Wir verwenden Cookies, die für die ordnungsgemäße Bereitstellung unseres Webseitenangebots zwingend erforderlich sind. Mit Klick auf "Einverstanden" setzen wir zusätzlich Cookies und Dienste von Drittanbietern ein, um unser Angebot durch Analyse des Nutzungsverhaltens zu optimieren, um Nutzungsprofile zu erstellen, interessenbezogene Werbung anzuzeigen, sowie die Webseiten-Performance zu verbessern. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit durch erneuten Aufruf dieses Cookie-Banners am Ende der Webseite widerrufen. Weitere Informationen und Einzelheiten finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Einverstanden
Nur funktionale Cookies
 
 
%
Merken
Teilen
%
Merken
Teilen
 
 
sofort als Download lieferbar
versandkostenfrei

Bestellnummer: 127527934

Printausgabe 12.00 €
eBook -17% 9.99
Download bestellen
sofort als Download lieferbar
versandkostenfrei

Bestellnummer: 127527934

Printausgabe 12.00 €
eBook -17% 9.99
Download bestellen
London, 1647: Es ist die Blütezeit des strengen Puritanismus. Dessen Anführer Oliver Cromwell lässt sogar das Weihnachtsfest verbieten, mit der Begründung, es sei mit heidnischen Bräuchen vermischt und daher unbiblisch. Auch der junge John ist ein...
Sortiert nach: relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach: alle
  • 5 Sterne

    7 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Dreamworx, 30.12.2019

    Als Buch bewertet

    1647 London. Der junge John Annesley ist Wasserträger und wurde nach dem Tod seines Vaters von seinem Onkel und seiner Tante aufgenommen, wo die strenge Lehre der Puritaner sein Leben prägte, deren Grundsätze Enthaltsamkeit und ein einfaches Leben sind und auch das Weihnachtsfest verbietet. Eines Tages trifft er während seiner Arbeit auf Aurelia, die Tochter eines gutsituierten Graveurs. Aurelia ist aufgeschlossen, fröhlich und möchte dem Leben alles abgewinnen, was es zu bieten hat. Dazu gehören natürlich auch Musik, Besuche im Theater, aber vor allem Weihnachten. John und Aurelia leben völlig verschiedene Leben, doch fühlen sie sich voneinander angezogen. Werden sie eine Chance haben?
    Titus Müller hat mit „Tanz mit mir Aurelia“ eine wunderbare und gefühlvolle Kurzgeschichte vorgelegt, die man nicht schöner erzählen kann. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft, emotional und mit leisen poetischen Tönen, wie sie der Autor ganz außerordentlich gut beherrscht. Der Leser reist in die Zeit zurück und hat von Beginn an die Möglichkeit, sowohl John als auch Aurelia zu folgen und ihre jeweiligen Lebens- und Glaubenseinstellungen kennenzulernen. Dabei gibt Müller dem Leser einen sehr guten Einblick in die Lehre des Puritanismus, der das Leben der Menschen sehr beschränkt auf harte Arbeit, Enthaltsamkeit und jeglichen Verzicht auf Vergnügungen, die das Leben bunt und fröhlicher gestalten. Der Puritanismus erlaubt keinerlei Ablenkungen vom Glauben und für Außenstehende eine große Herausforderung. Die sowohl bei John als auch bei Aurelia aufkommenden Fragen über das Leben des jeweils anderen geben auch dem Leser einiges zum Nachdenken. Die Dialoge sind so tiefsinnig gewebt, dass man beide Seiten der Argumentation gut nachvollziehen kann. Auf gekonnte Weise verknüpft der Autor den historischen Hintergrund mit seiner Geschichte und lässt sie dadurch sehr authentisch werden.
    Die Charaktere sind liebevoll in Szene gesetzt und wirken mit ihren unterschiedlichen Ecken und Kanten sehr lebendig und realistisch, der Leser darf sowohl John als auch Aurelia bis tief ins Herz schauen. John ist ein fleißiger Mann, der in einfachen Verhältnissen aufwuchs, aber liebevoll, wenn auch streng, erzogen wurde. Er scheut keine harte Arbeit, ist hilfsbereit und tiefgläubig. Aurelia stammt aus einer wohlhabenden Familie, die sich aufgrund des Puritanismus momentan eher bedeckt hält. Sie ist aufgeschlossen, lebensbejahend und liebt Musik und Theater. Das eingeschränkte Leben will sie nicht akzeptieren, sie hat ihren eigenen Kopf. Allerdings ist sie auch neugierig und weiß die richtigen Fragen zu stellen, um andere zum Nachdenken zu bringen. Aber auch sie selbst ist offen und verständnisvoll genug für andere Lebensweisen.
    „Tanz mit mir Aurelia“ ist ein kleines, aber sehr feines Buch, dass tiefsinnige Fragen aufwirft und den Leser während einer wunderbar erzählten Geschichte dauerhaft zum Nachdenken anregt. Gerade in der heutigen Zeit sollte es nicht nur um Schwarz oder Weiß gehen, sondern vor allem um die vielen Schattierungen von Grau dazwischen. Wunderbar geschrieben und mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ versehen!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    LEXI, 17.11.2019 bei Jokers bewertet

    Als Buch bewertet

    Eine Liebe, die nicht sein darf, und ein verbotenes Weihnachtsfest

    John Annesley wurde nach dem Tod seines trunksüchtigen Vaters von seinem puritanischen Onkel Nehemia aufgezogen. Das Leben der überzeugten Puritaner war geprägt vom protestantischen Glauben, von Ernsthaftigkeit, Nüchternheit und Enthaltsamkeit, der Einfluss der Puritaner auf das Alltagsleben in England war unglaublich stark. Als John durch seinen Beruf als Wasserträger einer wunderschönen und ungezähmten Tochter aus gutem Hause namens Aurelia begegnet, treffen zwei völlig konträre Welten aufeinander. Aurelia sprüht vor Lebensfreude und liebt das Leben. Sie vermisst ihre geliebten Theaterbesuche, aber auch das wunderschöne Fest der Geburt Jesu – Dinge, die von den Puritanern streng verboten wurden. Aurelia möchte aus ihrem vorbestimmten Leben ausbrechen. „Mein Leben ist wie ein Theaterstück. Ich soll die Rolle der braven Bürgerstochter spielen, die Bühne betreten, mein Verslein aufsagen, heiraten und der Familie keine Schande bereiten. Aber das war die falsche Rolle für sie. Der Autor musste das Stück verändern, Aurelias Passagen mussten neu geschrieben werden.“

    Titus Müller veranschaulicht in dieser Erzählung die Einschränkungen durch die Vorherrschaft der Puritaner in England und deren Reformation der Kirche nach calvinistischen Grundsätzen. Die beiden Protagonisten entstammen unterschiedlicher Herkunft und haben auch eine konträre Einstellung zum Glauben. Während John sich bemüht, den strengen Anforderungen seines puritanischen Onkels gerecht zu werden, möchte Aurelia das Leben vor all diesen Verboten zurückhaben. In Form von Begegnungen und Dialogen zwischen den handelnden Figuren gewährt der Autor Einblicke in die radikalen Ansichten und Vorgehensweisen des Puritanismus. John hinterfragt zum ersten Mal den Glauben seiner Zieheltern, ermöglicht es Aurelia zugleich aber, seine Sichtweise kennenzulernen. Der Hartnäckigkeit der jungen hübschen Frau ist es letztendlich geschuldet, dass John sich dazu bereit erklärt, das Weihnachtsfest mit Aurelia vorzubereiten und zu feiern.

    Der Autor beschränkt sich in dieser Erzählung auf eine überschaubare Anzahl handelnder Figuren. Das größte Augenmerk liegt auf den beiden Protagonisten, während Aurelias und Johns Angehörigen lediglich eine Nebenrolle zuteilwird. Titus Müller verwob eine zarte Liebesgeschichte mit sehr gut recherchierten historischen Fakten über den Puritanismus im sechzehnten Jahrhundert. Er thematisiert eine verbotene Liebe, die durch die Gesellschaft, den Erwartungen der Eltern und den religiösen Unterschieden bereits vorab zum Scheitern verurteilt ist. Der Autor präsentiert seine Geschichte in zwei Erzählperspektiven, er besitzt einen flüssigen Schreibstil, seine Ausführungen werden durch interessante historische Fakten bereichert. Ich möchte besonders die authentische Charakterzeichnung der handelnden Figuren und das interessante Thema hervorheben, das diese im Grunde ernste und nachdenklich stimmende Erzählung zu einem ganz besonderen Leseerlebnis machte.

    Fazit: „Tanz mit mir, Aurelia“ trägt speziell in der Vorweihnachtszeit dazu bei, den Ursprung dieses Festes zu hinterfragen. Vielleicht dient es sogar als Motivation, die Feier von Christi Geburt besinnlicher zu begehen und die Traditionen um Weihnachten mit anderen Augen zu betrachten.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen - gerne gebe ich hier fünf Sterne und eine Leseempfehlung!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    dorli, 16.12.2019

    Als Buch bewertet

    London 1647. John wohnt im Haus seines Onkels Nehemiah, einem tiefgläubigen Puritaner. Puritaner lebten nach strengen Regeln. Ein einfaches, von Arbeit und Fleiß geprägtes, gottgefälliges Leben war Pflicht; weltliche Vergnügungen wie Musik, Tanz und Schauspiel wurden strikt abgelehnt. Sogar das Feiern von Weihnachten war gesetzlich verboten, weil es ein Fest heidnischen Ursprungs ist.

    Als John im Zuge seiner Arbeit als Wasserträger auf die lebenslustige Aurelia trifft, ist er von ihr fasziniert. Obwohl er eigentlich von seinem Glauben und seiner Lebensweise überzeugt ist, gerät seine Weltanschauung ins Wanken, denn Aurelia ist der Meinung, dass Gott auch in Tanz, Freude und schönen Liedern zu finden ist. John ist bereit, sich mit Aurelias Ansichten auseinanderzusetzen und auch Aurelia - deren Mutter für sie, wie es in ihren Kreisen üblich ist, eine vorteilhafte Ehe arrangieren möchte – muss im Verlauf der Handlung erkennen, dass ihr Bild von den engstirnigen Puritanern nicht vollständig ist und beschäftigt sich deshalb mit Johns Auffassungen vom Glauben.

    Schließlich beginnen die beiden, Aurelias Plan einer gemeinsamen Weihnachtsfeier zu verwirklichen - ein nicht ungefährliches Vorhaben…

    Titus Müller hat einen fesselnden Schreibstil und versteht es ganz ausgezeichnet, die unterschiedlichen Welten, in denen Aurelia und John leben, mit wenigen Worten anschaulich und eindringlich zu schildern.

    Der Autor gibt seinen beiden Protagonisten die Möglichkeit, sich sowohl intensiv mit den Idealen des jeweils anderen zu befassen, wie auch die eigenen Überzeugungen zu hinterfragen und lässt sie dabei begreifen, dass beide Welten ihre Vorteile haben. Da Aurelia und John im stetigen Wechsel zu Wort kommen, kann man als Leser prima an Gedanken und Gefühlen der beiden teilhaben und den Wandel, den sie nach und nach durchmachen, sehr gut mitverfolgen.

    „Tanz mit mir, Aurelia“ hat mir sehr gut gefallen – eine warmherzige Geschichte, die in einem wunderschön gestalteten kleinen Büchlein daherkommt und eine große Botschaft im Gepäck hat, die immer und überall Anwendung finden kann – Menschen können trotz aller Unterschiede in Herkunft, Glaube und Lebensweise einen Weg finden, gemeinsam und friedvoll miteinander zu leben, wenn sie nur offen und ohne Scheu und Vorurteile aufeinander zugehen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    mabuerele, 15.12.2019

    Als Buch bewertet

    „...Der Glaube lehrt Freundlichkeit, nicht Unhöflichkeit und Brutalität, er verlangt nicht, dass man andere vor den Kopf stößt...“

    Wir schreiben das Jahr 1647 in London. Oliver Cromwell hat die Macht übernommen. Plötzlich ist das Land gespalten. Auf der einen Seite stehen diejenige, die dem König nahe standen, auf der anderen die Anhänger der neuen Regierung. Das aber ist nur die eine Seite. Den Vertretern der bisherigen Religion stehen die Puritaner gegenüber. Selbst Weihnachten haben sie verboten.
    John ist Wasserträger. Als er mit dem Wasser ins Haus des Graveurs kommt, trifft er dort auf Aurelia, die Tochter des Hauses.
    Der Autor hat eine berührende Liebesgeschichte geschrieben. Die Personen werden gut charakterisiert. John wächst bei Onkel und Tante auf, nachdem sein Vater ins Gefängnis kam. Da er für das Handwerk des Onkels wenig Geschick zeigte, hat er sich eine neue Arbeit gesucht. Er ist mit den puritanischen Idealen aufgewachsen.
    Aurelia ist eine selbstbewusste und wissbegierige junge Dame. Sie möchte mehr als nur die Frau an der Seite eines Mannes sein. Das passt ihrer Mutter gar nicht. Doch der Wohlstand der Familie beginnt zu bröckeln. Unter der neuen Regierung bekommt der Vater keine Aufträge mehr. Wappen und Siegel sind nicht mehr gefragt. Aurelia mag Musik und Tanz. Sie sagt über sich:

    „...Ich soll die Rolle der braven Bürgerstochter spielen, die Bühne betreten, mein Verslein aufsagen, heiraten und der Familie keine Schande bereiten. Aber es war die falsche Rolle für sie...“

    Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Er ist sehr behutsam und fein ausgearbeitet. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht beider Protagonisten erzählt. Dadurch erhalte ich einen Einblick in deren Gedankenwelt. Gleichzeitig werden die Zeitverhältnisse aus unterschiedlichen Blickwinkel beleuchtet. Während John die dunklen Seiten des Lebens kennengelernt hat, ist Aurelia behütet aufgewachsen. Trotzdem kommt sie, im Gegensatz zu ihrer Mutter, erstaunlich gut mit den neuen Verhältnissen zurecht. Sie hat Mut.
    Sehr behutsam gehen Aurelia und John aufeinander zu. Beide Familien beäugen das geschehen mehr als argwöhnisch.
    Zu den Höhepunkten des Buches gehören für mich die Glaubensgespräche, die in die Tiefe gehen. Während sich John und Aurelia dabei das Für und Wider abwägen und erkennen, dass es kein Entweder - Oder gibt, sondern das beide Richtungen positive Aspekte haben, die verbinden könnten, tun sich die anderen damit schwerer.
    Wegen der Ernsthaftigkeit der Puritaner macht sich Aurelia den folgenden Gedanken:

    „...Wenn Gott der Schöpfer dieser Welt ist, gibt es nichts, was mit größerem Ernst behandelt werden müsste...“

    Besonders bewegt hat mich das Gespräch von John mit seinem Onkel Nehemia. Es ist ein Sieg der Liebe. Nicht Worte sind das Entscheidende, es sind die Taten.
    Die Aufmachung des Buches ist hochwertig. Das zeigt zum einen das in zarten Blau und Weiß gestaltete Cover, zum anderen die feinen Schwarz-Weiß-Zeichungen beim Wechsel der Protagonisten. Über dem Namen ist eine Blüte dargestellt, auf der linken Seite bei John ein Buch, bei Aurelia ein Zopf.
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ein Zitat vom Schluss des Buches soll meine Rezension abschließen:

    „...Warum war er als ein Kind geboren worden, warum nicht als Erwachsener, als starker Held gekommen? Ein liebender Gott war er, der sich schwach machte für seine Geschöpfe, um nicht mit Gewalt ihren Willen zu brechen...“

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    neling, 05.01.2020

    Als Buch bewertet

    Kurzmeinung: Ein wunderschönes Buch aus der Zeit, als Weihnachten verboten war. Absoluter Lesehöhepunkt! 5 Sterne+

    Inhaltsangabe: Der Autor führt uns mit diesem Buch in das Jahr 1647 nach London in die Zeit des Puritanismus unter Oliver Cromwell. Nicht nur jeglicher Prunk und Theater, Musik und Vergnügungsveranstaltungen sind verpönt, sondern das Parlament verbietet auch Feste wie Weihnachten und Ostern. John lebt , wie er es von seinem Onkel bei dem er aufwuchs gelernt hat, die puritanischen Ideale von Entsagung und Disziplin. Doch seine Welt gerät gehörig ins Wanken, als er die lebenslustige Aurelia kennen lernt. Ist Gott, so wie sie es meint, auch in Schönheit , Freude und Musik zu finden?

    Meine Meinung: Was für ein wunderschönes Buch!. Das mit 168 seiten eher dünne, festgebundene Buch ist schon von außen etwas ganz Besonderes. Es besticht durch das wunderschöne Cover in hellblau und weiß, auf dem ein Mädchen inmitten von Schneeflocken tanzt. Ein wenig Glitzer in den Schneeflocken passt zu dieser märchenhaften Gestaltung. Ich finde das Cover sehr gelungen. So winterlich und dieser Schwung darin.... echt schön. Aber auch der Schriftsatz ist sehr gelungen. Die kurzen Kapitel sind immer wieder durch Illustrationen zu Beginn der Kapitel aufgelockert. Diese zeigen jeweils an, ob John oder Aurelia berichten. Das Buch hat diese zwei Perspektiven der jeweils sehr unterschiedlichen Charaktere und Ansichten. Beide Protagonisten überzeugen und man kann die Sichtweisen sehr gut nachvollziehen. Ich mag beide sehr gerne, den ruhigen, bescheidenen John und die selbstbewusste Aurelia. Sie wirkt zwar forsch und auf den ersten Blick ein wenig oberflächlich. Aber im Verlauf der Erzählung gewinnt auch ihr Charakter an Tiefe. Auch ihr Vater gefällt mir. Beim Lesen des Buches wird deutlich, dass die strenggläubigen Christen, die damals vereinheitlichend Puritaner genannt wurden, wirklich alles taten um Gott zu gehorchen, mit ihren strengen Idealen das leben aber sehr freudlos machten. Literatur, Sport, Malerei, Theater, Künste, Vergnügungen, Schönheit.... das waren alles Dinge, die für sie den Blick auf Gott ablenkten und darum verboten. Wie traurig das war, das ging mir beim Lesen dieses Romans sehr nah. Auch Aurelia und ihre Familie sind nicht ungläubig, aber sie schätzen auch die Schönheit, die Musik, Kunst und Theater und sie lieben das Leben. Aurelia und John ringen um die Wahrheit und es wird immer wieder deutlich, dass Argumente von beiden Seiten richtig und nachvollziehbar sind. Das hat mir besonders gut gefallen. Der Schreibstil des Autors zog mich gleich in den Bann. Er schreibt mit leichter Feder und es macht große Freude diesen Roman zu lesen. Immer wieder gab es auch poetische Bilder. Ich konnte mich gleich mit den Protagonisten und der Geschichte identifizieren umso mehr, da ich die beiden gegensätzlichen Haltungen in meinem Leben erfahren musste. Besonders auch das Thema Weihnachten. Auch deshalb hat mich die Geschichte sehr fasziniert. Sehr schön ist auch der Anhang, wo es kurz um die geschichtlichen Hintergründe geht. Es ist eine Geschichte voll Schönheit und Romantik und natürlich geht es um das Thema Weihnachten. Aber auch um Unterschiede im Verständnis der Bibel um Unterschiede im Glauben , um die Frage nach dem Wesen Gottes, Vergebung und Vertrauen. Aurelia erkennt, das alles Gottes Handschrift trägt. Das tut für mich auch dieses Buch. Darum kann ich es uneingeschränkt und wärmstens empfehlen. Es ist ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk und bekommt von mir das Prädikat. "Besonders wertvoll!" und die Höchstzahl 5 Sterne+ und war für mich ein absoluter Lesegenuss!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    4 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Monika Schulte, Hagen, 28.10.2019

    Als Buch bewertet

    Wir schreiben das Jahr 1647. Es ist die Zeit des strengen Puritanismus. Vergnügungen aller Art sind untersagt. Malereien in Kirchen wurden weiß übermalt. Sogar das Weihnachtsfest wurde inzwischen verboten. Die Menschen sollen ein einfaches und gottgefälliges Leben führen.

    John ist ein junger Puritaner. Sein Vater hat sich zu Tode getrunken. John wuchs bei Tante und Onkel auf. Er liebt die beiden sehr. Sein Leben besteht aus Disziplin und harter Arbeit. Als er seiner Arbeit als Wasserträger nachgeht, trifft er auf die lebenslustige Aurelia. Sie stammen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Sie dürfen nie zusammen kommen und doch fühlen sie sich auf geheimnisvolle Weise zueinander hingezogen.

    John versucht ihr immer wieder zu erklären, dass es nicht Recht ist, zu feiern und Freude zu empfinden, doch Aurelia kann das nicht hinnehmen. Wieso soll man sich nicht an schönen Dingen erfreuen? Wieso soll man nicht singen dürfen? Gott hat doch auch die schönen Dinge erschaffen!

    Aurelia und John denken intensiv über die jeweilige Sichtweise des anderen nach und sie kommen sich dabei immer näher. Johns größter Wunsch ist es auf einmal, ein Mal mit Aurelia zu tanzen.

    Als Weihnachten naht und die Familie der jungen Frau heimlich das verbotene Weihnachtsfest vorbereitet, geraten sie in Gefahr, denn Johns Ziehvater steht plötzlich vor der Tür der Familie Fox.

    "Tanz mit mir, Aurelia" - eine wunderschöne Erzählung, die mit ganz viel Liebe geschrieben wurde. Es ist eine Geschichte, die aus der Masse an Geschichten heraussticht. Eine Geschichte, wie ich sie liebe. Ruhig, ganz leise, zauberhaft. Es ist eines dieser Bücher, die glücklich machen.

    "Tanz mit mir, Aurelia" - ein kleines Buch ganz großartig!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    dorli, 16.12.2019 bei Jokers bewertet

    Als Buch bewertet

    London 1647. John wohnt im Haus seines Onkels Nehemiah, einem tiefgläubigen Puritaner. Puritaner lebten nach strengen Regeln. Ein einfaches, von Arbeit und Fleiß geprägtes, gottgefälliges Leben war Pflicht; weltliche Vergnügungen wie Musik, Tanz und Schauspiel wurden strikt abgelehnt. Sogar das Feiern von Weihnachten war gesetzlich verboten, weil es ein Fest heidnischen Ursprungs ist.

    Als John im Zuge seiner Arbeit als Wasserträger auf die lebenslustige Aurelia trifft, ist er von ihr fasziniert. Obwohl er eigentlich von seinem Glauben und seiner Lebensweise überzeugt ist, gerät seine Weltanschauung ins Wanken, denn Aurelia ist der Meinung, dass Gott auch in Tanz, Freude und schönen Liedern zu finden ist. John ist bereit, sich mit Aurelias Ansichten auseinanderzusetzen und auch Aurelia - deren Mutter für sie, wie es in ihren Kreisen üblich ist, eine vorteilhafte Ehe arrangieren möchte – muss im Verlauf der Handlung erkennen, dass ihr Bild von den engstirnigen Puritanern nicht vollständig ist und beschäftigt sich deshalb mit Johns Auffassungen vom Glauben.

    Schließlich beginnen die beiden, Aurelias Plan einer gemeinsamen Weihnachtsfeier zu verwirklichen - ein nicht ungefährliches Vorhaben…

    Titus Müller hat einen fesselnden Schreibstil und versteht es ganz ausgezeichnet, die unterschiedlichen Welten, in denen Aurelia und John leben, mit wenigen Worten anschaulich und eindringlich zu schildern.

    Der Autor gibt seinen beiden Protagonisten die Möglichkeit, sich sowohl intensiv mit den Idealen des jeweils anderen zu befassen, wie auch die eigenen Überzeugungen zu hinterfragen und lässt sie dabei begreifen, dass beide Welten ihre Vorteile haben. Da Aurelia und John im stetigen Wechsel zu Wort kommen, kann man als Leser prima an Gedanken und Gefühlen der beiden teilhaben und den Wandel, den sie nach und nach durchmachen, sehr gut mitverfolgen.

    „Tanz mit mir, Aurelia“ hat mir sehr gut gefallen – eine warmherzige Geschichte, die in einem wunderschön gestalteten kleinen Büchlein daherkommt und eine große Botschaft im Gepäck hat, die immer und überall Anwendung finden kann – Menschen können trotz aller Unterschiede in Herkunft, Glaube und Lebensweise einen Weg finden, gemeinsam und friedvoll miteinander zu leben, wenn sie nur offen und ohne Scheu und Vorurteile aufeinander zugehen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    nellsche, 26.12.2019

    Als Buch bewertet

    London 1647: Der Anführer des strengen Puritanismus, Oliver Cromwell, lässt sogar das Weihnachtsfest verbieten. Auch der junge John lebt nach strengen Regeln. Bis er der wunderschönen und lebenslustigen Aurelia begegnet. John bemerkt bald, dass Gott auch in Schönheit, Freude und Musik zu finden ist. Und Aurelia versteht, dass auch die fromme Ehrfurcht der Puritaner zum Glauben gehört. Doch schon bald droht ihrer jungen Liebe Gefahr.

    Auf diesen Roman war ich sehr gespannt, weil mich die Beschreibung sehr neugierig gemacht hat. Auch passte er sehr gut zur Weihnachtszeit.
    Der Schreibstil ließ sich sehr flüssig lesen und konnte mich sofort in die Geschichte von John und Aurelia hineinziehen. Die Beschreibungen empfand ich als lebendig und bildhaft und ich hatte alles sehr gut vor Augen.
    Die Charaktere wurden prima ausgearbeitet und mit individuellen eigenschaften gezeichnet. Sie waren unterschiedlich, insbesondere in ihren Lebensarten, und wirkten dadurch authentisch. Die jeweiligen Gedanken und Gefühle wurden sehr gut beschrieben, so dass ich richtig gut mitfühlen konnte. 
    Die Geschichte gefiel mir sehr gut, sie war warmherzig und hat mich berührt. Gerade die verschiedenen Arten des Glaubens und der Meinungen mochte ich gerne. Es wurde klar, dass nicht nur ein Weg der richtige ist, sondern dass verschiedene Überzeugungen hinterfragt werden können und sollten, um sie zu verstehen. Dadurch ist ein friedliches und verständnisvolles Miteinander möglich.

    Ein zauberhaftes Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    LEXI, 17.11.2019

    Als Buch bewertet

    Eine Liebe, die nicht sein darf, und ein verbotenes Weihnachtsfest

    John Annesley wurde nach dem Tod seines trunksüchtigen Vaters von seinem puritanischen Onkel Nehemia aufgezogen. Das Leben der überzeugten Puritaner war geprägt vom protestantischen Glauben, von Ernsthaftigkeit, Nüchternheit und Enthaltsamkeit, der Einfluss der Puritaner auf das Alltagsleben in England war unglaublich stark. Als John durch seinen Beruf als Wasserträger einer wunderschönen und ungezähmten Tochter aus gutem Hause namens Aurelia begegnet, treffen zwei völlig konträre Welten aufeinander. Aurelia sprüht vor Lebensfreude und liebt das Leben. Sie vermisst ihre geliebten Theaterbesuche, aber auch das wunderschöne Fest der Geburt Jesu – Dinge, die von den Puritanern streng verboten wurden. Aurelia möchte aus ihrem vorbestimmten Leben ausbrechen. „Mein Leben ist wie ein Theaterstück. Ich soll die Rolle der braven Bürgerstochter spielen, die Bühne betreten, mein Verslein aufsagen, heiraten und der Familie keine Schande bereiten. Aber das war die falsche Rolle für sie. Der Autor musste das Stück verändern, Aurelias Passagen mussten neu geschrieben werden.“

    Titus Müller veranschaulicht in dieser Erzählung die Einschränkungen durch die Vorherrschaft der Puritaner in England und deren Reformation der Kirche nach calvinistischen Grundsätzen. Die beiden Protagonisten entstammen unterschiedlicher Herkunft und haben auch eine konträre Einstellung zum Glauben. Während John sich bemüht, den strengen Anforderungen seines puritanischen Onkels gerecht zu werden, möchte Aurelia das Leben vor all diesen Verboten zurückhaben. In Form von Begegnungen und Dialogen zwischen den handelnden Figuren gewährt der Autor Einblicke in die radikalen Ansichten und Vorgehensweisen des Puritanismus. John hinterfragt zum ersten Mal den Glauben seiner Zieheltern, ermöglicht es Aurelia zugleich aber, seine Sichtweise kennenzulernen. Der Hartnäckigkeit der jungen hübschen Frau ist es letztendlich geschuldet, dass John sich dazu bereit erklärt, das Weihnachtsfest mit Aurelia vorzubereiten und zu feiern.

    Der Autor beschränkt sich in dieser Erzählung auf eine überschaubare Anzahl handelnder Figuren. Das größte Augenmerk liegt auf den beiden Protagonisten, während Aurelias und Johns Angehörigen lediglich eine Nebenrolle zuteilwird. Titus Müller verwob eine zarte Liebesgeschichte mit sehr gut recherchierten historischen Fakten über den Puritanismus im sechzehnten Jahrhundert. Er thematisiert eine verbotene Liebe, die durch die Gesellschaft, den Erwartungen der Eltern und den religiösen Unterschieden bereits vorab zum Scheitern verurteilt ist. Der Autor präsentiert seine Geschichte in zwei Erzählperspektiven, er besitzt einen flüssigen Schreibstil, seine Ausführungen werden durch interessante historische Fakten bereichert. Ich möchte besonders die authentische Charakterzeichnung der handelnden Figuren und das interessante Thema hervorheben, das diese im Grunde ernste und nachdenklich stimmende Erzählung zu einem ganz besonderen Leseerlebnis machte.

    Fazit: „Tanz mit mir, Aurelia“ trägt speziell in der Vorweihnachtszeit dazu bei, den Ursprung dieses Festes zu hinterfragen. Vielleicht dient es sogar als Motivation, die Feier von Christi Geburt besinnlicher zu begehen und die Traditionen um Weihnachten mit anderen Augen zu betrachten.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen - gerne gebe ich hier fünf Sterne und eine Leseempfehlung!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gudrun E., 14.12.2019

    Als Buch bewertet

    John und Aurelia leben Beide im Jahr 1647 in London. Allerdings kommen die Beiden aus sehr unterschiedlichen Welten. John wächst bei seinem Onkel auf, der ein strenger Puritaner ist, während Aurelias Vater ein einst wohlhabender Graveur ist. Ihre Familie erwarte von ihr eine Heirat mit einem wohlhabenden Adligen, als Aurlia den Wasserträger John kennen und lieben lernt. Beide beginnen ihre sehr unterschiedlichen Weltanschauungen zu überdenken. Aber können Sie ihren Familien wirklich widerstehen und zu ihren Gefühlen stehen?

    Der Roman zeigt die sehr unterschiedlichen Lebensumstände und christlichen Wertevorstellungen der Puritaner und der einstigen Anhänger der Monarchie sehr gekonnt auf. In der Beschreibung zweier Einzelschicksale , die Beide abwechselnd zu Wort kommen, veranschaulicht der Autor die historischen Gegebenheiten dieser Zeit sehr einprägsam und deutlich. Besonders im Ritus des Weihnachtsfestes kommen die Unterschiede zum tragen. Der Schrebstil ist flüssig und die Charakterentwicklung der Hauptakteure glaubhaft und sehr emotional. Persönliche GEfühle stehen gegen unterschiedliche Wertevorstellungen. Die BEreitschaft eigene Voruteile abzubauen , in dem man Nähe zuläßt und Erfahrungen austauscht , ist dabei die Voraussetzung für gegenseitiges Verständnis. Am Weihanchten kommt es zu einer Annäherung beider Familien, die fast dramatisch endet. Nur die Liebe zu den eigenen Kindern und die Bereitschaft Andersdenkenden verständnisvoll gegenüberzutreten, verhindert schimmeres. Leider war die Geschichte genau an diesem Höhepunkt zu ende. Wie gern hätte ich erfahren, bo diese Liebe eine Zukunft hat. Das Nachwort mit den historischen Daten verdichtet noch die Nachhaltigkeit des Buches.

    Ein Roman dessen friedvolle Botschaft besonders in die Weihnachtszeit paßt.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    Tabea G., 20.01.2021

    Als Buch bewertet

    Wie feiert man Gottes Liebe, die sich darin zeigt, dass er selbst Mensch wurde, richtig? Vielleicht stellt sich in der Gegenwart mancher diese Frage, angesichts von Kommerz und Glitzer. Doch bereits Mitte des 17. Jahrhunderts waren die Menschen in London mit dieser Frage konfrontiert, als die herrschenden Puritaner einen strengen Glauben und ein einfaches, diszipliniertes Leben propagierten - und die alten fröhlichen Weihnachtstraditionen mit Verboten belegten.
    Vor diesem Hintergrund treffen sich der Wasserträger John, geboren in Armut, aufgewachsen in einer puritanisch geprägten Familie, und die lebensfrohe Aurelia, an die Erwartungen gestellt werden - eine standesgemäße Heirat, ein Leben, so wie ihre Schwestern es führen - die sie nicht unbedingt erfüllen möchte. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht dieser beiden sehr sympathischen Protagonisten erzählt.
    Der lebendige Erzählstil und die detailreiche Schilderung des damaligen Alltags gefallen mir sehr gut. Sehr interessant fand ich den Austausch von John und Aurelia über Glaubensfragen.
    Abgerundet wird das Buch durch lesenswerte Informationen zum historischen Hintergrund.
    Sehr gut gefällt mir auch das Layout und die stimmungsvolle Covergestaltung in frischen Winterfarben.
    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diese stimmungsvolle und nicht nur in der Weihnachtszeit lesenswerte Liebesgeschichte.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Andrea P., 31.12.2019

    Als Buch bewertet

    Eine wunderschöne Geschichte in einer schwierigen Zeit. Hat mir gut gefallen und hätte ruhig etwas länger sein dürfen.
    Dies wird sicherlich nicht das letzte Buch von Titus Müller sein, das ich lese.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    2 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    S. K., 30.12.2019 bei Jokers bewertet

    Als Buch bewertet

    1647 London. Der junge John Annesley ist Wasserträger und wurde nach dem Tod seines Vaters von seinem Onkel und seiner Tante aufgenommen, wo die strenge Lehre der Puritaner sein Leben prägte, deren Grundsätze Enthaltsamkeit und ein einfaches Leben sind und auch das Weihnachtsfest verbietet. Eines Tages trifft er während seiner Arbeit auf Aurelia, die Tochter eines gutsituierten Graveurs. Aurelia ist aufgeschlossen, fröhlich und möchte dem Leben alles abgewinnen, was es zu bieten hat. Dazu gehören natürlich auch Musik, Besuche im Theater, aber vor allem Weihnachten. John und Aurelia leben völlig verschiedene Leben, doch fühlen sie sich voneinander angezogen. Werden sie eine Chance haben?
    Titus Müller hat mit „Tanz mit mir Aurelia“ eine wunderbare und gefühlvolle Kurzgeschichte vorgelegt, die man nicht schöner erzählen kann. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft, emotional und mit leisen poetischen Tönen, wie sie der Autor ganz außerordentlich gut beherrscht. Der Leser reist in die Zeit zurück und hat von Beginn an die Möglichkeit, sowohl John als auch Aurelia zu folgen und ihre jeweiligen Lebens- und Glaubenseinstellungen kennenzulernen. Dabei gibt Müller dem Leser einen sehr guten Einblick in die Lehre des Puritanismus, der das Leben der Menschen sehr beschränkt auf harte Arbeit, Enthaltsamkeit und jeglichen Verzicht auf Vergnügungen, die das Leben bunt und fröhlicher gestalten. Der Puritanismus erlaubt keinerlei Ablenkungen vom Glauben und für Außenstehende eine große Herausforderung. Die sowohl bei John als auch bei Aurelia aufkommenden Fragen über das Leben des jeweils anderen geben auch dem Leser einiges zum Nachdenken. Die Dialoge sind so tiefsinnig gewebt, dass man beide Seiten der Argumentation gut nachvollziehen kann. Auf gekonnte Weise verknüpft der Autor den historischen Hintergrund mit seiner Geschichte und lässt sie dadurch sehr authentisch werden.
    Die Charaktere sind liebevoll in Szene gesetzt und wirken mit ihren unterschiedlichen Ecken und Kanten sehr lebendig und realistisch, der Leser darf sowohl John als auch Aurelia bis tief ins Herz schauen. John ist ein fleißiger Mann, der in einfachen Verhältnissen aufwuchs, aber liebevoll, wenn auch streng, erzogen wurde. Er scheut keine harte Arbeit, ist hilfsbereit und tiefgläubig. Aurelia stammt aus einer wohlhabenden Familie, die sich aufgrund des Puritanismus momentan eher bedeckt hält. Sie ist aufgeschlossen, lebensbejahend und liebt Musik und Theater. Das eingeschränkte Leben will sie nicht akzeptieren, sie hat ihren eigenen Kopf. Allerdings ist sie auch neugierig und weiß die richtigen Fragen zu stellen, um andere zum Nachdenken zu bringen. Aber auch sie selbst ist offen und verständnisvoll genug für andere Lebensweisen.
    „Tanz mit mir Aurelia“ ist ein kleines, aber sehr feines Buch, dass tiefsinnige Fragen aufwirft und den Leser während einer wunderbar erzählten Geschichte dauerhaft zum Nachdenken anregt. Gerade in der heutigen Zeit sollte es nicht nur um Schwarz oder Weiß gehen, sondern vor allem um die vielen Schattierungen von Grau dazwischen. Wunderbar geschrieben und mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ versehen!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    neling, 05.01.2020

    Als Buch bewertet

    Kurzmeinung: Ein wunderschönes Buch aus der Zeit, als Weihnachten verboten war. Absoluter Lesehöhepunkt! 5 Sterne+

    Inhaltsangabe: Der Autor führt uns mit diesem Buch in das Jahr 1647 nach London in die Zeit des Puritanismus unter Oliver Cromwell. Nicht nur jeglicher Prunk und Theater, Musik und Vergnügungsveranstaltungen sind verpönt, sondern das Parlament verbietet auch Feste wie Weihnachten und Ostern. John lebt , wie er es von seinem Onkel bei dem er aufwuchs gelernt hat, die puritanischen Ideale von Entsagung und Disziplin. Doch seine Welt gerät gehörig ins Wanken, als er die lebenslustige Aurelia kennen lernt. Ist Gott, so wie sie es meint, auch in Schönheit , Freude und Musik zu finden?

    Meine Meinung: Was für ein wunderschönes Buch!. Das mit 168 seiten eher dünne, festgebundene Buch ist schon von außen etwas ganz Besonderes. Es besticht durch das wunderschöne Cover in hellblau und weiß, auf dem ein Mädchen inmitten von Schneeflocken tanzt. Ein wenig Glitzer in den Schneeflocken passt zu dieser märchenhaften Gestaltung. Ich finde das Cover sehr gelungen. So winterlich und dieser Schwung darin.... echt schön. Aber auch der Schriftsatz ist sehr gelungen. Die kurzen Kapitel sind immer wieder durch Illustrationen zu Beginn der Kapitel aufgelockert. Diese zeigen jeweils an, ob John oder Aurelia berichten. Das Buch hat diese zwei Perspektiven der jeweils sehr unterschiedlichen Charaktere und Ansichten. Beide Protagonisten überzeugen und man kann die Sichtweisen sehr gut nachvollziehen. Ich mag beide sehr gerne, den ruhigen, bescheidenen John und die selbstbewusste Aurelia. Sie wirkt zwar forsch und auf den ersten Blick ein wenig oberflächlich. Aber im Verlauf der Erzählung gewinnt auch ihr Charakter an Tiefe. Auch ihr Vater gefällt mir. Beim Lesen des Buches wird deutlich, dass die strenggläubigen Christen, die damals vereinheitlichend Puritaner genannt wurden, wirklich alles taten um Gott zu gehorchen, mit ihren strengen Idealen das leben aber sehr freudlos machten. Literatur, Sport, Malerei, Theater, Künste, Vergnügungen, Schönheit.... das waren alles Dinge, die für sie den Blick auf Gott ablenkten und darum verboten. Wie traurig das war, das ging mir beim Lesen dieses Romans sehr nah. Auch Aurelia und ihre Familie sind nicht ungläubig, aber sie schätzen auch die Schönheit, die Musik, Kunst und Theater und sie lieben das Leben. Aurelia und John ringen um die Wahrheit und es wird immer wieder deutlich, dass Argumente von beiden Seiten richtig und nachvollziehbar sind. Das hat mir besonders gut gefallen. Der Schreibstil des Autors zog mich gleich in den Bann. Er schreibt mit leichter Feder und es macht große Freude diesen Roman zu lesen. Immer wieder gab es auch poetische Bilder. Ich konnte mich gleich mit den Protagonisten und der Geschichte identifizieren umso mehr, da ich die beiden gegensätzlichen Haltungen in meinem Leben erfahren musste. Besonders auch das Thema Weihnachten. Auch deshalb hat mich die Geschichte sehr fasziniert. Sehr schön ist auch der Anhang, wo es kurz um die geschichtlichen Hintergründe geht. Es ist eine Geschichte voll Schönheit und Romantik und natürlich geht es um das Thema Weihnachten. Aber auch um Unterschiede im Verständnis der Bibel um Unterschiede im Glauben , um die Frage nach dem Wesen Gottes, Vergebung und Vertrauen. Aurelia erkennt, das alles Gottes Handschrift trägt. Das tut für mich auch dieses Buch. Darum kann ich es uneingeschränkt und wärmstens empfehlen. Es ist ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk und bekommt von mir das Prädikat. "Besonders wertvoll!" und die Höchstzahl 5 Sterne+ und war für mich ein absoluter Lesegenuss!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tigerbaer, 25.12.2019

    aktualisiert am 25.12.2019

    Als Buch bewertet

    Im Rahmen einer Leserunde durfte ich „Tanz mit mir, Aurelia“ von Titus Müller lesen. Das Buch ist im Adeo-Verlag erschienen.

    Ich durfte schon einige Bücher von dem Autor lesen und mag seine Art Geschichten zu erzählen sehr. Dieses Buch war mein erstes winter-, weihnachtliches Buch von Titus Müller.

    Dem Verlag muss ich auch ein großes Kompliment zur wunderschönen Gestaltung und Ausstattung des kleinen Büchleins machen. Ich war nach dem ersten Durchblättern sofort verliebt.

    Die Geschichte spielt im Jahr 1647 in London, es ist das England unter der Herrschaft von Oliver Cromwell.

    John hat seinen Vater an die Trunksucht verloren und ist bei puritanischen Zieheltern aufgewachsen. Diese bringen ihm bei, dass ein gottgefälliges Leben aus eiserner Disziplin und Entsagung besteht. Der junge Mann arbeitet als Wasserträger und versucht sich gewissenhaft an die Glaubensgrundsätze zu halten.

    Ein neuer Auftrag führt ihn in das Haus, in dem Aurelia Fox lebt. Die Tochter einer wohlhabenden Familie ist eine lebenslustige junge Frau und von der ersten Begegnung an ahnen sowohl Aurelia als auch John, dass nichts mehr so bleiben wird, wie es ein Mal war.

    Zur Blütezeit des Puritanismus ist sogar das Weihnachtsfest verboten und so begibt sich Aurelia mit ihrer Familie in große Gefahr, als sie das Fest allen Widerständen zum Trotz feiern wollen.

    Ich war schnell im Bann und Sog der Erzählung, die im kapitelweisen Wechsel aus Aurelias und Johns Sicht erzählt wird, gefangen.

    Der Autor beschreibt das historische Setting mit sprachlichem Ausdruck und vielen Kleinigkeiten, was ein tolles Flair beschwört und man vermeint das London des 17. Jahrhunderts fast mit Händen greifen zu können. Ich hatte zuvor noch nicht viel über das England zu Cromwells Zeiten gelesen und fand den geschichtlichen Background sehr spannend.

    Mit John und Aurelia hat der Autor sympathische Protagonisten gezeichnet, die mich von Beginn an für sich eingenommen haben. Man begleitet die Beiden gerne durch die Geschichte und erfährt durch sie viel über die damaligen gesellschaftlichen und religiösen Umstände.

    Dabei gelingt es dem Autor mit seiner Darstellung Verständnis für beide Seiten zu wecken und zu verdeutlichen, dass niemand die „eine Wahrheit“ für sich beanspruchen kann. Allzu schnell wird man Opfer von Verblendung und Überheblichkeit, wenn man sich im Besitz der „einzig wahren Wahrheit“ zu befinden glaubt und so wird die Geschichte zu einem Plädoyer für Toleranz und gegenseitiges Verständnis.

    Mir hat die warmherzige romantische Erzählung gut gefallen und es gibt 5 Bewertungssterne von mir dafür.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sonja K., 04.11.2019

    Als eBook bewertet

    Diesmal ist es kein Roman, es ist eine Erzählung, die Titus Müller geschrieben hat. Auf 160 Seiten lernt der Leser John, einen einfachen Wasserträger, und Aurelia, Tochter eines Graveurs, kennen. Die beiden begegnen sich das erste Mal, als John Wassereimer in das Haus von Aurelias Eltern trägt. Es ist die Zeit Cromwells, der Winter naht. John muss hart arbeiten. trotzdem hat er immer ein Herz für diejenigen, denen es noch schlechter geht. Er hat keine einfache Kindheit gehab, dennoch fühlt er sich im Haus seines Onkels und Ziehvaters wohl. John ist ein tiefgläubiger Puritaner und so kann er Aurelias Lebenswandel und Ansichten nicht gutheißen. Dennoch zieht ihn Aurelias Lebensfreude an. Trotz aller Unterschiede in Hierarchie und Glauben verliebt er sich in sie.

    Aurelia setzt sich gerne über Grenzen hinweg. Warum sollte sie auch nicht mit John reden? Mit ihm über den Glauben diskutieren? Aurelia und ihre Famile müssen ihren Glauben im Verborgenen leben, seit so vieles in England verboten wurde.

    Titus Müller lässt diese Zeit, die Zeit Cromwells und der Puritaner, wieder aufleben, beleuchtet die Seiten der beiden Protagonisten (die Geschichte wird abwechselend von beiden erzählt). Interessant und aufschlußreich sind vor allem auch die geführten Dialoge. Aurelia erzähtlt John von einem liebevollen Gott, über Freude und Traditonen, es geht unter anderem auch über das Weihnachtsfest, das von den Puritanern verteufelt und verboten wurde. Aus Johns Sicht erfahren wir die Hintergründe seines Glaubens, aber auch seine Zweifel und vor allem seinen Mut, sich damit auseinanderzusetzen.

    Eine Erzählung, die zur Winter- und Weihnachtszeit passt, die ruhig erzählt nachdenklich macht und informiert.


    Am Ende gibt es noch ein sehr interessantes Nachwort von Titus Müller mit Erläuterungen und Erklärungen über diese Zeit in England.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Martina M., 29.01.2020

    Als Buch bewertet

    London im Jahre 1647: Der strenge Puritaner Oliver Cromwell untersagt jegliche Art von Vergnügungen und auch das Weihnachtsfest darf nicht gefeiert werden. In dieser Zeit, die Titus Müller genau beschreibt, begegnet der Wasserträger John, der streng nach den puritanischen Idealen lebt, der lebenslustigen Aurelia Fox, die der Meinung ist, dass Gott auch in Schönheit, Freude und Musik zu finden ist.

    Titus Müller studierte in Berlin Literatur, Mittelalterliche Geschichte, Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Mehr zum Autor und seinen Büchern ist auf seiner Internetseite zu finden.

    Die vorliegende Erzählung ist das erste Buch, das ich von Titus Müller gelesen habe. Titus Müller lässt die beiden Protagonisten abwechselnd erzählen, so dass ihre jeweilige Sichtweise deutlich wird. Ganz behutsam lässt er die beiden aufeinander zugehen. Trotz ihrer unterschiedlichen Vorstellungen entwickeln sie auf sehr nachvollziehbare Art Verständnis füreinander. Die Glaubensgespräche sind sehr tiefgründig, wobei ein Gespräch zwischen John und seinem Onkel, bei dem er lebt, besonders herausragt.

    Abgerundet wird die Erzählung durch Anmerkungen zum historischen Hintergrund sowie einer Literaturliste.

    Erwähnung finden muss unbedingt die liebevolle Gestaltung dieses 160 Seiten zählenden Buches.

    Fazit: eine ganz besondere Erzählung zum Nachdenken, nicht nur in der Weihnachtszeit

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein