drum herum, was von der eigentlichen Handlung ablenkt. Zum Beispiel wurden die Szenen um Afghanistan meiner Meinung nach zu sehr ausgearbeitet und langwierig dargestellt.
    Auch ist die Person, Harry Hole mir in diesem Band zu unglaubwürdig, er führt seine Ermittlungen meist in vollkommen alkoholisiertem Zustand durch und hat sich überhaupt nicht unter Kontrolle.
    Ich denke dies ist sicher nicht das beste Werk des Autoren, aber schlecht ist es auch nicht wirklich. Am besten selber lesen und sich eine eigene Meinung bilden.

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  • 4 Sterne

    3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    NurEineWahrheit, 21.11.2019

    Als Buch bewertet

    Messer - schnell und tödlich

    Messer können Leben schenken. Sie helfen uns, Nahrung zuzubereiten und andere Werkzeuge herzustellen. Messer können aber auch Leben nehmen. So ähnlich beschreibt es Harry Holes alter Feind Svein Finne. In Jo Nesbøs neuem Harry-Hole-Thriller spielen sie eine entscheidende Rolle und das nicht im guten Sinne. Nicht ohne Grund sind sie Namensgeber dieses nicht ganz 600 Seiten starken Buches.

    In seinem 12. Fall ist Harry Hole zu Beginn des Buches von seiner Frau Rakel getrennt, verfällt zusehends wieder dem Alkohol und ermittelt in einem Mordfall, der für andere wohl schon eine Herausforderung wäre, für ihn aber ein leichtes ist. Er wünscht sich eine anspruchsvollere Aufgabe. Die wird er auch kurz darauf bekommen, vielleicht die größte seines Lebens.

    "Messer" ist gewohnt spannend entlang des gesamten Buches. Längere Ruhepausen oder langweilige Stellen sind mir nicht untergekommen. Bereits das erste Kapitel hat mir als Einstieg sehr gut gefallen - ein Ausblick, dessen Bedeutung sich erst später zeigen wird. Und auch bis zum Schluss bleibt es aufregend, Harry Hole zu verfolgen. Aufgelöst wird alles sehr nachvollziehbar, so dass man am Ende zumindest nicht mit vielen Fragen allein gelassen wird.

    Meine Kritikpunkte des letzten Thrillers um Harry Hole kann ich bei diesem Buch erneuern. Zum einen führt Nesbø seine Leser immer wieder auf falsche Spuren. Das geschieht aber nicht subtil, sondern so auffällig, dass man sich irgendwann zu fragen beginnt, wieso man sich immer wieder vom Autoren so an der Nase herumführen lässt. Sicherlich wird dies aber auch ein Grund sein, wieso man das Buch kaum weglegen kann, meint man doch so oft, der Lösung nah zu sein.
    Auf der anderen Seite ist der Fall an sich zwar nicht unglaubwürdig spektakulär, aber manche Teile der Handlung dann doch. Kleine Brötchen backt Nesbø auf jeden Fall nicht.

    Insgesamt hat mir "Messer" durchaus wieder hervorragend gefallen. Man sollte nur keine intellektuelle Herausforderung erwarten, sondern solide Thriller-Unterhaltung. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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  • 3 Sterne

    3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Ingrid V., 15.09.2019

    Als eBook bewertet

    Harry Hole ist wieder dem Alkohol verfallen, als Rakel ihn verlassen hat. Doch dann passiert sein größter Alptraum. Er ermittelt auf eigene Faust und mit Hilfe seiner Freunde.

    Ich kenne nur Durst von dem Autor und das hatte mir gut gefallen, obwohl ich kein Krimifan bin. Nun hatte ich den Eindruck, dass es sich um einen anderen Autor handelt als bei Durst. Das was mir so gut gefallen hatte am Schreibstil, war nicht vorhanden. Es gab viele Längen und Gedankenkarussell von Hole.

    Das Buch war schon spannend. Aber letztendlich ist Hole als Polizist mit diesem Buch verbraucht. Das offene Ende muss man auch mögen.

    Die Figur von Hole ist auch etwas komisch dargestellt. Warum fliegen alle Frauen auf ihn, obwohl er Alkoholiker ist? Warum helfen ihm seine Freunde? Warum ist er so besessen von seinem jeweiligen Verdächtigen? Und was soll mir der Abschluss des Falls sagen?

    Manche Stellen waren auch unlogisch. Auch nach Ende des Buchs verstehe ich nicht, was es mit Finne auf sich hatte. Klar ist er widerlich, aber warum hasst in Hole so? Und auch die Beziehung von Rakel und Hole war nicht ganz nachvollziehbar dargestellt.

    Fazit: Das nächste Buch der Reihe werde ich nicht mehr lesen. Ich kann mir Hole nicht mehr als Ermittler vorstellen.

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  • 2 Sterne

    9 von 16 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    M., 27.08.2019

    Als eBook bewertet

    Zu einer Soap Opera verkommen

    Von Nesbö habe ich fast alles gelesen. Bei der Harry Hole Serie hätte er aber nach Koma aufhören sollen. Den 11. Band fand ich auch schon nicht mehr richtig gut. Eigentlich wollte ich deshalb diesen 12. gar lesen. Leider tat ich es dennoch und es wurde sogar schlimmer als erwartet.

    Zum Klappentext will ich gar nicht viel ergänzen. Die Trennung von Rakel und Harry verstand ich über weite Strecken nicht, auch am Ende, als einige Infos mehr dazu kamen, überzeugte mich das nicht.
    Relativ zu Beginn wird zudem eine recht wichtige Person ermordet, worüber ich als „Fan“ der Serie irgendwie sauer, traurig und enttäuscht war.

    Bei Harrys Ermittlungen, die er eher außerdienstlich und wie oft im Graubereich durchführt, helfen ihm vor allem Kaja Solness, die sich momentan auf Rufbereitschaft des Roten Kreuzes in Oslo befindet und Kriminaltechniker Björn Holm, der sich gerade in Elternzeit um sein Kind kümmert. Harry wirkte jedoch generell in seinem Verhalten eher unsympathisch und seine Frauen Geschichten fand ich einfach nur albern. Verantwortung für seinen Ziehsohn Oleg übernahm er in seinen Handlungen nicht, hier hätte ich ihn bislang anders eingeschätzt. Auch seine Ermittlungen fand ich irgendwie dämlich und unklug.
    Viele alte Bekannte treten auf, wobei keiner besonders heraussticht. Katrine Bratt als Dezernatsleiterin wirkt deplatziert und überfordert. Alles in allem wirkte die ganze Story um die Ermittler wie eine billige Soap Opera.

    Fahrt nimmt der Krimi erst nach etlichen Seiten auf, aber das ist bei Nesbö jetzt auch nicht neu. Es wird dann stellenweise durchaus fesselnd und es gibt teilweise recht spannende falsche Fährten. Seine Auslassungen über Afghanistan und Soldaten mit PTBS fand ich zwar gut und tendenziell interessant lesbar, aber weder neu noch sonderlich originell.
    Der Handlungsstrang um Sven Finne stiess mich mit den geschilderten Vergewaltigungen, samt der Figur an sich, ziemlich ab, da bin ich aber auch eher „ zart besaitet“. Hier zeigte sich aber auch wieder Nesbös Talent, Dinge sehr eindrucksvoll zu schildern.

    Letztendlich war ich ziemlich genervt, gelangweilt und enttäuscht, so dass ich nicht mal Lust hatte, die immer wieder erwähnten Musikstücke nachzuhören, was ich ansonsten recht gern tue. Ich begann, Stellen einfach zu überlesen, da mir meine Zeit zu kostbar erschien.
    Wer der Täter war, überraschte mich, aber wirklich froh wurde ich damit auch nicht.

    Diesmal bin ich ganz sicher, den 13. Band werde ich wirklich nicht mehr lesen. Irgendwie ist die Luft raus.

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  • 5 Sterne

    6 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja D., 04.09.2019

    Als Buch bewertet

    Ein supertolles Buch, konnte es fast nicht weglegen!!!! Ein typischer Hole!

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  • 4 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    buchstabensuechtig, 16.10.2019

    Als Buch bewertet

    Wieviel Perfidie steckt darin, einem anderen vorzugaukeln, er hätte das, was ihm das Teuerste, Wichtigste im Leben war, ermordet? Wie kann man so hassen?
    Harry Hole ist am Tiefpunkt. Er säuft wieder, ist suspendiert, und dann wacht er eines Sonntags ohne Erinnerung an den Vorabend mit blutiger Kleidung auf – und erfährt, dass Rakel, die Liebe seines Lebens, die ihn vor wenigen Monaten aus dem gemeinsamen Haus geworfen hat, am Vorabend ermordet wurde.
    Hängt der Mord an Rakel mit der Freilassung von Sven Finne, dem Vergewaltiger, zusammen? Immerhin wurde Rakel mit einem Messer getötet…. Oder steckt der verdächtige Roar Bohr, Rakels kriegtraumatisierter Chef, hinter der Sache?
    Der Leser verfolgt Harrys Gedankenzickzack atemlos. Und leidet mit Harry, wenn er von seinem halben Herz spricht, das nicht mehr lange schlafen wird.
    Doch dann die Wende: Harry findet Spuren, die auf ihn selbst als Täter deuten. Und ist bereit, den Preis dafür zu zahlen. Doch wer rächt Rakel, wenn er das nicht tut?
    Ich habe es nicht für möglich gehalten, über 500 Seiten in einem Rutsch zu lesen. Aber das Buch wegzulegen war keine Option. „Messer“ ist sicher der persönlichste Fall mit Harry Hole, nicht nur, weil das Opfer, um das sich alles dreht, Rakel ist. Wir erleben den knallharten Ermittler plötzlich im Gefühlschaos. Und am Ende entscheidet das Schicksal.

    Das Buch könnte als Finale für die Serie um Harry Hole stehen. Ich bin gespannt, ob sich die Vermutung, dass Harry Hole mit diesem Fall in Pension geschickt wird, bestätigt. Und sonst freue ich mich schon auf den nächsten Fall!

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  • 5 Sterne

    6 von 11 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Laberladen Blog, 17.09.2019

    Als Buch bewertet

    Harry Hole und das Messer

    Darum geht's:

    Der Alkohol hat Harry Hole wieder im Griff. Seine Frau Rakel hat ihn vor die Tür gesetzt und bei der Kripo ist er nur noch für untergeordnete Arbeiten eingestellt, die er auch im Suff erledigen kann. Kein Wunder, dass er mit einem gewaltigen Filmriss aufwacht. Die blutverschmierte Kleidung kann er sich auch nicht erklären und als Harry sich daran macht, seinen letzten Abend zu rekonstruieren, kann er nicht fassen, was sich ihm nach und nach offenbart.

    So fand ich's:

    Harry redet sich ein zu träumen, denn er ist sich sicher, sein Leben nicht weiter ertragen zu können, sobald er aufwacht. Trotzdem ist sein ermittlerisches Geschick und seine Spürnase nach wie vor brillant und da er offiziell nicht ermitteln darf, macht er sich mehr oder weniger privat daran, den Spuren nachzugehen. Seine privaten Kontakte und die Freunde, die er bei der Polizei hat, unterstützen ihn dabei, doch der Einzelgänger Harry ist die meiste Zeit über alleine zugange und versucht zu ergründen, was während seines Blackouts passiert ist.

    Sein Erzfeind Svein Finne ist wieder auf freiem Fuß und Harry ist überzeugt, dass Finne sich an ihm persönlich rächen will. Mit dieser Ansicht steht er aber alleine, auch wenn sich Finne wieder verdächtig macht. Finne ist clever und verrückt und schafft einen wunderbar-schrecklichen Gegenpart zu Harry. Die beiden liefern sich ein Katz-und-Maus-Spiel, das für sich alleine ausgereicht hätte, um die Spannung hochzuhalten. Doch es war nur einer der mitreißenden Handlungsstränge.

    Ich will nicht spoilern und deshalb halte ich mich allgemein, denn mich hat es mehr als einmal richtig verblüfft, welche Wendungen das Buch nahm. Und diese Schockmomente will ich Euch nicht nehmen. Harry wird so gebeutelt wie noch nie vorher in seinem Leben. Und das, obwohl er in der Vergangenheit auch schon so einiges mitgemacht hat.

    Dieser Band ist nachdenklich, Harry grübelt und zweifelt noch mehr als sonst, aber man darf auch wieder tief in seine Seele schauen. Er erlebt Freundschaft und Loyalität, Liebe, Verlust und Wut. Harry muss mehr als einmal genau wie wir Leser feststellen, dass er sich in Personen total geirrt hat. Mehrere Menschen machen sich verdächtig und ich habe im Geiste fleißig mit ermittelt. Und lag am Ende komplett falsch.

    Die emotionale Achterbahn, durch die Harry und auch wir Leser müssen, war nicht unbedingt geprägt von Action, sondern eher von persönlichen Schicksalen und der menschlichen Komponente - nicht nur bei Harry, sondern auch bei den Personen in seinem Umfeld. Eine genial dicht gewebte Geschichte von verflochtenen Schicksalen, im Guten wie im Bösen. Und obwohl man genau wie Harry ziemlich im Dunkeln tappt, bleibt alles übersichtlich und klar geordnet, sowohl spannend als auch emotional packend erzählt und es gibt wirklich absolut nichts, was ich an diesem Buch kritisieren könnte.

    Im Grunde kann man das Buch schon als Einzelband lesen, denn wie bei allen Bänden aus der Harry Hole Reihe ist die eigentliche Handlung in sich abgeschlossen. Da sich um harry aber in Kreis von Menschen bewegt, mit denen er über die ganze Serie hinweg immer wieder zu tun hat und die auch in diesem neuesten Band wichtige Rollen spielen, würde man sich einiges an Verständnis und Hintergrundinformationen zu den Beteiligten nehmen, wenn man nicht die komplette Serie kennt.

    Ich bin schon lange ein Fan von der Serie um Harry Hole. Auch wenn die ersten Bände noch nett und schön lesbar, aber nicht wirklich was Besonderes waren, steigert sich Jo Nesbø mittlerweile mit jedem Band und ich fiebere der nächsten Fortsetzung entgegen. Ich denke immer, jetzt kann er nicht nochmal was draufsetzen, doch dann kriegt er es doch hin, sich wieder zu steigern. Wie ich gehofft hatte, war "Messer" wieder ein absoluter Genuss und eine weitere Bereicherung für die Serie.

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  • 3 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    bibliofreund, 26.09.2019

    Als Buch bewertet

    Eigentlich bin ich nicht so der Schweden Thriller Fan, vor allem wenn es um Kommissare geht, die allersamt Alkoholiker, drogensüchtig oder psychisch ein Wrack sind. Mit Familienproblemen haben die meisten eh zu kämpfen. Trotzdem greife ich immer wieder zu der Harry Hole Reihe, fast immer um am Ende zu meckern. Vielleicht weil ich den Anfang gemacht habe und immer sehen möchte, was unterdessen aus ihm geworden ist. Aber auch in diesem Buch ist es einfach zu viel Harry und zu wenig Ermittlung. Letzterer ist an einem Tiefpunkt angelangt, seine Frau hat sich von ihm getrennt, er trinkt wieder, gefärdet damit seinen Job zu verlieren und man gibt ihm bislang nur Büroarbeiten, damit er keinen Fehler bei den Ermittlungen macht. Und doch jagt er einen Mörder und Vergewaltiger, der eng mit seiner Vergangenheit zusammenhängt. Es ist ein Albtraum. Und obwohl Harry meint dem Mörder zu kennen und alles auflösen zu können wird der Fall immer verzwickter und er gerät selbst ins Fadenkreuz.
    Für mich sollte die Reihe so langsam ihr Ende nehmen. Der 12. Band ist sicherlich nicht der Beste Harry Hole, denn ich denke die Luft ist so langsam raus und da man immer hohe Erwartungen an Jo Nesbo hegt, beäugt man auch dementsprechend kritisch seine Werke. 3 von 5 Sternen vom mir, teilweise weil man sich ja so viele Jahre "kennt".

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  • 5 Sterne

    3 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Inge W., 21.09.2019

    Als Buch bewertet

    Der MacGyver unter den Komissaren ist zurück. Harry Hole hat viele Serienmörder zur Strecke gebracht. Diesmal jedoch bekommt er es mit einem anderen Täter-Typus zu tun. Ein brutaler, wahnsinniger Vergewaltiger und Mörder namens Svein Finne, den Harry schon einmal hinter Gitter gebracht hat, treibt wieder sein Unwesen in Oslo. Und eine surreale Szene ganz am Anfang des Buchs lässt vermuten, dass Harry auch diesmal dem Tod zeitweise näher sein wird als dem Leben. Der Mordermittler ist wieder mal ganz unten - allein und verkatert in einem verdreckten Zimmer, im Job strafversetzt und von seiner geliebten Ehefrau wegen eines noch unklaren Fehltritts verlassen. Dass er seitdem wieder trinkt, dass er seinen Job an der Polizeihochschule verloren hat: Nebensache. Nichts zählt außer diesem Verlust. Um halbwegs durch den Tag zu kommen, arbeitet Harry wieder bei der Polizei, als einfacher Ermittler. Als er auf die Spur eines Mannes stößt, den er nach wie vor für einen brutalen Vergewaltiger hält, folgt er dieser Fährte, und begegnet nicht nur einem alten hochgefährlichen Gegner wieder, sondern steht auch persönlich vor seiner abgründigsten, härtesten Prüfung. Die seit kurzem mit Hole verheiratete Rakel Fauke, ihr Sohn Oleg, der bodenständige Björn Holm, Kommissarkollegin Katrine Bratt, die mysteriöse Kaja Solness, sie alle werden in einen Strudel gerissen, der nur Tote und Verlierer hinterlassen kann. Neue Figuren kommen hinzu, gleich mehrere Verdächtige für einen furchtbaren Mord treten auf und wieder ab. Es ist nicht immer leicht, auf den 575 Seiten des Buches den Überblick zu bewahren. Zumal der Autor mit Rückblenden un Erinnerungsfetzen arbeitet, deren Sinn sich nicht sofort erschließt. Darüber hinaus verstrickt Nesbø seinen Protagonisten in ein verwirrendes Netz amouröser Beziehungen, die nicht immer glaubwürdig wirken angesichts der heruntergekommen Loser-Existenz des Harry Hole. Der komplexe Handlungsverlauf sorgt dafür, dass die Geschichte in ständiger Bewegung ist und den Leser auf schwankendem Boden zurücklässt. Doch Nesbø ist ein so erfahrener und gewiefter Meister dieses erzählerischen Tricks, dass die Handlungsfäden schließlich doch zusammen finden - wenn auch in einem recht konstruierten, nicht gänzlich zufriedenstellenden Finale, aber wer die blutigen Details mag und den rasanten Wendungen gerne folgt, wird am Ende reich belohnt. "Messer" ist meiner Meinung nach der bisher düsterste, psychologisch fundierteste Nesbø Thriller. Er rückt den teilweise schon lange bekannten Hauptfiguren so nahe wie nie zuvor. Es ist ein Buch über Harry Holes inneren Zirkel, ein Buch über Intimität - also eine Sache, in der Harry nicht sehr gut ist. Bisher war Hole auch nach schlimmsten Verletzungen und Schicksalschlägen immer zurückgekehrt. Er hat die grausamsten Serienmörder zur Strecke gebracht, aber mit "Messer" tritt der Autor auf die Splatter-Bremse und präsentiert einen anderen Täter-Typus. Trotz dieser Neuerungen überkommt den langjährigen Fan ein wenig das wehmütige Gefühl, dass die Geschichte des Osloer Ermittlers auserzählt ist. Trotzdem, spannend und mit detailliert gezeichneten Charakteren, die einen in die Geschichte reinziehen und nicht mehr loslassen. Absolut empfehlenswert!

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  • 5 Sterne

    5 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Anne H., 09.09.2019

    Als Buch bewertet

    Harry Holes bisher persönlichster Fall
    Obwohl: Eigentlich ist Harry Hole ja bei seinen Fällen fast immer auch sehr stark persönlich betroffen, schon sein Charakter bedingt, dass sein Privatleben irgendwie immer in alles, was er beruflich tut, hinein strahlt. Doch so tief war der Einschnitt noch nie. Wieder einmal am Boden, verlassen von Rakel, wacht er benommen und sturzbetrunken in seiner kleinen Wohnung auf. Blut an den Händen, auf der Kleidung. Als dann eine Leiche gefunden wird, ist er bis ins Mark erschüttert und besonders schwer wiegt, dass er sich an nichts aus der fraglichen Nacht erinnern kann, stattdessen Flashback-artige kurze Szenen in seinem Hirn aufblitzen, die er nicht einordnen kann und plötzlich Indizien auftauchen, die er einordnen muss. Das alles jedoch nicht in seiner offiziellen Rolle als Kommissar unter Polizeichefin Katrine Bratt, sondern da er suspendiert ist – auch mal wieder – unter dem Radar, zusammen mit Kaja Solness, die noch immer ein wenig unter ihrem gebrochenen Herzen leidet, dass Harry ihr vor Jahren zugefügt hat, und Bjorn Holm, dem Mann von Katrine Bratt, der eigentlich im Erziehungsurlaub weilt. Harry vermutet einen alten Bekannten Svein Finne, den „Verlobten“ hinter diesem Mord und anderen Vorfällen in Oslo, doch auch andere Verdächtige tauchen auf und verschwinden wieder, bis eine schreckliche Erkenntnis in Harry Hole wächst…
    Ein typischer Harry Hole, mit den bekannten Haupt- und Nebencharakteren, mit einem Harry, der seiner Rolle treu bleibt, und einem Autor, der mit diesem zwölften Band einen der deutlich besseren Teile der Reihe vorlegt, als mit den letzten beiden Bänden – zumindest in meinen Augen. Der fall ist dramatisch, spannend und macht betroffen. Harry ist Harry, man schüttelt den Kopf über ihn, möchte ihn auch mal feste in den Allerwertesten treffen, aber dann ist er doch wieder der geniale Ermittler, der alle Puzzlestückchen an die richtige Stelle fallen lässt, auch wenn er vorher gar nicht so genau wusste, ob er da einen Teil der Lösung sieht oder ein belangloses Detail. Dafür schätze ich Jo Nesbos Reihe sehr, und sie ist einfach eine Konstante. Genau wie der oftmals ähnliche Ausgang des Buches, der im Unklaren lässt, wie es mit Harry nun weitergeht. Wo geht er hin, kriegt er die Kurve, wenn ja, wie lange und mit wem? Ich glaube, solange Nesbo neue Fälle einfallen, kann er Harry weiter in und aus dem Sumpf steigen lassen, es lohnt sich immer zu lesen. Ich weiß, was ich mir zumindest für die Zukunft wünsche: Einen Harry-Hole- und Oleg-Fauke-Fall! Wenn Oleg mit seiner Ausbildung fertig ist, könnte es doch einen gemeinsamen Fall geben, irgendwelche Vorfälle, die eine Zusammenarbeit der Polizei Oslo und der Finnmark nötig machen? Grandios!
    Fazit: Es ist der 12. Fall für Harry Hole, einsteigen sollte man mit dem Band sicher nicht, aber ansonsten gibt es an diesem Thriller rein gar nichts zu meckern. Spannungsbogen stimmt, bekannte Charaktere füllen ihre Rollen aus, ohne dass es zu wiederholend oder immer gleich rüberkommt, einfach gut.

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  • 5 Sterne

    6 von 12 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Manfred Fürst, 28.02.2020

    Als Buch bewertet

    Harry Hole, verheiratet mit Rakel, ist nicht geschaffen für eine dauerhafte Zweierbeziehung, ein hoffnungsloser Fall, dem auch eine Paartherapie nicht helfen könnte; Weil es ihm nicht gelingt und er es auch gar nicht willentlich versucht. Eine Prophezeiung wird für Hole wahr: „Du wirst schon sehen, du wirst ein paar Frauen glücklich machen. Und andere unglücklich.“

    Sollte man Alkoholiker, wie Hole einer ist, ernst nehmen? Eigentlich ja, denn Alkoholismus ist eine Krankheit. Dann ist nur noch die Frage zu beantworten, ‚saufen zu Hause oder öffentlich?‘ Hole säuft öffentlich, er ist ein exhibitionistischer Trinker mit masochistischen Zügen. Er will von seiner Umwelt bedauert und gleichzeitig verachtet werden.

    Krasser Plot:

    - Alkoholiker Hole empfindet es bereits als Erfolg, wenn er an einer Bar „vorbeifahren“ kann
    - Rakel wird ermordet
    - Svein Finne, genannt der „Verlobte“ vergewaltigt Frauen und zwingt sie unter Morddrohungen das Kind auszutragen. Frauen als Host für Alien Finne.

    Also wenn sich Finne, der von Hole „auserwählte“ Mörder seiner Frau bereits im ersten Drittel zu einem Geständnis „überreden“ lässt, muss etwas „faul“ sein, mit anderen Worten, Svein Finne kann nicht der Mörder seiner Frau sein. Für den Leser wirft das wieder die Frage auf, wer hatte welches Motiv und welche Motivation, war es vielleicht doch eine Frau.

    „Die Sonne ging langsam auf. Diese Stadt (Oslo) war genau wie manche Frauen. Im richtigen Licht war sie plötzlich unglaublich attraktiv, um im nächsten Augenblick schon wieder so gewöhnlich, ja gerade spröde zu wirken, dass sie in der Mittelmäßigkeit versank“ (Zitat Nesbø, S. 455).

    Nesbøs Cleverness als Plot-Konstrukteur ist kaum zu überbieten und das in der 12ten Fortsetzung: Nachdem alle Mordverdächtigen, einer nach dem anderen ausscheiden, bleibt nur noch – wie sollte es anders sein – Harry Hole übrig. Aber ist er der Mörder?

    Dieser Mordfall sollte als der Harry-Hole-Fall in die Annalen der norwegischen Kriminalpolizei eingehen. Alle vom Staatsanwalt abwärts klopfen sich auf die Schulter. Endlich haben sie den verhassten und doch erfolgreichsten Ermittler am Hacken, auch wenn er tot? Ist.

    Katrin Bratt, Leiterin der Osloer Polizei und erbitterte Konkurrentin des Osloer Kriminalamtes über ihre Situation: „Sie hatte gesehen, wie einige Frauennach der Geburt zu Depotinnen geworden waren, davon überzeugt, dass sie die Sonne und alle Planeten des Himmels nur um Mutter und Kind drehten. Und wie sie ihre Ehemänner plötzlich mit Verachtung begegneten...“ (Zitat Nesbø, S. 473).

    „Love Hurts“ von den Everly Brothers “as Tribute for” Bjørn Holm.

    Zum Showdown mit genialem Winkelzug passt 5. Mose 32:25 „Die Rache ist mein; ich will vergelten.“

    Nochmal Katrin: „Was weiß man eigentlich über die Menschen, mit denen man Tisch und Bett teilt.“ Wie wahr.

    HARRY HOLE zum 12ten. Jo Nesbø hat von seiner brillanten Erzähltechnik nichts eingebüßt. „Messer“, der beste Thriller aus der Harry-Hole-Serie.

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  • 5 Sterne

    3 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Johann B., 16.09.2019

    Als Buch bewertet

    Ich kenne keinen Autor, der mich auch beim 12. Band einer Serie so fesselt, wie Jo Nesbo. Harry Hole leidet und bleibt doch ein guter Ermittler. Seine Ehefrau Rakel und er lernten sich vor 15 Jahren kennen. Immer mal wieder trennten sie sich, bis Harry dann doch mir ihr vor den Traualtar ging. Doch, sie warf ihn aus der gemeinsamen Wohnung, weil Rakel nicht mehr mit seinem Alkoholkonsum und seiner fanatischen Suche nach dem „Verlobten“, dem Serienvergewaltiger Svein Finne, leben konnte. Das ist nun 2 Monate, 15 Tage und 20 Stunden her. Und was macht Harry? Er trinkt um zu vergessen. Wacht zuweilen in fremden Betten auf und kann sich an nichts erinnern. Seine Alkoholexzesse kosteten ihn auch noch den Job an der Uni.

    Harry ist wieder auf der alten Dienststelle aber nicht mehr der Held von früher. Obwohl er gleich zu Beginn des Buches ein falsches Geständnis entlarvt und den wahren Täter überführt. Ja, und dann wird ihm eröffnet, dass eine Frau durch einen Messerstich in ihrem Haus ermordet wurde. Er fährt sofort hin und muss sich die Leiche seiner großen Liebe anschauen. Kein Wunder, dass er noch tiefer in den Abgrund gerät. Ist es wirklich der Vergewaltiger Svein Finne, der sie tötete? Welches perfide Spiel hat er drauf und wie schafft er es, alle hinters Licht zu führen? Harry wäre am liebsten nur noch betrunken, damit er nichts fühlen muss. Aber er weiß auch, dass nur er in der Lage ist, den Mörder Rakels zu finden. Svein Finne war Harrys erster Fall und er brachte ihn hinter Gitter. Der schwor ihm damals, dass er sich an ihm und seiner Familie rächen würde. Es ist also kein Wunder, dass Harry unentwegt nach ihm sucht.

    Die meisten Bücher einer Reihe sind spätestens nach Band sechs für mich langweilig und vorhersehbar. Nicht bei Messer und dem Ermittler Harry Hole. Ja, er ist Alkoholiker und stürzt eigentlich in jedem Band mal mehr, mal weniger ab. Aber die Wendungen und die vielen Verdächtigen, das ist bei jedem Buch immer wieder neu und sehr fein durchdacht. Und immer, wenn ich denk, ja, der oder die waren es, dann kommen neue Aspekte dazu und meine Annahme löst sich in Luft auf.

    Jo Nesbo ist mal wieder ein spannender Nervenkitzel gelungen, den ich selbst in der Nacht nicht aus der Hand legen konnte. Aus dem Grund fünf Sterne und meine ausdrückliche Leseempfehlung.

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