Tod am Deich. Ostfrieslandkrimi, Ulrike Busch

Tod am Deich. Ostfrieslandkrimi (eBook / ePub)

Ulrike Busch

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  • 4 Sterne

    Martina L., 07.04.2017

    Als eBook bewertet

    Mit viel Lokalkolorit und sympathischen Ermittlern punktet Ulrike Busch gleich zu Beginn. Kaum begonnen, ist man bereits mitten im Geschehen!
    Der Leser lernt Hauptkommissar Tammo Anders kennen, der im wahrsten Sinne des Wortes auf den ersten Seiten über eine Leiche stolpert. Als er am frühen Morgen mit seinem Rad und Hund Buddy unterwegs ist, muss er einen Jogger ausweichen. Daraufhin kommt er vom Weg ab und stürzt über eine Böschung. Dort findet er in einem Entwässerungsgraben am Deich die Leiche des örtlichen Teehändlers Folkert Petersen. Doch nicht nur der gewaltsame Tod des alten Petersen bringt den sonst so beschaulichen Ort Greetsiel in Aufruhr, sondern auch die Rückkehr von Enno Duwe, der sich nach 25 Jahren wieder in seiner Heimat niederlässt. Damals hat er Ostfriesland mit Tina Petersen, der Tochter des Toten verlassen, was einen ziemlichen Skandal gleichkam. Niemand hat den Störenfried und Querulanten vermisst. So sind die Greetsieler auch hundertprozentig sicher, dass nur er der Mörder von Folkert Petersen sein kann. Auch Tammo, der noch eine Rechnung mit Enno offen hat, ist derselben Meinung. Als Kommissar kann er sich aber eine Vorverurteilung nicht leisten. Seine neue Kollegin Fenna Stern, eine Fallanalytikerin, die genau an diesem Tag ihre neue Stelle antritt, sieht die Sache allerdings etwas anders als die Einwohner des Ortes.....

    Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich kann sagen, dass ich mich schon nach den ersten Seiten im nordfriesischen Greetsiel heimisch fühlte. Als Österreicherin, die leider noch nie an der Nordsee war, erhielt ich viele Einblicke in die Gepflogenheiten der Einheimischen, die ich schnell ins Herz schloss. Hauptkommissar Tammo Anders, der manchmal etwas unüberlegt handelt, da er "seine" Greetsieler doch sehr gut kennt, war mir sofort sympathisch. Als Gegenpart ist Fenna eine toughe Frau, die sich nicht um diverse Gerüchte kümmert und sich davon ablenken lässt. Als Profilerin schätzt sie die Situationen einfach besser ein. So ergeben die Beiden ein tolles Team, zwischen dem auch ab und zu kleine Funken sprühen.

    Auch die bildhaften Beschreibungen der Gegend fand ich gelungen. Ulrike Busch hat hier neben dem Kriminalfall auch viel Lokalkolorit miteingebaut. Die Spannung kommt ebenfalls nicht zu kurz. Als Leser rätsle ich immer gerne bei Krimis mit und hatte sogar in eine Richtung den richtigen Riecher ;) Trotzdem konnte mich die Autorin auch überraschen, denn sie hat doch einige überraschende Wendungen eingebaut.
    "Tod am Deich" bildet den Auftakt einer neuen Krimiserie rund um die Kripo Greetsiel und ich freue mich schon auf die Folgebände.

    Bemängeln muss ich allerdings das Schriftbild der Printausgabe aus dem Klarant Verlag. Die Schrift ist doch eher klein gehalten, es gibt keine Absätze und die Seitenränder sind (auch oben und unten) extrem schmal. So ergibt das Schriftbild ein eher unschönes Ganzes.

    Schreibstil:
    Der Krimi lässt sich sehr flüssig lesen und der Schreibstil von Ulrike Busch ist spritzig und lebendig. Die Handlung wird in der dritten Person erzählt und ist sehr dialoglastig. Die Charaktere, angefangen von den Dorfbewohnern bis hin zum Ermittlerteam, sind direkt aus dem Leben gegriffen und authetisch.

    Fazit:
    Ein kurzweiliger Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn an unterhält und mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. Der Beginn einer neuen Reihe, bei dem mir das Zusammenspiel der beiden Ermittler und der Schauplatz gut gefällt. Ich bin schon gespannt auf Band Zwei.

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    janein
  • 4 Sterne

    sommerlese, 13.03.2017

    Als Buch bewertet

    Mit ihrem Ostfrieslandkrimi "Tod am Deich" startet Autorin Ulrike Busch ihre neue Krimireihe "Kripo Greetsiel ermittelt", die im Klarant Verlag erscheint.

    Greetsiel ist ein malerisch wirkender, ostfriesischer Ort an der Nordsee mit vielen Touristen und da passt ein Mord eigentlich nicht ins Bild. Als jedoch Hauptkommissar Tammo Anders mit Hund und Fahrrad unterwegs ist, entdeckt er den toten Teehändler Petersen in einem Entwässerungsgraben am Deich und die beschauliche Idylle bekommt Risse. Als sich herausstellt, dass hier ein Gewaltverbrechen vorliegt, geht er der Sache gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Fenna Stern nach.

    Dieser Krimi deckt einige Dinge auf, die mit der Vergangenheit zu tun haben. Der Dorfrowdy und Fiesling Enno Duwe hat vor 20 Jahren einigen Bewohnern Greetsiels großen Ärger bereitet, zog dann aber weg und taucht nun unverhofft und unmittelbar zum Mord wieder auf. Es scheinen noch mehrere Personen nicht gut auf ihn zu sprechen zu sein. Sind da noch Rechnungen offen, die mit dem Mordfall zu tun haben?

    Auch für Tammo, der ja als Kommissar eigentlich objektiv bleiben sollte, ist Enno der Hauptverdächtige Nr. 1. Ein Glück, das die toughe Fenna Stern ihn nun beruflich unterstützt, sie hat mit dem alten Dorfzwist nichts am Hut. Sie sorgt für den distanzierten Durchblick im Dorfzwist und hat sozusagen von außen den Blick auf das Geschehene.



    Dank Ulrike Buschs genauer Charakter-Beschreibungen sind mir die Kommissare schnell vertraut und auch sympathisch. Im Polizeidienst stellen sich die Beiden schnell aufeinander ein und Fenna besitzt die Gabe, bei Befragungen zwischen den Zeilen lesen zu können und dann gleich nachzuhaken. Sie ist hat mehr Einfühlungsvermögen als Tammo, stellt intuitiv die richtigen Fragen stellt und kann Situationen gut einschätzen. Tammo wirkt dagegen eher etwas unüberlegt und unbeholfen, aber seine Orts- und Einwohnerkenntnisse geben ihm natürlich einen Heimvorteil.

    Bei diesem Krimi kann man gut mitraten und ist als Leser dank der umfassenden Befragungen auch immer gut informiert. Dabei sorgen einige Wendungen für unvorhergesehene Dinge, die das Täterbild immer wieder in ein anderes Licht rücken. Die Dialoge sind sehr umfangreich, man hat das Gefühl, hier einen Film ablaufen zu sehen. Weniger Gespräche und mehr Andeutungen hätten meiner Meinung nach die Sache rätselhafter aussehen lassen und auch die Spannungskurve erhöht. Am Ende gibt es dann noch einen spannenden Countdown, der diesem Cosy-Krimi eine spektakuläre Note verleiht.

    Wie es in Ostfriesland und speziell in Greetsiel so aussieht, erfährt man nicht sehr ausführlich. Aber es geht in der Handlung häufig in die Natur und ins Watt, auch wird im Buch jede Menge Ostfriesentee getrunken. Wenngleich Tammo nach Feierabend wohl lieber einen Rioja dem Tee vorzieht. Ein wenig vermisse ich die friesische Küche mit Krabben und Schwarzbrot, sowie die Friesentorte, die mich immer sehr für diese Gegend einnimmt.

    Bei dieser Ermittlung kommen sich Tammo und Fenna näher und es ist nicht auszuschliessen, dass sie im weiteren Verlauf der Krimireihe ihre Beziehung noch enger knüpfen werden.

    Dieser toll geschriebene Ostfrieslandkrimi macht Lust auf eine neue Reihe! Ein interessantes Ermittlerteam, der Schauplatz im idyllischen Greetsiel und die Nähe zur Nordsee geben viele Möglichkeiten für weitere spannende Abenteuer.

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    janein
  • 4 Sterne

    krimiundkeks, 05.04.2017

    Als Buch bewertet

    Spannender Fall im beschaulichen Greetsiel

    Kann es etwas Friedlicheres geben? Schafe grasen am Deich, die Nordseewellen sind zu hören und mit dem Meer im Blick lässt es sich herrlich radeln. Genau das macht auch Hauptkommissar Tammo Anders. Mit Hund Buddy startet er zu einer flotten morgendlichen Runde, Herrchen auf dem Rad, der Vierbeiner fröhlich wedelnd nebenher. Doch der Tag, der so friedlich beginnt, wird nur Minuten später eine gruselige Wendung nehmen…

    Tammo muss einem Jogger ausweichen, kommt ins Trudeln und stürzt schließlich samt Rad ins Gras. Dass das Rad sich nicht ohne weiteres aus dem Graben ziehen lässt, hat seinen Grund: Die Hand einer Wasserleiche hat sich in den Speichen verfangen! Kurz darauf sind Tammos Kollegen und die Gerichtsmedizinerin vor Ort und schnell steht fest: Der Tote ist der bekannte Teehändler Folkert Petersen, ein angesehener und reicher Geschäftsmann aus Greetsiel.

    Für Tammo und seine neue Kollegin Fenna Stern, die ausgerechnet an diesem Tag ihren ersten Arbeitstag in Greetsiel hat, beginnen die Ermittlungsarbeiten. Und die halten nicht nur eine Überraschung bereit… Enno Duwe, der nach viel Ärger aus Greetsiel verschwunden war, taucht ausgerechnet jetzt, nach 25 Jahren, wieder im Ort auf. Ob das wirklich Zufall ist? Schließlich ist seitdem auch die Tochter des toten Teehändlers, Tina Petersen, verschwunden. Tammo und Fenna ermitteln in alle Richtungen und stoßen dabei auf so manches dunkles Geheimnis… War es wirklich Enno, der den Teehändler auf dem Gewissen hat oder steckt jemand anderes hinter dem Mord – vielleicht sogar aus der eigenen Familie?

    Ulrike Busch hat mit „Tod im Deich“ einen unterhaltsamen und spannenden Krimi geschrieben, der einen direkt mitnimmt ins gemütliche Dorf Greetsiel, einer echten Bilderbuch-Idylle in Ostfriesland mit Windmühlen, Reetdächern und Teestuben. Vor einigen Jahren war ich selbst dort und hatte beim Lesen den hübschen Ort gleich wieder vor Augen. Unvorstellbar, dass in einer solchen Idylle ein Mord stattfinden soll! Eine sehr plausibel erzählte Geschichte und ein überaus sympathisches Ermittlerduo machen es einem sehr leicht, in die Handlung einzusteigen. Neben aller Spannung kommt auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz und ich habe beim Lesen ganz bestimmt ein paar Fünkchen zwischen Tammo und seiner neuen Kollegin sprühen sehen…

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    janein
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